Freddy schläft und ich sitze auf meinem Sessel an der Heizung und trinke Kaffee. Heute mal nicht mit einem Buch auf dem Schoß, sondern mit dem Laptop um zu bloggen.
| Mein Stammplatz |
Erste Tat morgens ist natürlich die kleine Pipirunde mit Molly. Ich kann sagen, auch hier wird es langsam kühl. T-Shirt, Thermo-Laufshirt und Fleecejacke tun es aber noch. Mich darf dabei niemand beobachten, ich sehe ein wenig zerlumpt aus in Schlabberhose, Crocs und mit drei verschiedenen Pullis an.
| Der Morgensweg |
Was schön zu beobachten ist, die Dänen heizen gerne mit dem Ofen. Da unser Haus sehr viel Glas hat, brauchen wir das noch nicht. Es ist auch so warm. Worauf ich hinaus will, wenn man morgens vor 8.00 Uhr spazieren geht, der Sonnenaufgang ist wunderbar und es riecht schlecht. Versaut so richtig das Gesamtbild. Jemand verbrennt gelbe Säcke oder Schlimmeres. Man ist halt in Dänemark. Der Qualm aus den verschiedenen Schornsteinen ist schon spannend, vor allem farblich. Unser nächster Stinknachbar benutzt meiner Meinung nach einfach nur Briketts, Freddy ist für Plastik. Lüften ist jedenfalls oft nicht möglich, riecht nicht gut. In so Momenten, wo man ein Fenster auf und sofort wieder zu macht, freue ich mich, das wir in Deutschland überreglementiert und weit vorne in Sachen Umweltschutz sind. Gesund kann das nicht sein!
Molly ist ja wieder genesen und somit sind wir nicht mehr ganz so ans Haus gebunden und können auch mal einen längeren Spaziergang unternehmen. Keine Schonrunden mehr. Das haben wir vorgestern gleich ausgenutzt :)
Hund bespaßt und dann ohne ihn los nach Hirtshals. Wir besuchen ja im Nordseeaquarium immer die Mola Molas, die Mondfische, bzw. auf Dänisch "Klumpfisken". Klumpi eben.
Es ist schon das dritte Pärchen, was wir bestaunen. Der erste Klumpfisk ist bei einem Brand ums Leben gekommen, das zweite Pärchen "Anton und Andrea" waren mir sehr ans Herz gewachsen, aber die sind eingegangen. Nun haben wir das dritte Pärchen im neuen schicken Riesenaquarium. Aber ich glaube, die sind ein wenig gestört, die schwimmen immer hinten gegen die Wand. Nicht schön :(
Als wir im Museum ankamen sollte die Robbenfütterung in 10 Minuten starten. Also gleich weiter nach Draußen und zuschauen. Das Museum war richtig voll, sind wir gar nicht gewöhnt, aber Dänemark und Nordrhein-Westfalen haben Herbstferien. Ein junger Kerl erzählte viel und zu schnell auf Dänisch und die Robben bekamen den einen oder anderen Hering. Schnell runter in den Glastunnel unter dem Bassin. Und richtig, hier konnte man viel mehr sehen als oben am Beckenrand. Ich dachte ja, auf die Idee sind bestimmt viele gekommen, aber nein, wir waren fast alleine. Man konnte auch grandios beobachten, das die eine Robbe sich ganz faul einfach auf das Glas gesetzt hat und dann entspannt immer dem Trainer gewunken hat. Gibt Hering! Im Gegensatz zu ihren Kollegen die vor dem Trainer schwimmen mussten...
Im Außenbereich gab es auch noch einen alten Kutter, wo man per Windmaschine Stürme simulieren konnte - sehr gut, sogar mit wackelndem Boden - bei Freddy wehten die Haare wild im Wind!
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| Wilde Haare! |
Drinnen konnte man viel Lernen über die Nordsee und Fische und überhaupt. Freddy weiß jetzt wie Schollen sich im Wasser tarnen. Sie hängen sich ein Schild um und stellen sich vor einen Bluescreen, das hätte ich ihnen gar nicht zugetraut!
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| Freddy als Scholle |
Gestern dann haben wir einen anderen wichtigen Punkt auf der Liste abgehakt. Die Marup Kirche, oder was davon übrig geblieben ist. Die ist nämlich vor einigen Wochen endgültig ins Meer gerutscht. Wir waren da noch drin und haben sie besichtigt, dann war ein paar Jahre später das Dach weg und nun ist die ganze Kirche Geschichte.
Nur die Gräber sind noch da und warten darauf ins Meer zu stürzen. Wie schon im Museum, waren wir hier auch nicht alleine, wie sonst, sondern der Parkplatz war voller Menschen. Die nicht mehr vorhandene Kirche anschauen.
| Wichtig, der Baggern muss den Boden wieder glatt machen! |
| Gräber, meist ist es die Familie Jensen |
| Erst dachten wir noch die Betten die Gräber um, sieht aber nicht so aus... |
In Sichtweite steht ein weiterer Klassiker unserer Urlaube, die Rudbjerg Knude, ein versandeter Leuchtturm. Luftlinie 1,75 km, das laufen wir doch eben. Gesagt, getan. Der Nordsoestien, ein Rundwanderweg um ganz Jütland, geht dorthin. Fein, immer den Schildern hinterher.
| Da hinten, auf die Düne wollen wir |
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| Nö! |
Die Bullenweide war mit dreifach Strom eingezäunt und wir immer fröhlich am Trampelpfad direkt am Zaun entlang. Das der verrückte Hund keinen Strom abbekommen hat ist ein Wunder. Nur leider ging der Zaun irgendwann bis an die Steilklippe. Also rüber, jederfalls Freddy. Molly und ich sind unelegant auf allen Vieren unter dem Zaun durch. Freddy war wenig Gentleman und hat sich beömmelt...wir also weiter auf der Bullenweide bis zum Leuchtturm. Freddy ist dann direkt die Düne hoch, ich bin außen rum. Ich renne doch nicht durch den Mullersand einen Berg hoch, neee!
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| Halbzeit |
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| Mullersand Düne |
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| Wiedersehensfreude! |
| Turm ohne Dach |
| Turm ohne Dach und Dach auf Boden |
| Da wird der Turm irgendwann runter fallen |
| Sanddorn Gestrüpp |
| Der Hund hat grüne Punkte |
| Ohne Worte! |
Zu Hause dann mussten wir 15 Minuten bürsten bis das Grünzeug wieder weg war. Absolute Tierquälerei!











