Donnerstag, 18. Juni 2015

Tag 3 - Wasserfälle, Tetris am Meer und SONNE

Der gestrige Tag klang entspannt mit einem Besuch des Laugavatan Bades aus. Heiße Pools am See, direkt gespeist aus einer unterirdischen Quelle. Auch eine Dampfkammer ist dabei, aber das es dort nur 56 Grad hat, glaube ich nicht. Nach 60 Sekunden war man gar. Über allem immer der unvermeidliche  Schwefelgeruch. Freddy ist mutig und geht in den See. Das Wasser ist vom Gletscher und sehr kalt, aber der Boden ist warm. Skurril. Ich war feige, lieber bei 40 Grad aus dem Pool auf den See gucken :)

Der neue Tag fängt gut an, Clotted Cream zum Frühstück. Ja sind wir denn hier in Südengland? Nö, ist eine isländische Spezialität. Wenn die meinen... ich mische mich da nicht ein, wer es erfunden hat. Es gab dazu selbst gemachtes Vollkorn Honigbrot. Sehr lecker! 
Gestärkt los auf das Tagesprogramm. Der erste Wasserfall wartet!  Wie immer ein bombastischer Anblick und wo viele Menschen mit Stativen sind, können wir nicht falsch sein. Das einzig nervende sind diese kleinen Fliegen die sich überall hinsetzen. Blöde Dinger. Stechen lassen Sie aber bleiben, netter Zug von Ihnen.

Neben dem Wasserfall  liegt das Saga Farmhouse. Forscher haben ein Wikingerhaus nachgebaut. Es handelt sich um ein wirklich großes Haus mit ca. 90 qm Wohnfläche. Circa ein Meter Fundament aus Gestein und der Rest der Wände ist aus 60- 80 cm starken Grassoden geschichtet. Über Isolierung brauchten die sich wohl keine Sorgen machen bei der Wandstärke. Sogar einen Kloraum hatten die schon. Wikinger um 900 waren irgendwie weit vorne.

Weiter, dass Programm ruft!  Erst mal 2 Stunden fahren, ich habe ein wenig geschlummert. Dann der nächste Wasserfall. Hier kommt mein Regenhut zum Einsatz, welchen ich mir bereits vor Jahren kaufte, und nie benutzt habe. Man kann nämlich hinter dem Wasserfall durchlaufen, sollte aber Regenkleidung tragen. Was soll ich sagen, er hat sich bewährt, der Hut, sieht aber immer noch Scheiße aus.

In direkter Nachbarschaft steht der wohl bekannteste Vulkan der Welt, genau, der Eyjafjallajökull! Schnell ins das Visitor Center und dort einen spannenden Film von dem Bauernhof gegenüber geschaut. Es wurde sehr anschaulich erklärt, wie diese Familie den Ausbruch erlebte und wie es hinterher weiter ging. Als wir aus dem Film kamen stand genau diese Familie draußen und ließ sich von einem japanischen Filmteam interviewen. Witzig!

Dann noch ein schneller Wasserfall, ich habe mir die Treppe zur Spitze mit gefühlten 250 Stufen gespart, sondern bin gleich im Auto geblieben. Meine Wasserfall Sättigungsgrenze für heute war erreicht. Freddys nicht. Der ist im Galopp nach oben. Unten, am Fuße der Wassermassen könnte man auch zelten, aber neee, ehrlich, neeee...

Der Tag neigt sich dem Ende und wir fahren in unser Guesthouse, direkt unter dem Gletscher, mitten in der Natur. Hier ist wirklich alles bombastisch. Die nette Wirtin spricht perfekt Deutsch. Sie ist mit einem Deutschen verheiratet und lebt seit 26 Jahren in Berlin. Was für ein Kontrastprogramm - Berlin und das Nichts auf Island. Als wir von der morgigen geplanten Hochlandtour berichten, runzelt sie die Stirn. Hochland? Ist im Moment wegen des Schnees nicht erreichbar. Sie bot sich an mit dem Veranstalter zu telefonieren und wirklich, sie hatte Recht. Im Moment finden die Touren nicht statt. Schade eigentlich, aber ein ruhiger Tag für uns. Sonst hätten wir morgen früh um 6.45 Uhr mal eben 100 km fahren müssen um an den Abholpunkt zu kommen. Nun heißt es ausschlafen!

Heute nur noch schnell am Black Beach Essen fahren. Freddy nimmt lecker Steckrüben-Suppe, ich Nudeln. Essen mit grandiosem Guck auf das Meer. Ein kleiner Blick auf die Klippen am Strand muss nun doch noch sein. Hier hat ein Vulkan Tetris gespielt. Irre Optik...


Ein normales Straßenschild


Wasserfall 1


Sagahaus... Sucht Freddy



Wasserfall 2

Unser Domizil unten - 
Gletscher oben 




Blick am Black Beach



Freddy
Tetris


Ejafjallajökull
Hinter uns

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