Samstag, 29. Oktober 2016

Eine frische Brise weht und ein versteckter Wald ganz nah

Hier weht seit zwei Tagen eine frische Brise mit circa 40 Stundenkilometern. Das Haus wackelt teilweise und die Solarpanele auf dem Dach klappern fröhlich. Der sonst 90 Meter breite Strand ist ganz schmal geworden, das Wasser wird sozusagen aus dem Meer an das Land gedrückt. 


Die Fenster von unserem Häuschen haben sich in Milchglasscheiben verwandelt. Das hat mich dazu animiert heute morgen mit dem Gartenschlauch alle Scheiben abzuspritzen und mal eben mit dem Abzieher zu bearbeiten. Allerdings muss ich heute abend sagen, da kann ich morgen schon wieder ran. 

Nach einem Spaziergang am Strand hat man wirklich überall Sand hängen, deshalb habe ich ein bisschen nach Ausflugszielen gegoogelt und einen kleinen Wald in der Nähe gefunden. Nybaek Plantage mit netten Rundwegen und sogar einem integrierten Hundewald. Klingt ja super, da fahren wir hin! Den Prospekt mal eben aus dem Internet heruntergeladen, kann ja nicht so schwer sein. War es aber, denn in dem Prospekt stand nicht, wo der Wald liegt. Trotz der präzisen Angabe: Südlich von Lökken - haben wir ihn letztendlich gefunden und festgestellt, zu Fuß wären wir schneller dagewesen :) 
Ein Mann und sein Hund
Molly mag nicht fotografiert werden

Hat sich gelohnt, ein wirklich reizender, abwechslungreicher Wald. Kann man empfehlen!
Nachdem wir uns heute haben durchpusten lassen und dann noch im Wald gewandert sind, haben wir uns etwas Herzhaftes verdient. Wir testen heute echten dänischen Grünkohl, ich werde berichten ob er schmeckt!
Dänische Delikatessen!

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Steckrübeneintopf und der immerwährende Kampf mit dem Ofen

Für jeden Tag einen Bericht schreiben passiert hier einfach zu wenig, das ist ja auch genau das Ziel, welches wir mit diesem Urlaub verfolgen! Trotzdem muss man ja ein paar der wichtigen Dinge dokumentieren.
Wir haben die Rubjerg Knude besucht. Den Leuchtturm der erst im Sand versank und nun wieder frei gepustet und bald ins Meer fallen wird. Wanderdünen sind schon ein seltsames Phänomen.  Sie haben oben, wo früher die Lampen saßen, mit Spiegeln ein Lichtobjekt installiert. Freddie ist ist nach oben geflitzt um Fotos zu machen, ich bin wie immer mit dem Hund unten geblieben. Das war vielleicht auch ganz gut so, denn die Treppe ist aus Lochblech! Naja, der Leuchtturm liegt in Europas größte Wanderdüne und eine Treppe aus Lochblech, wenn rundherum nur Sand ist macht lustig viel Sand auf dem Kopf. Freddie sagte, es wäre schon ganz gut, wenn man eine Mütze aufsetzt beim hochgehen. Dabei hat der nicht mal Haare! Mir wiederum ist beim untenrum stehen und warten aufgefallen, dass ich mal die Hundehalter loben muss. Jahreszeitengemäß sind im Moment natürlich viele Deutsche mit ihren Hunden hier unterwegs und alle haben brav den Hunde Pups in einer Plastiktüte eingesammelt. Ich genauso! Leider sind die Dänen mit Mülleimern nicht so großzügig, somit konnte auch ich ca. 4 Kilometer lang mit einem Kackebeutel in der Hand marschieren. Es ging aber nicht nur mir so, sondern auch vielen, vielen anderen. Ein belustigendes Bild!


Weiter behauptet Freddy, dass ich immer mit den Füßen schlurfe. Ich behaupte immer noch das stimmt nicht!


Weiter muss ich ja gestehen, dass ich immer noch Pokémon fange und deshalb von Freddy letztens ein ganz schreckliches Küchelchen bekommen habe. Es bleibt mir nichts weiter zu sagen, als das es genauso geschmeckt hat wie es aussieht. Nach einem Bissen habe ich aufgegeben...

Nun zu unserem Ofen, ich schreibe immer über unsere Ofen, weil irgendwie sind sie nicht wie zu Hause. Sie qualmen, sie gehen aus, sie ärgern mich mit zu viel Holzverbrauch oder mit undichten Dichtungen. Der Ofen hier im Haus ist wieder mal ganz speziell. Wie üblich ein sogenannter Ganztürofen, ich hasse diese Dinger, denn entspanntes Holz nachlegen entfällt komplett. Sie qualmen fast immer! Was ich an dem Ofen hier allerdings klasse finde, ist die Hitze die er aus ein bisschen Holz herausholt. Auch stehe ich auf die Verpuffungen aus unserem Schornstein, welche die komplette Nachbarschaft einnebeln. Wir wollten das Fotografieren, haben es aber nicht hinbekommen. Und ungelogen, das ganze Ferienhaus verschwindet in einer weißen Qualmwolke. Ich glaube unsere Nachbarn hassen uns, ich persönlich finde das voll Harry Potter ;)


Das nächste was mir einfällt ist der sensationelle Steckrübeneintopf den Freddie vorgestern gekocht hat. Steckrüben haben wir hier im Supermarkt nicht entdeckt, die hatten wir extra von zu Hause mitgebracht.

Hier riecht es also nach Qualm und Steckrübe...hyggelig!

Gehe jetzt Strand mit dem bekloppten Hund.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Dänemark, mal wieder!

Nachdem wir ja einige Jahre nicht nach Dänemark gefahren waren, ob der bescheuerten Hundegesetze, sind wir ja schon im letzten Jahr rückfällig geworden. Auch in diesem Jahr verbringen wir wieder im Herbst ein paar Wochen in unserem Lieblingsland Dänemark. Diesmal ein wenig südlicher, in dem Touristenort Lökken. Wie immer ein Haus mit Meerblick. Dieses hier ist besonders niedlich, da vom Besitzer gehegt und gepflegt. Der Ausblick ist auch wunderbar.  
Das Ferienhausgebiet an sich ist uns persönlich ein wenig zu eng besiedelt und zuerst das große Minus: Es dürfen Autos am Strand fahren. Der Strand ist breit und prinzipiell sollte das kein Problem darstellen, aber die lieben deutschen Geländewagen Besitzer sind der Meinung sie müssten hier mal ihr Spielzeug ausfahren. Ich habe manchmal ein wenig Angst um Leib und Leben. Vor allem weil man bei Regen, mit Kapuze auf und rauschendem Meer, die Autos einfach nicht hört, wenn sie kommen.
Vom Ort an sich, haben wir noch nicht viel gesehen.
Da die Wochen vor dem Urlaub relativ anstrengend waren und ich am Freitag vor der Abfahrt noch bis 18 Uhr gearbeitet habe, konnte ich natürlich erst am Abend bevor wir losgefahren sind packen. Ich behaupte ja gerne dass ich innerhalb von einer halben Stunde die Sachen für einen ganzen Dänemark Urlaub zusammen werfe. Mache ich auch! Aber dieses Mal war ich irgendwie unkonzentriert. Ich habe diverse Teile vergessen. Eine Schirmmütze, welche bei Dauerregen als Brillenträger natürlich sehr wichtig ist. Meine Regenhose, obwohl wir beim Losfahren darüber diskutiert haben dass ich die unbedingt mitnehmen muss. Ich habe nur noch eine Pfütze Shampoo, obwohl ich extra in den DM gefahren bin um mir neues Shampoo zu kaufen. Und ganz wichtig, ich habe das Brillenputztuch für meine neue Brille vergessen. Das entwickelt sich hier gerade zu einem kleinen Drama, denn meine alte Brille war nach der Benutzung von falschen Putzmaterialien nach einem Jahr komplett zerstört. Dieses Schicksal wollte ich der neuen Brille ersparen, auch aus Kostengründen. Ich habe einen sündhaft teures Putztuch aus dem Optiker Fachhandel erworben und natürlich zu Hause liegen lassen. Problem: Es gibt keine Spezial Microfaser Putztücher in Dänemark. Drama!
Ohne Schirmmütze!

Nachdem wir gestern nach dem Ausladen meine Regenhose nicht gefunden haben, obwohl ich der festen Überzeugung war sie eingepackt zu haben, hat Freddy heute morgen noch mal das Auto auf den Kopf gestellt. Nichts!


Nachdem wir schön mit dem Hund Nachmittags Gassi waren, sind wir in die Stadt gefahren, damit ich mir eine Schirmmütze und eine Regenhose kaufen kann... vielleicht auch ein Mikrofaser Putztuch für meine Brille. Läden durchstöbert, was für mich sowieso immer etwas schwierig ist, denn es gibt hier fast nur Outdoor Läden und ich liebe Outdoor Läden. Wird immer irgendwie etwas teurer...
Erster Laden habe ich eine Fleecejacke und eine Regenhose gekauft. Zweiter Laden habe ich eine Schirmmütze gekauft. Dritter Laden habe ich kein Microfaser Putztuch für meine Brille bekommen. Schade!
Unser kleines Ferienhäuschen liegt auf einer Düne, somit fahren wir immer rückwärts mit unserem Wagen direkt an die Haustür. Als gute Beifahrerin drehe ich mich natürlich mit um eventuelle Fahrfehler von Freddy zu korrigieren :)  Was sehe ich auf der Rücksitzbank liegen? Meine Regenhose. Lag die da einfach so rum, anstatt sich unter dem Sitz oder in den untersuchten Rillen und Ecken zu verstecken. Frechheit!
Jetzt haben wir definitiv genug Regenhosen mit. Der Tag endet vor dem Ofen mit einem lecker Bierchen!