Montag, 6. Oktober 2014

Die Akropolis von Rhodos und Knoblauch satt...

Letzter Tag mit Ypsi, er ist mir ja doch ein wenig an das Herz gewachsen.

Wir haben nicht mehr viel auf der Liste, denn die meisten sehenswerten Dinge sind bereits abgegrast. Außerdem möchte Jessi endlich mal ihren verdienten Strandtag. Morgens schon mit Badesachen bewaffnet zum Frühstück. Erst wollen wir noch schnell die Akropolis von Rhodos ansehen. Der Weg dorthin gestaltet sich sehr lustig, denn wir haben keine Karte, bzw. es gibt keine Straßenschilder und wenn, sind diese auf kyrillisch. Toll! Wir wissen aber, daß wir auf den Berg über Rhodos müssen. Mit kleinen Schleifen durch diverse Wohngebiete tasten wir uns ran. Und? Natürlich habe wir es gefunden. Drei Säulen und das antike Stadion sind wieder hergestellt. Wir kraxeln ein wenig herum und schauen uns die diversen Ferienflieger an, die über unseren Köpfen starten. Übermorgen sitzen wir auch in so einem Flieger. SCHNIEF! 
Die Therme von Kalithea klingt auch noch sehr interessant. Hier ist der Film ¨Zorbas, der Grieche¨ gedreht worden. Ich spekuliere auf einen Whirlpool und schönes Schwimmbecken. Wieder durch nette Wohngebiete und hin zur Therme. Die Therme ist leider nur noch ein (dafür schönes) Bauwerk. Ein Kuppelbau mit grandioser Aussicht. Ansonsten ist es eine Badebucht mit Bar und vielen Sonnenliegen. Genau das, was wir eigentlich hinterher ansteuern wollten. Somit Nägel mit Köpfen gemacht und rumgelungert. Da uns das Glück hold war, haben wir sogar eine Art Gartenbett mit Dach ergattert, indem wir Drei locker Platz hatten. Die nächsten Stunden ist nichts weiter passiert. Ich könnte erwähnen, das ich schon wieder im Meer geschwommen bin. Ich entwickele mich zum Badeurlauber ;)
Gegen 17.00 Uhr wurde es kalt und wir hatten Hunger - heute wollten wir mal außerhalb des Hotels Essen gehen. Eine urige Taverne hatten wir auf dem Hinweg gesehen. Also zurück. Kurz darauf saßen wir im Neo Panoramio in einem Vorort von Rhodos. Sehr uriges Ambiente, es riecht ein wenig nach Qualm, und wir sind bis auf wenige weitere Gäste fast alleine. Erst kommt niemand, dann taucht eine Griechin Typ ¨Mama¨ ganz in schwarz gekleidet auf. Kurz später der Wirt. Vegetarisch essen ist ein wenig schwierig, doch ich bestelle die halbe Vorspeisen-Karte. An den Wänden der Gaststätte hängen Bilder vom Wirt in jungen Jahren mit Roger Moore, Telly Savallas und anderen Hollywood Größen. Der Laden war also mal hip und unser Wirt ein echter Knaller :) Unser Essen kommt und ich bin sehr gespannt, denn nach meiner Theorie kriegt man in solchen Läden entweder ekelhaftes oder traumhaftes Essen.  Dazwischen gibt es nichts. Aber alles ist superlecker und wie von Mutti zu Hause gekocht. Die Präsentation der Gerichte hatte auch was heimeliges. Alle Teller unterschiedlich, mein Schafskäse in der Alufolie hätte auch von mir gewickelt sein können. Aber den Geschmack hätte ich nicht so hinbekommen. Das bestellte Knoblauchbrot wird mich wahrscheinlich noch in den Flieger begleiten. Aber sooooo lecker! Yannis, der Wirt kommt aneden Tisch und plaudert mit uns. Er kann recht gut Deutsch und erzählt von seinem Geschäft, was er seit 52 Jahren betreibt, den alten guten Zeiten und den harten Tagen für die jungen Griechen im Moment.  Schwupp waren Stunden um und wir mussten leider los, den Mietwagen wegbringen. Wieder mal ist ein netter Tag zu Ende...morgen mehr!   

Sonntag, 5. Oktober 2014

West Coast Hopping

Der Ypsi und ich werden ja langsam Ostgsam Freunde bezüglich Anfahren am Berg. Trotzdem ist es immer wieder spannend wie oft man hier nur im ersten oder zweiten Gang voran kommt. Gestern sind wir morgens Richtung Westküste aufgebrochen. Kurz nach unserem Ferienort Faliraki einfach rechts ab in die Berge. Schon beim ersten Ort war eine kleine Kapelle aus dem 4. Jahrhundert zu bewundern. Falls diese von innen nicht restauriert war,  würde es mich interessieren, was die für Farben benutzt haben. Wieder die comicartigen Wandmalereien, aber dafür das sie 1600 Jahre alt sind, wunderbar erhalten. So etwas bekommen wir heute nicht mehr hin. Draußen vor der Kapelle war eine Quelle. Einige Griechen füllten sich das Wasser in Trinkflaschen und Kanister.  Hmmm, ob das wohl junger macht, wie damals in Thailand,  oder gar gesund und schön? Gleich testen und mal einen Schluck nehmen. Lecker schmeckt es auf jeden Fall.
Weiter über den Berg, welcher uns von der Küste trennt. Kurz unter der Bergspitze steht ein niedliches Hotel im Alpenländischen Stil.  Die Aussicht hier oben ist grandios. Auf einer der schmalen Bergstrassen kurz noch Fotostopp eingelegt um mal ein wenig zu Gucken. Schnell ein Serie mit Ypsi. Kurz danach waren wir auch schon am eigentlichen Ziel,  der Westküste und der daran gelegenen historischen Ausgrabungsstätte.  Hier stand eine Stadt,  welche zwei Mal von Erdbeben zerstört wurde. Danach hatte keiner mehr Lust wieder dort zu wohnen.  Manchmal wird man ja aus Fehlern schlau... Man könnte noch alte Straßen, ein Badehaus und die Fundamente des Tempels erkennen. Jessi hat uns fein die entsprechenden Infos aus dem englischen Führer übersetzt. Hinterher ein riesiges Eis und einen mal echt leckeren Milchkaffee. Danach waren wir ein wenig unentschlossen, denn es stand Strand auf dem Programm,  doch an der Westküste hat es heftig gepustet und war zu kühl für Bikini. Nach einem Schlenker in einen kleinen Hafen hat Jessi noch eine Burgruine im Reiseführer entdeckt.  Die liegt gleich um die Ecke, also schnell hin da. Die Burg ist mal wirklich spannend, vor allem, weil man an diversen Stellen einfach mal 50 Meter nach unten gucken kann. Zäune für doofe Touris werden oft überbewertet. Wie immer wenn man von Bergen auf das Meer blickt, war es atemberaubend. Vor allem ohne störende Absicherung und Geländer. Auch wenn die Burgherren dieses Stück Erde sicherlich nicht unter dem Aspekt des schicken
Blick als Bauplatz ausgewählt hatten.
Weiter in den Süden-hier gibt es einen riesigen Strand. Eine kleine, sandige Landzunge an der Südspitze der Insel ist das Kite und Surferrevier. Mit ordentlich Wind. Leider unmöglich dort zu liegen, aber sehenswert allemal. Wir sind ein wenig herum gelaufen und dann weiter auf der Suche nach einem nutzbaren Strand. Unsere Hoffnung wäre ein kleiner Strand an der Ostküste auf dem Weg nach Hause. Aber es war bei unseren Versuchen nichts dabei was gefällt.
Nach einem Besuch der berühmten Antony Quinn Bucht wird beschlossen diese Morgen nochmal anzusteuern. Jetzt aber nach Hause... Essen!

Morgen ist der letzte Tag mit Auto. Wir wollen die letzten fehlenden Stellen auf der Insel besuchen und dann an einen netten Strand...

Freitag, 3. Oktober 2014

Ypsilon und der erste Gang

Heute  morgen waren wir schon vor dem Frühstück hoch aktiv! Der Mietwagen wollte bis 10.00 Uhr abgeholt werden und wir beschlossen kurzer Hand dies vor dem Essen zu tun um dann entspannt zu Essen. Flott die ersten 125 Stufen zur Rezeption hinunter gehopst. Hatte ich wahrscheinlich noch gar nicht erwähnt-da die Anlage am Berg ist müssen wir zum Essen in ein tiefer gelegenens Gebäude. Die abkürzende Treppe hat 125 Stufen. Runter geht übrigens immer leicht!

Aber zurück zum Ausgangsthema, wir sind also vor dem Frühstück mit unseren, inzwischen stahlhart bemuskelten, Waden den Berg runter zum Autoverleih. Schnell das Ypsilon abholen. Ich darf fahren, fein! Der Wagen hat eine angenehme Größe, ist nur etwas unübersichtlich nach hinten. Egal, 100,- Euro Kaution per EC gezahlt, eine Unterschrift geleistet ohne zu lesen, den Führerschein hoch gehalten und dann den Schlüssel bekommen mit den Worten: ¨Steht draußen, gibt nur einen Lancia!¨ Wir raus und los zum Frühstück, den Hotelanlagenberg schafft er zwar nur im ersten Gang, aber er schafft ihn :) Später fiel uns ein, das wir die ganzen wichtigen Sachen vergessen haben. Beulen gucken zum Beispiel. Oder wo ist der Fahrzeugschein? Egal, der Wagen fährt hübsch...

Nach dem Frühstück geht es mit dem Rhodos Reiseführer von Freddy los Richtung Lindos. Alte Steine gucken und Kultur tanken. Flott die 40 km gefahren, nach einem lustigen Schlenker geschickt und kostenfrei geparkt und runter in die Altstadt. Gucken, denn in Lindos darf seit Jahren nichts geändert werden. Also alles historisch und klassisch weiß. Wirklich hübsch, auch wenn hier wieder dieselben Auslagen in den bereits bekannten Läden lagen. Trotzdem ein Highlight - ich habe endlich einen Pin für die Tasche bekommen. Pins sind nämlich OUT, Magneten sind in und neonfarbene Taschen. Aber keine Pins - ich bin glücklich, denn ich habe mein Wunschmotiv - den Koloss!  Die erste alte Kapelle war opulent mit diversen biblischen Geschichten bemalt. Von oben nach unten in Reihen, gleich einem Comic. Sozusagen der griechisch orthodoxe Vorläufer davon. Inhaltlich hat sich der Zeichner von der Erschaffung der Welt über die Geschichte mit Gott und seinem Sohn zu Themengebieten vorgearbeitet die mir unbekannt sind. Da habe ich Bildungslücke! Schön auch die schreiende Griechin im Eingang, die, einem Mantra gleich, Russen anbrüllte mit den Worten: ¨NO PHOTO!¨

Weiter durch das Gewirr der Altstadtgassen. Wir wollen auf die Akropolis von Lindos. Natürlich ist die oben, während die Altstadt unten ist. Bei gefühlten 30 Grad ist der Aufstieg eher Schweiß treibend. Aber es hat sich gelohnt, ein sagenhafter Ausblick und tolle alte Steine. Hinterher natürlich den üblichen Kaffee. Nach dem runter von der Akropolis, wieder rauf zum Parkplatz. Ich sage nur Stahlwaden! Wir wollen noch ins Landesinnere und ich muss sagen, das war mein Tages-Highlight. Erst sind wir auf kleinen Landstraßen zu einem Dorf am Fuße eines Berges mit Burgruine. Im Dorf selber ein kleines Museum. Ich wollte todesmutig mit dem Ypsilon zur Ruine fahren und habe mit gewundert warum ein  Miet-Geländewagen unten an der Straße komisch guckend gewartet hat. Nach10 Metern Straße wußte ich das gucken zu deuten. Ypsi blieb mit Vollgas im ersten Gang stehen. Anfahren unmöglich, ich bin eben ein Nordlicht :( Also rückwärts runter rollen lassen, ungeschickt wenden und zum Museum. Zu Fuß zur Burg fällt aus wegen Hitze! Das Museum ist schnell geguckt und irgendwie fast schöner aufgemacht als der Großmeister-Palast in Rhodos. Hier oben sind kaum andere Touristen und das Dorf ist richtig schnuckelig. Wir wollen gemäß Reiseführer noch weiter zum nächsten Dorf. Nur welche der kleinen Gassen nehmen. Mit Schildern haben die es hier nicht so. Der nette Tavernen-Wirt hilft und nun fahren wir über abgelegene Landsträßchen weiter. Die Gegend ist unwirklich und über viele Kilometer kommt nichts an Zivilisation. Da dort 2009 ein Waldbrand den Landstrich vernichtet hat, ist die Gegend sehr unwirklich. Hat mir gut gefallen. Noch schnell ein Kloster mit erstaunlich jungem Mönch im Souvenirshop besucht und wieder runter ans Meer. Serpentinen machen mir echt Spaß!
Am Meer haben wir uns einen kleinen Strand gesucht und dort noch ein wenig gebrutzelt. Mit Free Wifi - mitten im Raff. Lustig! Ich bin nach einem Nickerchen sogar richtig geschwommen, obwohl das Wasser ekelig kalt, aber sehr sauber war...
17.30 Uhr nach Hause...Hunger!

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Faliraki am Abend, griechische Klositten und Rhodos Stadt

Nach dem gemütlichen Poolnachmittag sind wir früh zum Essen (es gab lecker Zwiebelkuchen!!!). Wir wollen mit dem Bus nach Faliraki Stadt fahren. Gesagt, getan. Faliraki ist allerdings nicht erwähnenswert. Wir werden keine Freunde - austauschbare Touristadt mit Souvenirshop an Bar an Souvenirshop. Ein wenig gruselig, aber das hat man ja vorher gewusst.
Lieber optimistisch nach vorne geschaut und ein wenig Vorfreude auf Morgen. Rhodos Stadt!

Ein kleiner Exkurs zwischendurch, ich muss mal wieder was über Toiletten schreiben. In Griechenland darf man sein Klopapier nicht runterspülen, sondern soll es in einen kleinen Mülleimer neben der Toilette legen. Habe beschlossen zu erwähnen, das ich das deutsche Abwasser-System liebe und verehre. Jawolll!

Heute waren wir dann in Rhodos Altstadt. Die Fahrt mit dem Linienbus war ein Erlebnis, welches alte Pendler Erinnerungen wach gerufen hat. Früher, wenn am Bremer Bahnhof ein Schaffner noch drei Leute in die komplett volle Straßenbahn stopfte. Traumhaft - wenigstens kann man nicht umfallen. Natürlich nur Touris im Bus und dieser war brechend voll, aber dafür sagenhaft günstig. 2,30 Euro für die Fahrt, ein echter Schnapper!

Der Hafen von Rhodos und die Altstadt sind ein echter Traum, auch wenn irgendwie alle Läden aus Faliraki des Nachtens dorthin gezaubert wurden. Fiese Touri-Shops in wunderbaren historischen Gemäuern. Nach  ein wenig Trödelkram Guckerei sind wir zum Großmeister-Palast. Ein imposantes Bauwerk der Templer. In den 30ger Jahren mal in Teilen eingestürzt und dann als Domizil für Moussolini wieder hergerichtet. Spannend! 

Dann erst mal ein Nescafe in einem bezaubernden Hinterhof Cafe  und Boutique Hotel. Die Bedienung kam leider aus Bad Lauterberg :)

Der Plan mit der Fähre zurückzukehren nimmt Formen an - wir haben doch wirklich den Ableger gefunden! Gleich in der Nähe der berühmten Hafeneinfahrt, wo mal dieser Koloss stand. Vielleicht...und wie hoch der war wurde von uns auch diskutiert..31 Meter klingt prinzipiell gut, aber dann hätte er im Spagat da stehen müssen. Jedenfalls bei einer angenommenen Beinlänge von 15 m - egal...

Rauf auf die Fähre und an der Küste zurück ins Hotel...schön!

Ab Morgen haben wir einen Lancia Ypsilon als Mietwagen für drei Tage. Lindos und der Süden...wir kommen!

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Anflug nach Rhodos

Um 9.45 Uhr sollen wir bei Jessi sein und sie abholen.  Deutschland macht uns die Abreise einfach- alles grau draußen.  Erstaunlich schnell und ohne Stau sind wir am Flughafen Hamburg gelandet.  Unterwegs noch ein kleiner Stop an einem Autohof in dem Jessi todesmutig auf Klo gegangen ist. Der "Trucker Treff" ist bestimmt Hamburgs absoluter Geheimtipp und liegt idyllisch zwischen Hafen,  Autobahn und Zubringer. Danach brauchten wir wirklich zwingend das Navi um den Flughafen zu finden.

Freddy hat noch mit uns gewartet bis wir in durch den Schalter zum Einchecken verschwunden sind.  Nun bin ich das erste Mal ohne meinen Fred im Urlaub... Komisch!  Aber nur drei Meter lang, denn dann müssten wir Duty Free Parfum angucken und uns wundern das es teurer ist als zu Hause.

Der Flieger war recht klein und hat fiese Geraeusche beim Starten gemacht.  Aber alles gut,  wir sind drei Stunden später sicher in Rhodos gelandet.  Neuerung bei Condor: Es gibt nur noch eine Stulle und Kaffee, Tee oder Wasser.  Alles andere kostet Geld.  Wie bei Ryanair... Tssss ... Bei die Preise waren human-Cola 2,50 Euro. 

Mit dem Bus ins Hotel hat nur eine halbe Stunde gedauert und ging direkt durch Rhodos Altstadt.  Wunderschön,  freue mich schon auf das besichtigen die Tage. Unser Hotel liegt am Hang,  das wussten wir,  aber es ist wirklich steil hier.  Angekommen mussten wir erst mal schnell Abendbrot essen,  denn das Restaurant schließt kurz nach 21 Uhr.  Gesagt,  getan,  dann irgendwie zum Zimmer kommen. Die Dame an der Rezeption sagt es wäre zu weit zum Laufen, wir sollen auf den Hotel eigenen Bus warten. Die haben hier Haltestellen und eine Buslinie auf dem Gelände,  welche im 20 Minuten Takt fährt. 
Eine Stunde später waren wir dann auch schon in unserem Domizil.  Wir haben nämlich brav in der Lobby gewartet,  weil die Rezeptionistin es so empfohlen hatte. Der Bus hält aber nur wenn jemand draußen steht. Dumm gelaufen! Einige Mitreisende waren richtig sauer...

Endlich unser Zimmer. Zwei große Räume, eins mit Doppelbett und eins mit umgerüsteten Sofas.  Zwei Duschen und Toiletten... Fein!
Rauf auf den Balkon und noch zwei,  drei Flaschen Wein vernichtet und dann um 2 Uhr weinseelig ins leider zu harte Bett.

Morgens um 8 Uhr klingelt der Wecker,  Jessi ist ein wenig krank,  aber egal.  Auf zum Frühstück. Lecker Büfett, aber frisch gepresste O-Saft kostet extra.  2, - Euro,  irgendwie kommt mir das bekannt vor... Nach dem Essen wollen wir die Anlage und den Strand erkunden. Fröhlich los gewandert. Zum Strand geht man durch eins der beiden Schwesterhotels. Der ist ganz nett,  dunkler Kiesstrand,  aber ich bin ja nicht so ein Strandlieger.  Wir also wieder zurück.  Dani und ich wollen laufen... Leider irgendwie einen anderen Weg als hin und somit einen Schwenk über den ganzen Berg.  Ganz praktisch, denn so können wir die Kapelle besichtigen die auf der Spitze steht.  Grandiose Aussicht und wirklich mit hübschen Ikonen von Ihnen gestaltet. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, das wir auf dem Weg nach oben auch an diversen Gehege mit Schweinen, Rehen, Pferden,  Ziegen,  leider auch einem Tiger und Hunden vorbei gekommen sind.  Stehe ich ja nicht so drauf.  Aber das Hotelgelaende ist wirklich riesig!

Jetzt liegen wir am Pool und chillen... Nach dem Essen geht es in den Ort.  Ich werde berichten...

Sonntag, 21. September 2014

Der Wettergott ist mein Freund

Nachdem meine gemeine Wetter-App immer von Regen gesprochen hat, war ich schon ein wenig unruhig. Ich habe doch Räder bestellt und einen Hundeanhänger für Frau Molly! Ein Blick aus dem Zimmerfenster am Morgen läßt mich aufatmen - Traumwetter!





Fröhlich zum Frühstück, die Räder kommen um 10.00 Uhr. Gebucht im Internet. Tja, da scheint allerdings was nicht geklappt zu haben. Keine Räder da :( Kurzer Anruf beim Radverleiher und er kann noch welche liefern, die Bestellung war nicht angekommen. Ich hätte wohl stutzen sollen, als keine Bestätigung per Email für die Buchung kam. Obwohl die gut zu tun hatten, waren die Räder um 11.00 Uhr da. Superklasse! Danke Nordseerad.

Wir also los 'gen Hooksiel - wir wollen an den Hundestrand und Molly mal ein bisschen Nordseemodder zeigen. Der Weg dorthin geht größtenteils über gute Feldwege, da kann Prinzessin auch mal frei neben dem Rad laufen. Freddy ermittelt, das ihr Trabtempo 9,5 km/h beträgt. Super Schnitt, ich bin mit Hundehänger auch nicht schneller :)

Nach einer Stunde sind wir angekommen in Hooksiel, ausrechnen wie weit die Strecke war, könnt ihr jetzt selber. Als erstes brauchte ich ein Eis und rein in die nächste Eisdiele. Mandarineneis mit 4 Mandarinenstücken und einer Kugel Banane. Mehr sage ich nicht, wer mich kennt....Banane...Dafür war die Kellnerin spannend, ich tippte auf Lithium, Freddys Verdacht hatte was mit Kräuterzigaretten zu tun. Hihi!


Dann stellte sich raus das der olle Hundestrand nicht ausgeschildert ist. Nach kurzer Suche und ein bisschen Fragen hatten wir doch Glück. Neben dem FKK Strand dürfen Hunde ins Meer! Hingeradelt, Strandkorb gemietet, Freddy zum Kiosk geschickt um zwei Jever zu kaufen und dann chillen! Molly und ich sind ein wenig im Watt rumgelaufen und haben uns die Füße beschmutzt, ansonsten haben wir im Strandkorb geschlummert. Sehr entspannend! Molly war so lieb und brauchte nicht an die Leine, sondern lag brav am Strandkorb. Bin ganz stolz auf mein Hundemädchen :)










Auf dem Nachhauseweg, nach dem Tipp eines Einheimischen, auf einer netten Strecke durch am Hooksee entlang. Freddy hat den Mollyhänger am Haken und habe endlich die Chance das mal zu fotografieren. Prinzessin in der Sänfte.








Wieder im Hotel angekommen, habe ich mit Molly den luxuriosen Hundewaschraum benutzt und nun ist sie wieder reinweiß. Freddy hat eine Hausaufgabe bekommen - ich will auch einen gefliesten Waschtisch im Keller für den Hund. Mein Rücken möchte das auch so...ehrlich! Todmüder Hund in sein Bett und wir nochmal lecker Essen im Restaurant. Ein gelungener Tag und ein gelungener Abschluss. Wir kommen bestimmt nochmal wieder :)

Freitag, 19. September 2014

Anreise mit kleinem Schwenker

Freddy hat mich morgens mit zur Arbeit genommen,  Bremen liegt sozusagen schon auf dem Hinweg zum Hotel. Höhe Langwedel,  die wichtige Frage von ihm: "Hast du die Leine von Molly eingepackt?" Ich: "Du warst doch Gassi und hast sie ins Auto geladen... Los dreh' um."  Das wollte er aber nicht, lieber eine neue Leine kaufen...Mal wieder... In Bremen habe ich noch einen flotten orangen Zurrgurt aus dem Kofferraum bekommen, damit ich Mittags mit Molly Gassi gehen kann. Industrial Style-passend zur Wohngebiet.
Als es am späten Nachmittag dann los geht sind alle Straßen um Bremen verstopft. Wir sind spät dran, müssen noch die Leine kaufen und alles ist dicht - grummel- Aber, welch Wunder, wir kommen direkt am Wolters Outlet vorbei.  Shop pink! Wollte der Freddy aber nicht,  somit kleidet Molly nun ein terracotta Ensemble. Foto folgt, Prinzessin schläft schon und der Blitz würde sie wecken.

Angekommen Hotel, alles für gut befunden. Zimmer mit 5 Fenstern und Blick auf Kirche und Friedhof. Gleich los zu einer kurzen Gassi Runde, immerhin ist es inzwischen 19.00 Uhr geworden. Doofer Verkehr!
Lecker gegessen im Restaurant mit drei!  weiteren Hunden. Dann nochmal um die Kirche gewandert, wo Molly einen weißen Spitz namens Amboss kennen lernte...Warum haben wir den Hund nicht Schwingschleifer genannt? Fragen über Fragen... und nun ins Bett,  bin gespannt auf Morgen.

Montag, 15. September 2014

Ein Wochenende in Waddewarden

Bevor ich auf Mädelstour gehe, fahren Freddy und ich nochmal auf Wochenendtour. Die Wahl des Hotels erwies sich als schwierig bis ich dann in Waddewarden (O-Ton Freddy: "Im Nichts zwischen nichts und nichts") das Hotelchen entdeckte. Hotels mit Hundewaschraum und eigenem Strandkorb am Hundestrand in Hoogsiel sind mir sympathisch. 

Wenn das gut ist, kann man da ja öfter mal vorbei schauen - 1,5 Stunden Anfahrt sind ja schnell gemacht. Und bald noch mein schnelles rotes Auto, aber das ist eine andere Geschichte...

Freitag Mittag geht es direkt nach der Arbeit los und für Samstag habe ich auch schon eine Überraschung organisiert...Freddy dachte an die Besichtigung einer großen Brauerei in der Gegend, aber er liegt falsch!!!! Hahahahaaa! Ich werde natürlich berichten :)

Der Wettergott ist uns hold und sagt uns charmante 22 Grad mit Sonne voraus. Perfekt - Molly freut sich schon aufs Möwen jagen und Heringe essen. 




Samstag, 9. August 2014

Letzter Wandertag und der nächste Urlaub steht schon wieder vor der Tür...

...unser letzter Tag in Thüringen auf dem Rennsteig ist ja schon ein wenig her. Fast vier Wochen! Irgendwie bin ich vor lauter Urlaub nicht zum Schreiben gekommen. Somit ist er schon fast aus meinem dementen Gehirn verschwunden. 
Aufgrund des sonnigen Wetters und der Länge der Strecke (28,5 km!!!) bin ich am letzten Tag alleine mit der Gruppe los. Freddy und Molly wollten mir ab dem Ende von der Selbitzbrücke entgegen laufen. Haben Sie dann auch getan :)

Das Wetter war gut, die Strecke war hübsch eben ohne viele Höhenmeter. Wir haben den ersten kleinen Stop nach 11 km in einer kleinen Wanderer Gaststätte gemacht. Hier muss man sagen, Sprüche stimmen auch nicht immer. Denn 8 Augen sehen definitiv auch nichts. Wir sind auf der Suche nach unserem Mittagessen wacker durch den ganzen Ort gerannt um die Gaststätte zu suchen, um dann fest zu stellen, dass sie direkt neben dem Weg war und wir alle blind daran vorbei sind. Tsss! 2 km mehr auf dem Zähler!

Auf der Reststrecke war nicht wirklich mehr was zum Einkehren. Eine kleine Gaststätte, wo der Herr des Hauses Brennholz gesägt hat, während wir unseren Kaffee geschlürft haben, hatte nur Getränke. Kekse oder Kuchen waren nicht zu bekommen. Schade aber verständlich, da dort selten Gäste vorbei kommen.

Dort stellte auch eine Mitwanderin fest, das sie ihre Jacke samt Handy verloren hatte. Mist! Ihr Mann ist noch mal 1-2 km zurück gelaufen, aber nichts zu finden. Da war die Stimmung der Mitwanderer erst mal im Keller. Ich hingegen habe mich schon ein bisschen auf meine beiden Daheim Gebliebenen gefreut. Freddy hatte sich schon gemeldet, das er in der Nähe auf uns wartet. Abends stellte sich übrigens raus, das nette Mitmenschen die Jacke samt Handy gefunden haben und per Paket nach Hause schicken werden. Alles gut gegangen.

Die letzten drei Kilometer dann zu Dritt bis nach Blankenstein und zur Selbitz und 2 meiner 3 Kiesel in dieselbige werfen. Geschafft! Abends mit den Mitstreitern noch nett Essen gewesen und am nächsten Tag nach Hause. Füße kurieren!

Geschafft! 168 km Wanderweg

Aber der nächste Urlaub steht auch schon an. Mädelurlaub mit Freundinnen. Eigentlich stand AIDA ja schon lange auf dem Programm. Aber leider scheint AIDA sehr beliebt zu sein (was mir persönlich ein Rätsel ist...) und kann somit die Preise ordentlich anziehen. Wir haben jedenfalls keine Fahrt gefunden, die wir, Ok hauptsächlich ich, bereit wären zu zahlen.
Nach einigen Hin und Her unsererseits, einer kurz vor dem Nervenzusammenbruch stehenden Reiseverkehrskaufrau haben wir uns nun entschieden. Rhodos wir kommen! Drei Mädels in einer Suite! Ich bin ja soo gespannt!
 

Freitag, 11. Juli 2014

Letzte Teilstrecke zu Dritt



Da wir ja nicht so den ultimativen Sporthund haben (gute Ausrede), haben wir die heutige Route um ca. 5 km gekürzt. Bei bestem Wetter sind wir fröhlich von Spechtsbrunn nach Steinbach gelaufen.
Die Strecke

 Als erstes hatten die in Spechtbrunn so eine lustige Wand mit einem Ritter. Alle Mann die Köpfe durch. Wir Damen fanden das aus unterschiedlichen Gründen nur halb lustig. Ich ob der Spinnweben und Molly ob des hoch gehoben werden. 
Meine Menschen sind so lustig!

Da die original Rennsteig Strecke direkt an der Bundesstraße entlang geht - super Idee von den Franken! - haben die Thüringer eine alternative Route durch den Wald angelegt. Diese haben wir natürlich bevorzugt. Erst ein wenig auf dem alten Grenzstreifen entlang und dann ab in den dunklen Tann. Dort haben uns dann nette Bergwiesen uns schöne Wälder überrascht. Leider hat man immer das leise Brummen von der Hauptstraße gehört. Im Wald haben wir auch noch schnell ein Gruppen-Selfie gemacht. Sehr hübsch geworden :) Uns der geheime Tipp warum Molly in die Kamera guckt lautet Frolic...
Selfie

Weiter über Wiesen und Wälder haben wir dann doch auch eine Rast gemacht. Hier habe ich mich intensiv mit dem Kartenmaterial beschäftigt. Nicht das wir uns noch verlaufen, denn es gingen überall Schilder mit Totenköpfen und den Worten: Waldarbeiten - Durchgang verboten!

Kartenstudium

 Ich wollte außen herum, Freddy durch. Wir hören ja wenn ein Baum fällt... Naja, also durch. Bis auf ein wenig viel Matsch war der Weg aber gut zu laufen und die Waldarbeiten weit genug entfernt. Danach noch eine Kneippkur für den Hund und gehen 14.15 Uhr waren wir am Ziel. Das Taxi nach Hause kommt um 17.00 Uhr.  Zeit tot schlagen bei Bier, Pommes, Kaffee und Kuchen. Geht schlimmer ;)




Im Hotel noch schnell duschen und bloggen und dann schlafen um Kraft für morgen zu sammeln. 25 km ohne mein Team...


Donnerstag, 10. Juli 2014

Rotbäckchen alleine im Wald

Mieses Wetter heute morgen, aber es ist beschlossen. Ich laufe den Teilabschnitt alleine. Der Rest der Gruppe startet woanders und ich kann ja auch alleine, bin ja groß. Wenn ich sie treffe ist in Ordnung, wenn nicht auch. Den Tag kann man schnell zusammen fassen. Kalt und nass.  Muss an meiner Ausstattung feilen, denn wenn ich schwitze klappt das super mit meinen drei Plastik Schichten. Wenn ich dann raste ist alles klamm und man friert erbärmlich. Für schlaue Tipps wäre ich dankbar 
Warum ich das mit dem Bedarf entdeckt habe? Weil keine einzige Kneipe an der Strecke auf hatte! Ich habe in zügigen Hütten Pause gemacht und war jedes Mal eiskalt hinterher. Bah!
Jetzt sitze ich nach 18 km Fussmarsch am Abholpunkt und warte auf Freddy. Der  musste feststellen, das es mehrere Neustadt am Rennsteig gibt. Aber nun kommt er und ich habe Zeit, denn hier ist die Kneipe auf!
  Steilaufstieg im Bachlauf
Hinterher beschlägt die Brille
Nette Idee in einer Baude
Lustige Geschichten am Telefon
Noch ein Nachtrag. Wie haben unser Hotel erst um 18.15 Uhr erreicht. Dank einer Mischung aus doofem Navi und unendlichen Baustellen...grummel. Dafür ist das Hotel eine echte Absteige... juhu!