Tag 3, Freitag
31.03.2017:
Heute war Teide Tag.
Nachdem im Reiseführer stand, dass man die Karten für die Seilbahn
hoch auf den Teide am besten vorher online bestellt, hatte Nicole
gestern Abend schon mal geordert. Das war auch eine gute Idee, denn
die Schlange an dem regulären Ticketschalter war ansehnlich, beim
Online-Check-In gleich null. So kamen wir dann auch auch eine oder zwei
Bahnen eher auf den Gipfel als eigentlich gebucht. Mit der Seilbahn
macht man dann gut 1200 Höhenmeter gut. Von 2.356m in der Talstation
in acht Minuten auf 3.555m. (So hoch war ich noch nie!) Zu Fuß sind
das rund sechs Stunden. Oben angekommen gibt es zwar zum Bedauern
einer mitreisenden Dame keinen als solchen zu bezeichnen Kaffee
-Automatenkaffee zählt nicht-, aber dafür eine umwerfende Aussicht
über weite Teile der Insel und sogar bis zu den Nachbarinseln. Wir
haben heute La Gomera und El Hierro erspähen können.
Die Aussicht fand
ich auch deswegen faszinierend, weil die meisten Wolken UNTER einem
sind. Von der Bergstation kann man einmal eine halbe Stunde links um
den Gipfel und dann nochmal eine halbe Stunde rechts um den Gipfel
herum laufen. Wir schreiben es mal der Höhenluft, und nicht den kurzen Steilanstiegen zu, dass wir zwischendurch mal kurz verweilen mussten. Um AUF den Gipfel zu kommen benötigt man eine
spezielle Genehmigung, denn es dürfen pro Tag nur maximal 150 Leute
auf den Gipfel. Als ich vor reichlich vier Wochen eine dieser
kostenlosen Genehmigung im Internet beantragen wollte, war der
nächste freie Termin im Mai. ;-( Also für alle die hin wollen, sehr
frühzeitig beantragen!
Das Herumlaufen in
Lavagestein haben wir auf Island ja schon mal geübt. Der Teide gilt
offiziell noch als aktiv, außer ein paar Schwefelschwaden mit dem
zugehörigen Pupsgeruch passiert aber nicht viel. Island schneidet im
Geruchsvergleich eindeutig schlechter ab. ;-) Der letzte echte Ausbruch am
Teide war 1909.
Nachdem wir genug
gesehen hatten, ging es wieder runter. Offenbar hatten viele die
gleiche Zeiteinteilung. 80% der Gesichter in der Kabine hatten wir
beim Hochfahren schon gesehen.
In der Talstation
gab es neben dem allfälligen Kitschloch, welches allerdings nicht mal
einen Pin für Nicoles Reisehandtasche hatte, nur eine -so lala-
Cafeteria. Also wieder zurück und bei den nächsten spektakulären
Steinen (Roque Cinchado) und dem wohl einsamstem Hotel auf Teneriffa
(Hotel Paradores) angehalten. Da gab es dann ein Sandwich, Kaffee, Cola und
einen Cookie.
Dass runter immer
schneller als rauf geht bewiesen die Radrennfahrer. Während die hier
die Strecke rauf auf den Teide im wohl kleinsten Gang hochfahren,
rasen die mit 70 und mehr Klamotten den Berg wieder runter. Nicole
hat diesen einen Verrückten mit dem Auto nicht einholen können.
Unser Respekt vor den nicht einsehbaren und teilweise sehr scharfen
Kurven war zu groß.
Nicole hatte dann
für heute genug Steine gesehen und wollte noch eine Runde durch den
Pool drehen. Noch eben ins Dorf und die Wasser- und anderen
Getränkevorräte auffüllen. Fleutschepiepen! Hier gibt es
Mittagspause! Von 13.00h bis 15.00h ist Siesta! Nun gut, sei es Ihnen
gegönnt. Es steht zwar Supermercado dran, aber die beiden als solche
bezeichneten Läden im Dorf sind vielleicht 100m² groß. Dann eben
mañana… Traquilo, es ist ja schließlich Urlaub.
Da wir heute genug
gelaufen sind, gab es Abendessen im Hotel, morgen gehen wir wieder
ins Dorf, die nächste kleine Pinte ausprobieren.
Kleine Randnotiz.
Den Eintrag hier habe ich auf dem Balkon geschrieben, allerdings mit
Musik in den Ohren. Denn die tagsüber fantastische und kaum zu
unterbietende Ruhe hier in der kleine und feinen Hotelanlage wurde von ein paar Gästen (ja, es waren Deutsche)
zwar in höchsten Tönen im Innenhof gelobt, allerdings in so lauter
Art und Weise, dass das schon fast wieder witzig war.















