Dienstag, 22. März 2011
Bali rückt näher ran, meine Bikinifigur weiter weg und der Stress geht langsam los!
1. Schüssler Salze gegen Sonnenallergie lutschen (ich werde berichten ob sie geholfen haben!) Helfen Sachen die nach nichts schmecken eigentlich auch nichts?
2. Neue Sommerkleider kaufen, die alten sind im Winter eingelaufen - immer wieder ärgerlich dieser Effekt!
3. Um das wichtige Thema Schuhe habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht - KATASTROPHE!
4. 20 kg bis Karfreitag abnehmen - ein Klacks! Wenn es klappt entfällt der folgende Punkt :-)
5. Doch vorsichtshalber probieren eine Schwimmburka irgendwo her zu kriegen - Indonesien ist doch muslimisch und eine Schwimmburka würde mir und meinem Verhältnis zu Badeanzügen sehr entgegen kommen.
...ihr seht ich bin im Gegensatz zu meiner besseren Hälfte schon voll im Stress!
Aus Florida wird weltweit...
"Nicole und Freddy unterwegs" fanden wir ganz passend, wo wir doch auch mal woanders als nach Florida hinfahren...
Und daher bitte die neue Adresse merken:
http://nicoleundfreddyunterwegs@blogspot.com
Unter dieser Adresse führen wir den Florida Blog weiter, mit weltweiter Berichterstattung. ;-) (Naja, so weltweit wie wir halt rumkommen)
Weiterhin viel Spaß beim Lesen!
Sonntag, 3. Oktober 2010
Wieder da!
Montag morgen 6:49...
Zumindest schon mal in Frankfurt sind wir wieder. Denn da warten wir jetzt auf den Flieger nach Bremen.
Na, wie war's? Könntet Ihr uns jetzt frage, aber das meiste wisst Ihr ja schon. Na, wie war's könnten wir auch Euch fragen. Ich hoffe wir haben Euch mit ein paar netten Geschichten ein wenig unterhalten können.
So insgesamt betrachtet war es auf jeden Fall mal witzig. Als Erstbesucher in die Staaten zu fliegen war schon spannend. Und manchmal sind dann auch profane Dinge etwas knifflig. Das fängt an bei der Bedienung einer Zapfsäule, geht über die richtige Benutzung der Kreditkarte (Debit or Credit, oder doch den fünf(?)stelligen Code, bis zu der Frage wieviel Tip man den bloß für den Guide bei der Paddeltour spendiert hier im Land des Trinkgeldgebens. Na, wir haben uns hoffentlich nicht also auffällig danebenbenommen. Hinter uns her gerannt ist jedenfalls keiner. Aufpassen muss man nur bei der Rechnung, denn manchmal sind schon 15 oder 18 Prozent einfach schon mal auf die Summe draufgeschlagen. Dann noch mal 20% oben drauf und man ist des Kellners Freund. Eines ist auf jeden Fall sicher: Wenn wir hier noch mal herfahren stecke ich mir vorher noch mehr Ein-Dollar-Scheine ein. Die gehen weg wie warme Semmeln, und weil man fast jeden Automaten auch mit den Dinger füttern muss, und für Trinkgeld auch ständig welche braucht, kann man fast gar nicht genug davon haben. Allerdings muss man auch lobend erwähnen, dass die Benutzung einer Kreditkarte (wenn man das Credit / Debit Problem durchschaut hat) in den Staaten wirklich unkompliziert ist. In manchen Läden braucht man nicht mal unterschreiben, Karte durchziehen, bitte sehr, fertig. Und man muss nicht vorher fragen ob die Läden auch Kreditkarten akzeptieren. Sie tun es einfach!
Was das Beste war? Ich schwanke zwischen NASA und Paddeltour in den Everglades, habe mich aber grade für die NASA entschieden. Das war großartig! KSC Weather? Go! OK, STS-365 you are GO for launch! Kriege ich spontan schon fast wieder Gänsehaut bei. Schade, dass sie das Shuttle erst ein paar Tage später aus der großen Halle gerollert haben. Das Shuttle auf der Rampe stehen zu sehen, wäre bestimmt toll gewesen. Nun gut, ich hab's ja durch die offene Tür gesehen. Das untere Fünftel jedenfalls. Wenn Ihr mal zur NASA fahrt, unbedingt die KSC Discover Tour mitmachen. Das ist die Tour, wo man mit dem Bus über das riesige Gelände gefahren wird. Weil das alles Sperrgebiet ist, kommt man sonst auch nicht dichter an die Startrampen ran, als mit dieser Tour. Außer man ist Astronaut. Aber das wird wohl so schnell nix mehr. Schade eigentlich. Aber wer weiß, den echten Astronauten den wir getroffen haben ist auch erst Ende Dreißig und Anfang Vierzig nach oben gekommen, als Mission Specialist. Als der Nutzlastbetreuer von dem Teleskop, was er, bzw. seine Firma gebaut hat. Wenn die da oben also mal ein Umspannwerk brauchen, ich wär dabei! Bis jetzt letzte Starttermine für das Shuttle: 1. Novemer 2010 und 27. Februar 2011. Eventuell gibt es noch einen aller-aller-letzten Flug, STS-135, aber da muss der US-Kongress erst noch drüber abstimmen.
Die Paddeltour in den Everglades ist aber trotzdem ein echtes Glanzlicht gewesen, denn Alligatoren so ein paar Meter vom Kajak entfernt, das war schon was! Nur gut, dass der Guide uns vorher alles wichtige über Alligatoren erzählt hat. Was bestimmt auch gut ist, ist Shark Valley. Das haben wir aus gelassen, wäre aber die Alternative zum Paddeln gewesen. Da kann man dann mit dem Fahrrad auf einem Kurs durch die Everglades fahren. Einfach so! Kommen Alligatoren, einfach langsam weiterfahren. OK, das hatten wir schon geübt.
Aber beim Thema fahren muss man auch mal sagen, dass die Amis zwar ein bißchen gaga sind, was Autos angeht, aber beim Fahren relativ entspannt sind. Selbst in Miami war das Fahren nicht wirklich nervenaufreibend, und die Schilder auch nicht so verwirrend, wie beispielsweise in Bremen oder Hamburg. Da muss man ja schon vorher mal alle Stadtteile auswendig lernen, damit man durch kommt. Wie sich der Durchschnitts-Ami allerdings so in Berlin, Hamburg, oder Bremen beim Autofahren fühlt, so mit Handschaltung, und eng und so, würde mich schon mal interessieren. Denn die Straßen sind hier ja wirklich breit und großzügig angelegt. Sehr nett übrigens auch die Regelung, dass man als Rechtsabbieger bei roter Ampel nach dem Anhalten fahren darf. (Außer es wird ausdrücklich durch ein Schild verboten). Permanenter Grüner Pfeil quasi. Gute Idee!
Heute morgen haben wir denn auch gelernt, dass zu dichtes Auffliegen von der Flugsicherheit mit Durchstarten geahndet wird. Also eine Extra-Runde über Frankfurt, im zweiten Versuch hat's dann aber auch geklappt. Beim Aussteigen hab ich mal nachgesehen, es waren keine Cessna-Reste am Flugzeug zu sehen... ;-)
Der Nachtflug von Miami nach Frankfurt hat uns ja wieder in die heimatliche Zeit gebracht. Mal sehen wie das mit der inneren Uhr so klappt. Vorsichtshalber haben wir Dienstag ja noch mal einen Eingewöhnungstag...
Samstag, 2. Oktober 2010
Die Reichen und die Schönen...
Auf der Ducktour haben wir auf dem Ocean Drive
Wegen Nicoles Klimaanlageninkompalibilität (tolles Wort, nicht wahr?), waren wir vorhin noch mal kurz im Walgreens (diesem US-Rossmann) um für den Rückflug morgen so ne Art Wick MediNight für den Fall der Fälle zu besorgen. Und ein Abschlusstrunk
Freitag, 1. Oktober 2010
Green Plantains, Metro Mover und die verschobene Ducktour...
Gestern war ich ja den ganzen Tag ein wenig müde und hatte Magen - wegen vorgestern. Alles nur wegen dem einen Jägermeister im Willie T's - ganz bestimmt!
| Hier im Bild der schuldige Jägermeister! |
Der Ozean Drive...tja...nachdem wir vom Strand an die berühmte Straße zurück kamen und so über Architektur parlierten, gucken Freddy und ich uns an und sagten: "Hier ist gar nicht unsers, was machen wir bloss die nächsten Tage!" Naja, erst mal ein Steak essen gehen :-)
Danach sind wir nach Hause getappert und waren sooo froh das unser Hotel in der zweiten Reihe und unser Zimmer nach hinten raus ist. YEE-HAW, eins, zwei, drei, vier, YEE-HAW, eins, zwei, drei, vier... (Zitat - das dank meines Hutes aber passt) Bett und schlafen ...
Dieses Hotel ist unser erstes ohne Frühstück, also lange geschlafen und dann erst mal Kaffee mit unserem eigenen Mineralwasser gekocht. So kann ein Tag starten. Ohne Chlorkaffee! Leider sonst nur Chips in der Nähe, wir wollten ja außer Haus frühstücken. Gesagt, getan - wir werden uns heute uns mal mit Öffis durch Miami Downtown schlagen. Also an der Rezeption nach der nächsten Bushaltestelle gefragt und der besten Busroute. Die Lady konnte helfen und es ging los....vorher ein Pitstop in einem kleinen dominicanischen Diner mit Breakfast Schild. Hmmm und ich habe lecker green Plantains gegessen mit gebratener Salami, frittiertem Toast und zwei Spiegeleiern. Fein! Keine Ahnung was green Plantain ist, klingt aber Gemüse. Es kam grüner Kartoffelbrei mit angebratenen Zwiebeln. Schmeckte lecker, hat mich an Labskaus erinnert, alles gut. Freddy der Lump hat später allerdings nachgeguckt woraus der Brei war - nicht lustig! Erzählt er....mit Schadenfreude!
Nach dem Frühstück also mit dem Bus in die Stadt - ging völlig problemlos. In Miami selber gibt es den Metro Mover, eine Hochbahn, die sogar für alle umsonst ist. Aus Sightseeing Gründen sind wir einfach mal alle Strecken gefahren um festzustellen das Miami Innenstadt gar nicht so groß wie angenommen ist. 400.000 Einwohner - weniger als Bremen, aber Hochhäuser und Infrastruktur wie die Großen!!!!
| Man bedenke - Bremen hat mehr Einwohner! |
Beim rausgehen haben wr aber noch einen Laden für alle Shrimp-Liehaber entdeckt - original Babba Gump Shrimps :-)
Mit 300PS durch Miami!
Der Leihwagen war ja gestern schon weg, und so sind wir heute mit dem Bus nach Miami Downtown gefahren um uns dort ein wenig umzusehen.
Nanach sind wir dann gut motorisisert nach Downtown
Wieder rein in den Metromover, noch ne Runde "Outer Loop" gedreht und dann spontan doch noch ein Museum aufgesucht. Das "History Miami" war das Ziel der Wahl. Beim Bezahlen fragte ich nach dem "Triple-A Discount" (sowas wie unser ADAC) und wie waren nach kurzer Verwirrung des Mädels ("Triple-A?!?") an der Kasse für'n Dollar günstiger drin. Das Mädel fand im Gegensatz zu Ihrer Kollegin Deutschland mal ganz spannend. Ihre Kollegin und wir waren aber einer Meinung, nämlich dass es bei uns zu kalt sei. Die Fotoausstellung am Angang war nicht so super interessant, die Sonderausstellung zu Cowboys war schon spannender. Es gab auch O-Töne über so Ohrhörer, aber die Jungs hat mal ja mal gar nicht verstanden. Ich glaube die haben um Ihre heiße Kartoffel im Mund noch ein ganzes Paket Kaugummi gewickelt. Dann in die zweite Etage. Dort ging es bei 9.000 vor Christus los! Soviel Geschichte hatten wir bisher noch nicht zu Gesicht bekommen. Hier gilt ja ein Haus von 1920 schon als alt... Die Geschichts-Ausstellung war aber wirklich sehr interessant, denn es ging von den ersten Knochenfunden kontinuierlich weiter gen Gegenwart. Über die ersten Entdecker, die Kolonialmächte, den Bürgerkrieg, die 1920er bis kurz vor heute. Immer mit Floridabezug, und auch die Indianer und die Sklaverei haben sie nicht ausgelassen. War echt mal gut gemacht!
Wegen der fortgeschrittenen Nachmittagsstunde sind wir dann mit gut 300PS wieder nach Hause gedüst. Vorbei an den Kreuzfahrtschiffen, die man vom Bus aus sehen konnte. Drei Stück auf einmal. Nicht schlecht, ich glaube, das schafft nicht mal Hamburg.
Und wie immer um diese Zeit.... Ihr schlaft, und wir suchen uns was für's Abendbrot....
Donnerstag, 30. September 2010
...wie der Dollar an die Decke kam
Im Übrigen haben sich die meisten über den -in Key West- nicht wirklich wahrzunehmenden Sturm lustig gemacht. Alle machten lustige Bemerkungen, und flaxten rum.
Beim Thema Essen muss ich mal kurz alle beruhigen, die denken, Nicole würde tatsächlich Delphin essen. Dolphinfish gibt es hier zwar überall, und die Sandwiches heißen auch Dolphin Sandwich, ABER das ist nur lokale Bezeichnung für den Mahi Mahi, oder zu Deutsch "Goldmakrele" (klick -> Wikipedia). Hat absolut nix mit Delphin zu tun. Das nur noch mal zur Erläuterung...
Vormittags war ja Museumstag angesagt. Am frühen Nachmittag sind ein paar sehr nette Herren im besten Alter bei uns im Blue Parrot Inn eingezogen, die alle mit Ihren Motorrädern aus Georgia gekommen sind. Die meisten hatten natürlich eine Harley. Die hatten allerdings was von NICOLE (als dem Sturm jetzt), denn auf der Fahrt nach Key West sind 'se wohl tüchtig nass geworden. Nun denn, hat sie nicht davon abgehalten, gleich nachdem die Klamotten in den Trockner gewandert sind, in den Pool zu hüpfen. Offiziell mit einem Tonicwater ausgerüstet lungerten die dann im Pool rum und haben sich ganz nett mit uns unterhalten. Waren ganz nett die Jungs. Und Spaß hatten sie auch. Sie sprachen jedenfalls von einem interessanten Abend. Nun denn...
Wir hatten auch einen interessanten Abend. Wir haben sozusagen zum Abschluss in Key West noch einen kleinen gastronomischen Rundgang gemacht. Angefangen hatten wir auf dem Weg zum Sonnenuntergang im Sloppy Joes. Hemmingways Stammkneipe. Die hat zwar einen gewissen Ruf, konnte aber nicht überzeugen. Ob der Umbau dran Schuld war, oder das noch vorhandene Tageslicht.... So richtig umgehauen hat es uns jedenfalls nicht.
Also weiter. Sonnenuntergang gucken. (siehe oben). Beim Besuch dieses Kuriositäten Gedingse, Ripleys "Belive it, or not" ging der Ausgang zum "Hog's Breath" raus. Also das ganze noch am Abend angucken. Das war schon besser. Mit Livegesang von einem stabilen Kollegen mit Gitarre, den man beim besten Willen nicht verstanden hat. Ich weiss nicht mal ob es Englisch war, was er gesungen hat, oder doch Swuahili. Muss wohl Englisch gewesen sein, denn irgendwann brüllten alle in der Kneipe mit. Verstanden hat man trotzdem nix. Der Barkeeper hatte seinen ultracoolen Tag. Geredet hat nicht wirklich, Getränke wurden fast per Fingerzeig abgefragt, und freundlich gucken stand auch nicht auf seinem Tagesplan. Dafür hat die Glocke am Tresen geläutet, als ich ihm beim Bezahlen ein paar Dollar Trinkgeld gegeben hab. Freundlicher geguckt oder mehr geredet hat er trotzdem nicht.
Egal. Wir wollten sowieso weiter. Das HardRock Cafe haben wir ausgelassen, das war jetzt nicht so super spektakulär. Aber ich wollte ja sowieso in das Willi-T's. Da musste ich jedesmal hingucken, wenn wir da vorbeigelaufen sind. Hat mich irgendwie angezogen der Laden. Muss wohl an der Deko gelegen haben. Da war nämlich alles voller Dollarscheine. Fand ich irgendwie gut. Also nix wie rein in den Laden. Hier war der junge Mann mit der Gitarre auch beser zu verstehen, und die hatten meine Lieblingsgetränkemarke. Alles super. Nach dem Studium der Dollarscheine war klar:
Nachdem wir die nötige Bettschwere erreicht hatten ging's denn auch nach Hause. Schließlich hieß es heute morgen: Auf nach Miami!
Da sind wir jetzt. Vorhin sind wir auf meinen Wunsch einmal den Ocean Drive rauf und runte gefahren. Das war ganz nett, aber wenn man nicht gerade ein Cabrio mit 900PS und 20.000Watt Musikanlage hat, sondern nur 'nen VW Jetta von Hertz ist das irgendwie anders, als in den Videos und Miami Vice Filmen. War trotzdem cool!
Den Jetta haben wir jetzt schon bei Hertz abgegeben, und deshalb geht's denn gleich mal zu Fuß zum Ocean Drive. Strand angucken, und was zu Essen besorgen...
Museumstag, fast!
Waren gestern ein wenig schreibfaul :-) Nachdem unser Schnorcheltrips wegen des Sturms abgesagt war wußten wir mit uns nicht so richtig was anzufangen. Baden gehen? Nöööö, ist ja nicht so unser Ding. Ach, nach dem Frühstück einfach erst mal los mit der Absicht ALLE Museen abzuklappern. Nach einem kleinen Abstecher in einen Duftladen um mir neues Duschgel zu kaufen ging es los. Ripleys Beleave it or not Ausstellung. Wie man hört wäre Museum vielleicht ein falscher Begriff, eine Kuriositätensammlung ist der bessere Ausdruck. Ich habe mich mit den Exponaten aus den 30ger Jahren köstlich amüsiert.
| Ich bin 6 Füße groß! |
Natürlich trägt die Dame eine Unterhose....
Als wir unsere beiden Ausstellung durch hatten, wollte Freddy gerne ein Stück "Key Lime Pie" . Fröhlich zum alten Pier gewandert und uns ein Restaurant mit dem Kucen im Angebot gesucht. Da zufällig auch schon wieder 14.00 Uhr war gleich ein kleines Essen vorweg geordert. Ich habe mich an Crab Cake versucht, was allerdings eher ein Omlett aus Krabbenpüree ist. Nicht weiter erwähnenswert meiner Meinung nach - Fred hatte ein Red Snapper Sandwich ...sah lecker aus! Key Lime Pie gab es zum Nachtisch....
Dann statt mehr Museum eher doch lieber Siesta im Hotel - wir haben beschlossen lieber abends erst wieder zum Sunset Spektakel ans Pier zu gehen. Gesagt - getan. Nach ein bisschen rumlungern am Pool ging es auch wieder los. Leider war der Weltbeste Sonnenuntergang wieder hinter Wolken verschwunden, dafür gab es vorher einen perfekten Regenbogen.
Nach dem Debakel haben wir gegessen und dann noch einen kleinen Zug durch die Gemeinde gemacht. Aber Freddy quengelt rum, dass unser Blog Alkohollastig sein, somit werde ich darüber nichts berichten .... kommt später von ihm...jetzt erst mal duschen und dann auschecken. Miami wir kommen!
Mittwoch, 29. September 2010
Due to the tropical storm, we canceled all snorkel tours..
Dienstag, 28. September 2010
Regen, ein angekündigter Tropensturm und eine komische Stadtrundfahrt...
...heute sind wir nicht so früh wach gewesen wie sonst und sind dann mal so ungestylt zum Frühstück...Zimmertür auf 3 Meter gehen und hinsetzen. Der Kaffee hier hat wenigstens mal ein bisschen Aroma :-) Ansonsten ist das Essen, sagen wir mal, kärglich. Wir müssen dringend in einen Supermarkt und uns Instant Quaker Oats oder so holen. Noch ein Morgen mit nur Pappbrötchen und Frischkäse würde mich wirklich unglücklich machen. Amerika ist kein Land für Menschen wie mich, die
-keine Bananen
-keine Blaubeeren
-keine Marmelade
essen. Es gab in allen Hotels bis jetzt immer Waffeln mit Syrup oder Blaubeer-Bananen Muffins oder Marmeladenbrötchen...super!
Nach dem opulenten Mahl noch ein paar T-Shirts waschen und dann los in die Stadt. Zum Southernmost Point und mal ein bisschen Sightsseeing machen. Wir kamen an einem der vielen "Hier kannst du dies oder das buchen"-Stände vorbei und haben kurzentschlossen Karten für eine Trolley Tour "Jump on and off" gekauft. Das war mit Abstand die seltsamste Stadtrundfahrt die ich je gemacht habe. Nach meinem Empfinden sind wir bestimmt eine Stunde immer durch dieselben Straße im Kreis gefahren - warum es ging haben wir nicht verstanden. Die auf alt getrimmten Busse haben geklappert und schnelles, dialektbehaftetes Amerikanisch ist nichts für meine norddeutschen Ohren!
Endlich waren wir an unserem ersten Punkt zum Aussteigen: Das Wohnhaus von dem versoffensten aller Schriftsteller - Herrn Hemingway!
| Das Flaschenschloss von der Schnapsdrossel - damit nur er was ab kriegt... |
Nach dem Museum sind wir wieder zu einer Trolley Haltestelle - dort erst mal einen grandiosen Key West Lime Pie gefroren am Stiel gekauft - lecker!!!!!!! Die Verkäuferin hat Freddy nicht ganz geglaubt das er sich 2 Stück leisten kann -3,99 Dollar EACH, Sir, are you sure! Nachdem Fred drei mal bestätigt hatte das er voll sure sei, haben wir unser Eis bekommen. Es ist definitiv jeden Cent wert gewesen!
Rein in den Bus und dann wurde es witzig - wir sind auf die Interstate 1 Richtung Brücke und sozusagen zu dem Ende von Key West, aber Glück gehabt, der Bus hat nur alle Hotels im Aussenbezirk abgeklappert...mal eine andere Form von Sightsseing. Da sieht man auch mal Straßen und Hotels die man sonst nicht gesehen hätte und vielleicht auch nie sehen wollte. Endlich nach einer weiteren gefühlt langen Zeit waren wir am Southernmost Point. Boaah watt unspektakulär! Schnell den Fred vor dem Denkmal fotografiert und weiter...die Amüsiermeile runter - wollen für morgen einen Schnorcheltrip buchen!
Nach einen kleinen Gang, einem kurzen Shopping Stop (um mir endlich ein T-Shirt in diesem Laden zu kaufen), natürlich einem Starbucks Kaffee, sind wir auch schon am alten Pier. Wir suchen unseren bereits vorher als favorisiert herausgepickten Schnorchelanbieter und wollen dort für morgen buchen - aber: Morgen ist ein Tropensturm angekündigt kriegen wir gesagt - rufen sie doch morgen früh kurz durch ob wir überhsupt rausfahren! Seufz! Tropensturm...super, dann kaufen wir morgen einen Regenschirm und gucken uns eben alle anderen Museen an die uns noch fehlen :-( Abwarten...morgen um 9.00 Uhr sind wir schlauer!
Weil wir ein Hüngerchen hatten, wieder ans Pier - rein in eine schmierige Pinte und ein lecker Delfin Sandwich essen und die Bierkarte durchtesten. Das Grundprinzip haben die da wirklich verstanden :-)
Zwischendurch fing es an zu regnen, will seitdem auch nicht aufhören...schlechtes Omen für Schnorcheln? Die Pinte ist nett, aber weil es irgendwie noch zu früh ist zum versacken, ab ins Hotel...Nachmittagschlaf halten im Regen...
Key Lime Pie am Stiel
Das erste war ein Key Lime Pie am Stil mit komplettem Schokoladenüberzug. Uuuuuuuaaaaaaaaargh, war DAS lecker, und das zweite Highlight war der Key Lime Pie von Kermit's Key Lime Shoppe auf dem Rückweg vom alten Hafen. Mann-oh-meter! Ich bin ja bekennender Käsekuchenliebhaber, und das beste bis jetzt war ein Stück vom Starbucks -ich glaube im Berliner Flughafen-, aber dieser KeyLime Pie übertrifft es noch mal.
Das ist gleichzeitig sauer und soooooo süß. Einfach lecker! Und dann noch am Stiel komplett mit Schokolade. Das kann einen schon mal aus den Socken hauen.
An dem Laden von Kermit waren wir am Vormittag schon vorbeigekommen, als wir mit einem Trolley die Standrundfahrt gemacht haben. Da stand er schon sehr dekorativ vor dem Laden und hat seinen Kuchen angepriesen. Wir sind da aber erstmal weiter gefahren, weil wir noch zur Residenz von Hemmingway wollten. Hier hat er mit -ich glaube Ehefrau zwei bis vier- gelebt und ein bißchen geschrieben. Und er hatte Katzen. Aber nicht irgendwelche, sondern welche mit sechs(!) Zehen.
Nette Geschichte. Ich werde Bertholt's Becken jedenfalls da lassen, wo sie sind. Versprochen!
Weil wir eigentlich für morgen eine Schnorcheltour buchen wollten sind wir noch in den alten Hafendistrikt. Die Dame wollte unsere Buchung für morgen aber gar nicht so recht entgegennehmen, denn es ist für morgen ein Tropensturm angekündigt. Wir sollen morgen früh mal anrufen. Gut, machen wir! Mal sehen wie das Wetter wird.
Wegen eines kleinen Hungergefühls haben wir und dann
Soviel für heute!
Montag, 27. September 2010
Key West ...ist frenzy! Naja, nicht ganz....
...Key West ist Ibiza für Amis trifft es besser :-) Sehr lustig hier durch zu flanieren. Unser superniedliches Inn haben wir dank eines wohlgemeinten Tipps ja schon gefunden gehabt. Danke nochmal!!! Ich habe Hotels gesehen, da würde ich Geld zahlen um da nicht wohnen zu müssen. Springbreak in klein...uaaaahhh!
Der Ort an sich ist sehr hübsch, viele Leute sind unterwegs und das Publikum ist einfach nur bunt! Wer Party will, kann sie bekommen. So sind wir nach ein bisschen Siesta am Nachmittag losgezogen und haben uns fröhlich die Hauptstraße runter getrunken und gegessen. Zwischendurch hätte jemand Herrn Fred warnen können, das Coctails, welche Agent Orange heißen, auch so wirken :-)
| Man beachte den Sonnenuntergang im Hintergund! |
| Was für ein Ärger...morgen wieder! |
Hach! Danach sind wir betrübt nach Hause - und prompt kam auch ein Gewitter, aber egal, sowas freut einen hier! Beine in den Pool baumeln lassen, Blitze gucken und noch ein Absacker Budweiser...dann ins Bett ...Nacht!
Sonnenuntergang deluxe!
Gut, bei den Preisen für 'nen Cocktail bist Du noch verdammt gut im Rennen, aber dafür es ist an der Schlachte um diese Zeit a****kalt und Sonnenuntergänge sind auch nicht so toll zu gucken. OK, heute waren defintiv zu viele Wolken, aber was soll's wir sind ja noch zwei Nächte hier. Das wird schon noch....
Heute gab es wie angekündigt mal nen Salat, und der war gar nicht mal so schlecht. Und die haben hier sogar ihre Variante von Green Lemon. Bud Light Lemon! Wär auch traurig im Land des Key Lime Pie. Den gibt es hier auch noch mal, das ist ein unbedingtes muss.
Jo, reingefallen bin ich heute beim Cocktail testen. Erst war dieser "Agent Orange" zwar Orange, aber sonst nur aus Alkohol zusammengebaut, nicht ein Fatz Saft drin, und dann war die "plain" Cola, die ich mir zum Verdünnen bestellt hatte noch so 'ne lokale Chlor-Cola... Bäh, das ist ja wie im Mittelalter, trink mal lieber Bier oder Wein, da bekommst wenigstens kein schlechtes Wasser. Uuuuuuääääähhhhhh... Ich werd' mich wohl mal dran halten.
Nun gut, der Caiphirina am Sunset Pier war zwar größtenteils ein Fertigmix, aber dafür hat wenigstens nicht nach Chlor geschmeckt. Auch was schönes!
Morgen gehen wir vielleicht mal in einen der Läden, die erst abends aufmachen, und dann aber auch laute Musik haben. So' ne Art Open Air Aladin. Eigentlich gar nicht so schlecht. Wir werden es mal testen.
Und dann gibt es ja wenn es gut läuft mal einen Sonnenuntergang ohne Wolken. Wenn wir doch schon mal da sind....
Noch südlicher geht nicht!
Sehr viel südlicher als hier wo ich grade sitze geht es auf dem US-Festland nicht mehr wirklich. Zum "most southern point of the US" sind es vielleicht 500m Luftlinie. Einem wie sich herausstellte sehr guten Tip folgend (Danke, Thomas & Ulrike!) sitzen wir jetzt im Blue Parrot Inn. Wir sind ohne Resevieung einfach mal her gefahren. Nicht zu unrecht. Draußen hing ein Schild "vacanci
Hergekommen sind wir auf der US 1, South.
Die 7-Meilen Brücke haben wir auch passiert (naja es ging auch nicht anders....) und links und rechts neben der Strasse stapeln sich die Boote in manchen Marinas drei Etagen hoch. Die werden da in so ein Art Hochregallager einfach mal abgestellt. Überhaupt ist man hier ohne Boot definitiv ein Niemand. Hier scheint irgendwie jeder eines zu haben. Aber gut, wenn ich hier wohnen würde, hätte ich wohl auch eines. Die werden dann wahlweise zum Angelkn (Volkssport hier), zum Waserki fahren, oder zum Schnorcheln benutzt. Nicole hat diese Tauchsitze in einem Prospekt entdeckt, wo man den Kopf in einer Art Taucherglocke hat und dann unter Wasser rumdüsen kann. So eine Art Unterwasser-Segway... Vielleicht finden wir ja diesen laden, wo die das anbieten, oder wir gehen einfach so schnorcheln. Wird hier ja auch an jeder Ecke angeboten.
Wir prüfen gleich mal dieses Heft wo die meisten Restaurants ihre Speisekarten abgedruckt haben und gucken mal wo wir nachher mal was zum Abendbrot bekommen.
Drei Nächte hier und dann heißt es noch einmal umziehen und: "Welcome in Miami!" (Den Song kenn ich jetzt wieder...)
Sonntag, 26. September 2010
Key Largo, Montego Baaaay...lalalalaaaa
"Nobody wants to stay in Homestead" - Wir auch nicht mehr nachdem wir da waren...wäre ja sehr viel günstiger als hier, aber nun sitzen wir im Coconuts direkt am Pier mit einem Cocktail. Besser!
Unsere Nacht war verdammt früh zu Ende, denn wir hatten diese Kajaktour in den Sunrise gebucht und mussten um 7.00 Uhr in der Lobby parat stehen. Bewaffnet mit Sonnenschutz, Mückentod und wasserfesten Schuhen. Dann kam ein junger aparter Mann names Corey, blondgelockt, Surfboy und einen Master in "Ecotourism and Adventure Holidays". Was man hier so studieren kann....
Nach einer kurzen Einführung ging es los in die Mangroven. Es war sooooooo toll da! Die Bäume im Wasser, die Fischadler, die Kraniche, das Grünzeug und natürlich die Alligatoren. Wir sind direkt an denen vorbei gepaddelt, dabei natürlich nicht in die Augen starren...der Satz kam mir bekannt vor. Nach dem Zweiten und Dritten wurde man auch wirklich ruhiger...die Fotos hat der Fred, der hat den Zoom :-)
Schön war natürlich auch, das keine Sonne meine olle Haut berührt hat :-)
| Keine Sonne... |
| Fred auf dem Boardwalk |
Nach dem Sumpf kamen über 30 oder 40 Meilen nur Baumschulen mit Palmen und Orchideen und schwupp waren wir hier...in Key Largo!
Morgen nach Key West und dann mal gucken...
Durch die Everglades, kurz vor den Keys...
Vor lauter Aufregung (oder war es doch nur die dröhnende Klimaanlage?) bin ich viel zu früh und viel zu oft aufgewacht... Naja, wenigstens nicht müde, sondern trotz der Klimaanlage wegen des guten Bettes gut erholt.
Für die Everglades ist Everglades City und das Ivey House (wir waren im Inn) echt zu empfehlen. Bisher das beste Preis/Leistungsverhältnis. Ausnahmsweise KEINE Waffeln zum Frühstück (Ach, hatte ich eigentlich erwähnt, dass ich vorgestern endlich meine erste Waffel mit Syrup hatte? War jetzt irgendwie nicht so Bringer. Der Syrup schmeckt zwar Klasse, aber die Waffel, wie man sie hier überall im Hotel bekommt, ist eher nicht so der Bringer... Na, wenigstens mal probiert!) ..aber weiter mit Ivey House...Z
Mal vor Sonnenaufgang wach und draussen zu sein, war auch mal gut. Unser Guide (Corey, 24, Typ Surferboy mit verdammt vielen Locken auf'm Kopp) war witzig, und hat uns gut durch den "Mangroven-Tunnel" gelotst.
Wir paddelten so über diesen sagen wir mal "Bach", der
Irgendwann mussten wir dann wieder umdrehen. Auf dem Rückweg gab es wieder Alligatoren zu sehen, manchmal nur drei, vier Meter entfernt. Und dieser eine Mama-Alligator hatte auf dem Rückweg sogar einen Baby-Alligator auf dem Kopf sitzen. Sehr putzig!
Dann war die Tour doch zu Ende, und es ging zurück ins Hotel. Nochmal Duschen, auschecken..... We're on the road again! Auf Weg sind wir mal kurz bei einem "Trail" angehalten. Da waren wir aber ganz schön auf dem Holzweg. Und zwar im wahrsten Sinne. Denn diese Trails sind aufgeständerte Wege ins Everglade Land. Nicht schlecht, aber unsere Paddeltour war besser!
Wir haben es dann bis Key Largo ausgehalten, und haben dort erstmal das Visitor Center gestürmt. "Clean Restrooms" klang einfach zu verlockend. Nebenbei gab es von einer reizende älteren Lady noch ein paar Prospekte und Karten von den Keys.
Tja, und so sind wir jetzt kurz von den Keys, nein eigentlich ja schon drauf... Heute Nacht in Key Largo (wie verdammt noch mal hieß denn dieser Song...) und morgen dann auf nach Key West!
Juhuuuuu!
Schnie, Schna, Schnappi...
...oder was hier alles in die Friteuse kommt
Boa, war das fettig. Wir haben den Tip vom Hotelier angenommen, und sind zur Oyster Bar zum Abendbrot. Deren Spezialität sei frittierter Fisch. Klang jetzt gar nicht sooooo schlecht.
Angekommen, ausgestiegen, jaaaaaaaaaa, da drinnen wird frittiert...
Ok, trotzdem rein in den Laden. Der hatte irgendwie seinen eigenen Charme. Überall an den Wänden hingen so Sprüche, wie „Oh, ich wünschte ich hätte zwei Männer auf einmal: ….einen der kocht, und einen der putzt....“ Ok, vielleicht war die robuste Dame, die meine Kreditkarte entgegen nahm doch die heimliche Big-Mama von dem Laden. Ihre Männer hatte sie dann aber wohl gut im Griff.
Aber vor dem Bezahlen kommt das Essen. Erstmal aussuchen, was es denn geben soll. Meine Wahl waren die „Grouper Fingers“. Fish Fingers sind quasi Fischstäbchen und Grouper ist Barsch. Konnte also nicht viel falsch laufen. Dass die von hier waren hat man tatsächlich geschmeckt. Mann hat den Moddergeschmack deutlich 'raus geschmeckt. (Fast so wie ein Brassen aus 'nem Moorteich).
Ansonsten harmlos.
Nicole war deutlich mutiger. Damit die Jungs morgen früh mal gleich wissen was los, wurde der „Alligator Basket“ geordert. Basket heißt ja nur so ein kleiner Korb mit Papiereinlage, unten Fritten drin, und oben... genau: ALLIGATOR. Auf der Speisekarte war noch eine kurze Erklärung, wie das so schmecken sollte, schien also recht normal zu sein so ein Viech zu verputzen. Irgendwann kam das Essen dann, und der Alligator wurde probiert. Das einzige was Nicole nicht mochte war der Senf, der dazu gereicht wurde (Senf mag sie aber sonst auch nicht). Ich habe auch ein Stück frittierten Alligator probiert. Schmeckte jetzt nicht so besonders. Ich vermute allerdings auch, dass der nicht wirklich eine gewürztechnische Behandlung erfahren hat. Naja, Haken dran.
Auf der Speisekarte standen allerdings auch noch andere Sachen, die es bei uns jetzt so nicht geben würde. Frittierte „Everglade-Froschbeine“ und Schildkröte. Hmmmm, mag ja sein, dass die hier genug von haben und das gerne mögen. Bei uns eher nicht so angesagt. So ist das eben mit den anderen Ländern und den Sitten.
Ich glaube ich nehme morgen mal einen Salat....
Samstag, 25. September 2010
Everglades - das Land der Libellen
Libellen sind grausam angsteinflößende Tiere, jedenfalls für mich. Somit bin ich in einem Ort, wo die Libellen Fussballgröße haben genau richtig! Ich freue mich jetzt schon auf die 7. 30 Uhr Kajaktour durch die Mangroven morgen. Laut David, unserem Hotellier, kommen dann auch Mosquitos groß wie Fussbälle :-) Aber wir haben DEEEEEED! Das hilft...
Wir sind in Everglade City angekommen - einem Örtchen im Nichts in einem sehr niedlichen Ökohotelchen! Eigentlich lädt das hier zum Verweilen ein, aber unsere Rundreise treibt und schon morgen weiter in Richtung Keg Largo.
Wir sind morgens direkt aus Sanibel losgebraust und wollten direkt durchgefahren. Da meine olle Sonnenallergie, meine Halsschmerzen und meine tränenden, geschwollenen Augen aber irgendwie über Nacht nicht verschwunden waren, mussten wir doch noch mal in den Supermarkt - Drogen und Kortisonsalbe kaufen! Und wir haben es - das Wundermittel! Hilft gegen alles, aber macht einen leider komplett Watte im Kopf.
| Guter Stoff! |
Somit habe ich das wieder bleiben gelassen und mir stattdessen einen ordentlichen Hut gekauft. Somit sehe ich aus wie eine Einheimische und falle nun überhaupt nicht mehr auf. Und die Sonne kann mir wenigstens im Gesicht nichts mehr anhaben! Für morgen habe ich mir ein blaues langärmeliges Nachthemd als Bluse gekauft. Damit bin ich dann komplett "Sonnensicher". Ha! Das wäre doch gelacht!
| Ich mit meinem neuen Hut! |
Weil ich so ein bisschen wattig im Kopf war, als wir ankamen, haben wir beschlossen keinen klassischen "Swamp" Walk mehr zu machen - kommt morgen nach den 3 Stunden Kajak- sondern nur eine kleine Schifffahrt durch die 10.000 Inseln der Everglades. Diese liegen an der Schnittstelle vom Chokoloskee River zum Golf von Mexiko. Da keine Saison ist sind die mit einem riesigen 30 Personen Boot und nur für uns losgebraust. War klasse - wir haben Fischadler, Pelikane in verscheidenen Farben, Delfine und den Popo von einem Manatee ganz von Nahem gesehen. :-) Nach 1,5 Stunden Natur gucken wieder ins Hotel...bloggen und dann in eins der drei Restaurants am Ort...und in allen gibt es Fisch. Yummie!
Mangroven, Kajaks und Rundschwanzseekühe
(Einschub Ende.)
Wir sind wieder runter von Sanibel Island. Quasi wieder auf dem Festland, oder wie man diesen Ort hier inmitten der schwammingen Grasseen bezeichnet. Wenigsten die Fussgängerwege (wenn vorhanden) und die Strassen sind fest.
Auf dem Weg hierher waren wir in einem WalMart Superstore. Die haben neben Nicoles bunten Pillen (So wie die aussehen, sollte ich vielleicht auch mal eine versuchen..) so ziemlich alles. Sogar Autoreifen, und zwar große! Nur leider keine Aqua-Schuhe in meiner Größe. Mist!
Für heute Nacht sind wir im Ivey House in Everglades City. Nachdem ich den netten Herrn vom Hotel hier gestern Abend am Telefon erstmal ordentlich verwirrt habe mit wilden und wirren Datumsangaben, hat dann aber doch noch alles geklappt. Anrufen war ausnahmsweise mal notwendig, weil wir rausbekommen wollten, ob die Kajaktour irgendwie buchbar sind, obwohl wir nur eine Nacht bleiben wollten. Nach ein paar Minuten stellte sich raus: Es ging! Zwar nicht so wie im Internet angepriesen (das wäre dann heute Nachmittag gewesen), sondern morgen früh. Und so starten wir morgen früh (für Urlaub früh) um 7.00 Uhr zu einer Kajak-Tour durch die Everglade-Mangrovenwälder. Mal sehen wie dicht sich die Alligatoren so rantrauen... Glücklicherweise haben wir einen Late-Check-Out bekommen, so dass wir nach der Tour noch mal aufs Zimmer können, um kurz zu duschen...
Just kommen wir zurück von
Gleich gibt es noch Abendbrot, und dann ab ins Bett, damit wir morgen früh fit sind für die Paddeltour durch die Everglades!
Freitag, 24. September 2010
Die "elektronische Mobilitätshilfe"
Meine bange Frage, nach dem Regen gestern, ob wir denn auf der Tour trocken blieben, beantwortete Billy (dem gehörte der Laden und die Segways) nach kurzem rumgeklicker in seinem Computer mit "Jepp, you're safe until 3 p.m.!" Vielleicht sollte er mal seinen Bildschirm säubern, denn dieser eine dunkele Fleck auf seinem Bildschirm waren die Regenwolken, die uns dann zwischendurch doch wieder nass werden liessen. Machte diesmal aber gar nix, denn erstens waren die Segways kurzschlusssicher, und hatten überdies vorne einen wasserdichten Rucksack dran. Kamera und Telefon da rein, alles war gut. Einen Kommentar gab es allerdings doch von Rian in Richtung Billy als wir wieder zurück waren. Der zuckte aber nur kurz mit den Schultern mit dem Hinweis. "Es war aber nur ein kleiner Fleck zu sehen". Jaja..
(Mein Schlau-Telefon funktioniert übrigens wieder, ich hab es heute aber mal in der etwas trockeneren Klimaanlagen-Luft gelassen und nur das etwas robustere mitgenommen.)
Nicoles undankbare beginnende Sonnenallergie (äußerst unpraktisch hier in Florida) versuchen wir mal mit dem eben gekauften hochdosierten Kalzium und etwas Cortison-Salbe in den Griff zu bekommen. Die Supermärkte hier sind aber gut sortiert. Alles was es bei uns nur in der Apotheke, oder teilweise auf Rezept gibt, kann man hier so im Supermarkt kaufen. Nicht schlecht. Bei mir ist alles gut, ich sitze gerade am Pool und lass mir die Sonne auf den Rücken scheinen. Herrlich!
Der etwas größere dunkele Fleck, der für drei Uhr angekündigt
