Heute ging es auf den Vatnajökull. Wir waren zeitig am Besucherzentrum, haben kurz geprüft wo wir uns später einfinden müssen und hatten dann noch etwas Zeit. Film angucken, einen Happen zu Essen kaufen und noch einen oder zwei Kekse in der Sonne essen.
Dann ging es endlich los. Füsse vermessen für die Steigeisen, und Eispickel abholen. Mit einem alten amerikanischen Schulbus ging es dann zum Fusse des Gletschers. Auf dem Weg zum Eis musste die Gruppe, die morgens aufgebrochen war, Ihre Helme und Klettergurte hergeben, damit uns im Falle des Falles (also der eines Steines) die Birne nicht matschig wird, und wir aus der Gletscherspalte gezogen werden können.
Wir sind von ganz unten an der Geröllkante eingestiegen, und dann über zwei Ebenen bis ganz dicht ran an den sogenannten Eisfall. Kann man sich vorstellen wie einen Wasserfall, nur mit Eis und viiiiiiiiiiiieeeeeeeeel langsamer. Zwei Jahre lang jeden Tag ein Foto und man sieht was. Obwohl sich der Gletscher mit ca. einem halben Meter am Tag fortbewegen soll. Nun denn soviel Zeit hatten wir nicht. Also sind wir drauf rum gekrabbelt, immer unter den Augen unseres Guides. Der hieß Cuba, hatte heute Geburtstag und war auch noch Deutscher. Gekommen ist er aber vor 11 Tagen aus Neuseeland, wo er vorher Gletschertouren geführt hat. Und demnächst will er weiter nach Alaska. Sachen gibt's.
Die Tour war aber auf jeden Fall ziemlich spektakulär. Das ist schon ziemlich gewaltig, da auf dem Eis rumzulaufen. An einer Stelle soll es sogar 300m dick sein. Könnte sich mit meinen GPS-Daten decken. Die wiesen eine Höhe von 391m aus, und der Fuss des Gletscher lag nicht ganz auf Meeresniveau.
Vor einigen Jahren (1996) gab es mal einen Vulkanausbruch unter dem Gletschereis. Das ist eine echt blöde Sache, denn dann macht Eis das was immer macht bei Wärme. Schmelzen! Und das in echt großem Umfang. Wir sind kilometerweit durch das sich ergebene Flussdelta gefahren, diverse Brücken hat es damals zerrissen, und der Fluss war hinter dem Amazonas der zweitgrößte Fluss der Welt. (Gemessen an den Wassermassen). Das hielt aber nur ein paar Tage, und dann gingen die Fluten wieder zurück. Glück gehabt. Als wir da langfuhren, war alles friedlich und die Strasse samt Brücken in einem Stück und da wo sie hingehörten!
(Die sehenswerten Bilder inkl. GPS Track folgen, sobald wir etwas bessere Internetanbindung haben)
Nachtrag von heute morgen:
Heute morgen gab es nicht nur Kaviar aus der Tube (nicht für mich, stand aber auf dem Frühstücksbuffet), sonden auch Magarine mit Pilzen. Dachte ich jedenfalls. War es aber nicht. Nicole meinte, dass das wohl eher Schmelzkäse wäre. Machte aber nix. Machte sich nämlich gut unter dem Ei auf dem Toast. Mitten auf dem Gletscher ist mir dann (aus welchem Grund auch immer) eingefallen, dass wir in dem "for guests" Kühlschrank nicht unseren Notfall-Käsevorrat, sondern auch noch eine Dose Bier vergessen hatten. Nun denn, freut sich der Nächste!
Hier jetzt als Nachtrag die Bilder:
| Da geht es gleich rauf! |
| Das ist eine Gletschermaus! Ein rundherum bewachsenes Moosknäuel. Dauert pro Seite nur 20 Jahre bis es so flauschig ist... |
| Für alle Mädels... Das "aaaaaaaawh" Schneefeld... ;-) |
| Suchbild für die Mädels: Such den Chippendale! ;-) |
Ich hoffe die Finger waren warm, Freddy.
AntwortenLöschenIn der Tat haben die neuen "Icewear" Handschuhe gut geholfen! Ich brauchte sie nur im Rucksack mitnehmen und schon hatte ich warme Hände! ;-)
LöschenHeute allerdings, beim Snowmobil fahren habe ich sie wirklich gebraucht! (Wir tippen grade dran!)
In der Tat haben die neuen "Icewear" Handschuhe gut geholfen! Ich brauchte sie nur im Rucksack mitnehmen und schon hatte ich warme Hände! ;-)
LöschenHeute allerdings, beim Snowmobil fahren habe ich sie wirklich gebraucht! (Wir tippen grade dran!)
Was macht der nackte Mann da???
AntwortenLöschen...der hat für die Gäste der Gletschertour den Weg freigehackt. (Echt!) Da sich der Gletscher ständig ändert, müssen auch die Routen und Wege immer wieder angepasst werden. Warum GENAU er jetzt dafür das unumstritten vorhandene Sixpack zeigen musste, bleibt unklar.
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