Montag morgen 6:49...
Zumindest schon mal in Frankfurt sind wir wieder. Denn da warten wir jetzt auf den Flieger nach Bremen.
Na, wie war's? Könntet Ihr uns jetzt frage, aber das meiste wisst Ihr ja schon. Na, wie war's könnten wir auch Euch fragen. Ich hoffe wir haben Euch mit ein paar netten Geschichten ein wenig unterhalten können.
So insgesamt betrachtet war es auf jeden Fall mal witzig. Als Erstbesucher in die Staaten zu fliegen war schon spannend. Und manchmal sind dann auch profane Dinge etwas knifflig. Das fängt an bei der Bedienung einer Zapfsäule, geht über die richtige Benutzung der Kreditkarte (Debit or Credit, oder doch den fünf(?)stelligen Code, bis zu der Frage wieviel Tip man den bloß für den Guide bei der Paddeltour spendiert hier im Land des Trinkgeldgebens. Na, wir haben uns hoffentlich nicht also auffällig danebenbenommen. Hinter uns her gerannt ist jedenfalls keiner. Aufpassen muss man nur bei der Rechnung, denn manchmal sind schon 15 oder 18 Prozent einfach schon mal auf die Summe draufgeschlagen. Dann noch mal 20% oben drauf und man ist des Kellners Freund. Eines ist auf jeden Fall sicher: Wenn wir hier noch mal herfahren stecke ich mir vorher noch mehr Ein-Dollar-Scheine ein. Die gehen weg wie warme Semmeln, und weil man fast jeden Automaten auch mit den Dinger füttern muss, und für Trinkgeld auch ständig welche braucht, kann man fast gar nicht genug davon haben. Allerdings muss man auch lobend erwähnen, dass die Benutzung einer Kreditkarte (wenn man das Credit / Debit Problem durchschaut hat) in den Staaten wirklich unkompliziert ist. In manchen Läden braucht man nicht mal unterschreiben, Karte durchziehen, bitte sehr, fertig. Und man muss nicht vorher fragen ob die Läden auch Kreditkarten akzeptieren. Sie tun es einfach!
Was das Beste war? Ich schwanke zwischen NASA und Paddeltour in den Everglades, habe mich aber grade für die NASA entschieden. Das war großartig! KSC Weather? Go! OK, STS-365 you are GO for launch! Kriege ich spontan schon fast wieder Gänsehaut bei. Schade, dass sie das Shuttle erst ein paar Tage später aus der großen Halle gerollert haben. Das Shuttle auf der Rampe stehen zu sehen, wäre bestimmt toll gewesen. Nun gut, ich hab's ja durch die offene Tür gesehen. Das untere Fünftel jedenfalls. Wenn Ihr mal zur NASA fahrt, unbedingt die KSC Discover Tour mitmachen. Das ist die Tour, wo man mit dem Bus über das riesige Gelände gefahren wird. Weil das alles Sperrgebiet ist, kommt man sonst auch nicht dichter an die Startrampen ran, als mit dieser Tour. Außer man ist Astronaut. Aber das wird wohl so schnell nix mehr. Schade eigentlich. Aber wer weiß, den echten Astronauten den wir getroffen haben ist auch erst Ende Dreißig und Anfang Vierzig nach oben gekommen, als Mission Specialist. Als der Nutzlastbetreuer von dem Teleskop, was er, bzw. seine Firma gebaut hat. Wenn die da oben also mal ein Umspannwerk brauchen, ich wär dabei! Bis jetzt letzte Starttermine für das Shuttle: 1. Novemer 2010 und 27. Februar 2011. Eventuell gibt es noch einen aller-aller-letzten Flug, STS-135, aber da muss der US-Kongress erst noch drüber abstimmen.
Die Paddeltour in den Everglades ist aber trotzdem ein echtes Glanzlicht gewesen, denn Alligatoren so ein paar Meter vom Kajak entfernt, das war schon was! Nur gut, dass der Guide uns vorher alles wichtige über Alligatoren erzählt hat. Was bestimmt auch gut ist, ist Shark Valley. Das haben wir aus gelassen, wäre aber die Alternative zum Paddeln gewesen. Da kann man dann mit dem Fahrrad auf einem Kurs durch die Everglades fahren. Einfach so! Kommen Alligatoren, einfach langsam weiterfahren. OK, das hatten wir schon geübt.
Aber beim Thema fahren muss man auch mal sagen, dass die Amis zwar ein bißchen gaga sind, was Autos angeht, aber beim Fahren relativ entspannt sind. Selbst in Miami war das Fahren nicht wirklich nervenaufreibend, und die Schilder auch nicht so verwirrend, wie beispielsweise in Bremen oder Hamburg. Da muss man ja schon vorher mal alle Stadtteile auswendig lernen, damit man durch kommt. Wie sich der Durchschnitts-Ami allerdings so in Berlin, Hamburg, oder Bremen beim Autofahren fühlt, so mit Handschaltung, und eng und so, würde mich schon mal interessieren. Denn die Straßen sind hier ja wirklich breit und großzügig angelegt. Sehr nett übrigens auch die Regelung, dass man als Rechtsabbieger bei roter Ampel nach dem Anhalten fahren darf. (Außer es wird ausdrücklich durch ein Schild verboten). Permanenter Grüner Pfeil quasi. Gute Idee!
Heute morgen haben wir denn auch gelernt, dass zu dichtes Auffliegen von der Flugsicherheit mit Durchstarten geahndet wird. Also eine Extra-Runde über Frankfurt, im zweiten Versuch hat's dann aber auch geklappt. Beim Aussteigen hab ich mal nachgesehen, es waren keine Cessna-Reste am Flugzeug zu sehen... ;-)
Der Nachtflug von Miami nach Frankfurt hat uns ja wieder in die heimatliche Zeit gebracht. Mal sehen wie das mit der inneren Uhr so klappt. Vorsichtshalber haben wir Dienstag ja noch mal einen Eingewöhnungstag...
Herzlich Willkommen zurück :o)))))
AntwortenLöschen...schön, dass ihr wieder da seid und vor allem Unfallfrei :-)
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