Heute morgen nach dem Frühstück mit salzigem Porridge, und ich Depp hatte mir da Joghurt und Obst dran gemacht, ging es los zum ersten Wasserfall. Ich dachte so innerlich an die letzten Dreitausend, die wir besichtigt hatten und verfiel in Vorfreude. ¨ Ist der Höchste von Island¨, sagte die bessere Hälfte zu mir. Toll, ist der eben höher als die anderen.
Als ich auf das Hinweisschild am Fuss des Berges sah, mit dem roten Punkt (Hier bist du!) und dem roten Strich der auf den Berg führte und von den Worten 2,5 km gekrönt war, schmunzelte ich ein wenig. Hoch und runter sind 5 km, wir sind am See und da oben sind 450 m über Null. Der Wasserfall hat 150 Meter....300 Höhenmeter! Igitt! Da es ein wenig kühl war, inFleece und Jacke los. Doch schnell wurde es warm. Der Anstieg dauerte ca. eine Stunde, denn wir mussten an vielen Stellen anhalten um einfach ein wenig zu Gucken. Ok, ich musste manchmal auch einfach nur atmen :) Aber der Weg war unbefestigt, in Deutschland wäre dies unmöglich, und laufen und gucken zusammen würde definitiv schief gehen. Wir hatten so eine kurze Idee, wenn Freddy die Klippe runter springt, ob er dann einen Gratis Helikopterflug bekommt. Die haben wir aber schnell wieder verworfen. Der Weg zum Hengifoss ist auf jedem Meter sehenswert und wenn bis zum Ende durchhält wird man mit königlichem Anblick belohnt. Der Wasserfall klingt wie ein startender Düsenjäger und zeigt allen seine Kraft und Gewalt. Die Sonne war auch mit dabei, worüber wir sehr dankbar waren und eine Pelle nach der anderen wurde von uns abgeschmissen.
Runter ist ja nie das Problem - wir waren oben noch fast alleine, auf dem Rückweg kamen uns wirklich viele andere Touristen entgegen. Glück gehabt!
Schnell noch in einem kleinen Museum Halt gemacht und was über Elche und Polarfüchse gelernt, dann rüber in ein nettes Cafe. Die Sonne war inzwischen in voller Fahrt, wir haben uns draußen Kaffee, Cola und ein Stück Torte geteilt. Von einem Paar am Nachbartisch kam noch ein guter Tipp - oben im Hochland ist ein Hot Pot, da müsst ihr hin. Hochland stand auf dem Programm, der Hot Pot noch nicht. Hmm, natürlich heute sind wir das erste Mal ohne Badesachen los, na super! Kurzentschlossen eben die 10 km zum Hotel zurück und die Sachen geholt. Dann ab auf die Hochlandstraße. Die ist ein Glück für uns Touris, denn normalerweise kommt man nur mit Superjeeps auf eine der Hochebenen. Da hier aber ein Wasserkraftwerk gebaut wurde, benötigte man damals eine Zufahrtsstraße. Die geht durchs Hochland. Perfekt. Das Wasserkraftwerk wollte Freddy angucken, somit sind wir die Straße entlang gefahren. Sehr mondähnlich und karg. Man kann drei Kilometer im Vorfeld sehen, wenn ein anderes Auto kommt und hören noch früher, denn es ist dort still. So richtig still. Ich fand das Kraftwerk so naja, also zurück und in den Hot Pot. Wir sprechen von so 20 km einfache Strecke, aber das ist hier nichts. Das Hostel mit dem Hot Pot (hihglandhostel.is) liegt wirklich sagenhaft. Man sitzt im warmen Wasser und guckt auf einen Wasserfall und auf die Gletscher des Snaefell. So cool und unbeschreiblich. Hätten wir nicht schon ein Zimmer, wir waren geblieben.
Mal gucken was der Tag morgenso zu bieten hat...
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