Donnerstag, 29. September 2022

the Eppstein project

Hipper Name für hippe Leute. Aber der einzige Campingplatz in der Nähe der Tierklinik. Liegt ein wenig im Nichts. Alle Plätze in Terrassen angeordnet. Wir sind ganz unten, hatten wir so gewünscht, weil wir Freitag am Morgen sehr früh los müssen und man die Plätze oben oft nur mit Traktor Hilfe erreicht. Nachteil - zum Sanitärhaus sind es ca. 80 Höhenmeter. Kein Problem für Hipster, aber ich bin nach meiner, noch nicht komplett kurierten, Bronchitis etwas sehr kurzatmig und stumpf klitschnass geschwitzt, wenn ich da oben bin. Gut das wir alles an Board haben.
Gestern haben wir nach der Ankunft unser neues Vorzelt aufgebaut, wir sind ja für
mehrere Tage hier, da lohnt der Aufwand. Unsere Parzelle ist miniklein, aber das sollte noch passen. Es ist die Premiere, Zeit für einen Testlauf zu Hause war nicht mehr. 

Aber 8 Scheidungen und 2 Stunden später stand es dann. In den Bewertungen stand eine Aufbauzeit von 10 bis 30 Minuten, vielleicht hätte eine Aufbauanleitung geholfen, aber weil ja alles so einfach ist, wurde diese vom Hersteller einfach weggelassen. Nach dem ersten Versuch geht es bestimmt schneller.

Es ist wirklich praktisch mit Hund, wenn man vor der Tür noch was trocken stehen lassen kann. Das Zelt hat auch einen wunderbaren Vorteil, man kann mit dem Wohnmobil wegfahren und es bleibt eigenständig stehen. Dieses Feature habe wir heute ausprobiert, nicht nur das wegfahren, auch das wieder ran fahren. Besser als morgen früh ein Drama erleben. Klappte alles auf Anhieb, nach dem Aufriss gestern waren wir sehr verduzt. Kann also morgen früh losgehen.

Gestern nach dem Zelt wollten wir etwas essen gehen. Pizzaria in 2,5 km klingt machbar für Bronchitis und fußkranken Hund. Munter los, auf der gesperrten Bundesstraße, keine Höhenmeter und direkter Weg waren der Plan. Kurz vor dem Ziel kam die Baustelle und ein Mann der uns zurück geschickt hat. Wir sind dann einen anderen Weg über Wiesen und direkt an einer Bundesstraße ohne Fußweg gegangen. Hatte was von Survival Training. Gelandet sind wir in einem Restaurant, das wohl eher ein Pizzadienst ist. Wir waren die einzigen Gäste und man nicht den Eindruck, daß sich viele Menschrn dorthin verirren. Ich war hustig und schwitzig, das Lokal, wie es sich gehört, nicht geheizt. Also fröhlich in Jacke gegessen. Aber die hatten indisches Essen. So lecker, war wirklich klasse. Nach Hause wollten wir im Dunklen nicht über die Wiesen, somit hat ein sehr netter Taxifahrer ein paar Euros verdient.

Heute bin ich fast überhaupt nicht raus gegangen, meine Erkältung hat neuen Anlauf genommen und ich bin schlapp. Freddy fand ein Tag Ruhe sei gut, ich war brav. Das ist ja auch schon ein Zeichen. Zur Belohnung gehen wir gleich im anderen Nachbarort essen. Damit nichts passiert, ist Freddy die Strecke heute schon Probe gelaufen. 😍
Ich überlege schon, ob ich den Wildkräutersalat mit Kräuterseitlingen nehme oder die gebratene rote Beete...


Dienstag, 27. September 2022

Gewürzgurken genießen, Gegend Guxhagen

Heute war der erste Tag der 2022er WoMo Tour. Erster Stopp: Fuldaschleife bei Guxhagen.
Gerne gefahren, gegen Gegenwind. (Gnihihi Klick -> https://youtu.be/CNgXH605b-s der kam mir in den Sinn, auch wenn Guchagen entgegen meiner Erinnerung gar nicht vorkommt)

Hierhin hat es uns verschlagen auf dem Weg zur Tierklinik bei Hofheim. Dort wird Wencke einmal ordentlich auf den Kopf gestellt, damit wir vielleicht mal herausbekommen, was sie denn hat. Naja, schauen wir mal. Den Termin haben wir erst am 30.09. Aber gerade noch rechtzeitig vor der neuen Gebührenordnung für Tierärzte. Die tritt am 01.10. in Kraft. Billiger wird es damit nicht. Also gerade noch rechtzeitig den noch günstigen Tarif nutzen.

Zwischen dem wunderschönen Stellplatz hier direkt am Fuldaufer und zu Hause liegen allerdings bei Nutzung der A7 die Kasseler Berge.
Wie wir ja schon von der Tour in die Toscana wissen, ist das Rentner WoMo nicht unbedingt eine Berggemse. Aber wir mussten nicht auf die Kriechspur, sondern konnten tatsächlich an den LKW vorbei fahren. Nun gut, der Gasfuss steckte tief in der Ölwanne und der Gang wurde auch immer kleiner, aber wir haben es geschafft.

Nach der Abfahrt von der Autobahn ging es noch ein bisschen durch Baustellen und enge Straßen (die Anfahrt zum Platz für Gespanne über 12m ist separat ausgeschildert).

Der Zugang hier funktioniert komplett digitalisiert. QR Code von der Buchung an der Schrank vor das Lesegerät, und Zack ist man drin.
Buchen geht bei Verfügbarkeit auch noch, wenn man direkt vor der Schranke steht.Wir hatten aber schon vorgebucht. Der Platz „U14“ sollte es sein. Direkt am Ufer der Fulda.sehr schön!


Morgen geht es aber auch schon weiter Richtung Hofheim. „The Eppstein Project“, so heißt der Platz. Klingt ein bisschen abgefahren, liegt aber tatsächlich mitten in Deutschland. Dort bleiben wir dann ein paar Tage.
Wie es da so ist? Wir werden berichten!