Freitag, 11. Juli 2014

Letzte Teilstrecke zu Dritt



Da wir ja nicht so den ultimativen Sporthund haben (gute Ausrede), haben wir die heutige Route um ca. 5 km gekürzt. Bei bestem Wetter sind wir fröhlich von Spechtsbrunn nach Steinbach gelaufen.
Die Strecke

 Als erstes hatten die in Spechtbrunn so eine lustige Wand mit einem Ritter. Alle Mann die Köpfe durch. Wir Damen fanden das aus unterschiedlichen Gründen nur halb lustig. Ich ob der Spinnweben und Molly ob des hoch gehoben werden. 
Meine Menschen sind so lustig!

Da die original Rennsteig Strecke direkt an der Bundesstraße entlang geht - super Idee von den Franken! - haben die Thüringer eine alternative Route durch den Wald angelegt. Diese haben wir natürlich bevorzugt. Erst ein wenig auf dem alten Grenzstreifen entlang und dann ab in den dunklen Tann. Dort haben uns dann nette Bergwiesen uns schöne Wälder überrascht. Leider hat man immer das leise Brummen von der Hauptstraße gehört. Im Wald haben wir auch noch schnell ein Gruppen-Selfie gemacht. Sehr hübsch geworden :) Uns der geheime Tipp warum Molly in die Kamera guckt lautet Frolic...
Selfie

Weiter über Wiesen und Wälder haben wir dann doch auch eine Rast gemacht. Hier habe ich mich intensiv mit dem Kartenmaterial beschäftigt. Nicht das wir uns noch verlaufen, denn es gingen überall Schilder mit Totenköpfen und den Worten: Waldarbeiten - Durchgang verboten!

Kartenstudium

 Ich wollte außen herum, Freddy durch. Wir hören ja wenn ein Baum fällt... Naja, also durch. Bis auf ein wenig viel Matsch war der Weg aber gut zu laufen und die Waldarbeiten weit genug entfernt. Danach noch eine Kneippkur für den Hund und gehen 14.15 Uhr waren wir am Ziel. Das Taxi nach Hause kommt um 17.00 Uhr.  Zeit tot schlagen bei Bier, Pommes, Kaffee und Kuchen. Geht schlimmer ;)




Im Hotel noch schnell duschen und bloggen und dann schlafen um Kraft für morgen zu sammeln. 25 km ohne mein Team...


Donnerstag, 10. Juli 2014

Rotbäckchen alleine im Wald

Mieses Wetter heute morgen, aber es ist beschlossen. Ich laufe den Teilabschnitt alleine. Der Rest der Gruppe startet woanders und ich kann ja auch alleine, bin ja groß. Wenn ich sie treffe ist in Ordnung, wenn nicht auch. Den Tag kann man schnell zusammen fassen. Kalt und nass.  Muss an meiner Ausstattung feilen, denn wenn ich schwitze klappt das super mit meinen drei Plastik Schichten. Wenn ich dann raste ist alles klamm und man friert erbärmlich. Für schlaue Tipps wäre ich dankbar 
Warum ich das mit dem Bedarf entdeckt habe? Weil keine einzige Kneipe an der Strecke auf hatte! Ich habe in zügigen Hütten Pause gemacht und war jedes Mal eiskalt hinterher. Bah!
Jetzt sitze ich nach 18 km Fussmarsch am Abholpunkt und warte auf Freddy. Der  musste feststellen, das es mehrere Neustadt am Rennsteig gibt. Aber nun kommt er und ich habe Zeit, denn hier ist die Kneipe auf!
  Steilaufstieg im Bachlauf
Hinterher beschlägt die Brille
Nette Idee in einer Baude
Lustige Geschichten am Telefon
Noch ein Nachtrag. Wie haben unser Hotel erst um 18.15 Uhr erreicht. Dank einer Mischung aus doofem Navi und unendlichen Baustellen...grummel. Dafür ist das Hotel eine echte Absteige... juhu!

Mittwoch, 9. Juli 2014

Der Sporty Clumber


Gerannt wie eine Große ist die Molly. Wie ein echter Hund hat sie die 16 km im gemeinsten Fissel-Nieselregen absolviert. Nicht mal die Zunge hing raus :) Bei 10 Grad und Wasserkühlung läuft es sich einfach besser!
Morgens beim Frühstück haben wir aus den Fenster geschaut und spontan BÄH! gerufen. Ekelhaftes Wetter. Dauerregen. Egal, wie haben ja alle ordentliche Regenjacken.
Um 9.00 Uhr fröhlich los zum Dreiherrenstein. Dem Endpunkt meiner gestrigen und somit Startpunkt der heutigen Wanderung. Die heutige Strecke verläuft häufig parallel zur Straße, hat dafür aber super Aussichtspunkte. Bei ca. 50 m Sichtweite ist das ein ganz wichtiger Punkt! 
super Aussicht, seht ihr Suhl auch im Tal?

Fotobombe!

Leider konnten wir beim ersten geplanten Pausenpunkt nicht ansteuern,  weil alles noch geschlossen hatte. Ich wollte aber sitzen... quengel. Auch der Mohnkuchen im Nahkauf hat nicht geholfen. Somit weiter an der Bundesstraße zur nächsten Hütte. Dort saßen schon ein paar unserer Mitstreiter. Die sind wacker in Plastiktüte als Poncho losgewandert. Wir sind dagegen wirklich in High Tech gehüllt. Trotzdem haben wir nett zusammen Mittag gemacht. Molly hat auch beim gegenüber lecker Frikadelle abgegriffen. Wir hatten ja nur Wasser und Schnaps. Schnaps? Jaaaa, wir hatten von der netten Taxidame alle einen lecker Aro erhalten, der wollte weg. Aro ist die Kurzform von Aromatique.  Einer Art lokaler Ramazotti. Jam! Der geht lecker...
Danach hatten wir nur noch 7 kleine Kilometer ins Hotel. Böser Weise hatte sich noch ein kleiner Steilanstieg versteckt, aber den haben wir mit links genommen. Auch wenn der Weg einem Bach glich. 


Meine Schuhe hatten sowieso nach bereits 2 Stunden den Geist aufgegeben. Da schockt doch ein bisschen mehr Wasser nicht. Molly hatte zwischenzeitlich verstanden, dass ihre Jacke hinten trocken hält, der Kopf aber besser bei Frauchen unter dem Poncho bleibt. Gibt es Regenhüte für Hunde?

 

Molly nutzt mich als Regenschirm


Im Hotel sind wir schon um 14.00 Uhr wieder gelandet. Erst mal Siesta...

Die Strecke

Alleine wandern?

Ich soll nun also 20 km alleine durch den Thüringer Wald wandern. Das ist mir ja ein wenig unheimlich, so als Frau im Wald ohne funktionierenden Mobilfunk. Es gibt ja noch andere in der Gruppe, aber wenn die alleine sein wollen, oder einfach viel schneller sind als ich. Ich kann sagen, ich hatte eine unruhige Nacht mit Kopfkino. Trotzdem bin ich heute morgen bei wirklich ungemütlichem Wetter in den Bus gestiegen. Glücklicher Weise war ich auch nicht zu langsam oder die wollten woanders lang. Somit bin ich mit drei anderen Recken tapfer gewandert.
Nach den ersten 7 Kilometern kam eine Kneipe, dort machen wir die erste Rast. Eine glückliche Entscheidung, denn kaum kamen meine Kartoffeldatscher, ging draußen die Welt unter. Welche Wassermengen!  Wir also das Schlimmste abgewartet und dann los um das nächste Drittel in Angriff zu nehmen. Was soll ich sagen,  ich musste meinen Blümchen Poncho einweihen und konnte ihn erst Stunden später wieder anlegen. Aber er hat sich bewährt, ich war ziemlich trocken bis auf den eigenen Schweiß :)
Was soll ich sonst noch groß schreiben? Wir sind gelaufen, gelaufen und gelaufen. Zwischendurch gab es einen Kaffee Stopp im historischen Rennsteig Bahnhof und im Örtchen Allzunah haben wir natürlich ein Stück des besten thüringischen Mohnkuchen gegessen.
Zu Hause hatten Freddy und Molly sich einen schönen Tag gemacht, waren kurz beim 25 km entfernten Tierarzt gewesen um die beiden großen Beulen an der einen Pfote zu untersuchen. Molly ist fit, die Beulen sind Allergie. Als paletti, die 14 km morgen laufen wir wieder alle zusammen. Da wir am Hotel enden können wir auch Pause machen wie wir und Molly wollen. Denn Tag danach macht Molly wieder Pause... mit Freddy. Wir haben beschlossen das ich den restlichen Rennsteig laufen, war ja meine Bucket List. Und mit Molly nur noch Fahrrad Urlaub ;)
Im Moment liegen Freddy und ich vor dem Fernseher und warten auf das Spiel. Ganz entspannt, da wir eben noch mit einer Rasul Zeremonie gekalkt worden sind...
Nass bis auf die Socken
Thüringens bester Mohnkuchen
In der Toilette der Schmücke

Montag, 7. Juli 2014

Sabatical oder auch nur ein fauler Tag

Molly ist voll platt, somit ist es eine weise Entscheidung gewesen heute mal blau zu machen. Wir haben länger geschlafen, länger gefrühstückt und haben entspannt ausgecheckt. Hach! Urlaub! Auch das regnerische Wetter lässt uns innerlich ein wenig grinsen.
Fröhlich ins Auto und ab zum Mini-a-Thuer. Einem Park in dem alle Sehenswürdigkeiten Thüringens in klein nach gebaut sind. Wieder mal senken wir drastisch den Altersdurchschnitt. Aber ich pflege immer zu sagen, die Älteren haben mehr Lebenserfahrung und wissen eben was gut ist. Naja, war halt ganz nett dort. Mir hat definitiv die Miniatur des Deutschen Bratwurst Museums am besten gefallen. Molly wollte lieber den ICE jagen und Gozilla spielen :) Freddy hat fotografiert, vor allem das Gradierwerk aus Bad Salzungen.
Die eigentlich anvisierte Sommerrodelbahn nebenan wurde aufgrund des leichten Regens geschlossen. Dies machte meine bessere Hälfte extrem untröstlich. Zu Recht, die Anlage sah klasse aus.
Eine Frage an Tierwissende: Ist der Vorbiss von dem Alpaka tierschutzrelevant? Dann schicken wir den Amtsveterinär hin...
Danach durch viele kleine Dörfer zum nächsten Hotel in Masserberg. Im Nachbarort, Neustadt am Rennsteig, war ein kleines Museum im Keller der Gemeinde Verwaltung untergebracht. Voll schnuckelig! Mit Fotos von dem Zitter Orchester, dem berühmten Sohn der Gemeinde, welcher Stummfilme vertont hat und vielen Informationen über die Streichholz Fabrik. Streichhölzer, ich gestehe das ich mir nie Gedanken darüber gemacht hatte. Aber es gibt sogar Bücher zu dem Thema "Unterhaltsames über Zündhölzer" und wir durften nicht rein lesen :( Aber gelernt haben wir auch was. Zündhölzer, dass Wort kommt von Zunder, Zunder wiederum ist ein Pilz der an Buchen wächst. Und wie kaufen teure Anzünder für den Ofen. Demnächst findet ihr uns im Buchenwald, Pilze von dem Bäumen kratzen.
Im Hotel angekommen haben wir unser Hundezimmer im Keller bezogen. Abseits von allem, vor allem vom Wlan... seufz! Spaß beiseite, das Zimmer ist super eingerichtet und hat eine Terrasse und, wie ich meine, einen Druck von Moritz Goertz über dem Bett.  Damit fühle ich mich wie in meinem Büro...nochmal seufz! Was ich allerdings klasse finde, bis jetzt haben alle Zimmer eine Kitchenette gehabt. Hundeessen anmischen, kein Problem!
Da Frau Molly am Nachmittags immer noch in so komatösem Schlaf verfällt, sobald sie liegt, muss ein Beschluss gefasst werden. Was ist mir Wandern? Hund wird am nächsten Tag definitiv nicht laufen. Und nun, naja, Freddy sagt zurecht das der Rennsteig auf meiner Bucket List stand. Also, ich laufe morgen, Freddy kümmert sich um die ermattete Molly.
Tierschutz?

Sonntag, 6. Juli 2014

Bergauf!

Booooaaahhh, dass ich mich wie eine alte Frau fühle erwähnte ich ja bereits, aber 7 Stunden bergauf gehen macht mich fertig. Das mir, der bekennenden Hasserin aller kurzen Steilanstiege!
Molly musste ja nun ohne ihren Bollerwagen mit. Also wurde jeder Puster des Hundes durch mich analysiert, vor allem bei locker 28 Grad Außentemperatur. Das entspannt mich nicht so richtig. Trotzdem können wir Stolz verkünden: Familie Gade-Ristau hat die härteste Teilstrecke über den Inselsberg bei hohen Temperaturen geschafft. Und nur eine Stunde länger als die anderen. Gab natürlich Schimpfe vom Veranstalter, aber der kann wirklich nicht erwarten das alle zeitgleich eintreffen. Und wir hatten morgens der Tante im Taxi sogar Bescheid gegeben, dass wir wohl eine Stunde länger benötigen. Aber egal, Dank meinem eloquenten Lieblings Freddy und zwei Telefonaten mit dem etwas unelastischen Veranstalter haben wir eine Lösung gefunden. Werdet ihr mitbekommen :)
Zum Wandern will ich ja auch noch was erzählen. Ist ja schließlich das Wichtigste und nicht das Organisieren dumm herum. Der Rennsteig läuft durch wirklich nettes, abwechslungsreiches Gebiet.  Felder an Laubwäldern, dann Nadelholz. Und immer mal wieder sensationelle Ausblicke. Wirklich eine feine und auch super ausgeschilderte Wanderroute. Heute konnte man auch an zwei netten Gasthöfen rasten. Lecker Pommes oder Eis gehen immer. Und ein alkoholfreies Hefe auch. Nach jahrelangem Rumgezeter meinerseits, dass jenes Getränk nicht schmeckt muss ich nun sagen... Nach gefühlten 20 Litern  Flüssigkeitsverlust ist das super :) Gerade bei den Temperaturen. Hatte auch die legendäre Schillerbuche hat nichts gegen. Freddy hingegen schwört seit heute auf Vita Cola mit dem Schuss Ostgeschmack. Was auch immer das ist ;)
Normaler Weise behaupte ich auch, dass bergab einfacher als bergauf ist. Hier war das eine komplizierte Sache. Vor allem mit dem Lemming am Seil, welcher sich und mich in den Tod reißen wollte. Aber auch Dank ihrer Schnüffelbremse war es kein Thema. Aber ja, andere sagen Halti. Da Molly sich gerne in Ekstase schnüffelt, hat Sie das Ding auf und läuft exakt die Strecke, die sie soll, nicht welche sie will. Großer Vorteil!
Trotz allem aufpassen, aller Pausen und aller Haltis. Molly ist platt heute. Morgen nehmen wir uns wanderfrei. Gut nech?
Ohne Kommentar
Die Strecken sind ausreichend beschildert
Müsli Sorte "Schwarzwälder Kirsch" ob der Thüringer Wald da beleidigt ist?
Die Schillerbuche
Schuhe aus und die Socken noch heile
Einer der Anstiege... Hier kamen uns kurz danach zwei Motorroller entgegen
Inselsberg

Schwerkrafttage...schon wieder

Der Anfang


Ich bin eine alte schlappe Frau, ehrlich! Gestern nach Kilometer 17 wollte ich sterben und Freddy mal wieder wie der junge Morgen. Heute morgen beim Aufwachen geht es aber ja schon wieder und ausserdem weiss ich ja, dass die ersten drei Tage mich umbringen und dann alles gut wird. Also: "Gut Runst!" wie man hier so sagt.....
Schwerkrafttage nochmals als Titel, denn heute ist auch noch der anstrengendste Streckenabschnitt. Und das kostet schwer Kraft :)
Für Molly wird es heute auch recht hart, denn die Strecke ist aufgrund aller erhaltenen Aussagen von  Rennsteigfähigen nicht für Bollerwagen geeignet. Da es ihr aber gestern Abend und heute Morgen erstaunlich gut geht, habe ich Hoffnung das wir den Turn ohne Blessuren überstehen. Wir machen einfach ganz viele Pausen. Egal ob unser Reiseveranstalter uns abends extra einsammeln muss und quengelt. Mit Bollerwagen im Schlepptau war eine ziemliche Ochsentour. Wir, besser Freddy, hat Molly bestimmt 5 Kilometer gezogen. Macht nicht wirklich Spass, denn den restlichen Weg zieht manden leeren rappelnden Wagen. Ich habe an leichten Bergen mitgezogen und bei steilen musste sie raus aus der Sänfte. Weil wir ein wenig langsam waren und eine Abholzeit bekommen hatten, war ich unentspannt. Kein Einkehrschwung, keine Himbeeren picken, nur kurze Rasten. Letztendlich waren wir dann doch über eine Stunde zu spät am Endpunkt und haben beschlossen, das die uns mal können. Es steht da Rücktransfer in den Reiseunterlagen, nicht das wir zu bestimmten Zeiten irgendwo sein müssen. Für heute sagen wir gleich vorher, das wir nicht so schnell sind. Mal gucken was kommt :) Nochmal so hetzen wollen wir jedenfalls nicht!
Die Wanderung gestern war ja nun ein wenig Hektisch, trotzdem haben wir tolle Sachen gesehen. Die Wartburg von allen Seiten, Bremsen groß wie Haflinger und die Drachenschlucht. Am Anfang unserer Route haben wir auf dem Rennsteig Freddys Kollegen Klaus mit seiner Frau Helga getroffen. Die haben eine Woche vorher den Rennsteig in Blankenstein begonnen hatten und waren nun auf ihrer letzten Etappe. Sehr lustig und ein kurzer Plausch mitten in Clausberg (hihi) began.
Die Landschaft war abwechslungsreich, mal Felder, mal Wald. Hat mich sehr ans Erzgebirge erinnert. Was wir vermisst haben ist ab uns zu mal eine Quelle  oder ein Bächlein. Nichts ander ganzen Strecke. Fanden wir seltsam! Eine Ausnahme gab es aber - die Drachenschlucht. Eine Klamm die an der schmalsten Stelle 76 cm breit ist (Bollerwagen musste gefaltet werden!) Da gingen die Wände steil nach oben, es war kühl und feucht. Molly war seelig und ist ganze Strecken im Bächlein gelaufen. Endlich kalte Füße, äh Pfoten! Wir sind zu Fuß durchThüringens Grand Canon, oder so!
Zu Hause angekommen war neben dem Hotel die Kirmes aufgebaut und DJ Armin hat aufgespielt. Aber unser Zimmer lag günstig, wir haben nicht viel gehört...Kirmes ist hier wie bei uns Schützenfest. Eine Pommesbude, ein Bierwagen und ein Zelt mit Musik....gute Nacht!
Die Drachenschlucht
Molly beim Kneippen
Kurz vorm Schluss
Molly mit Fahrer

Freitag, 4. Juli 2014

Schwerkrafttage

Hätte Freddy mir es nicht gesagt,wäre es fast nicht aufgefallen. Ih musste mich heute mehrfach der Schwerkraft unterwerfen. Fing schon heute morgen beim Packen an, das Telefon klingelt und schepper...Mollys homöopathische Immundingstropfen sind auf dem Küchenboden. Da die Flasche schon in einer Plastiktüte verweilte, war es nicht so schlimm. Dann kam lange nichts, bis zum Hotel, da war ein wenig von der Kräutermischung fuer den Hund in ihrer eigenen Tasche ausgekippt - riecht jedenfalls lecker :)
Dann kam der Megagau . Beim Auspacken ist mir mein neuer roter Nagellack aus dem Kulturbeutel gefallen und regelrecht explodiert. Heftig! Soooo peinlich und sieht schlimm aus. Gut das wir eine Haftpflicht haben ... puuuh! Dem Hausmeister der die Sauerei weg machen muss hängen wir beim Fußball vorsichtshalber schon ein Bier spendiert. Das mir beim Duschen das Shampoo auf den Fuss fiel und ich einen dicken blauen Fleck bekam ist dann echt egal :)
Aber nun zu den schönen Sachen. Trotz gefühlter 100 Baustellen sind wird zügig nach Eisenach gekommen. Wir haben sogar Zeit für einen Schwenk auf die Wartburg gehabt. Die wollte Freddy so gerne besichtigen. Gesagt, getan. Mein Kollege Andy erzählte von Eseln, welche einen hoch transportieren. Tja, da waren keine, wohl zu warm, also per Pedes rauf auf den Berg bei 30 Grad. Hui - Schweiß! Aber die Burg ist wirklich wunderbar fertig gemacht und sehenswert. Oben dann alles voller junger Menschen in Abendkleidung. Da man dort heiraten kann, habe ich eine Teenie-Hochzeit vermutet. Freddy konnte mich nach seiner Führung aber aufklären. In der Burg war eine Abifeier! Edel geht die Welt zugrunde...
Molly war übrigens alles ein wenig zu warm. Außer als sie die weißen Tauben entdeckt hatte, da kam ihr Jagdfieber durch :)
Was wir natürlich zwingend noch erwähnen müssen, das Hotel liegt für den Elektriker recht günstig. Aus unserm Zimmer, besser unserer Suite mit zwei Räumen im zweiten Stock OHNE Fahrstuhl, blickt man direkt auf REV Ritter. Sagt mir nichts, aber Freddy und allen anderen Stromleuten.
Abends nur noch lecker Essen und die zweite Halbzeit gucken. Mein guter Schnitt beim WM Tipp ist wohl Geschichte...