Sonntag, 3. Oktober 2010

Wieder da!

Montag morgen 6:49...

Zumindest schon mal in Frankfurt sind wir wieder. Denn da warten wir jetzt auf den Flieger nach Bremen.


Na, wie war's? Könntet Ihr uns jetzt frage, aber das meiste wisst Ihr ja schon. Na, wie war's könnten wir auch Euch fragen. Ich hoffe wir haben Euch mit ein paar netten Geschichten ein wenig unterhalten können.


So insgesamt betrachtet war es auf jeden Fall mal witzig. Als Erstbesucher in die Staaten zu fliegen war schon spannend. Und manchmal sind dann auch profane Dinge etwas knifflig. Das fängt an bei der Bedienung einer Zapfsäule, geht über die richtige Benutzung der Kreditkarte (Debit or Credit, oder doch den fünf(?)stelligen Code, bis zu der Frage wieviel Tip man den bloß für den Guide bei der Paddeltour spendiert hier im Land des Trinkgeldgebens. Na, wir haben uns hoffentlich nicht also auffällig danebenbenommen. Hinter uns her gerannt ist jedenfalls keiner. Aufpassen muss man nur bei der Rechnung, denn manchmal sind schon 15 oder 18 Prozent einfach schon mal auf die Summe draufgeschlagen. Dann noch mal 20% oben drauf und man ist des Kellners Freund. Eines ist auf jeden Fall sicher: Wenn wir hier noch mal herfahren stecke ich mir vorher noch mehr Ein-Dollar-Scheine ein. Die gehen weg wie warme Semmeln, und weil man fast jeden Automaten auch mit den Dinger füttern muss, und für Trinkgeld auch ständig welche braucht, kann man fast gar nicht genug davon haben. Allerdings muss man auch lobend erwähnen, dass die Benutzung einer Kreditkarte (wenn man das Credit / Debit Problem durchschaut hat) in den Staaten wirklich unkompliziert ist. In manchen Läden braucht man nicht mal unterschreiben, Karte durchziehen, bitte sehr, fertig. Und man muss nicht vorher fragen ob die Läden auch Kreditkarten akzeptieren. Sie tun es einfach!


Was das Beste war? Ich schwanke zwischen NASA und Paddeltour in den Everglades, habe mich aber grade für die NASA entschieden. Das war großartig! KSC Weather? Go! OK, STS-365 you are GO for launch! Kriege ich spontan schon fast wieder Gänsehaut bei. Schade, dass sie das Shuttle erst ein paar Tage später aus der großen Halle gerollert haben. Das Shuttle auf der Rampe stehen zu sehen, wäre bestimmt toll gewesen. Nun gut, ich hab's ja durch die offene Tür gesehen. Das untere Fünftel jedenfalls. Wenn Ihr mal zur NASA fahrt, unbedingt die KSC Discover Tour mitmachen. Das ist die Tour, wo man mit dem Bus über das riesige Gelände gefahren wird. Weil das alles Sperrgebiet ist, kommt man sonst auch nicht dichter an die Startrampen ran, als mit dieser Tour. Außer man ist Astronaut. Aber das wird wohl so schnell nix mehr. Schade eigentlich. Aber wer weiß, den echten Astronauten den wir getroffen haben ist auch erst Ende Dreißig und Anfang Vierzig nach oben gekommen, als Mission Specialist. Als der Nutzlastbetreuer von dem Teleskop, was er, bzw. seine Firma gebaut hat. Wenn die da oben also mal ein Umspannwerk brauchen, ich wär dabei! Bis jetzt letzte Starttermine für das Shuttle: 1. Novemer 2010 und 27. Februar 2011. Eventuell gibt es noch einen aller-aller-letzten Flug, STS-135, aber da muss der US-Kongress erst noch drüber abstimmen.


Die Paddeltour in den Everglades ist aber trotzdem ein echtes Glanzlicht gewesen, denn Alligatoren so ein paar Meter vom Kajak entfernt, das war schon was! Nur gut, dass der Guide uns vorher alles wichtige über Alligatoren erzählt hat. Was bestimmt auch gut ist, ist Shark Valley. Das haben wir aus gelassen, wäre aber die Alternative zum Paddeln gewesen. Da kann man dann mit dem Fahrrad auf einem Kurs durch die Everglades fahren. Einfach so! Kommen Alligatoren, einfach langsam weiterfahren. OK, das hatten wir schon geübt.


Aber beim Thema fahren muss man auch mal sagen, dass die Amis zwar ein bißchen gaga sind, was Autos angeht, aber beim Fahren relativ entspannt sind. Selbst in Miami war das Fahren nicht wirklich nervenaufreibend, und die Schilder auch nicht so verwirrend, wie beispielsweise in Bremen oder Hamburg. Da muss man ja schon vorher mal alle Stadtteile auswendig lernen, damit man durch kommt. Wie sich der Durchschnitts-Ami allerdings so in Berlin, Hamburg, oder Bremen beim Autofahren fühlt, so mit Handschaltung, und eng und so, würde mich schon mal interessieren. Denn die Straßen sind hier ja wirklich breit und großzügig angelegt. Sehr nett übrigens auch die Regelung, dass man als Rechtsabbieger bei roter Ampel nach dem Anhalten fahren darf. (Außer es wird ausdrücklich durch ein Schild verboten). Permanenter Grüner Pfeil quasi. Gute Idee!


Heute morgen haben wir denn auch gelernt, dass zu dichtes Auffliegen von der Flugsicherheit mit Durchstarten geahndet wird. Also eine Extra-Runde über Frankfurt, im zweiten Versuch hat's dann aber auch geklappt. Beim Aussteigen hab ich mal nachgesehen, es waren keine Cessna-Reste am Flugzeug zu sehen... ;-)

Der Nachtflug von Miami nach Frankfurt hat uns ja wieder in die heimatliche Zeit gebracht. Mal sehen wie das mit der inneren Uhr so klappt. Vorsichtshalber haben wir Dienstag ja noch mal einen Eingewöhnungstag...

Samstag, 2. Oktober 2010

Die Reichen und die Schönen...

...gut, das muss nicht zwingend einhergehen, aber zumindest die Häuser der Reichen haben wir heute gesehen.

Auf unserer "Ducktour" (zu Deutsch: "Ententour") sind wir mit so einem Amphibienbus erst durch die Strassen getuckert und dann schwimmen gegangen, immer rund um die Häuser von den zumindest mal Reichen. Sogar das Haus von Frau Graf und Herrn Agassi haben wir gesehen, aber die waren grade nicht da. Das war eine sehr kurzweilige Tour und der Guide hatte sehr viel Spaß daran andere Leute (vornehmlich weiblichen Geschlechts) von dem offenen Bus aus mit seinem Mikro anzuquatschen. Eigentlich ziemlich lustig... Vorbeigefahren sind wir an so ziemlich allen wichtigen Touri-Punkten die Miami Beach so zu bieten hat. Von Miami Ink (Tatoo-Schuppen aus dem Fernseher) bis zum Polizeigebäude von Miami Beach (Ihr wisst schon Miami Vice, "Sunny" Crocket und Ricardo Tabbs lassen grüssen), über diverse andere Drehorte die uns Europäern weniger sagen, bis eben zu den Häusern der Berühmtheiten auf den Inseln an denen wir vorbeigeschippert sind.

Auf der Ducktour haben wir auf dem Ocean Drive am Lummus Park zudem noch so einen Muskelmann gesehen, der nur in Badehose seine Muskeln spazieren führte -äääääh- joggte. Das wurde dann auch gleich mit entsprechenden Äusserungen von unserem Spaßmacher mit dem Mikrofon vom Ducktour-Bus aus kommentiert. Der Gemeinte nahm's aber gelassen und winkte nur zurück. Ein paar 100m weiter hinten am Ende vom Ocean Drive, hatte er aber ein paar Mädels am Wickel und alles war wieder gut... Am Ocean Drive liegt der besagte Lummus Park, eigentlich mehr so ein Grünstreifen,wo es aber ein paar Stellen gibt, an denen sich die Bodybuilder oder Beachvolleyballspieler treffen. Ein paar Muskeljungs habens aber echt drauf. Wenn es schon schwierig genug ist an der Reckstange hängend einen Klimmzug zu machen, geschweige denn das 10 oder mehr mal hintereinander zu machen, so machte einer der Muskeljungs einfach noch mal weiter und machte nach dem Klimmzug noch und drückte sich komplett nach oben! Wow. Und das mal ein gutes Duzend mal. Donnerlüttchen, da musste ich erst mal ein paar Meter gehen um meinen Mund wieder zu zuklappen. Bei allem Gehabe, Respekt!

Weiter gings dann am Abend, ein letzes Mal auf dem Ocean Drive Abend essen. Und ja: Es ist Samstag Abend! Da ist mal gleich richtig was los, und die Lamborghinis und Ferraris durften aus der Garage. Immer ordentlich im Kreis fahren. Ocean Drive und Collins Ave. Je dicker der Auspuff oder lauter der Sound um so besser. Watt sind wir froh, dass unser Hotel zwar an der Collins Ave., aber das Zimmer weit genug nach hinten raus ist. Man hört nur ganz ab uns zu mal einen Drehzahl-"Ausrutscher". Auf dem Ocean Drive hingegen ist jetzt doch ein bißchen mehr los.

Wegen Nicoles Klimaanlageninkompalibilität (tolles Wort, nicht wahr?), waren wir vorhin noch mal kurz im Walgreens (diesem US-Rossmann) um für den Rückflug morgen so ne Art Wick MediNight für den Fall der Fälle zu besorgen. Und ein Abschlusstrunk sollte es auch noch sein, aber das was wir wollten, gab es "next door". OK, dann also eine Tür weiter. Und Nicole bekam endlich einmal die ersehnte Papiertüte zu ihrem Getränk. Ein letztes Mal noch die bunten Lichter angucken und wieder zurück zum Hotel. Morgen geht's in die Heimat. Unser morgen Nachmittag geht's los und dann holen wir in der Nacht zu Montag die Stunden von hier wieder auf. Montag morgen sind wir dann wieder in der gleichen Zeit. Also, bis dann!

Freitag, 1. Oktober 2010

Green Plantains, Metro Mover und die verschobene Ducktour...

Nicole:

Gestern war ich ja den ganzen Tag ein wenig müde und hatte Magen - wegen vorgestern. Alles nur wegen dem einen Jägermeister im Willie T's  - ganz bestimmt!
Hier im Bild der schuldige Jägermeister!
eshalb habe ich gestern nur Cola getrunken, dafür aber ein Angus Steak mit komfortablen 8 oz (223 gr.) direkt am Ocean Drive genossen. Das Steak war "rare", wie bestellt, und saßen direkt mit dem Tisch auf dem Gehweg. Das ist hier so üblich. Die italienischen Touris am Nachbartisch haben ihre Nudeln solange reklamiert bis der Manager kam, konnten wir nicht nachvollziehen. Unser Essen war superlecker!
Der Ozean Drive...tja...nachdem wir vom Strand an die berühmte Straße zurück kamen und so über Architektur parlierten, gucken Freddy und ich uns an und sagten: "Hier ist gar nicht unsers, was machen wir bloss die nächsten Tage!" Naja, erst mal ein Steak essen gehen :-)


Danach sind wir nach Hause getappert und waren sooo froh das unser Hotel in der zweiten Reihe und unser Zimmer nach hinten raus ist. YEE-HAW, eins, zwei, drei, vier, YEE-HAW, eins, zwei, drei, vier... (Zitat - das dank meines Hutes aber passt) Bett und schlafen ...

Dieses Hotel ist unser erstes ohne Frühstück, also lange geschlafen und dann erst mal Kaffee mit unserem eigenen Mineralwasser gekocht. So kann ein Tag starten. Ohne Chlorkaffee! Leider sonst nur Chips in der Nähe, wir wollten ja außer Haus frühstücken. Gesagt, getan  - wir werden uns heute uns mal mit Öffis durch Miami Downtown schlagen. Also an der Rezeption nach der nächsten Bushaltestelle gefragt und der besten Busroute. Die Lady konnte helfen und es ging los....vorher ein Pitstop in einem kleinen dominicanischen Diner mit Breakfast Schild. Hmmm und ich habe lecker green Plantains gegessen mit gebratener Salami, frittiertem Toast und zwei Spiegeleiern. Fein! Keine Ahnung was green Plantain ist, klingt aber Gemüse. Es kam grüner Kartoffelbrei mit angebratenen Zwiebeln. Schmeckte lecker, hat mich an Labskaus erinnert, alles gut. Freddy der Lump hat später allerdings nachgeguckt woraus der Brei war - nicht lustig! Erzählt er....mit Schadenfreude!

Nach dem Frühstück also mit dem Bus in die Stadt - ging völlig problemlos. In Miami selber gibt es den Metro Mover, eine Hochbahn, die sogar für alle umsonst ist. Aus Sightseeing Gründen sind wir einfach mal alle Strecken gefahren um festzustellen das Miami Innenstadt gar nicht so groß wie angenommen ist. 400.000 Einwohner - weniger als Bremen, aber Hochhäuser und Infrastruktur wie die Großen!!!!
Man bedenke - Bremen hat mehr Einwohner!
Nach ein bisschen Überredungskunst habe ich Freddy zwischendurch in eine Mall am Pier geschleift. Irgendwie enttäuschend, eine Tourifalle, weil direkt neben der Mall die Bahamas Kreuzfahrtschiffe ankommen. Nichts desto trotz habe ich mir 1a  neue Super-Flip-Flops gekauft. Meine Alten waren echt durchgelatscht und "uncomfi". Bin auch meiner Marke untreu geworden und habe auf einen amerikanischen Klassiker gewechselt - so teure Flip-Flops hatte ich noch nie!!!!!
Beim rausgehen haben wr aber noch einen Laden für alle Shrimp-Liehaber entdeckt - original Babba Gump Shrimps  :-)


Jajaja, für uns nicht Shrimp Esser natürlich nicht so spannend.. .Wieder rein in den Metro Mover, übrigens sowas wie ein unbemannter Bus auf Schienen, und in die Mitte von Miami. Dort wußten wir nicht so recht was nun und haben auf einen Klassiker zurück gegriffen. Nach kurzer Abstimmung - "Keine Bilder" (O-Ton Freddy) sind wir ins historische Museum von Miami. Ein echter Tipp, denn es gab zwei Sonderausstellungen und die Hauptausstellung. Alles war wirklich spannend und liebevoll gemacht. Wir waren auch alleine dort - scheint sonst nicht so viele Leute zu interessieren :-( Schwupp waren 2 Stunden um und wir hatte unsere Chance auf eine Duck Tour vertan. Aber egal, es hat sich gelohnt! Nach Hause mit dem Schnellbus und ab ins Hotel...bloggen bevor wir zum Sunset gehen und was zum Abendbrot suchen :-)

Mit 300PS durch Miami!

...denn soviel wird er haben der Bus der Linie C und 120.

Der Leihwagen war ja gestern schon weg, und so sind wir heute mit dem Bus nach Miami Downtown gefahren um uns dort ein wenig umzusehen.

Vorher brauchten wir aber eine kleine Stärkung zum Frühstück. Unser Hotel hat keins inklusive, und außerdem war ein "Außer-Haus-Früstück" sowie mal fällig. Aufstehen, Duschen, die Dame am Empfang kurz gefragt, wo hier der Bus abfährt und welche Linie man nehmen muss, und dann den von Nicole ausgewählten kleinen Laden angesteuert. Sah soweit ganz gut aus, also rein und bestellt... Ich war mit meiner Toast und Spiegeleier-Auswahl auf der sicheren Seite, Nicole wählte "Mashed Plantain's w/ Salami & Eggs". Ich glaube sie ist auf die Salami angesprungen, die mashed "irgendwas" wurden dann im Rahmen des Erkundungsprogramms ohne einen Blick ins Wörterbuch einfach mal so hingenommen. Die mehr Spanisch als Englisch sprechende Bedienung hinter dem Tresen hatte irgendwann unser Essen parat, und los gings. "Hmmmmmm, egal was es ist, das ist lecker!", so Nicoles Kommentar zu ihrem Früstücksgedeck. Meins war auch gut, als aufessen und ab in den Bus. Im Bus zückte ich dann mal mein Schlau-Telefon und guckte mal nach was Plantains sind. Ich hab kurz gezögert, hab's ihr aber dann doch gesagt. Es waren (Koch-)bananen! Und wer Nicole kennt weiss, dass sie zwar eine rohe Kuh verspeisen würde, aber im Leben keine BANANE anrühren würde. Ich glaube sogar, dass sie der weltbeste Bananendetektor ist, denn wenn in einem Fruchtsaft auch nur irgendwie ne Spur von Banane drin ist, wird das entsprechend kommentiert (meistens mit "Puuuuaaaaarrrrgggghhh!". Tja, und so hat Nicole ohne ihr Wissen (vermutlich seit über 30 Jahren) mal Bananen-Püree verspeist. Da es ihr aber gut geschmeckt hat, und ich bis jetzt keine allergischen oder sonstigen Nebenwirkungen bemerkt habe, ist es ihr wohl ganz gut bekommen.

Nanach sind wir dann gut motorisisert nach Downtown Miami gefahren. Wir wollten mit dem Metromover, so eine Art elektrischer Hochbus ohne Fahrer und völlig kostenlos, mal ein wenig durch Miami fahren. Das war sehr spassig! Gut klimatisiert und immer so zwischen zehn und 30 Meter über der Strasse duch die Häuserzeilen zu fahren war schon mal was anderes. Eine Haltestelle war sogar mitten in ein Hochhaus gebaut. Erste Station war Bayside Marketplace, so ne Art Draussen-Weserpark am Wasser. Stellt Euch den Weserpark ohne große Kuppel, die Hälfte der Geschäfte draussen vor, und fahrt da dann mit Eurem Ruderboot (oder je nach Geldbeutel motorisiert) vor. Nicole erwarb ein paar neue Flip-Flops, mein Besuch in nem "Hutladen" (Naja nur so modernen Kram von Mützen und Hüten) war da weniger erfolgreich. Mein Kopf ist zu klein. Selbst "S" ging mir über die Ohren, und so ein modischer Trendsetter bin ich auch nicht, ich hab's dann sein gelassen.

Wieder rein in den Metromover, noch ne Runde "Outer Loop" gedreht und dann spontan doch noch ein Museum aufgesucht. Das "History Miami" war das Ziel der Wahl. Beim Bezahlen fragte ich nach dem "Triple-A Discount" (sowas wie unser ADAC) und wie waren nach kurzer Verwirrung des Mädels ("Triple-A?!?") an der Kasse für'n Dollar günstiger drin. Das Mädel fand im Gegensatz zu Ihrer Kollegin Deutschland mal ganz spannend. Ihre Kollegin und wir waren aber einer Meinung, nämlich dass es bei uns zu kalt sei. Die Fotoausstellung am Angang war nicht so super interessant, die Sonderausstellung zu Cowboys war schon spannender. Es gab auch O-Töne über so Ohrhörer, aber die Jungs hat mal ja mal gar nicht verstanden. Ich glaube die haben um Ihre heiße Kartoffel im Mund noch ein ganzes Paket Kaugummi gewickelt. Dann in die zweite Etage. Dort ging es bei 9.000 vor Christus los! Soviel Geschichte hatten wir bisher noch nicht zu Gesicht bekommen. Hier gilt ja ein Haus von 1920 schon als alt... Die Geschichts-Ausstellung war aber wirklich sehr interessant, denn es ging von den ersten Knochenfunden kontinuierlich weiter gen Gegenwart. Über die ersten Entdecker, die Kolonialmächte, den Bürgerkrieg, die 1920er bis kurz vor heute. Immer mit Floridabezug, und auch die Indianer und die Sklaverei haben sie nicht ausgelassen. War echt mal gut gemacht!

Wegen der fortgeschrittenen Nachmittagsstunde sind wir dann mit gut 300PS wieder nach Hause gedüst. Vorbei an den Kreuzfahrtschiffen, die man vom Bus aus sehen konnte. Drei Stück auf einmal. Nicht schlecht, ich glaube, das schafft nicht mal Hamburg.

Und wie immer um diese Zeit.... Ihr schlaft, und wir suchen uns was für's Abendbrot....

Donnerstag, 30. September 2010

...wie der Dollar an die Decke kam

Hatte ich schon erwähnt, dass wir gestern abend herausgefunden haben, wie der sogenannte "Tropensturm" hieß? Wir sind fast vom Stuhl gefallen... NICOLE. Was das jetzt für ein Omen war, wird wohl weiterhin ungeklärt bleiben müssen.

Im Übrigen haben sich die meisten über den -in Key West- nicht wirklich wahrzunehmenden Sturm lustig gemacht. Alle machten lustige Bemerkungen, und flaxten rum. Rausgefahren zum Schnorcheln und Angeln sind trotzdem nur wenige bis keiner. Am Abend die Sunset Touren, die waren draußen, aber das ist ja auch nur ein kleiner Trip aus dem Hafen immer in Sichtweite der Küste und des Piers. Zum Sonnenuntergang und Sunset Celabration sind wir dann auch noch mal gegangen. Sonnenuntergang gab's das war schon mal gut. Celebration gab's auch. Abgehakt. Blöd nur, dass just nachdem die Sonne untergangen war, bzw. hinter den letzten dicken Wolken verschwunden war, es anfing zu Regnen. Das war blöd. Wir sind dann einfach in dieses Cubanische Restaurant gegangen und haben recht gut gegessen.

Beim Thema Essen muss ich mal kurz alle beruhigen, die denken, Nicole würde tatsächlich Delphin essen. Dolphinfish gibt es hier zwar überall, und die Sandwiches heißen auch Dolphin Sandwich, ABER das ist nur lokale Bezeichnung für den Mahi Mahi, oder zu Deutsch "Goldmakrele" (klick -> Wikipedia). Hat absolut nix mit Delphin zu tun. Das nur noch mal zur Erläuterung...

Vormittags war ja Museumstag angesagt. Am frühen Nachmittag sind ein paar sehr nette Herren im besten Alter bei uns im Blue Parrot Inn eingezogen, die alle mit Ihren Motorrädern aus Georgia gekommen sind. Die meisten hatten natürlich eine Harley. Die hatten allerdings was von NICOLE (als dem Sturm jetzt), denn auf der Fahrt nach Key West sind 'se wohl tüchtig nass geworden. Nun denn, hat sie nicht davon abgehalten, gleich nachdem die Klamotten in den Trockner gewandert sind, in den Pool zu hüpfen. Offiziell mit einem Tonicwater ausgerüstet lungerten die dann im Pool rum und haben sich ganz nett mit uns unterhalten. Waren ganz nett die Jungs. Und Spaß hatten sie auch. Sie sprachen jedenfalls von einem interessanten Abend. Nun denn...

Wir hatten auch einen interessanten Abend. Wir haben sozusagen zum Abschluss in Key West noch einen kleinen gastronomischen Rundgang gemacht. Angefangen hatten wir auf dem Weg zum Sonnenuntergang im Sloppy Joes. Hemmingways Stammkneipe. Die hat zwar einen gewissen Ruf, konnte aber nicht überzeugen. Ob der Umbau dran Schuld war, oder das noch vorhandene Tageslicht.... So richtig umgehauen hat es uns jedenfalls nicht.
Also weiter. Sonnenuntergang gucken. (siehe oben). Beim Besuch dieses Kuriositäten Gedingse, Ripleys "Belive it, or not" ging der Ausgang zum "Hog's Breath" raus. Also das ganze noch am Abend angucken. Das war schon besser. Mit Livegesang von einem stabilen Kollegen mit Gitarre, den man beim besten Willen nicht verstanden hat. Ich weiss nicht mal ob es Englisch war, was er gesungen hat, oder doch Swuahili. Muss wohl Englisch gewesen sein, denn irgendwann brüllten alle in der Kneipe mit. Verstanden hat man trotzdem nix. Der Barkeeper hatte seinen ultracoolen Tag. Geredet hat nicht wirklich, Getränke wurden fast per Fingerzeig abgefragt, und freundlich gucken stand auch nicht auf seinem Tagesplan. Dafür hat die Glocke am Tresen geläutet, als ich ihm beim Bezahlen ein paar Dollar Trinkgeld gegeben hab. Freundlicher geguckt oder mehr geredet hat er trotzdem nicht.

Egal. Wir wollten sowieso weiter. Das HardRock Cafe haben wir ausgelassen, das war jetzt nicht so super spektakulär. Aber ich wollte ja sowieso in das Willi-T's. Da musste ich jedesmal hingucken, wenn wir da vorbeigelaufen sind. Hat mich irgendwie angezogen der Laden. Muss wohl an der Deko gelegen haben. Da war nämlich alles voller Dollarscheine. Fand ich irgendwie gut. Also nix wie rein in den Laden. Hier war der junge Mann mit der Gitarre auch beser zu verstehen, und die hatten meine Lieblingsgetränkemarke. Alles super. Nach dem Studium der Dollarscheine war klar: Da machen wir mit! Hier hatten die Leute eine kleine Nachricht auf einem Dollar hinterlassen, und den dann wahlweise an die Wand, den Tresen, oder einfach mal an die Decke getackert. Der Barkeeper war das komplette Gegenstück zu seinem Kollegen im "Hog's Breath", und so reichte er uns denn auch den schwarzen Edding und die Tackermaschine, als wir ihn danach fragten. Einen Dollar hatte ich "wie zufällig" noch in der Tasche und so haben wir uns denn auch an der Decke verewigt. Wer mal nachgucken möchte: Direkt bei den Zapfhähnen einfach mal nach oben gucken. Das war lustig. Leave a legacy! (Kleiner Insider...) Weil da auf vielen Scheinen Honey-Moon Daten standen, haben wir es uns nicht verkneifen können. "Nicht verheiratet für glückliche 11,5 Jahre: Freddy & Nicole, 30.09.2010" *Hihi*


Nachdem wir die nötige Bettschwere erreicht hatten ging's denn auch nach Hause. Schließlich hieß es heute morgen: Auf nach Miami!

Da sind wir jetzt. Vorhin sind wir auf meinen Wunsch einmal den Ocean Drive rauf und runte gefahren. Das war ganz nett, aber wenn man nicht gerade ein Cabrio mit 900PS und 20.000Watt Musikanlage hat, sondern nur 'nen VW Jetta von Hertz ist das irgendwie anders, als in den Videos und Miami Vice Filmen. War trotzdem cool!

Den Jetta haben wir jetzt schon bei Hertz abgegeben, und deshalb geht's denn gleich mal zu Fuß zum Ocean Drive. Strand angucken, und was zu Essen besorgen...

Museumstag, fast!

Nicole:
Waren gestern ein wenig schreibfaul :-) Nachdem unser Schnorcheltrips wegen des Sturms abgesagt war wußten wir mit uns nicht so richtig was anzufangen. Baden gehen? Nöööö, ist ja nicht so unser Ding. Ach, nach dem Frühstück einfach erst mal los mit der Absicht ALLE Museen abzuklappern.  Nach einem kleinen Abstecher in einen Duftladen um mir neues Duschgel zu kaufen ging es los. Ripleys Beleave it or not Ausstellung. Wie man hört wäre Museum vielleicht ein falscher Begriff, eine Kuriositätensammlung ist der bessere Ausdruck. Ich habe mich mit den Exponaten aus den 30ger Jahren köstlich amüsiert.
Ich bin 6 Füße groß!



Nach dieser kurzweiligen Ausstellung mit Schrumpfköpfen und Kleidung aus Menschenknochen sind wir weiter in das Key West Historic Museum zwei Straßen weiter. Aufgrund von Bauarbeiten war da leider nur die Hälfte der Ausstellung zu sehen, aber hat auch nur die Hälfte des Eintritts gekostet. Auch hier konnte man viel Spass mit den Exponaten haben :-)


















Natürlich trägt die Dame eine Unterhose....

Als wir unsere beiden Ausstellung durch hatten, wollte Freddy gerne ein Stück "Key Lime Pie" . Fröhlich zum alten Pier gewandert und uns ein Restaurant mit dem Kucen im Angebot gesucht. Da zufällig auch schon wieder 14.00 Uhr war gleich ein kleines Essen vorweg geordert. Ich habe mich an Crab Cake versucht, was allerdings eher ein Omlett aus Krabbenpüree ist. Nicht weiter erwähnenswert meiner Meinung nach - Fred hatte ein Red Snapper Sandwich ...sah lecker aus! Key Lime Pie gab es zum Nachtisch....

Dann statt mehr Museum eher doch lieber Siesta im Hotel - wir haben beschlossen lieber abends erst wieder zum Sunset Spektakel ans Pier zu gehen. Gesagt - getan. Nach ein bisschen rumlungern am Pool ging es auch wieder los. Leider war der Weltbeste Sonnenuntergang wieder hinter Wolken verschwunden, dafür gab es vorher einen perfekten Regenbogen.




Nach dem Debakel haben wir gegessen und dann noch einen kleinen Zug durch die Gemeinde gemacht. Aber Freddy quengelt rum, dass unser Blog Alkohollastig sein, somit werde ich darüber nichts berichten .... kommt später von ihm...jetzt erst mal duschen und dann auschecken. Miami wir kommen!

Mittwoch, 29. September 2010

Due to the tropical storm, we canceled all snorkel tours..

(Wegen des Sturm haben wir alle Schnorcheltouren abgesagt)... so tönte es mir eben aus dem Telefon entgegen... Doof.


Wird dann doch der Museums-Tag. Vielleicht kommen wir ja auch Regen-Poncho aus. :-) Ist ja warm.

Dienstag, 28. September 2010

Regen, ein angekündigter Tropensturm und eine komische Stadtrundfahrt...

Nicole:

...heute sind wir nicht so früh wach gewesen wie sonst und sind dann mal so ungestylt zum Frühstück...Zimmertür auf  3 Meter gehen und hinsetzen. Der Kaffee hier hat wenigstens mal ein bisschen Aroma :-) Ansonsten ist das Essen, sagen wir mal, kärglich. Wir müssen dringend in einen Supermarkt und uns Instant Quaker Oats oder so holen. Noch ein Morgen mit nur Pappbrötchen und Frischkäse würde mich wirklich unglücklich machen. Amerika ist kein Land für Menschen wie mich, die
-keine Bananen
-keine Blaubeeren
-keine Marmelade
essen. Es gab in allen Hotels bis jetzt immer Waffeln mit Syrup oder Blaubeer-Bananen Muffins oder Marmeladenbrötchen...super!

Nach dem opulenten Mahl noch ein paar T-Shirts waschen und dann los in die Stadt. Zum Southernmost Point und mal ein bisschen Sightsseeing machen. Wir kamen an einem der vielen "Hier kannst du dies oder das buchen"-Stände vorbei und haben kurzentschlossen Karten für eine Trolley Tour "Jump on and off" gekauft. Das war mit Abstand die seltsamste Stadtrundfahrt die ich je gemacht habe. Nach meinem Empfinden sind wir bestimmt eine Stunde immer durch dieselben Straße im Kreis gefahren - warum es ging haben wir nicht verstanden. Die auf alt getrimmten Busse haben geklappert und schnelles, dialektbehaftetes Amerikanisch ist  nichts für meine norddeutschen Ohren!
Endlich waren wir an unserem ersten Punkt zum Aussteigen: Das Wohnhaus von dem versoffensten aller Schriftsteller - Herrn Hemingway!
Das Flaschenschloss von der Schnapsdrossel - damit nur er was ab kriegt...
Hübsch hat er es gehabt...in den Riesenbunker könnte man heute noch so einziehen. Und alles voller Katzen. Herr Hemingway hatte ein Faible für Stubentiger und hat ganz besondere Katzen mit 6 Zehen sein eigen genannt. Diese werden dort weiter gezüchtet und so rennen ca. 60 Stück auf dem Gelände rum (Hemingway selber hatte nur 6 Stück!) und überall steht Futter und Wasserr rum. Sehr tierfreundlich das ganze - Sinem wäre glücklich :-)

Nach dem Museum sind wir wieder zu einer Trolley Haltestelle - dort erst mal einen grandiosen Key West Lime Pie gefroren am Stiel gekauft - lecker!!!!!!!  Die Verkäuferin hat Freddy nicht ganz geglaubt das er sich 2 Stück leisten kann -3,99 Dollar EACH, Sir, are you sure! Nachdem Fred drei mal bestätigt hatte das er voll sure sei, haben wir unser Eis bekommen. Es ist definitiv jeden Cent wert gewesen!

Rein in den Bus und dann wurde es witzig - wir sind auf die Interstate 1 Richtung Brücke und sozusagen zu dem Ende von Key West, aber Glück gehabt, der Bus hat nur alle Hotels im Aussenbezirk abgeklappert...mal eine andere Form von Sightsseing. Da sieht man auch mal Straßen und Hotels die man sonst nicht gesehen hätte und vielleicht auch nie sehen wollte. Endlich nach einer weiteren gefühlt langen Zeit waren wir am Southernmost Point. Boaah watt unspektakulär! Schnell den Fred vor dem Denkmal fotografiert und weiter...die Amüsiermeile runter - wollen für morgen einen Schnorcheltrip buchen!

Nach einen kleinen Gang, einem kurzen Shopping Stop (um mir endlich ein T-Shirt in diesem Laden zu kaufen), natürlich einem Starbucks Kaffee, sind wir auch schon am alten Pier. Wir suchen unseren bereits vorher als favorisiert herausgepickten Schnorchelanbieter und wollen dort für morgen buchen - aber: Morgen ist ein Tropensturm angekündigt kriegen wir gesagt - rufen sie doch morgen früh kurz durch ob wir überhsupt rausfahren! Seufz! Tropensturm...super, dann kaufen wir morgen einen Regenschirm und gucken uns eben alle anderen Museen an die uns noch fehlen :-( Abwarten...morgen um 9.00 Uhr sind wir schlauer!

Weil wir ein Hüngerchen hatten, wieder ans Pier - rein in eine schmierige Pinte und ein lecker Delfin Sandwich essen und die Bierkarte durchtesten. Das Grundprinzip haben die da wirklich verstanden :-)




Zwischendurch fing es an zu regnen, will seitdem auch nicht aufhören...schlechtes Omen für Schnorcheln? Die Pinte ist nett, aber weil es irgendwie noch zu früh ist zum versacken, ab ins Hotel...Nachmittagschlaf halten im Regen...

Key Lime Pie am Stiel

...das waren heute mal zwei Highlights!
Das erste war ein Key Lime Pie am Stil mit komplettem Schokoladenüberzug. Uuuuuuuaaaaaaaaargh, war DAS lecker, und das zweite Highlight war der Key Lime Pie von Kermit's Key Lime Shoppe auf dem Rückweg vom alten Hafen. Mann-oh-meter! Ich bin ja bekennender Käsekuchenliebhaber, und das beste bis jetzt war ein Stück vom Starbucks -ich glaube im Berliner Flughafen-, aber dieser KeyLime Pie übertrifft es noch mal.
Das ist gleichzeitig sauer und soooooo süß. Einfach lecker! Und dann noch am Stiel komplett mit Schokolade. Das kann einen schon mal aus den Socken hauen.

An dem Laden von Kermit waren wir am Vormittag schon vorbeigekommen, als wir mit einem Trolley die Standrundfahrt gemacht haben. Da stand er schon sehr dekorativ vor dem Laden und hat seinen Kuchen angepriesen. Wir sind da aber erstmal weiter gefahren, weil wir noch zur Residenz von Hemmingway wollten. Hier hat er mit -ich glaube Ehefrau zwei bis vier- gelebt und ein bißchen geschrieben. Und er hatte Katzen. Aber nicht irgendwelche, sondern welche mit sechs(!) Zehen. Da liefen dann auch welche von in dem Museum rum. Aber alle mal sowas von entspannt. Eine schlief auf einer Vitrine mit Ausstellungstsücken, eine andere auf einer Bank, vor der eine 20 Mann starke Besuchergruppe grade erkärt bekam, warum ein Penny vor dem Pool eingelassen ist. Das war nämlich Hemmingways "letzter Penny" den er seiner dritten(?) Ehefrau hingeworfen hatte, nachdem die ihm zuliebe einen Pool hat einbauen lassen während er auf Kriegberichtserstattertour war. Das Haus hatte damals $8.000 gekostet, der Pool $20.000. Nam dann ja auch kein gutes Ende mit Ehefrau drei.

Nach Hemmingway an einem Stand den oben erwähnten Schoko-Pie erworben, und dann weiter zum einfach alles "Southernmost" Punkt. Southernmost School, House, Hotel und Point. OK, einfach alles am südlichsten. Von dort dann in die Duval Street, und die dann vom "ruhigen" Ende bis nach ganz vorne einmal raufgewandert. Kurz einen Blick in die Sloppy Joe's Bar geworfen und kanpp von der Webcam verfehlt...Vielleicht klappt's morgen, wenn wir mal eine Minute stehen bleiben. Sloppy Joe's war Hemmingways Stammkneipe und sein Haus lag praktischerweise die Strasse runter immer in Richtung Leuchtturm. So hat er wohl mehr als einmal den Weg mithilfe des Leuchtturms gefunden. Er fand übrigens auch, dass er inzwischen einen kleinen Anteil an der Kneipe erworben hatte. Bei Renovierungsarbeiten hat er sehr zum Leidwesen seiner gerade aktuellen Ehefrau ein Pippibecken von der Wand montiert und in seinem Garten aufgestellt und jedem Besucher voller Stolz gezeigt. Nun gut.
Nette Geschichte. Ich werde Bertholt's Becken jedenfalls da lassen, wo sie sind. Versprochen!

Weil wir eigentlich für morgen eine Schnorcheltour buchen wollten sind wir noch in den alten Hafendistrikt. Die Dame wollte unsere Buchung für morgen aber gar nicht so recht entgegennehmen, denn es ist für morgen ein Tropensturm angekündigt. Wir sollen morgen früh mal anrufen. Gut, machen wir! Mal sehen wie das Wetter wird.

Wegen eines kleinen Hungergefühls haben wir und dann für den "Schooner Wharf" entschieden. Sah aus wie ne Piratenkneipe mit lustigem Intereur und Leuten. Dummerweise fing es an zu regnen und wir sind noch auf das ein oder andere Getränk da geblieben. Dann nach Hause. Blöd nur, dass es immer noch regnete. Was hier aber wirklich nicht schlimm ist. Denn erstens sind wir nicht so nass geworden, wie auf Sanibel beim radfahren, und zweitens ist Regen bei über 30 Grad wahrlich nicht schlimm! Die Klamotten hängen jetzt samt der Handwäsche vor der Klimaanlage zum Trocknen und ich sitze wieer draussen, weil es jetzt nämlich nicht mehr regnet.

Soviel für heute!

Montag, 27. September 2010

Key West ...ist frenzy! Naja, nicht ganz....

Nicole:

...Key West ist Ibiza für Amis trifft es besser :-) Sehr lustig hier durch zu flanieren. Unser superniedliches Inn haben wir dank eines wohlgemeinten Tipps ja schon gefunden gehabt. Danke nochmal!!! Ich habe Hotels gesehen, da würde ich Geld zahlen um da nicht wohnen zu müssen. Springbreak in klein...uaaaahhh!

Der Ort an sich ist sehr hübsch, viele Leute sind unterwegs und das Publikum ist einfach nur bunt! Wer Party will, kann sie bekommen. So sind wir nach ein bisschen Siesta am Nachmittag losgezogen und haben uns fröhlich die Hauptstraße runter getrunken und gegessen. Zwischendurch hätte jemand Herrn Fred warnen können, das Coctails, welche Agent Orange heißen, auch so wirken :-)
Man beachte den Sonnenuntergang im Hintergund!
Letztendlich wollten wir um 7.30 Uhr DEN Sonnenuntergang sehen! Aber totaler Beschiss - nachdem wir an DEM Pier 2 billige Caipirinjas für 24,- Dollar gekauft hatten, haben die Wolken vor das Bild geschoben...gemein!!!! Nun müssen wir da morgen wieder hin und Caipirinjas trinken...
Was für ein Ärger...morgen wieder!

Hach! Danach sind wir betrübt nach Hause - und prompt kam auch ein Gewitter, aber egal, sowas freut einen hier! Beine in den Pool baumeln lassen, Blitze gucken und noch ein Absacker Budweiser...dann ins Bett ...Nacht!

Sonnenuntergang deluxe!

...Schlachte, Du kannst einpacken!

Gut, bei den Preisen für 'nen Cocktail bist Du noch verdammt gut im Rennen, aber dafür es ist an der Schlachte um diese Zeit a****kalt und Sonnenuntergänge sind auch nicht so toll zu gucken. OK, heute waren defintiv zu viele Wolken, aber was soll's wir sind ja noch zwei Nächte hier. Das wird schon noch....

Heute gab es wie angekündigt mal nen Salat, und der war gar nicht mal so schlecht. Und die haben hier sogar ihre Variante von Green Lemon. Bud Light Lemon! Wär auch traurig im Land des Key Lime Pie. Den gibt es hier auch noch mal, das ist ein unbedingtes muss.

Jo, reingefallen bin ich heute beim Cocktail testen. Erst war dieser "Agent Orange" zwar Orange, aber sonst nur aus Alkohol zusammengebaut, nicht ein Fatz Saft drin, und dann war die "plain" Cola, die ich mir zum Verdünnen bestellt hatte noch so 'ne lokale Chlor-Cola... Bäh, das ist ja wie im Mittelalter, trink mal lieber Bier oder Wein, da bekommst wenigstens kein schlechtes Wasser. Uuuuuuääääähhhhhh... Ich werd' mich wohl mal dran halten.

Nun gut, der Caiphirina am Sunset Pier war zwar größtenteils ein Fertigmix, aber dafür hat wenigstens nicht nach Chlor geschmeckt. Auch was schönes!

Sonnenuntergang in schön hatten wir heute mal nur der Wolken wegen. Die waren nämlich ein wenig im Weg, für den perfekten Sonnenuntergang. Macht aber nix, war auch so schön. Wir haben ein wenig Wolkenraten gespielt. Homer haben wir gesehen, und den Hulk auf 'nem Surfbrett oder Skateboard. Naja, sah jedenfalls für uns so aus.



Morgen gehen wir vielleicht mal in einen der Läden, die erst abends aufmachen, und dann aber auch laute Musik haben. So' ne Art Open Air Aladin. Eigentlich gar nicht so schlecht. Wir werden es mal testen.

Und dann gibt es ja wenn es gut läuft mal einen Sonnenuntergang ohne Wolken. Wenn wir doch schon mal da sind....

Noch südlicher geht nicht!

Wir sind da!

Sehr viel südlicher als hier wo ich grade sitze geht es auf dem US-Festland nicht mehr wirklich. Zum "most southern point of the US" sind es vielleicht 500m Luftlinie. Einem wie sich herausstellte sehr guten Tip folgend (Danke, Thomas & Ulrike!) sitzen wir jetzt im Blue Parrot Inn. Wir sind ohne Resevieung einfach mal her gefahren. Nicht zu unrecht. Draußen hing ein Schild "vacancies" ("Zimmer frei") und wir hatten so ziemlich direkt davor geparkt. Eben rein, $10 Nachlass auf das Zimmer bekommen und für drei Nächte eingecheckt. Die Frage wegen des Parkplatzes wurde mit einem "Wo habt Ihr 'nen Parkplatz? Nicht mehr bewegen das Auto!" beantwortet. Gerne! Unser Zimmer ist einem kleinen Häuschen hinter dem Pool und die Anlage ist irgendwie charmant. Die Amüsiermeile "Duval Street" ist gleich um die Ecke und zu diesem Platz wo die Sonnenuntergänge bei einem Cocktail zu beobachten ist es auch nicht weit! Geht alles zu Fuß!

Hergekommen sind wir auf der US 1, South. Mile 0 ist hier in Key West. Nicole hat rausgefunden, dass von hier aus näher nach Cuba als nach Miami ist. Sie überlegt noch... ;-) Ich werde nach unseren drei Nächten aber nach Miami fahren, komme was wolle.
Die 7-Meilen Brücke haben wir auch passiert (naja es ging auch nicht anders....) und links und rechts neben der Strasse stapeln sich die Boote in manchen Marinas drei Etagen hoch. Die werden da in so ein Art Hochregallager einfach mal abgestellt. Überhaupt ist man hier ohne Boot definitiv ein Niemand. Hier scheint irgendwie jeder eines zu haben. Aber gut, wenn ich hier wohnen würde, hätte ich wohl auch eines. Die werden dann wahlweise zum Angelkn (Volkssport hier), zum Waserki fahren, oder zum Schnorcheln benutzt. Nicole hat diese Tauchsitze in einem Prospekt entdeckt, wo man den Kopf in einer Art Taucherglocke hat und dann unter Wasser rumdüsen kann. So eine Art Unterwasser-Segway... Vielleicht finden wir ja diesen laden, wo die das anbieten, oder wir gehen einfach so schnorcheln. Wird hier ja auch an jeder Ecke angeboten.

Wir prüfen gleich mal dieses Heft wo die meisten Restaurants ihre Speisekarten abgedruckt haben und gucken mal wo wir nachher mal was zum Abendbrot bekommen.

Drei Nächte hier und dann heißt es noch einmal umziehen und: "Welcome in Miami!" (Den Song kenn ich jetzt wieder...)

Sonntag, 26. September 2010

Key Largo, Montego Baaaay...lalalalaaaa

Nicole:

"Nobody wants to stay in Homestead" - Wir auch nicht mehr nachdem wir da waren...wäre ja sehr viel günstiger als hier, aber nun sitzen wir im Coconuts direkt am Pier mit einem Cocktail. Besser!

Unsere Nacht war verdammt früh zu Ende, denn wir hatten diese Kajaktour in den Sunrise gebucht und mussten um 7.00 Uhr in der Lobby parat stehen. Bewaffnet mit Sonnenschutz, Mückentod und wasserfesten Schuhen. Dann kam ein junger aparter Mann names Corey, blondgelockt, Surfboy und einen Master in "Ecotourism and Adventure Holidays". Was man hier so studieren kann....

Nach einer kurzen Einführung ging es los in die Mangroven. Es war sooooooo toll da! Die Bäume im Wasser, die Fischadler, die Kraniche, das Grünzeug und natürlich die Alligatoren. Wir sind direkt an denen vorbei gepaddelt, dabei natürlich nicht in die Augen starren...der Satz kam mir bekannt vor. Nach dem Zweiten und Dritten wurde man auch wirklich ruhiger...die Fotos hat der Fred, der hat den Zoom :-)

Schön war natürlich auch, das keine Sonne meine olle Haut berührt hat :-)

Keine Sonne...    

Corey hat uns jede Frage geduldigt beantwortet und was das beste war, er konnte jede Frage beantworten :-) Nach den 2, 5  Stunden gepaddel waren wir wieder im Hotel und mussten dringend duschen. Das haben wir gemacht und gegen Mittag sind wir los über den Tatami Trial zur Ostküste. Natürlich haben wir einen der Boardwalks durch den Sumpf  noch mitgenommen, aber das konnte mit unserem Gepaddel nicht mithalten. Kein Vergleich!!!
Fred auf dem Boardwalk
Danach ging es nur geradeaus auf der 41...vorbei an dem Skunk Ape Research Center (hihi! KLICK! ), einigen Indianer Dörfern und diversen Stellen die Airboat Touren angeboten haben.
Nach dem Sumpf kamen über 30 oder 40 Meilen nur Baumschulen mit Palmen und Orchideen und schwupp waren wir hier...in Key Largo!


Morgen nach Key West und dann mal gucken...

Durch die Everglades, kurz vor den Keys...

Die Paddeltour war großartig!

Vor lauter Aufregung (oder war es doch nur die dröhnende Klimaanlage?) bin ich viel zu früh und viel zu oft aufgewacht... Naja, wenigstens nicht müde, sondern trotz der Klimaanlage wegen des guten Bettes gut erholt.

Für die Everglades ist Everglades City und das Ivey House (wir waren im Inn) echt zu empfehlen. Bisher das beste Preis/Leistungsverhältnis. Ausnahmsweise KEINE Waffeln zum Frühstück (Ach, hatte ich eigentlich erwähnt, dass ich vorgestern endlich meine erste Waffel mit Syrup hatte? War jetzt irgendwie nicht so Bringer. Der Syrup schmeckt zwar Klasse, aber die Waffel, wie man sie hier überall im Hotel bekommt, ist eher nicht so der Bringer... Na, wenigstens mal probiert!) ..aber weiter mit Ivey House...Zwei, nein drei Sorten Käse (was die Amis so Käse nennen...) nettes Müsli, Früchte... Das beste Hotelfrühstück, was wir bisher hatten. Uuuuuuuuuuuund natürlich kann man im Ivey House die Kajaktouren buchen (als Gast mit 10% OFF, yeaaahhhh!) Unbedingt mal machen, ES LOHNT SICH!

Mal vor Sonnenaufgang wach und draussen zu sein, war auch mal gut. Unser Guide (Corey, 24, Typ Surferboy mit verdammt vielen Locken auf'm Kopp) war witzig, und hat uns gut durch den "Mangroven-Tunnel" gelotst.


Und dann war es soweit: "Hey look! An Alligator over there!" Wow, und wahrhaftig, da war er! Ein eher kleines Exemplar (6 foot, gute 1,8m). Corey hatte uns aber auf der Hinfahrt schon erklärt, dass die Alligatoren meistens eher kleinere Beute (als uns) bevorzugen, sie am Tag eher träge sind, und überhaupt nur ein bis zwei mal im Monat fressen würden. Und überhaupt: Alligatoren hätten nicht viel mit dem zu tun, was man bei Crocodile Dundee so immer so sieht. Denn das wären ja Krokodile, und DIE würden Sachen essen, die viel größer als sie selbst wären. Gut, dass das für Alligatoren ja nicht zutrifft.

Wir paddelten so über diesen sagen wir mal "Bach", der bekam dann immmer mehr Seerosen, und irgendwann waren wir dann im Mangroven-Tunnel. War schon irgendwie cool. Da so durchzupaddeln. Eeeehm, oder durchzugleiten, den erst mussten wir unsere Paddel teilen und nur noch mit einer Hälfte weiterschwimmen. Später konnten wir auch das ins Boot packen, und uns von Ast zu Ast hangeln. (Auch wenn Nicole wegen der Spinnen erst nicht so recht wollte.)

War schon prima. Nachdem wir ein wenig von der Strasse weg waren (die wir vorher im Kajak unterquert hatten), nahmen die Geräusche von der Strasse ab, und man hörte fast nur noch die Vögel und die anderen Geräusche. Prächtig!

Irgendwann mussten wir dann wieder umdrehen. Auf dem Rückweg gab es wieder Alligatoren zu sehen, manchmal nur drei, vier Meter entfernt. Und dieser eine Mama-Alligator hatte auf dem Rückweg sogar einen Baby-Alligator auf dem Kopf sitzen. Sehr putzig!

Dann war die Tour doch zu Ende, und es ging zurück ins Hotel. Nochmal Duschen, auschecken..... We're on the road again! Auf Weg sind wir mal kurz bei einem "Trail" angehalten. Da waren wir aber ganz schön auf dem Holzweg. Und zwar im wahrsten Sinne. Denn diese Trails sind aufgeständerte Wege ins Everglade Land. Nicht schlecht, aber unsere Paddeltour war besser!

Die Strasse aus den Everglades sind laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaang und gehen eigentlich nur geradeaus. OK, das hatten wir schon, aber soooooooooo lange geradeaus war noch nicht dran. Das beste war aber die "Dixie" Road, die ihrem Namen dummerweise grad keine Ehre machte, obwohl wir es doch gut gefunden hätten. Denn eines ist echt doof hier. Das geht sooooo lange geradeaus, und es gibt quasi keine Rastplätze mit 'ner "Gelegenheit".

Wir haben es dann bis Key Largo ausgehalten, und haben dort erstmal das Visitor Center gestürmt. "Clean Restrooms" klang einfach zu verlockend. Nebenbei gab es von einer reizende älteren Lady noch ein paar Prospekte und Karten von den Keys.

Tja, und so sind wir jetzt kurz von den Keys, nein eigentlich ja schon drauf... Heute Nacht in Key Largo (wie verdammt noch mal hieß denn dieser Song...) und morgen dann auf nach Key West!

Juhuuuuu!

Schnie, Schna, Schnappi...

...oder was hier alles in die Friteuse kommt

Boa, war das fettig. Wir haben den Tip vom Hotelier angenommen, und sind zur Oyster Bar zum Abendbrot. Deren Spezialität sei frittierter Fisch. Klang jetzt gar nicht sooooo schlecht.

Angekommen, ausgestiegen, jaaaaaaaaaa, da drinnen wird frittiert...

Ok, trotzdem rein in den Laden. Der hatte irgendwie seinen eigenen Charme. Überall an den Wänden hingen so Sprüche, wie „Oh, ich wünschte ich hätte zwei Männer auf einmal: ….einen der kocht, und einen der putzt....“ Ok, vielleicht war die robuste Dame, die meine Kreditkarte entgegen nahm doch die heimliche Big-Mama von dem Laden. Ihre Männer hatte sie dann aber wohl gut im Griff.


Aber vor dem Bezahlen kommt das Essen. Erstmal aussuchen, was es denn geben soll. Meine Wahl waren die „Grouper Fingers“. Fish Fingers sind quasi Fischstäbchen und Grouper ist Barsch. Konnte also nicht viel falsch laufen. Dass die von hier waren hat man tatsächlich geschmeckt. Mann hat den Moddergeschmack deutlich 'raus geschmeckt. (Fast so wie ein Brassen aus 'nem Moorteich).

Ansonsten harmlos.


Nicole war deutlich mutiger. Damit die Jungs morgen früh mal gleich wissen was los, wurde der „Alligator Basket“ geordert. Basket heißt ja nur so ein kleiner Korb mit Papiereinlage, unten Fritten drin, und oben... genau: ALLIGATOR. Auf der Speisekarte war noch eine kurze Erklärung, wie das so schmecken sollte, schien also recht normal zu sein so ein Viech zu verputzen. Irgendwann kam das Essen dann, und der Alligator wurde probiert. Das einzige was Nicole nicht mochte war der Senf, der dazu gereicht wurde (Senf mag sie aber sonst auch nicht). Ich habe auch ein Stück frittierten Alligator probiert. Schmeckte jetzt nicht so besonders. Ich vermute allerdings auch, dass der nicht wirklich eine gewürztechnische Behandlung erfahren hat. Naja, Haken dran.

Auf der Speisekarte standen allerdings auch noch andere Sachen, die es bei uns jetzt so nicht geben würde. Frittierte „Everglade-Froschbeine“ und Schildkröte. Hmmmm, mag ja sein, dass die hier genug von haben und das gerne mögen. Bei uns eher nicht so angesagt. So ist das eben mit den anderen Ländern und den Sitten.


Ich glaube ich nehme morgen mal einen Salat....

Samstag, 25. September 2010

Everglades - das Land der Libellen

Nicoles Brille:

Libellen sind grausam angsteinflößende Tiere, jedenfalls für mich. Somit bin ich in einem Ort, wo die Libellen Fussballgröße haben genau richtig! Ich freue mich jetzt schon auf die 7. 30 Uhr Kajaktour durch die Mangroven morgen. Laut David, unserem Hotellier, kommen dann auch Mosquitos groß wie Fussbälle :-) Aber wir haben DEEEEEED! Das hilft...

Wir sind in Everglade City angekommen - einem Örtchen im Nichts in einem sehr niedlichen Ökohotelchen! Eigentlich lädt das hier zum Verweilen ein, aber unsere Rundreise treibt und schon morgen weiter in Richtung Keg Largo.

Wir sind morgens direkt aus Sanibel losgebraust und wollten direkt durchgefahren. Da meine olle Sonnenallergie, meine Halsschmerzen und meine tränenden, geschwollenen Augen aber irgendwie über Nacht nicht verschwunden waren, mussten wir doch noch mal in den Supermarkt  - Drogen und Kortisonsalbe kaufen!  Und wir haben es  - das Wundermittel! Hilft gegen alles, aber macht einen leider komplett Watte im Kopf.
Guter Stoff!

Somit habe ich das wieder bleiben gelassen und mir stattdessen einen ordentlichen Hut gekauft. Somit sehe ich aus wie eine Einheimische und falle nun überhaupt nicht mehr auf. Und die Sonne kann mir wenigstens im Gesicht nichts mehr anhaben! Für morgen habe ich mir ein blaues langärmeliges Nachthemd als Bluse gekauft. Damit bin ich dann komplett "Sonnensicher". Ha! Das wäre doch gelacht!

Ich mit meinem neuen Hut!
 
Weil ich so ein bisschen wattig im Kopf war, als wir ankamen, haben wir beschlossen keinen klassischen "Swamp" Walk mehr zu machen - kommt morgen nach den 3 Stunden Kajak- sondern nur eine kleine Schifffahrt durch die 10.000 Inseln der Everglades. Diese liegen an der Schnittstelle vom Chokoloskee River zum Golf von Mexiko. Da keine Saison ist sind die mit einem riesigen  30 Personen Boot und nur für uns losgebraust. War klasse - wir haben Fischadler, Pelikane in verscheidenen Farben, Delfine und den Popo von einem Manatee ganz von Nahem gesehen.  :-) Nach 1,5 Stunden Natur gucken wieder ins Hotel...bloggen und dann in eins der drei Restaurants am Ort...und in allen gibt es Fisch. Yummie!

 

Mangroven, Kajaks und Rundschwanzseekühe

Oh... (kleiner Einschub). Gestern konnte ich nicht anders und wir haben jetzt diese Dosenüberzieher... ;-) Jetzt gibt es beim Trinken nicht mehr so kalte Finger...
(Einschub Ende.)




Wir sind wieder runter von Sanibel Island. Quasi wieder auf dem Festland, oder wie man diesen Ort hier inmitten der schwammingen Grasseen bezeichnet. Wenigsten die Fussgängerwege (wenn vorhanden) und die Strassen sind fest.

Auf dem Weg hierher waren wir in einem WalMart Superstore. Die haben neben Nicoles bunten Pillen (So wie die aussehen, sollte ich vielleicht auch mal eine versuchen..) so ziemlich alles. Sogar Autoreifen, und zwar große! Nur leider keine Aqua-Schuhe in meiner Größe. Mist!

Dann haben wir noch mal in Napels nach dem "Historic Distric" geguckt, nur um sicherzugehen, ob der hier auch so "alt" ist, wie der den wir schon mal gesehen haben. Jepp! Willkommen im Historic District, und das erste Haus was kam war von... "1921". Aha, also können wir uns die weiteren "Historic Districts" wohl wirklich sparen. Dann sind wir kurz weiter zum Strand, um mal zu schauen, was wir verpasst haben, als wir auf Sanibel waren. Der Strand war OK, aber irgendwie war unser kleines Hotel doch besser.

Am Strand von Napels gab es allerdings dann doch noch ein kleines Highlight. Als wir auf dem Pier waren, und den Leuten so beim Angeln zugeguckt haben, sahen wir unsere ersten Delphine hier. Sollten heute jedoch nicht die letzten sein.




Für heute Nacht sind wir im Ivey House in Everglades City. Nachdem ich den netten Herrn vom Hotel hier gestern Abend am Telefon erstmal ordentlich verwirrt habe mit wilden und wirren Datumsangaben, hat dann aber doch noch alles geklappt. Anrufen war ausnahmsweise mal notwendig, weil wir rausbekommen wollten, ob die Kajaktour irgendwie buchbar sind, obwohl wir nur eine Nacht bleiben wollten. Nach ein paar Minuten stellte sich raus: Es ging! Zwar nicht so wie im Internet angepriesen (das wäre dann heute Nachmittag gewesen), sondern morgen früh. Und so starten wir morgen früh (für Urlaub früh) um 7.00 Uhr zu einer Kajak-Tour durch die Everglade-Mangrovenwälder. Mal sehen wie dicht sich die Alligatoren so rantrauen... Glücklicherweise haben wir einen Late-Check-Out bekommen, so dass wir nach der Tour noch mal aufs Zimmer können, um kurz zu duschen...

Just kommen wir zurück von einer Tour durch die "Tenthousand-Islands". Das ist das Gebiet hier quasi vom Ende der Everglades bis zum Golf von Mexico. Brackiges Wasser mit ganz vielen klitzekleinen Inseln, die eigentlich nur von Mangrovenbäumen bewachsen sind. Dazwischen muss man langsam fahren, denn da wohnen die Manatees. So 'ne Art Seekuh. Auf Deutsch: Rundschwanzseekuh -> Klick: Wikipedia Wir haben tatsächlich welche gesehen, allerdings nicht wirklich fototauglich. Dazu gab es aber noch einmal Delphine, die erst vor dem Boot auftauchten und dann kurz direkt neben dem Motor auf der Welle gesurft sind. Vögel gab es auch reichlich: Weisskopf-Adler, Seeadler, Fischreiher und Pelikane. Toll!

Gleich gibt es noch Abendbrot, und dann ab ins Bett, damit wir morgen früh fit sind für die Paddeltour durch die Everglades!

Freitag, 24. September 2010

Die "elektronische Mobilitätshilfe"

...oder eben auch "Segway". Ein einachsiger elektronisch stabilisierter Elektroroller. (klick -> Wikipedia)Sieht kompliziert aus, ist es aber nicht! Wir sind drauf gestiegen (natürlich nachdem wir das Sicherheitsvideo angesehen haben, und unterschrieben haben, dass niemand haftet, wenn uns was passiert) und los gings. Einfach zu lernen, einfach zu fahren! Und macht einen Höllenspaß, wenn man den Bogen erstmal so richtig raus hat. Das dauert eine Viertelstunde. Und dann nahm Rian (unser Führer auf der knapp zweistündigen Tour über die Insel) den Geschwindigkeitsbegrenzer raus. Ab da waren wir schneller als 6 miles per hour. Ganze 12(!) mph waren jetzt möglich. Naja, Raserei kann man das jetzt auch noch nicht nennen, ist aber schon ganz nett. Wir fuhren so hier und da zu kleinen netten Örtlichkeiten und Rian erzählte uns eine Menge über die Insel, die Flora und auch die Faune. Nein, die "Alligator" Schilder stehen hier nicht nur für die Touristen zum gruseln, er hatte sogar schon mal einen "sich etwas zum Abendbrot" besorgen gesehen. Die größeren (größer als 6 Fuß, also knapp 1,8m werden aber eingefangen und in die Everglades gebracht. Super! Das ist unser nächster Stop.

Wir sahen Bäume mit Sternfrüchten, Limonen, und Grapefruits. Wächst hier einfach so... Cool! Wir haben zwei Sternfrüchte mitgenommen, die sogar hier im Laden $5 kosten sollen. Die liegen jetzt im Kühlschrank und werden heute abend mal probiert. Die Papaya und Mangos waren leider noch reif. Hätte ich gerne mal probiert...



Meine bange Frage, nach dem Regen gestern, ob wir denn auf der Tour trocken blieben, beantwortete Billy (dem gehörte der Laden und die Segways) nach kurzem rumgeklicker in seinem Computer mit "Jepp, you're safe until 3 p.m.!" Vielleicht sollte er mal seinen Bildschirm säubern, denn dieser eine dunkele Fleck auf seinem Bildschirm waren die Regenwolken, die uns dann zwischendurch doch wieder nass werden liessen. Machte diesmal aber gar nix, denn erstens waren die Segways kurzschlusssicher, und hatten überdies vorne einen wasserdichten Rucksack dran. Kamera und Telefon da rein, alles war gut. Einen Kommentar gab es allerdings doch von Rian in Richtung Billy als wir wieder zurück waren. Der zuckte aber nur kurz mit den Schultern mit dem Hinweis. "Es war aber nur ein kleiner Fleck zu sehen". Jaja..

(Mein Schlau-Telefon funktioniert übrigens wieder, ich hab es heute aber mal in der etwas trockeneren Klimaanlagen-Luft gelassen und nur das etwas robustere mitgenommen.)

Nicoles undankbare beginnende Sonnenallergie (äußerst unpraktisch hier in Florida) versuchen wir mal mit dem eben gekauften hochdosierten Kalzium und etwas Cortison-Salbe in den Griff zu bekommen. Die Supermärkte hier sind aber gut sortiert. Alles was es bei uns nur in der Apotheke, oder teilweise auf Rezept gibt, kann man hier so im Supermarkt kaufen. Nicht schlecht. Bei mir ist alles gut, ich sitze gerade am Pool und lass mir die Sonne auf den Rücken scheinen. Herrlich!

Der etwas größere dunkele Fleck, der für drei Uhr angekündigt war, ist just vorbei, da hat es hier mal kurz ne halbe Stunde geregnet und gedonnert. Nu ist aber alles wieder gut. Toll ist ja, dass es zwar regnet, aber es dabei nicht kälter wird. Wenn es bei uns bei Regen immer um die 30°C wären, würde ich Regenwetter spontan gut finden! Wenn die Sonne scheint, kommen alle wieder raus und genießen die Sonne. Sogar die vielen kleinen Echsen, die hier überall rumpesen sind wieder da.