Samstag, 29. Oktober 2016

Eine frische Brise weht und ein versteckter Wald ganz nah

Hier weht seit zwei Tagen eine frische Brise mit circa 40 Stundenkilometern. Das Haus wackelt teilweise und die Solarpanele auf dem Dach klappern fröhlich. Der sonst 90 Meter breite Strand ist ganz schmal geworden, das Wasser wird sozusagen aus dem Meer an das Land gedrückt. 


Die Fenster von unserem Häuschen haben sich in Milchglasscheiben verwandelt. Das hat mich dazu animiert heute morgen mit dem Gartenschlauch alle Scheiben abzuspritzen und mal eben mit dem Abzieher zu bearbeiten. Allerdings muss ich heute abend sagen, da kann ich morgen schon wieder ran. 

Nach einem Spaziergang am Strand hat man wirklich überall Sand hängen, deshalb habe ich ein bisschen nach Ausflugszielen gegoogelt und einen kleinen Wald in der Nähe gefunden. Nybaek Plantage mit netten Rundwegen und sogar einem integrierten Hundewald. Klingt ja super, da fahren wir hin! Den Prospekt mal eben aus dem Internet heruntergeladen, kann ja nicht so schwer sein. War es aber, denn in dem Prospekt stand nicht, wo der Wald liegt. Trotz der präzisen Angabe: Südlich von Lökken - haben wir ihn letztendlich gefunden und festgestellt, zu Fuß wären wir schneller dagewesen :) 
Ein Mann und sein Hund
Molly mag nicht fotografiert werden

Hat sich gelohnt, ein wirklich reizender, abwechslungreicher Wald. Kann man empfehlen!
Nachdem wir uns heute haben durchpusten lassen und dann noch im Wald gewandert sind, haben wir uns etwas Herzhaftes verdient. Wir testen heute echten dänischen Grünkohl, ich werde berichten ob er schmeckt!
Dänische Delikatessen!

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Steckrübeneintopf und der immerwährende Kampf mit dem Ofen

Für jeden Tag einen Bericht schreiben passiert hier einfach zu wenig, das ist ja auch genau das Ziel, welches wir mit diesem Urlaub verfolgen! Trotzdem muss man ja ein paar der wichtigen Dinge dokumentieren.
Wir haben die Rubjerg Knude besucht. Den Leuchtturm der erst im Sand versank und nun wieder frei gepustet und bald ins Meer fallen wird. Wanderdünen sind schon ein seltsames Phänomen.  Sie haben oben, wo früher die Lampen saßen, mit Spiegeln ein Lichtobjekt installiert. Freddie ist ist nach oben geflitzt um Fotos zu machen, ich bin wie immer mit dem Hund unten geblieben. Das war vielleicht auch ganz gut so, denn die Treppe ist aus Lochblech! Naja, der Leuchtturm liegt in Europas größte Wanderdüne und eine Treppe aus Lochblech, wenn rundherum nur Sand ist macht lustig viel Sand auf dem Kopf. Freddie sagte, es wäre schon ganz gut, wenn man eine Mütze aufsetzt beim hochgehen. Dabei hat der nicht mal Haare! Mir wiederum ist beim untenrum stehen und warten aufgefallen, dass ich mal die Hundehalter loben muss. Jahreszeitengemäß sind im Moment natürlich viele Deutsche mit ihren Hunden hier unterwegs und alle haben brav den Hunde Pups in einer Plastiktüte eingesammelt. Ich genauso! Leider sind die Dänen mit Mülleimern nicht so großzügig, somit konnte auch ich ca. 4 Kilometer lang mit einem Kackebeutel in der Hand marschieren. Es ging aber nicht nur mir so, sondern auch vielen, vielen anderen. Ein belustigendes Bild!


Weiter behauptet Freddy, dass ich immer mit den Füßen schlurfe. Ich behaupte immer noch das stimmt nicht!


Weiter muss ich ja gestehen, dass ich immer noch Pokémon fange und deshalb von Freddy letztens ein ganz schreckliches Küchelchen bekommen habe. Es bleibt mir nichts weiter zu sagen, als das es genauso geschmeckt hat wie es aussieht. Nach einem Bissen habe ich aufgegeben...

Nun zu unserem Ofen, ich schreibe immer über unsere Ofen, weil irgendwie sind sie nicht wie zu Hause. Sie qualmen, sie gehen aus, sie ärgern mich mit zu viel Holzverbrauch oder mit undichten Dichtungen. Der Ofen hier im Haus ist wieder mal ganz speziell. Wie üblich ein sogenannter Ganztürofen, ich hasse diese Dinger, denn entspanntes Holz nachlegen entfällt komplett. Sie qualmen fast immer! Was ich an dem Ofen hier allerdings klasse finde, ist die Hitze die er aus ein bisschen Holz herausholt. Auch stehe ich auf die Verpuffungen aus unserem Schornstein, welche die komplette Nachbarschaft einnebeln. Wir wollten das Fotografieren, haben es aber nicht hinbekommen. Und ungelogen, das ganze Ferienhaus verschwindet in einer weißen Qualmwolke. Ich glaube unsere Nachbarn hassen uns, ich persönlich finde das voll Harry Potter ;)


Das nächste was mir einfällt ist der sensationelle Steckrübeneintopf den Freddie vorgestern gekocht hat. Steckrüben haben wir hier im Supermarkt nicht entdeckt, die hatten wir extra von zu Hause mitgebracht.

Hier riecht es also nach Qualm und Steckrübe...hyggelig!

Gehe jetzt Strand mit dem bekloppten Hund.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Dänemark, mal wieder!

Nachdem wir ja einige Jahre nicht nach Dänemark gefahren waren, ob der bescheuerten Hundegesetze, sind wir ja schon im letzten Jahr rückfällig geworden. Auch in diesem Jahr verbringen wir wieder im Herbst ein paar Wochen in unserem Lieblingsland Dänemark. Diesmal ein wenig südlicher, in dem Touristenort Lökken. Wie immer ein Haus mit Meerblick. Dieses hier ist besonders niedlich, da vom Besitzer gehegt und gepflegt. Der Ausblick ist auch wunderbar.  
Das Ferienhausgebiet an sich ist uns persönlich ein wenig zu eng besiedelt und zuerst das große Minus: Es dürfen Autos am Strand fahren. Der Strand ist breit und prinzipiell sollte das kein Problem darstellen, aber die lieben deutschen Geländewagen Besitzer sind der Meinung sie müssten hier mal ihr Spielzeug ausfahren. Ich habe manchmal ein wenig Angst um Leib und Leben. Vor allem weil man bei Regen, mit Kapuze auf und rauschendem Meer, die Autos einfach nicht hört, wenn sie kommen.
Vom Ort an sich, haben wir noch nicht viel gesehen.
Da die Wochen vor dem Urlaub relativ anstrengend waren und ich am Freitag vor der Abfahrt noch bis 18 Uhr gearbeitet habe, konnte ich natürlich erst am Abend bevor wir losgefahren sind packen. Ich behaupte ja gerne dass ich innerhalb von einer halben Stunde die Sachen für einen ganzen Dänemark Urlaub zusammen werfe. Mache ich auch! Aber dieses Mal war ich irgendwie unkonzentriert. Ich habe diverse Teile vergessen. Eine Schirmmütze, welche bei Dauerregen als Brillenträger natürlich sehr wichtig ist. Meine Regenhose, obwohl wir beim Losfahren darüber diskutiert haben dass ich die unbedingt mitnehmen muss. Ich habe nur noch eine Pfütze Shampoo, obwohl ich extra in den DM gefahren bin um mir neues Shampoo zu kaufen. Und ganz wichtig, ich habe das Brillenputztuch für meine neue Brille vergessen. Das entwickelt sich hier gerade zu einem kleinen Drama, denn meine alte Brille war nach der Benutzung von falschen Putzmaterialien nach einem Jahr komplett zerstört. Dieses Schicksal wollte ich der neuen Brille ersparen, auch aus Kostengründen. Ich habe einen sündhaft teures Putztuch aus dem Optiker Fachhandel erworben und natürlich zu Hause liegen lassen. Problem: Es gibt keine Spezial Microfaser Putztücher in Dänemark. Drama!
Ohne Schirmmütze!

Nachdem wir gestern nach dem Ausladen meine Regenhose nicht gefunden haben, obwohl ich der festen Überzeugung war sie eingepackt zu haben, hat Freddy heute morgen noch mal das Auto auf den Kopf gestellt. Nichts!


Nachdem wir schön mit dem Hund Nachmittags Gassi waren, sind wir in die Stadt gefahren, damit ich mir eine Schirmmütze und eine Regenhose kaufen kann... vielleicht auch ein Mikrofaser Putztuch für meine Brille. Läden durchstöbert, was für mich sowieso immer etwas schwierig ist, denn es gibt hier fast nur Outdoor Läden und ich liebe Outdoor Läden. Wird immer irgendwie etwas teurer...
Erster Laden habe ich eine Fleecejacke und eine Regenhose gekauft. Zweiter Laden habe ich eine Schirmmütze gekauft. Dritter Laden habe ich kein Microfaser Putztuch für meine Brille bekommen. Schade!
Unser kleines Ferienhäuschen liegt auf einer Düne, somit fahren wir immer rückwärts mit unserem Wagen direkt an die Haustür. Als gute Beifahrerin drehe ich mich natürlich mit um eventuelle Fahrfehler von Freddy zu korrigieren :)  Was sehe ich auf der Rücksitzbank liegen? Meine Regenhose. Lag die da einfach so rum, anstatt sich unter dem Sitz oder in den untersuchten Rillen und Ecken zu verstecken. Frechheit!
Jetzt haben wir definitiv genug Regenhosen mit. Der Tag endet vor dem Ofen mit einem lecker Bierchen!

Freitag, 22. Juli 2016

Sauerland, Molly und das Huhn

Tja, bei wirklich ekeligem Wetter sind wir im Odenwald gestartet. 30 Grad und Regen braucht wirklich niemand.  Durch den Regen in das Sauerland.  Hier sind komode 25 Grad und es ist trocken.
Da wir nicht großartig Rumfahren möchten,  gehen wir nur die kleine Wanderrunde um das Hotel. Morgen wollen wir etwas mehr laufen.

Unser Zimmer ist nach der Garage eine echte Erholung.  Wir sind in der 12, dem größten Zimmer mit riesigem Balkon. Auch hier ist es sehr klassisch eingerichtet. Freddy ist fasziniert von den goldenen Armaturen, aber das Zimmer ist eine wahre Erholung :)

Heute morgen in meiner schlau App eine schöne Runde im Nachbarort ausgesucht.  Nicht zu lang, außerdem ist Regen angekündigt und es ist leider sehr schwül. 
Auf nach Oberhennenbach. Alles geht gut los,  wir parken am örtlichen Gasthof, wandern los, kommen im Dorf am letzten Haus vorbei, die haben Laufenten im Garten. Molly an der Flexi,  kein großes Thema. Eigentlich.  Nach dem Haus geht es über eine Weide 150 m ziemlich steil bergauf,  oben dann links auf einen kleinen Wirtschaftsweg. Alles hübsch, wir gehen so, links und rechts nur Weiden. Nach so 100 m Molly abgeleint, sie läuft auch noch 30 m auf dem Weg geradeaus und dann, in entspanntem Zutteltrab, quer über die Weide wieder nach unten ins Dorf. Ich wußte sofort was sie will -  brüllend hinter dem Hund hinterher! Außen rum -  weil über die Weide nicht mit meinen Chucks ging. Freddy querfeldein... Zwei brüllende Niedersachsen im Sauerland. Freddy hat das Arschlochtier unten zuerst gefangen, leider hatte sie das einzige,  aus dem Stall ausgebrochene, Huhn erwischt.  Die vorher gesehenen Laufenten waren zu der dort wohnenden Dame ins Wohnzimmer geflohen. Schlaue Enten, armes Huhn! Obwohl Molly auf mein im Galopp gebrülltes "Aus"  brav das Huhn ausspuckt, war es leider nicht mehr zu beleben. Nun ist Molly offiziell eine Mörderin. Freddy ist sehr beleidigt mit dem Hund, ob der gezeigten Charakterlosigkeit. Ich ob des unglaublich frechen Ungehorsam. Sauerländer Dorfbewohner sehen das nicht ganz so eng. Die Nachbarin, angelockt von unserem Alarm, kam rüber und meinte lapidar,  das die Huhn Besitzer nicht da sind. Ich solle mich nicht so aufregen, wäre halt so bei Hunden. Dabei bin ich 300 Meter brüllend gerannt, bei 100% Luftfeuchtigkeit und Puls 600. Dann steht man klitschnass geschwitzt da und probiert den Impuls den Hund zu verkloppen zu unterdrücken. Trage extra ein schwarzes T-Shirt, da sieht man das Schwitzen nicht so. Heute klappt auch nichts. Die Uma Thurman der Hundewelt sitzt brav neben mir und schwitzt nicht. Freddy schlägt vor ihr einen gelben Overall zu kaufen.... Ich schweife ab. Netter Weise probiert die Nachbarin noch den jungen Mann im Dorf zu finden, was ihr nicht gelingt. Doch der nach Hause kommende Sohn weiß mehr. Die sind nur einkaufen. Wir sollen weiter wandern und hinterher rumkommen, dann sind die wieder da.  Gesagt getan. Bewegung baut Adrenalin ab. Gewandert mit Hund in Fuß an kurzer Leine, 7 Kilometer, Strafe muss sein. Frage mich nur für wen... 

Die Aufregung hat uns veranlasst die Strecke abzukürzen, der Himmel sieht auch nicht gut aus. Wir kommen pünktlich zum Beginn des Regens wieder am Auto an. 

Wanderrunde in Oberhenneborn


Dann geht es zu dem jungen Mann zurück,  Hühnerschaden regeln. Die große Schwester erklärt, daß dies häufiger passiert mit den Hunden von Wanderern. Sie überlegen schon mal ein Schild aufzustellen. Vorsicht Geflügel! Normalerweise melden die Leute sich dann auch nicht. Der Nachbarhund hat sich eine Zeitlang auch immer Enten geholt. Wir Kleinstadtpomeranzen sind baff. Die sind ja entspannt, der junge Mann hatte ausgerechnet was das Huhn gekostet und an Futter verbraucht hat. Das hätte er gerne.  Wir haben das großzügig aufgerundet. Vielleicht reicht es für einen Kampfhahn, dann kriegt wenigstens der nächste Hund einen auf die Fresse!
Danach sind wir bei Weltuntergangs Regen zurück ins Hotel.  Morgen geht es nach Saerbeck... Ohne weitere Hühner Unfälle bitte!

Mittwoch, 20. Juli 2016

Heiß, heiß und nochmal heiß...

Unser Zimmer im Berghof in Reichelsheim/Erbach liegt in einem Nebengebäude. Ein klassischer Hof mit Geranien am Balkon, sehr apart. Beim Bezug haben wir erst ein wenig die Nase gerümpft. Die Einrichtung ist deutsch-gemütlich und wir sind neben zwei Garagen der dritte Raum. Sozusagen im Keller, da das Haus in den Berg gebaut ist,  aber auch wieder nicht Keller. Aber inzwischen singen wir ein Hohelied auf alle in den Berg gebauten Zimmer. Wir haben im Raum angenehme 21 Grad, obwohl Fenster auf sind und draußen Temperaturen um 36 Grad wüten. Sehr angenehm. Freddy hat sich beim Mittagsnickerchen glatt zugedeckt und ich hätte kalte Füße ;)
Ich glaube im Hotel nebenan leidet die holländische Reisegruppe wesentlich mehr. 
Zurück zum Frühstück,  wir planen den Tag,  denn der Hund muss raus und es wird heiß. Ein schöner Spaziergang soll es sein,  wenn möglich im Wald. Teckie der ich bin, habe ich Komoot auf meinem Mobilo. WLAN im Hotel genutzt und mal eben geguckt. Eine Burgruine im Wald -  ca. 7 km und Start und Ende an einer Gastronomie. Klingt perfekt, war es auch!  Fein durch den Wald gelaufen, Molly könnte ohne Leine herum flitzen, was sie nach einer Woche Flexi sichtlich genoss. Auf der Hälfte der Strecke eine alte Burgruine mit tollem Blick. Im Anschluss auf ein Kaffee und einen Salat in den zauberhaften Garten der Gaststätte Freiheit. Übrigens Hessens erste Essigmanufaktur. Was sollen wir sagen, das Essen war sensationell. 

Highlight von 93039900871 bei komoot:

Ruine Rodenstein

https://www.komoot.de/highlight/77214?ref=ahd

Danach wieder ins Hotel und einfach nur Siesta in der Kühle.... Morgen fahren wir bei Regen ins Sauerland....

Dienstag, 19. Juli 2016

Zeppelinfahrt, Friedrichshafen und Freiburg im Breisgau

Letzte Nacht in unserem netten Schlösschen in Markdorf.  Es soll in Richtung Freiburg im Breisgau weiter gehen. Nur eine Nacht,  dann Heidelberg für zwei Tage.  Die Suche nach dem nächsten Hotel gestaltet sich beim Frühstück schwierig,  denn jeder hat so seine Vorstellungen. Ich will es Hundehüftenfreundlich mit Fahrstuhl. Freddy will WLAN gratis und Parken am Haus. Nach einem ersten Sondieren in Freiburg kommt noch ein Kriterium hinzu... Unter 250,- € pro Nacht.  Hauptsaison ist gemein, ehrlich!  Da Freddy ja heute Zeppelin fährt, sind wir auch erst Abends im nächsten Domizil,  muss also eigentlich nichts Schickes sein. Schwere Entscheidung. Sie fällt auf ein weiteres Schlösschen in Freiburg-Munzingen, dazu mehr später.
Erst mal haben wir dann nämlich meinen Wunsch, die UNESCO Kulturerbe Pfahlbauten angeguckt. Ich hetze und nerve ein wenig rum und wir sind kurz nach 10.00 Uhr am Museum. Gefühlt sind es schon 30 Grad draußen, aber am Bodensee weht ein lautes Lüftchen.
Tolle, privat betriebene Anlage. Auf Stegen wandert man über das Wasser von Hütte zu Hütte, die Führung durch eine nette Dame automatisch inklusive. Da dort viele Enten wohnen hat Molly schnell wieder ihr Halti gewonnen. Und wir ausreichend Platz auf den schmalen Wegen, denn alle denken es wäre ein roter Maulkorb ;)
Am Ende fällt Molly leider doch noch ins Wasser, aber im Flachen und nicht tief,  was soll ich sagen, der Lemming kann es nicht lassen und es schadet bei 30 Grad sicherlich nicht.
Danach Eis und Kaffee am See... Das Leben ist gut!
Nun steht der Zeppelin an. Da überall die Straßen extrem überfüllt sind, müssen wir weiter.  Freddy ist ein wenig aufgeregt und möchte rechtzeitig am Gate sein. Gute Stunde einchecken, halbe Stunde Fliegen,  auschecken, vorher da sein um zu gucken... Ergo: Nicole und Molly haben locker zwei Stunden für Friedrichshafen. Rumlungern an der Promenade mit einem Buch... Hach! Freddy lieblos am Flughafen ausgesetzt,  umgedreht, dank Else das Altstadtparkhaus gefunden. Aus dem Parkhaus gekommen,  Panik bekommen, am liebsten umgedreht. In Friedrichshafen ist Kirmes. Auf der Promenade und im angrenzenden Park!  Ohne Hund kein Thema, die nächste Achterbahn wäre samt Sahneeis meins gewesen. Aber mit Molle? Gefühlte 20.000 Personen, Lärm,  Fanfarenumzüge... Egal wo ich entlang schlich, es war laut und voll. Zurück zum Cactus und in die loungige Gastronomie am Flughafen. Latte trinken, Eis essen,  den Start filmen und glatt ein paar Seiten Buch lesen.  Sehr nett!
Weiter nach Freiburg -  ins Schloss Nummer 2! Verkehr ist immer noch die Hölle hier,  wir benötigen eine Stunde mehr als Else errechnet hat.  Molly hat schon Pipi in den Augen. Munzigen ist zu Freiburg übrigens wie Rönnebeck zu Bremen. Insider wissen was ich meine :)
Im Innenhof und an der Rezeption angekommen bin ich leicht nervös.  Das ist aber alles verdammt fein hier, Michelin Männchen am Restaurant und so. Im Zimmer löst sich die Angst. Vorne hui...Unser Raum ist jedenfalls super 90ger Jahre Standard mit einer Matratze die der damaligen Futonmode ganz gerecht wird.  Mein arme Hüfte :(
Am Morgen nerve ich mal wieder,  denn 35 Grad sind angedroht und wir wollen Freiburg anschauen und dann weiter nach Heidelberg.  Dort soll es aber in ein ruhiges Hotel für mehrere Tage gehen.  Nach einer Stunde Richtung Freiburg, es sind überall Baustellen,  Sind wir da und finden das Münster toll,  aber dann ist auch Schluss. Selbst an den Sehenswürdigkeiten Zäune, es ist heiß, der Hund findet alles doof,  somit ich auch.  Will keine Kultur mehr,  will Buch lesen und Schatten. Obwohl ich zu Freiburgs Ehrenrettung sagen muss,  das sie für die Hunde überall so kleine süße Bächlein in der Stadt haben.  Dort kann Frau oder Herr Hund sich die Pfoten kühlen und einen Schluck nehmen. Sehr fein! Im Cafe umdisponiert,  Wald statt Heidelberg.  Ich hätte gerne Ruhe -  gelandet sind wir im Odenwald.  Nach gefühlten 20 Baustellen auf der A5 sind wir im Nichts mit 5 Häusern. Morgen chillen, unser Zimmer ist kühl, der Wald direkt vor der Tür, das Essen im Hotel ist der Hammer! Besser als bei den Michelin Männchen! 



Sonntag, 17. Juli 2016

Blumeninsel Mainau

Sonntag, 17. Juli 2016
Markdorf, über'n Bodensee und Insel Mainau

Von der im Hotel stattfindenden Hochzeit haben wir nicht so viel mitbekommen. Dafür ist die Straße laut. Irgendwas ist ja immer. Nach dem guten Frühstück mit wirklich gut gelaunten Hotelangestellten noch eben kurz auf's Zimmer. Gestern in dem „kleinen“ Zeppelin Museum in Meersburg hatte die freundliche Dame noch erzählt, dass man immer mal wieder noch einen freien Platz zum Mitfliegen ergattern kann. Während ich in der Dusche stand hat Nicole mal nachgesehen. Und tatsächlich: Morgen, Montag um 15.20h gab es noch genau EINEN freien Platz. Gesagt getan. Ruckzuck gebucht und morgen Nachmittag geht es in die Luft. Wieder ein Luftfahrtgerät weniger, was ich noch nicht benutzt habe. ;-)


Eigentlich immer irgendwo am Himmel über'm See zu sehen.

Es gibt sogar das passende Bier dazu in der Minibar.
Heute ging es dann aber voll klassisch auf die Blumeninsel Mainau. Dafür aber erstmal mit Auto wieder nach Meersburg, aber diesmal ohne parken, sondern direkt weiter auf die Fähre rüber über'n See nach Konstanz. Die Überfahrt dauert eine Viertelstunde, und so ist man total schnell da. Von Konstanz sind es dann nur noch ein paar Kilometer nach Mainau.






Ab auf den großen Parkplatz und rauf auf die Insel. Molly hatte schon auf dem Damm zur Insel ihr Halti gewonnen. Die ganzen Enten auf dem Wasser waren wohl doch zu viel. Molly hält von ihrem Halti übrigens nicht viel. Gar nichts. Absolut gar nichts. Überhaupt gar nix! Und so hat sie sich voller Show-Talent (sie ist ja aus einer Show-Linie) erstmal mit Böckerchen auf den Fußboden geworfen, als auch an den Beinen reiben nicht dazu führte das dieses total bescheuerte Halti-Dingens wieder abgenommen wurde. Tja, irgendwas ist immer!









Auf der Insel selber war es doch ganz schön. Die Menschenmassen verlaufen sich trotz Sonntagsbetrieb ganz gut, und man bekommt sogar im Biergarten noch ein Plätzchen im Schatten. Nur in der Schmetterlingshalle war es ein wenig voll. Und warm. Aber dafür ist man auch schnell durch. So beim über die Insel laufen gibt es immer irgendwo etwas zu sehen, so dass es einigermaßen kurzweilig ist. Und für die Fragen: „Was ist das denn für eine Pflanze?“ haben die überall kleine Schildchen aufgestellt. Was aber irgendwie nicht so gut funktioniert hat, wie in Uppsala ist die Blumenuhr von Herrn von Linné. Vielleicht scheint auf Mainau einfach zuviel Sonne. Da waren mehr Blüten offen, als es sich für die Uhrzeit gehörte. Aber irgendwas ist ja immer!

























Schon vor etwas längerer Zeit haben die hier auch so Riesen-Mammutbäume gepflanzt. 18Hundert-sowieso. Das heißt, die sind jetzt schon ziemlich groß. Muss man fast gar nicht für nach Amerika.




Das Wasser vom Bodensee ist übrigens ziemlich klar. Fürs Trinkwasser (Entnahme in ca. 40m Tiefe) wird in Kurzfassung nur eben die Entensche*#e rausgefiltert und danach desinfiziert. (Also das Wasser nicht das Entenzeugs). Und tadaaaaa: fertig ist das Trinkwasser. Geht doch auch so.



Morgen geht’s dann zu 14h auf nach Friedrichshafen. Einchecken für den Zeppelinflug! Ich bin schon gespannt, wie das so sein wird.