Am
letzten „echten ganzen“ wollten wir noch einmal in das Anaga
Gebirge. Das liegt im Norden und bietet noch einmal eine ganz andere
Landschaft als bei uns in der Ecke in der Nähe des Teide. Das
bedeute aber auch noch einmal Auto fahren, bis Santa Cruz, und noch
ein Stückchen weiter. Nachdem sich mein Garmin-Navi endgültig
verabschiedet hatte (Boot-Loop), sind wir auf die Trulla aus der
osmAND App gewechselt. Die ging auch so leidlich, wir haben uns nur
ein oder zwei mal kurz verfahren. Ich möchte schon gerne mal wissen
wieviele Unfälle an den Autobahnauffahrten so passieren (vor allem
mit Touris). Da muss man höllisch aufpassen, weil just wenn man
darauf ist, kommt noch einmal ein Vorfahrt achten Schild und ein
Einheimischer von links oder rechts. Aber na gut, die Autobahn
schmiegt sich die meiste Zeit an den Berg an, da ist dann halt auch
nicht so viel Platz für Ein- und Ausfahrten wie bei uns.
Egal.
Wir sind auf jeden Fall dann App-Unterstützung in Las Carboneras
angekommen. Dort ging es dann wieder mit App-Unterstützung durch den
Wald und die Berge zu einem kleinen Bergdorf namens Chinamada. Dort
gibt es keine so richtigen Häuser, sondern eher so Höhlen mit
kleinen Vorbauten. Der größe Teil der Wohnfläche befindet sind als
Höhle im Berg. Dort angekommen, war eine kleine Stärkung fällig,
natürlich in einem Höhlenrestaurant.
Gut
gestärkt wanderten wir weiter durch das Dorf. Das war einfach, denn
so ein richtiger Geheimtipp ist das trotz der abgelegenen Lage nicht
ganz. Dafür gab es aber ein recht imposantes Panorama und Blick auf
das Meer aus knapp 600m Höhe. Die Bilder können das Panorama nicht
wirklich so gut wiedergeben. Es war schon echt super, und wir waren
froh, diesen Ausflug am letzten Tag noch gemacht zu haben.
(Heute gibt es noch mal viele Bilder, immer weiter scrollen...) ;-)
(Heute gibt es noch mal viele Bilder, immer weiter scrollen...) ;-)
Zurück
ging es dann wieder durch Wald und Berge. Fast ein bisschen wie Harz,
nur mit Palmen und Blick durch die Schlucht auf Meer. ;-)
Auf
dem Weg aus dem Anaga Gebirge zurück haben wir es noch mal bei den
Pyramiden von Güíma probiert. Diesmal mit Erfolg! Es war noch
offen. Die Anlage ist doch größer als man von außen sieht.
Ausgebuddelt und wissenschaftlich betreut wurden die Pyramiden von
Thor Heyerdal. Daher war ihm und seinen Expeditionen mit der Kon-tiki
und Ra-2 auch ein großer Teil der Ausstellung gewidmet. Man konnte
viel über Pyramiden und deren Bedeutung in der ganzen Welt lernen,
genauso wie über die Überquerung des Atlantiks mit -aus heutiger
Sicht- Nussschalen. Ebenso über Fauna, Flora und Geschichte von
Teneriffa.
Wir
hatten uns aber in Santa Cruz ja schon im Naturkundemuseum umgesehen,
und wussten daher schon gut Bescheid. Wer mal vor der Entscheidung
steht was soll ich besuchen. Das Naturkundemuseum ist billiger und
drinnen (falls es doch mal regnen sollte). Die Pyramiden sind etwas
teurer und überwiegend draußen. Außer den Guanchen-Mumien bieten
die Pyramiden aber mindestens die gleichen Infos (plus die Pyramiden
natürlich, die fehlen in Santa Cruz natürlich).
Damit
es am Abreisemorgen nicht allzu lange dauern sollte, haben wir den Papierkram
schon am Vorabend erledigt. Die Rechnung fiel trotz der regelmäßigen
Abendessen im Hotelrestaurant und Massagen doch nicht so hoch aus wie
erwartet.
Abendessen,
Koffer packen und ab ins Bett. Ein bisschen früher raus als die
letzten neun Tage. Dafür gab es aber auch ein fantastisches Bild von
einem Sonnenaufgang über den Wolken, die wie Wattebäuschen etwas
tiefer hingen. (Das finde ich ja nach wie vor hervorragend!).
Wir
waren super-pünktlich mit reeeeiiichlich Zeit am Flughafen
angekommen, die Auto-Rückgabe schnell und unkompliziert erledigt. Da
die Check-in Schalter noch nicht geöffnet hatten, haben wir uns mit
einem kleinen Snack und Kaffee für die Dame in ein Bistro gesetzt.
Nachdem wir in Ruhe aufgegessen hatten, gingen wir zu den Check-in
Schaltern. Schalter 13 bis 19 sollten geöffnet sein. Das müsste
eigentlich für die 180 Leute, die in einen Airbus A320 passen locker
reichen. Dachten wir. Denn erstens hatte man von uns unbemerkt den
Inhalt von einem Dutzend Reisebussen in das Terminal abgeladen, und
zum anderen Standen die alle(!) vor „unseren“ Niki (Airberlin
hatte es vorgezogen nur die Tickets zu verkaufen, aber nicht selbst
zu fliegen) Schaltern an. Hmmmm.
Öööööhhhhhmmm,
soviele Leute passen doch gar nicht in einen A320. Merkwürdig.
Anstellen mussten wir trotzdem hinten. Und zwar soweit hinten, dass
quasi keine Leute mehr quer durchs Terminal gehen konnten. SO VOLL!
Naja, irgendwie ging es sehr langsam vorwärts und die üppige
Zeitreserve schmolz dahin. Nun gut, dachten wir, die fliegen schon
nicht ohne uns los. So auf halben Wege konnten wir dann auch
erkennen, dass wir am Schalter 19 eigentlich nur unser Gepäck
aufgeben konnten. Der Schalter war eigentlich nur für die bereits
online eingecheckten gedacht. Wir beschlossen es trotzdem zu
probieren. (Die Herrschaften vor uns im übrigen auch.)
Ich
hatte fünf Meter weiter hinten bei einem dänischen Jungen Pokémon
auf dem Telefon gesehen, Schwupps war für Nicole die Warterei halb
so schlimm. Nach fünf Minuten hatte sie die Arena
erorbert/erkämpft/besetzt, was auch immer man da machen muss… Der
dänische Junge versuchte wild tippend das wieder zu ändern. Er
blieb erfolglos… ;-)
Die
Schlange schon sich langsam vorwärts, und auf einmal wurde es
hektisch. Graz?!? Salzburgo?!? riefen ein paar aufgeregte Damen und
verteilten sie sich darauf hin meldenden Menschen auf die gerade
freien Schalter. AHA! Da standen also der kommende Inhalt von gleich
Fliegern zum Check-in an. Das war des Rätsels Lösung. Ruhiger und
entspannter wurde es nicht, denn so langsam wurde auch die Zeit für
unseren Flug knapp. Das wird ja nicht besser, wenn Graz und Salzburgo
mal eben vorgezogen werden. Somit störte es dann auch keinen mehr,
dass wir gar nicht web-eingecheckt waren, und wir bekamen unsere
Bordkarten. Die wollten einfach nur noch fertig werden.
Sicherheitskontrolle und weiter zum Gate.
Dass
bei dem Trubel der Abflug dreissig Minuten später erfolgte, war dann
auch kein Wunder mehr. Der Flieger war anders als beim Hinflug
wirklich bis auf den letzten Platz ausgebucht.
Beim
Abflug gab es dann noch einmal schöne Aussichten auf die Insel und
den Teide. Irgendwo über dem Atlantik ist dann nicht nur Nicoles
ebook in den Schlafmodus gegangen, sondern Nicole und ihre
Sitznachbarin auch gleich mit.
Der
Rest in Hamburg ging dann flott, Koffer vom Laufband, zum Parkplatz
und ohne Serpertinen auf einer staufreien Autobahn zurück. Hund
abgeholt, Pizza bestellt, Koffer ausgepackt, Feierabend!
Zusammenfassung: nächstes Mal machen wir auch online-check-in, und
Teneriffa ist eine Reise wert!



































