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Donnerstag, 30. September 2010

...wie der Dollar an die Decke kam

Hatte ich schon erwähnt, dass wir gestern abend herausgefunden haben, wie der sogenannte "Tropensturm" hieß? Wir sind fast vom Stuhl gefallen... NICOLE. Was das jetzt für ein Omen war, wird wohl weiterhin ungeklärt bleiben müssen.

Im Übrigen haben sich die meisten über den -in Key West- nicht wirklich wahrzunehmenden Sturm lustig gemacht. Alle machten lustige Bemerkungen, und flaxten rum. Rausgefahren zum Schnorcheln und Angeln sind trotzdem nur wenige bis keiner. Am Abend die Sunset Touren, die waren draußen, aber das ist ja auch nur ein kleiner Trip aus dem Hafen immer in Sichtweite der Küste und des Piers. Zum Sonnenuntergang und Sunset Celabration sind wir dann auch noch mal gegangen. Sonnenuntergang gab's das war schon mal gut. Celebration gab's auch. Abgehakt. Blöd nur, dass just nachdem die Sonne untergangen war, bzw. hinter den letzten dicken Wolken verschwunden war, es anfing zu Regnen. Das war blöd. Wir sind dann einfach in dieses Cubanische Restaurant gegangen und haben recht gut gegessen.

Beim Thema Essen muss ich mal kurz alle beruhigen, die denken, Nicole würde tatsächlich Delphin essen. Dolphinfish gibt es hier zwar überall, und die Sandwiches heißen auch Dolphin Sandwich, ABER das ist nur lokale Bezeichnung für den Mahi Mahi, oder zu Deutsch "Goldmakrele" (klick -> Wikipedia). Hat absolut nix mit Delphin zu tun. Das nur noch mal zur Erläuterung...

Vormittags war ja Museumstag angesagt. Am frühen Nachmittag sind ein paar sehr nette Herren im besten Alter bei uns im Blue Parrot Inn eingezogen, die alle mit Ihren Motorrädern aus Georgia gekommen sind. Die meisten hatten natürlich eine Harley. Die hatten allerdings was von NICOLE (als dem Sturm jetzt), denn auf der Fahrt nach Key West sind 'se wohl tüchtig nass geworden. Nun denn, hat sie nicht davon abgehalten, gleich nachdem die Klamotten in den Trockner gewandert sind, in den Pool zu hüpfen. Offiziell mit einem Tonicwater ausgerüstet lungerten die dann im Pool rum und haben sich ganz nett mit uns unterhalten. Waren ganz nett die Jungs. Und Spaß hatten sie auch. Sie sprachen jedenfalls von einem interessanten Abend. Nun denn...

Wir hatten auch einen interessanten Abend. Wir haben sozusagen zum Abschluss in Key West noch einen kleinen gastronomischen Rundgang gemacht. Angefangen hatten wir auf dem Weg zum Sonnenuntergang im Sloppy Joes. Hemmingways Stammkneipe. Die hat zwar einen gewissen Ruf, konnte aber nicht überzeugen. Ob der Umbau dran Schuld war, oder das noch vorhandene Tageslicht.... So richtig umgehauen hat es uns jedenfalls nicht.
Also weiter. Sonnenuntergang gucken. (siehe oben). Beim Besuch dieses Kuriositäten Gedingse, Ripleys "Belive it, or not" ging der Ausgang zum "Hog's Breath" raus. Also das ganze noch am Abend angucken. Das war schon besser. Mit Livegesang von einem stabilen Kollegen mit Gitarre, den man beim besten Willen nicht verstanden hat. Ich weiss nicht mal ob es Englisch war, was er gesungen hat, oder doch Swuahili. Muss wohl Englisch gewesen sein, denn irgendwann brüllten alle in der Kneipe mit. Verstanden hat man trotzdem nix. Der Barkeeper hatte seinen ultracoolen Tag. Geredet hat nicht wirklich, Getränke wurden fast per Fingerzeig abgefragt, und freundlich gucken stand auch nicht auf seinem Tagesplan. Dafür hat die Glocke am Tresen geläutet, als ich ihm beim Bezahlen ein paar Dollar Trinkgeld gegeben hab. Freundlicher geguckt oder mehr geredet hat er trotzdem nicht.

Egal. Wir wollten sowieso weiter. Das HardRock Cafe haben wir ausgelassen, das war jetzt nicht so super spektakulär. Aber ich wollte ja sowieso in das Willi-T's. Da musste ich jedesmal hingucken, wenn wir da vorbeigelaufen sind. Hat mich irgendwie angezogen der Laden. Muss wohl an der Deko gelegen haben. Da war nämlich alles voller Dollarscheine. Fand ich irgendwie gut. Also nix wie rein in den Laden. Hier war der junge Mann mit der Gitarre auch beser zu verstehen, und die hatten meine Lieblingsgetränkemarke. Alles super. Nach dem Studium der Dollarscheine war klar: Da machen wir mit! Hier hatten die Leute eine kleine Nachricht auf einem Dollar hinterlassen, und den dann wahlweise an die Wand, den Tresen, oder einfach mal an die Decke getackert. Der Barkeeper war das komplette Gegenstück zu seinem Kollegen im "Hog's Breath", und so reichte er uns denn auch den schwarzen Edding und die Tackermaschine, als wir ihn danach fragten. Einen Dollar hatte ich "wie zufällig" noch in der Tasche und so haben wir uns denn auch an der Decke verewigt. Wer mal nachgucken möchte: Direkt bei den Zapfhähnen einfach mal nach oben gucken. Das war lustig. Leave a legacy! (Kleiner Insider...) Weil da auf vielen Scheinen Honey-Moon Daten standen, haben wir es uns nicht verkneifen können. "Nicht verheiratet für glückliche 11,5 Jahre: Freddy & Nicole, 30.09.2010" *Hihi*


Nachdem wir die nötige Bettschwere erreicht hatten ging's denn auch nach Hause. Schließlich hieß es heute morgen: Auf nach Miami!

Da sind wir jetzt. Vorhin sind wir auf meinen Wunsch einmal den Ocean Drive rauf und runte gefahren. Das war ganz nett, aber wenn man nicht gerade ein Cabrio mit 900PS und 20.000Watt Musikanlage hat, sondern nur 'nen VW Jetta von Hertz ist das irgendwie anders, als in den Videos und Miami Vice Filmen. War trotzdem cool!

Den Jetta haben wir jetzt schon bei Hertz abgegeben, und deshalb geht's denn gleich mal zu Fuß zum Ocean Drive. Strand angucken, und was zu Essen besorgen...