Mittwoch, 25. Dezember 2013

Bodetal, die Zweite

Lange ausschlafen und dann ein lecker Frühstück mit Forelle und Lachs. Der Wettergott ist uns hold, die Sonne blinzelt durch die Wolken. Wandern steht an. Rundkurse finden ist ja nicht so einfach, aber der Freddy hat eine schöne Tour ab Thale entdeckt. Rauf auf den Hexentanzplatz und runter in das Bodetal. Heimlich spekuliere ich schon auf die Abkürzung per Seilbahn. Mit Glasboden. Angekommen in Thale haben wir Glück, die Bahn hat auf und Molly  darf umsonst mitfahren.


Sowieso sind die Harzer sehr tierfreundlich, selten so viele Hunde gesehen. Ticket gekauft, One-Way, denn wir wollen runter wandern. Kurzes Abwarten, denn wenn schon Gondel, denn schon die mit Glasboden. Sehr feine Sache und nichts für Angsthasen. Oben angekommen schnell auf den Hexentanzplatz. Dieser ist touristisch voll erschlossen, welches auch an Weihnachtstagen rege genutzt wird. Es ist also voll da! Trotzdem geben wir dem einen Automaten einen Euro, damit er uns eine Geschichte erzählt. Sehr amüsante Anekdoten über Pferde reitende Riesen, welche über Schluchten hüpfen.

Nach dem touristisch erschlossenen Gebiet, gucken wir mal in Freddys schlaues GPS wo wir lang wollen. Nordic Walking Pfad 1 scheint passend, vor allem als das Schild ¨Warnung Lebensgefahr, Lawinen" am Wegesrand stand. Genau unsere Sache. Es folgen 1,5 Stunden ein holperiger Pfad bergab. Das weisse Tier, genannt die bloede Kuh, hat permanent versucht sich selber oder auch mich umzubringen. Das war lustig!



Nichts desto trotz war der Abstieg ins Bodetal super schön, vor allem weil wir unten ein Lokal ausgemacht hatten. Milchschaumgetränke, wir kommen!

Wir kamen zwar auf der falschen Bachseite an, aber es gibt eine Brücke :) Molly war ein ein wenig müde und schlief schneller unter dem Tisch ein als die Kellnerin die Bestellung aufnehmen konnte.

Auch auf dem Weg vom Cafe nach Thale warnte uns wieder ein Schild. Wir sind schon was mutige Abenteurer!



Dienstag, 24. Dezember 2013

24. Dezember, mit Stadtführung und eine ältere Dame

Hmmmmm, was tun am heiligen Abend? Gestern beim Morgen-Gassi kam ich an der Touri-Info vorbei. Und tatsächlich: Heute (24.12., heiliger Abend) gab es um 10.00h eine Stadtführung. Das fügte sich mich veranschlagten eineinhalb bis eindreiviertel Stunden perfekt in den Tagesplan ein. Ich hatte für 13.00h einen Tisch fürs Mittagessen bestellt. Passt!
Quedlinburger Rathaus, mit Roland auf der linken Seite

Dass es doch ein wenig anders kommen sollte, als zuvor geplant bereichte den Tag ungeplanter weise. Denn die Stadtführung dauerte dann doch drei Stunden, und  zum  Mittag gingen wir dann zu dritt (äääh zu viert, wenn man Molly mitzählt). Die Stadtführung war keine Minute lang langweilig, auch wenn ich zwischen durch mit den Heinrichs und Ottos (mal Kaiser, mal König, mal nur Sohn von Kaiserin) ein wenig durcheinander kam. Allerdings trafen wir hier auch auf eine -wenn auch sehr- alte Bekannte: Kaiserin Thephanu. Bei uns in Verden nur ein Weg zwischen Wall und Dom, und etwas verkannt, hier sehr präsent. (Obwohl sie es war die Verden 985 die Markt-, Münz und Bannrechte verlieh).

Hier in Quedlinburg gab es bis ins späte 19. Jahrhundert ein Damenstift, welches sehr einflussreich auch die Widerspenstigkeiten der Quedlinburger Bürger niederringen konnte. (äääh sorry, /KS-modus AUS/)

Los ging es am Rathaus mit einem Roland an der linken Seite. Erstaunliche Erkenntnis: auch Quedlinburg war Hansestadt! Davor kam der gerade fertiggestellte Marktplatz zur Geltung. Just vor dem Weihnachtsmarkt fertig gestellt. Hier tuen sich Gemeinsamheiten mit der Heimat auf!

Die Stadtführung war sehr interessant, denn die Dame hatte nicht nur eine imposante Dutt-Frisur (nicht nur nach hinten, sondern auch nach oben!), sondern auch ein umfangreiches Wissen. Dies bezog sich nicht nur auf Geschichte (-siehe Heinrichs und Ottos), auch über die Fachwerke und deren technische und historische Zuordnung wusste sie Bescheid.
Abgerockt, aber so wurde gebaut


Neben der Marktkirche gibt es sehr eindrucksvoll Fachwerkhäuser aufgereiht durch die Jahrhunderte anzusehen. Von links nach rechts: 14., 15., 16., und 17. Jahrhundert. Wow! Die unterschiedlichen
Bauweisen waren gut zu erkennen. Ich fand es ziemlich imposant, dass sich sowas sooooooooooo lange hält ohne irgendwelchen blöden Feuerbrünsten oder anderem Zerstörungswahn zum Opfer gefallen zu sein. Nicht mal die DDR-Zeiten haben hier nennenswert nachteilige Auswirkungen hinterlassen. (Kurzer Rückblick zum Florida-Urlaub: ...was die Amis wohl zu Häusern sagen die schon standen als Columbus im späteren Amerika angelandet ist ?!?) -Ich finde es ziemlich beeindruckend!


So, nun aber genug der historischen Ausführungen...
Während der Führung fiel eigentlich nur noch eine weisshaarige ältere Dame auf, die was die historischen Fakten anging mit unserem Stadtführerin auf Augenhöhe eine Art charmanten Battle ausgefochten hat. Zumindest wusste sie gut Bescheid. Sie kam aus Heidelberg und hieß -wie wir später erfuhren- Margarethe.
Denn nachdem die Stadtführung zu Ende ging, stand sie wohl "wie zufällig" in unserer Nähe und hat gefragt was wir nun noch so vor hatten. Wir erzählten von dem reservierten Tisch im "Benedikt" und sie fragte, ob sie sich uns anschließen könnte. Da wir ja nichts gegen solche Begegnungen haben, nahmen wir sie mit. Für ihr Alter (wir haben freundlich wie wir sind nicht gefragt) war sie noch sehr flott unterwegs. Im Benedikt waren wir definitiv die letzten zahlenden Gäste an diesem Tag. Mein Kartoffelsalat war OK, die Gänsekeulen der Damen dann doch etwas adeliger Natur ("von gestern" heisst die Familie wohl). Margathe frug den Kellner dann auch mal, wie viele Wochen die Gans denn schon im Ofen verbracht hatte.
Da sie gestern Abend bei zwei Damen in ihrem Hotel (Zum Bären, gar nicht zufrieden) so einen "Feuerschnaps" gesehen hat, erklärten wir ihr den Schierker Feuerstein (samt Schierker Lied). Sie hat dann drei Stück für uns bestellt. Bezahlt hat sie sie dann später als "diese drei "Feuersalamander". Auch schön.
Nun, denn. Die vorsichthalber organisierten heissen Tassen schlummern unangetastet im Rucksack, und die Weinflaschen geben ihren Inhalt preis. Die Geschenke sind ausgetauscht und der Abend nimmt gemütliche Formen an. Während ich mein Weihnachtsgeschenk "in aller Ruhe" schon ausprobieren kann, muss Nicole noch ein wenig warten... ;-)
Molly geht gleich noch mal den Weihnachtsmann suchen (vielleicht muss sie ja bei der Gelegenheit auch noch mal) und Nicole guckt "Drei Nüsse für Aschenbrödel" zu Ende...

Erkenntnisse des Tages:
In Quedlinburg haben die Straßennamen einen Punkt am Ende, Quedlinburg hat den Hund ("Quedel") im Wappen, aber der Name kommt da trotzdem nicht her, und 1000-Jahr Feiern sind nicht immer schön...

Schöne Weihnachten auch für Euch!

Wanderung an der Teufelsmauer

Schönes Wetter ist vom Wetterbericht angekündigt - Wandern steht an. Nach einer Nacht auf futon-artigen Brettern, äääh Betten, Barbara du wärst hier seelig, sind wir erst mal in die Tourist-Info. Schlau zu machen bezüglich Stadtführungen, Wanderungen und Schlossöffnungszeiten. Außerdem haben wir uns versprochen nach dern Wanderung die 138 Sorten Käsekuchen im Nachbar Cafe durch zu testen.
Tourist- Info hatte nur Einweg Wanderungen oder 20 km Rundkurse. Bisschen viel für den Anfang, also die im Internet gefundene Strecke testen. Trotzdem hat sich der Besuch gelohnt - ich habe einen neuen Pin für meine Handtasche und hätte sogar einen Stocknagel bekommen. Ein Relikt aus vergangenen Zeìten!
Weiter wissen wir nun das es am heiligen Abend eine Stadtführung gibt. 10.00 Uhr - perfekt, denn um 13.00 Uhr haben wir einenTisch geordert.
Auf an die Teufelsmauer!
Flott mit dem Auto hin gebraust Richtung Thale. Parkplatz gefunden - los geht es! Erst an so aufrechten Sandsteinformationen entlang. Die Teufelsmauer eben. Freddy und ich sind uns noch nicht einig was sich da so geologisch aufgeworfen hat, das sich so Sandstein in die Höhe reckt. Zurück durch das Bodetal - Modder eben. Molly sieht aus wie Sau und muss später operativ per Schere von Kletten befreit werden.
Nu endlich Käsekuchen!  Laden voll! Kein Platz für uns drei. Im Cafe nebenan gibt es nur 8 Sorten Käsekuchen. Reicht auch und sehr lecker- ich Kirsch und Mohn, Freddy was mit Zimt.
Tag  Ende!




Alte liebe Verwandte getroffen

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Montag, 23. Dezember 2013

Erster Tag ging schnell um

Was soll ich sagen, Fred erweist sich nach wie vor als Blogfaul und überlässt mir das Schreiben. Was das Wetter betrifft hatte Petra recht, grau in grau. Als wir nach Quedlinburg reinkamen waren wir angenehm überrascht wie niedlich die Stadt ist. Trotz des allgegenwärtigen Grautons. Und wir waren erstaunt wieviele Leute hier so rum liefen. Holla, alles voll, aber sowas von.
Warum haben wir schnell heraus gefunden. Weihnachtsmarkt, letzter Tag! Also hin da, Essen und Glühwein fassen. Schnell das Gepäck in unser schönes Zimmer, Mollys eigene Wohnstube aufgebaut. Ein bisschen über die schöne Pension gefreut und weiter. Wir sind hier mitten drin. 100 m zum Schloss und 100m zum Rathaus.
Der Weihnachtsmarkt war sehr überschaubar, da schimpfe nochmal einer auf Verden. Dafür karren die hier die Touris mit Bussen an. Proppevoll, das Ding. Nach Dampfnudel und einem Kräuterfladen war man satt und es gab Glögg. Naja, ich Glögg und Freddy Punsch. Im Gegensatz zum Glögg in Dänemark, welcher nicht so viel Alkohol hat wie der deutsche Glühwein, hatte der nette Gastwirt hier eine sogenannte 50/50 Mischung gemacht. 50% Glögg und 50% Asbach Uralt. Mir haben die Augen getränt und Freddy musste bei letzten Drittel mit mir tauschen. Baaah!
Dann sind wir nur noch durch das pitoreske Städtchen geschlendert, mal links, mal rechts. Zum Abschluss noch einen lecker Mai Tai in der von der Wirtin empfohlenen Bar und der Tag war alle. Genau wie wir!
Mollys eigene Wohnstube 

Samstag, 21. Dezember 2013

Morgen Kinder wirds was geben

Morgen fahren wir los in den Südharz. Mollys Tasche ist gepackt, die letzen Waschmaschinen laufen. Lustiger Weise ist es uns auch noch gelungen am heiligen Abend, ähm Mittag, was zum Essen zu bekommen. Das war nicht so einfach, wir sind der irrigen Annahme aufgesessen, das am  24.12. alle Restaurants offen haben. Nix da, Fleutschepiepen! Zu sind die! Aber mental schon auf Weizenbier und Chips eingestellt, hat Freddy mein Held, noch was für den Mittag aufgetan. Völlerei am Mittag...auf gut...

Bis jetzt haben wir mit dem Sachsen-Anhalter Teil vom Harz ja nur gute Erfahrungen gemacht. Bad Sülzhayn im letzten Herbst war ja ziemlich klasse. Da kann so eine Stadt mit dem Prädikat Weltkulturerbe sicherlich mithalten.

Wenn es jetzt trocken bleibt, dann wird das eine klasse Woche. Auch ohne Schnee!