Donnerstag, 30. September 2010

...wie der Dollar an die Decke kam

Hatte ich schon erwähnt, dass wir gestern abend herausgefunden haben, wie der sogenannte "Tropensturm" hieß? Wir sind fast vom Stuhl gefallen... NICOLE. Was das jetzt für ein Omen war, wird wohl weiterhin ungeklärt bleiben müssen.

Im Übrigen haben sich die meisten über den -in Key West- nicht wirklich wahrzunehmenden Sturm lustig gemacht. Alle machten lustige Bemerkungen, und flaxten rum. Rausgefahren zum Schnorcheln und Angeln sind trotzdem nur wenige bis keiner. Am Abend die Sunset Touren, die waren draußen, aber das ist ja auch nur ein kleiner Trip aus dem Hafen immer in Sichtweite der Küste und des Piers. Zum Sonnenuntergang und Sunset Celabration sind wir dann auch noch mal gegangen. Sonnenuntergang gab's das war schon mal gut. Celebration gab's auch. Abgehakt. Blöd nur, dass just nachdem die Sonne untergangen war, bzw. hinter den letzten dicken Wolken verschwunden war, es anfing zu Regnen. Das war blöd. Wir sind dann einfach in dieses Cubanische Restaurant gegangen und haben recht gut gegessen.

Beim Thema Essen muss ich mal kurz alle beruhigen, die denken, Nicole würde tatsächlich Delphin essen. Dolphinfish gibt es hier zwar überall, und die Sandwiches heißen auch Dolphin Sandwich, ABER das ist nur lokale Bezeichnung für den Mahi Mahi, oder zu Deutsch "Goldmakrele" (klick -> Wikipedia). Hat absolut nix mit Delphin zu tun. Das nur noch mal zur Erläuterung...

Vormittags war ja Museumstag angesagt. Am frühen Nachmittag sind ein paar sehr nette Herren im besten Alter bei uns im Blue Parrot Inn eingezogen, die alle mit Ihren Motorrädern aus Georgia gekommen sind. Die meisten hatten natürlich eine Harley. Die hatten allerdings was von NICOLE (als dem Sturm jetzt), denn auf der Fahrt nach Key West sind 'se wohl tüchtig nass geworden. Nun denn, hat sie nicht davon abgehalten, gleich nachdem die Klamotten in den Trockner gewandert sind, in den Pool zu hüpfen. Offiziell mit einem Tonicwater ausgerüstet lungerten die dann im Pool rum und haben sich ganz nett mit uns unterhalten. Waren ganz nett die Jungs. Und Spaß hatten sie auch. Sie sprachen jedenfalls von einem interessanten Abend. Nun denn...

Wir hatten auch einen interessanten Abend. Wir haben sozusagen zum Abschluss in Key West noch einen kleinen gastronomischen Rundgang gemacht. Angefangen hatten wir auf dem Weg zum Sonnenuntergang im Sloppy Joes. Hemmingways Stammkneipe. Die hat zwar einen gewissen Ruf, konnte aber nicht überzeugen. Ob der Umbau dran Schuld war, oder das noch vorhandene Tageslicht.... So richtig umgehauen hat es uns jedenfalls nicht.
Also weiter. Sonnenuntergang gucken. (siehe oben). Beim Besuch dieses Kuriositäten Gedingse, Ripleys "Belive it, or not" ging der Ausgang zum "Hog's Breath" raus. Also das ganze noch am Abend angucken. Das war schon besser. Mit Livegesang von einem stabilen Kollegen mit Gitarre, den man beim besten Willen nicht verstanden hat. Ich weiss nicht mal ob es Englisch war, was er gesungen hat, oder doch Swuahili. Muss wohl Englisch gewesen sein, denn irgendwann brüllten alle in der Kneipe mit. Verstanden hat man trotzdem nix. Der Barkeeper hatte seinen ultracoolen Tag. Geredet hat nicht wirklich, Getränke wurden fast per Fingerzeig abgefragt, und freundlich gucken stand auch nicht auf seinem Tagesplan. Dafür hat die Glocke am Tresen geläutet, als ich ihm beim Bezahlen ein paar Dollar Trinkgeld gegeben hab. Freundlicher geguckt oder mehr geredet hat er trotzdem nicht.

Egal. Wir wollten sowieso weiter. Das HardRock Cafe haben wir ausgelassen, das war jetzt nicht so super spektakulär. Aber ich wollte ja sowieso in das Willi-T's. Da musste ich jedesmal hingucken, wenn wir da vorbeigelaufen sind. Hat mich irgendwie angezogen der Laden. Muss wohl an der Deko gelegen haben. Da war nämlich alles voller Dollarscheine. Fand ich irgendwie gut. Also nix wie rein in den Laden. Hier war der junge Mann mit der Gitarre auch beser zu verstehen, und die hatten meine Lieblingsgetränkemarke. Alles super. Nach dem Studium der Dollarscheine war klar: Da machen wir mit! Hier hatten die Leute eine kleine Nachricht auf einem Dollar hinterlassen, und den dann wahlweise an die Wand, den Tresen, oder einfach mal an die Decke getackert. Der Barkeeper war das komplette Gegenstück zu seinem Kollegen im "Hog's Breath", und so reichte er uns denn auch den schwarzen Edding und die Tackermaschine, als wir ihn danach fragten. Einen Dollar hatte ich "wie zufällig" noch in der Tasche und so haben wir uns denn auch an der Decke verewigt. Wer mal nachgucken möchte: Direkt bei den Zapfhähnen einfach mal nach oben gucken. Das war lustig. Leave a legacy! (Kleiner Insider...) Weil da auf vielen Scheinen Honey-Moon Daten standen, haben wir es uns nicht verkneifen können. "Nicht verheiratet für glückliche 11,5 Jahre: Freddy & Nicole, 30.09.2010" *Hihi*


Nachdem wir die nötige Bettschwere erreicht hatten ging's denn auch nach Hause. Schließlich hieß es heute morgen: Auf nach Miami!

Da sind wir jetzt. Vorhin sind wir auf meinen Wunsch einmal den Ocean Drive rauf und runte gefahren. Das war ganz nett, aber wenn man nicht gerade ein Cabrio mit 900PS und 20.000Watt Musikanlage hat, sondern nur 'nen VW Jetta von Hertz ist das irgendwie anders, als in den Videos und Miami Vice Filmen. War trotzdem cool!

Den Jetta haben wir jetzt schon bei Hertz abgegeben, und deshalb geht's denn gleich mal zu Fuß zum Ocean Drive. Strand angucken, und was zu Essen besorgen...

Museumstag, fast!

Nicole:
Waren gestern ein wenig schreibfaul :-) Nachdem unser Schnorcheltrips wegen des Sturms abgesagt war wußten wir mit uns nicht so richtig was anzufangen. Baden gehen? Nöööö, ist ja nicht so unser Ding. Ach, nach dem Frühstück einfach erst mal los mit der Absicht ALLE Museen abzuklappern.  Nach einem kleinen Abstecher in einen Duftladen um mir neues Duschgel zu kaufen ging es los. Ripleys Beleave it or not Ausstellung. Wie man hört wäre Museum vielleicht ein falscher Begriff, eine Kuriositätensammlung ist der bessere Ausdruck. Ich habe mich mit den Exponaten aus den 30ger Jahren köstlich amüsiert.
Ich bin 6 Füße groß!



Nach dieser kurzweiligen Ausstellung mit Schrumpfköpfen und Kleidung aus Menschenknochen sind wir weiter in das Key West Historic Museum zwei Straßen weiter. Aufgrund von Bauarbeiten war da leider nur die Hälfte der Ausstellung zu sehen, aber hat auch nur die Hälfte des Eintritts gekostet. Auch hier konnte man viel Spass mit den Exponaten haben :-)


















Natürlich trägt die Dame eine Unterhose....

Als wir unsere beiden Ausstellung durch hatten, wollte Freddy gerne ein Stück "Key Lime Pie" . Fröhlich zum alten Pier gewandert und uns ein Restaurant mit dem Kucen im Angebot gesucht. Da zufällig auch schon wieder 14.00 Uhr war gleich ein kleines Essen vorweg geordert. Ich habe mich an Crab Cake versucht, was allerdings eher ein Omlett aus Krabbenpüree ist. Nicht weiter erwähnenswert meiner Meinung nach - Fred hatte ein Red Snapper Sandwich ...sah lecker aus! Key Lime Pie gab es zum Nachtisch....

Dann statt mehr Museum eher doch lieber Siesta im Hotel - wir haben beschlossen lieber abends erst wieder zum Sunset Spektakel ans Pier zu gehen. Gesagt - getan. Nach ein bisschen rumlungern am Pool ging es auch wieder los. Leider war der Weltbeste Sonnenuntergang wieder hinter Wolken verschwunden, dafür gab es vorher einen perfekten Regenbogen.




Nach dem Debakel haben wir gegessen und dann noch einen kleinen Zug durch die Gemeinde gemacht. Aber Freddy quengelt rum, dass unser Blog Alkohollastig sein, somit werde ich darüber nichts berichten .... kommt später von ihm...jetzt erst mal duschen und dann auschecken. Miami wir kommen!

Mittwoch, 29. September 2010

Due to the tropical storm, we canceled all snorkel tours..

(Wegen des Sturm haben wir alle Schnorcheltouren abgesagt)... so tönte es mir eben aus dem Telefon entgegen... Doof.


Wird dann doch der Museums-Tag. Vielleicht kommen wir ja auch Regen-Poncho aus. :-) Ist ja warm.

Dienstag, 28. September 2010

Regen, ein angekündigter Tropensturm und eine komische Stadtrundfahrt...

Nicole:

...heute sind wir nicht so früh wach gewesen wie sonst und sind dann mal so ungestylt zum Frühstück...Zimmertür auf  3 Meter gehen und hinsetzen. Der Kaffee hier hat wenigstens mal ein bisschen Aroma :-) Ansonsten ist das Essen, sagen wir mal, kärglich. Wir müssen dringend in einen Supermarkt und uns Instant Quaker Oats oder so holen. Noch ein Morgen mit nur Pappbrötchen und Frischkäse würde mich wirklich unglücklich machen. Amerika ist kein Land für Menschen wie mich, die
-keine Bananen
-keine Blaubeeren
-keine Marmelade
essen. Es gab in allen Hotels bis jetzt immer Waffeln mit Syrup oder Blaubeer-Bananen Muffins oder Marmeladenbrötchen...super!

Nach dem opulenten Mahl noch ein paar T-Shirts waschen und dann los in die Stadt. Zum Southernmost Point und mal ein bisschen Sightsseeing machen. Wir kamen an einem der vielen "Hier kannst du dies oder das buchen"-Stände vorbei und haben kurzentschlossen Karten für eine Trolley Tour "Jump on and off" gekauft. Das war mit Abstand die seltsamste Stadtrundfahrt die ich je gemacht habe. Nach meinem Empfinden sind wir bestimmt eine Stunde immer durch dieselben Straße im Kreis gefahren - warum es ging haben wir nicht verstanden. Die auf alt getrimmten Busse haben geklappert und schnelles, dialektbehaftetes Amerikanisch ist  nichts für meine norddeutschen Ohren!
Endlich waren wir an unserem ersten Punkt zum Aussteigen: Das Wohnhaus von dem versoffensten aller Schriftsteller - Herrn Hemingway!
Das Flaschenschloss von der Schnapsdrossel - damit nur er was ab kriegt...
Hübsch hat er es gehabt...in den Riesenbunker könnte man heute noch so einziehen. Und alles voller Katzen. Herr Hemingway hatte ein Faible für Stubentiger und hat ganz besondere Katzen mit 6 Zehen sein eigen genannt. Diese werden dort weiter gezüchtet und so rennen ca. 60 Stück auf dem Gelände rum (Hemingway selber hatte nur 6 Stück!) und überall steht Futter und Wasserr rum. Sehr tierfreundlich das ganze - Sinem wäre glücklich :-)

Nach dem Museum sind wir wieder zu einer Trolley Haltestelle - dort erst mal einen grandiosen Key West Lime Pie gefroren am Stiel gekauft - lecker!!!!!!!  Die Verkäuferin hat Freddy nicht ganz geglaubt das er sich 2 Stück leisten kann -3,99 Dollar EACH, Sir, are you sure! Nachdem Fred drei mal bestätigt hatte das er voll sure sei, haben wir unser Eis bekommen. Es ist definitiv jeden Cent wert gewesen!

Rein in den Bus und dann wurde es witzig - wir sind auf die Interstate 1 Richtung Brücke und sozusagen zu dem Ende von Key West, aber Glück gehabt, der Bus hat nur alle Hotels im Aussenbezirk abgeklappert...mal eine andere Form von Sightsseing. Da sieht man auch mal Straßen und Hotels die man sonst nicht gesehen hätte und vielleicht auch nie sehen wollte. Endlich nach einer weiteren gefühlt langen Zeit waren wir am Southernmost Point. Boaah watt unspektakulär! Schnell den Fred vor dem Denkmal fotografiert und weiter...die Amüsiermeile runter - wollen für morgen einen Schnorcheltrip buchen!

Nach einen kleinen Gang, einem kurzen Shopping Stop (um mir endlich ein T-Shirt in diesem Laden zu kaufen), natürlich einem Starbucks Kaffee, sind wir auch schon am alten Pier. Wir suchen unseren bereits vorher als favorisiert herausgepickten Schnorchelanbieter und wollen dort für morgen buchen - aber: Morgen ist ein Tropensturm angekündigt kriegen wir gesagt - rufen sie doch morgen früh kurz durch ob wir überhsupt rausfahren! Seufz! Tropensturm...super, dann kaufen wir morgen einen Regenschirm und gucken uns eben alle anderen Museen an die uns noch fehlen :-( Abwarten...morgen um 9.00 Uhr sind wir schlauer!

Weil wir ein Hüngerchen hatten, wieder ans Pier - rein in eine schmierige Pinte und ein lecker Delfin Sandwich essen und die Bierkarte durchtesten. Das Grundprinzip haben die da wirklich verstanden :-)




Zwischendurch fing es an zu regnen, will seitdem auch nicht aufhören...schlechtes Omen für Schnorcheln? Die Pinte ist nett, aber weil es irgendwie noch zu früh ist zum versacken, ab ins Hotel...Nachmittagschlaf halten im Regen...

Key Lime Pie am Stiel

...das waren heute mal zwei Highlights!
Das erste war ein Key Lime Pie am Stil mit komplettem Schokoladenüberzug. Uuuuuuuaaaaaaaaargh, war DAS lecker, und das zweite Highlight war der Key Lime Pie von Kermit's Key Lime Shoppe auf dem Rückweg vom alten Hafen. Mann-oh-meter! Ich bin ja bekennender Käsekuchenliebhaber, und das beste bis jetzt war ein Stück vom Starbucks -ich glaube im Berliner Flughafen-, aber dieser KeyLime Pie übertrifft es noch mal.
Das ist gleichzeitig sauer und soooooo süß. Einfach lecker! Und dann noch am Stiel komplett mit Schokolade. Das kann einen schon mal aus den Socken hauen.

An dem Laden von Kermit waren wir am Vormittag schon vorbeigekommen, als wir mit einem Trolley die Standrundfahrt gemacht haben. Da stand er schon sehr dekorativ vor dem Laden und hat seinen Kuchen angepriesen. Wir sind da aber erstmal weiter gefahren, weil wir noch zur Residenz von Hemmingway wollten. Hier hat er mit -ich glaube Ehefrau zwei bis vier- gelebt und ein bißchen geschrieben. Und er hatte Katzen. Aber nicht irgendwelche, sondern welche mit sechs(!) Zehen. Da liefen dann auch welche von in dem Museum rum. Aber alle mal sowas von entspannt. Eine schlief auf einer Vitrine mit Ausstellungstsücken, eine andere auf einer Bank, vor der eine 20 Mann starke Besuchergruppe grade erkärt bekam, warum ein Penny vor dem Pool eingelassen ist. Das war nämlich Hemmingways "letzter Penny" den er seiner dritten(?) Ehefrau hingeworfen hatte, nachdem die ihm zuliebe einen Pool hat einbauen lassen während er auf Kriegberichtserstattertour war. Das Haus hatte damals $8.000 gekostet, der Pool $20.000. Nam dann ja auch kein gutes Ende mit Ehefrau drei.

Nach Hemmingway an einem Stand den oben erwähnten Schoko-Pie erworben, und dann weiter zum einfach alles "Southernmost" Punkt. Southernmost School, House, Hotel und Point. OK, einfach alles am südlichsten. Von dort dann in die Duval Street, und die dann vom "ruhigen" Ende bis nach ganz vorne einmal raufgewandert. Kurz einen Blick in die Sloppy Joe's Bar geworfen und kanpp von der Webcam verfehlt...Vielleicht klappt's morgen, wenn wir mal eine Minute stehen bleiben. Sloppy Joe's war Hemmingways Stammkneipe und sein Haus lag praktischerweise die Strasse runter immer in Richtung Leuchtturm. So hat er wohl mehr als einmal den Weg mithilfe des Leuchtturms gefunden. Er fand übrigens auch, dass er inzwischen einen kleinen Anteil an der Kneipe erworben hatte. Bei Renovierungsarbeiten hat er sehr zum Leidwesen seiner gerade aktuellen Ehefrau ein Pippibecken von der Wand montiert und in seinem Garten aufgestellt und jedem Besucher voller Stolz gezeigt. Nun gut.
Nette Geschichte. Ich werde Bertholt's Becken jedenfalls da lassen, wo sie sind. Versprochen!

Weil wir eigentlich für morgen eine Schnorcheltour buchen wollten sind wir noch in den alten Hafendistrikt. Die Dame wollte unsere Buchung für morgen aber gar nicht so recht entgegennehmen, denn es ist für morgen ein Tropensturm angekündigt. Wir sollen morgen früh mal anrufen. Gut, machen wir! Mal sehen wie das Wetter wird.

Wegen eines kleinen Hungergefühls haben wir und dann für den "Schooner Wharf" entschieden. Sah aus wie ne Piratenkneipe mit lustigem Intereur und Leuten. Dummerweise fing es an zu regnen und wir sind noch auf das ein oder andere Getränk da geblieben. Dann nach Hause. Blöd nur, dass es immer noch regnete. Was hier aber wirklich nicht schlimm ist. Denn erstens sind wir nicht so nass geworden, wie auf Sanibel beim radfahren, und zweitens ist Regen bei über 30 Grad wahrlich nicht schlimm! Die Klamotten hängen jetzt samt der Handwäsche vor der Klimaanlage zum Trocknen und ich sitze wieer draussen, weil es jetzt nämlich nicht mehr regnet.

Soviel für heute!

Montag, 27. September 2010

Key West ...ist frenzy! Naja, nicht ganz....

Nicole:

...Key West ist Ibiza für Amis trifft es besser :-) Sehr lustig hier durch zu flanieren. Unser superniedliches Inn haben wir dank eines wohlgemeinten Tipps ja schon gefunden gehabt. Danke nochmal!!! Ich habe Hotels gesehen, da würde ich Geld zahlen um da nicht wohnen zu müssen. Springbreak in klein...uaaaahhh!

Der Ort an sich ist sehr hübsch, viele Leute sind unterwegs und das Publikum ist einfach nur bunt! Wer Party will, kann sie bekommen. So sind wir nach ein bisschen Siesta am Nachmittag losgezogen und haben uns fröhlich die Hauptstraße runter getrunken und gegessen. Zwischendurch hätte jemand Herrn Fred warnen können, das Coctails, welche Agent Orange heißen, auch so wirken :-)
Man beachte den Sonnenuntergang im Hintergund!
Letztendlich wollten wir um 7.30 Uhr DEN Sonnenuntergang sehen! Aber totaler Beschiss - nachdem wir an DEM Pier 2 billige Caipirinjas für 24,- Dollar gekauft hatten, haben die Wolken vor das Bild geschoben...gemein!!!! Nun müssen wir da morgen wieder hin und Caipirinjas trinken...
Was für ein Ärger...morgen wieder!

Hach! Danach sind wir betrübt nach Hause - und prompt kam auch ein Gewitter, aber egal, sowas freut einen hier! Beine in den Pool baumeln lassen, Blitze gucken und noch ein Absacker Budweiser...dann ins Bett ...Nacht!

Sonnenuntergang deluxe!

...Schlachte, Du kannst einpacken!

Gut, bei den Preisen für 'nen Cocktail bist Du noch verdammt gut im Rennen, aber dafür es ist an der Schlachte um diese Zeit a****kalt und Sonnenuntergänge sind auch nicht so toll zu gucken. OK, heute waren defintiv zu viele Wolken, aber was soll's wir sind ja noch zwei Nächte hier. Das wird schon noch....

Heute gab es wie angekündigt mal nen Salat, und der war gar nicht mal so schlecht. Und die haben hier sogar ihre Variante von Green Lemon. Bud Light Lemon! Wär auch traurig im Land des Key Lime Pie. Den gibt es hier auch noch mal, das ist ein unbedingtes muss.

Jo, reingefallen bin ich heute beim Cocktail testen. Erst war dieser "Agent Orange" zwar Orange, aber sonst nur aus Alkohol zusammengebaut, nicht ein Fatz Saft drin, und dann war die "plain" Cola, die ich mir zum Verdünnen bestellt hatte noch so 'ne lokale Chlor-Cola... Bäh, das ist ja wie im Mittelalter, trink mal lieber Bier oder Wein, da bekommst wenigstens kein schlechtes Wasser. Uuuuuuääääähhhhhh... Ich werd' mich wohl mal dran halten.

Nun gut, der Caiphirina am Sunset Pier war zwar größtenteils ein Fertigmix, aber dafür hat wenigstens nicht nach Chlor geschmeckt. Auch was schönes!

Sonnenuntergang in schön hatten wir heute mal nur der Wolken wegen. Die waren nämlich ein wenig im Weg, für den perfekten Sonnenuntergang. Macht aber nix, war auch so schön. Wir haben ein wenig Wolkenraten gespielt. Homer haben wir gesehen, und den Hulk auf 'nem Surfbrett oder Skateboard. Naja, sah jedenfalls für uns so aus.



Morgen gehen wir vielleicht mal in einen der Läden, die erst abends aufmachen, und dann aber auch laute Musik haben. So' ne Art Open Air Aladin. Eigentlich gar nicht so schlecht. Wir werden es mal testen.

Und dann gibt es ja wenn es gut läuft mal einen Sonnenuntergang ohne Wolken. Wenn wir doch schon mal da sind....

Noch südlicher geht nicht!

Wir sind da!

Sehr viel südlicher als hier wo ich grade sitze geht es auf dem US-Festland nicht mehr wirklich. Zum "most southern point of the US" sind es vielleicht 500m Luftlinie. Einem wie sich herausstellte sehr guten Tip folgend (Danke, Thomas & Ulrike!) sitzen wir jetzt im Blue Parrot Inn. Wir sind ohne Resevieung einfach mal her gefahren. Nicht zu unrecht. Draußen hing ein Schild "vacancies" ("Zimmer frei") und wir hatten so ziemlich direkt davor geparkt. Eben rein, $10 Nachlass auf das Zimmer bekommen und für drei Nächte eingecheckt. Die Frage wegen des Parkplatzes wurde mit einem "Wo habt Ihr 'nen Parkplatz? Nicht mehr bewegen das Auto!" beantwortet. Gerne! Unser Zimmer ist einem kleinen Häuschen hinter dem Pool und die Anlage ist irgendwie charmant. Die Amüsiermeile "Duval Street" ist gleich um die Ecke und zu diesem Platz wo die Sonnenuntergänge bei einem Cocktail zu beobachten ist es auch nicht weit! Geht alles zu Fuß!

Hergekommen sind wir auf der US 1, South. Mile 0 ist hier in Key West. Nicole hat rausgefunden, dass von hier aus näher nach Cuba als nach Miami ist. Sie überlegt noch... ;-) Ich werde nach unseren drei Nächten aber nach Miami fahren, komme was wolle.
Die 7-Meilen Brücke haben wir auch passiert (naja es ging auch nicht anders....) und links und rechts neben der Strasse stapeln sich die Boote in manchen Marinas drei Etagen hoch. Die werden da in so ein Art Hochregallager einfach mal abgestellt. Überhaupt ist man hier ohne Boot definitiv ein Niemand. Hier scheint irgendwie jeder eines zu haben. Aber gut, wenn ich hier wohnen würde, hätte ich wohl auch eines. Die werden dann wahlweise zum Angelkn (Volkssport hier), zum Waserki fahren, oder zum Schnorcheln benutzt. Nicole hat diese Tauchsitze in einem Prospekt entdeckt, wo man den Kopf in einer Art Taucherglocke hat und dann unter Wasser rumdüsen kann. So eine Art Unterwasser-Segway... Vielleicht finden wir ja diesen laden, wo die das anbieten, oder wir gehen einfach so schnorcheln. Wird hier ja auch an jeder Ecke angeboten.

Wir prüfen gleich mal dieses Heft wo die meisten Restaurants ihre Speisekarten abgedruckt haben und gucken mal wo wir nachher mal was zum Abendbrot bekommen.

Drei Nächte hier und dann heißt es noch einmal umziehen und: "Welcome in Miami!" (Den Song kenn ich jetzt wieder...)

Sonntag, 26. September 2010

Key Largo, Montego Baaaay...lalalalaaaa

Nicole:

"Nobody wants to stay in Homestead" - Wir auch nicht mehr nachdem wir da waren...wäre ja sehr viel günstiger als hier, aber nun sitzen wir im Coconuts direkt am Pier mit einem Cocktail. Besser!

Unsere Nacht war verdammt früh zu Ende, denn wir hatten diese Kajaktour in den Sunrise gebucht und mussten um 7.00 Uhr in der Lobby parat stehen. Bewaffnet mit Sonnenschutz, Mückentod und wasserfesten Schuhen. Dann kam ein junger aparter Mann names Corey, blondgelockt, Surfboy und einen Master in "Ecotourism and Adventure Holidays". Was man hier so studieren kann....

Nach einer kurzen Einführung ging es los in die Mangroven. Es war sooooooo toll da! Die Bäume im Wasser, die Fischadler, die Kraniche, das Grünzeug und natürlich die Alligatoren. Wir sind direkt an denen vorbei gepaddelt, dabei natürlich nicht in die Augen starren...der Satz kam mir bekannt vor. Nach dem Zweiten und Dritten wurde man auch wirklich ruhiger...die Fotos hat der Fred, der hat den Zoom :-)

Schön war natürlich auch, das keine Sonne meine olle Haut berührt hat :-)

Keine Sonne...    

Corey hat uns jede Frage geduldigt beantwortet und was das beste war, er konnte jede Frage beantworten :-) Nach den 2, 5  Stunden gepaddel waren wir wieder im Hotel und mussten dringend duschen. Das haben wir gemacht und gegen Mittag sind wir los über den Tatami Trial zur Ostküste. Natürlich haben wir einen der Boardwalks durch den Sumpf  noch mitgenommen, aber das konnte mit unserem Gepaddel nicht mithalten. Kein Vergleich!!!
Fred auf dem Boardwalk
Danach ging es nur geradeaus auf der 41...vorbei an dem Skunk Ape Research Center (hihi! KLICK! ), einigen Indianer Dörfern und diversen Stellen die Airboat Touren angeboten haben.
Nach dem Sumpf kamen über 30 oder 40 Meilen nur Baumschulen mit Palmen und Orchideen und schwupp waren wir hier...in Key Largo!


Morgen nach Key West und dann mal gucken...

Durch die Everglades, kurz vor den Keys...

Die Paddeltour war großartig!

Vor lauter Aufregung (oder war es doch nur die dröhnende Klimaanlage?) bin ich viel zu früh und viel zu oft aufgewacht... Naja, wenigstens nicht müde, sondern trotz der Klimaanlage wegen des guten Bettes gut erholt.

Für die Everglades ist Everglades City und das Ivey House (wir waren im Inn) echt zu empfehlen. Bisher das beste Preis/Leistungsverhältnis. Ausnahmsweise KEINE Waffeln zum Frühstück (Ach, hatte ich eigentlich erwähnt, dass ich vorgestern endlich meine erste Waffel mit Syrup hatte? War jetzt irgendwie nicht so Bringer. Der Syrup schmeckt zwar Klasse, aber die Waffel, wie man sie hier überall im Hotel bekommt, ist eher nicht so der Bringer... Na, wenigstens mal probiert!) ..aber weiter mit Ivey House...Zwei, nein drei Sorten Käse (was die Amis so Käse nennen...) nettes Müsli, Früchte... Das beste Hotelfrühstück, was wir bisher hatten. Uuuuuuuuuuuund natürlich kann man im Ivey House die Kajaktouren buchen (als Gast mit 10% OFF, yeaaahhhh!) Unbedingt mal machen, ES LOHNT SICH!

Mal vor Sonnenaufgang wach und draussen zu sein, war auch mal gut. Unser Guide (Corey, 24, Typ Surferboy mit verdammt vielen Locken auf'm Kopp) war witzig, und hat uns gut durch den "Mangroven-Tunnel" gelotst.


Und dann war es soweit: "Hey look! An Alligator over there!" Wow, und wahrhaftig, da war er! Ein eher kleines Exemplar (6 foot, gute 1,8m). Corey hatte uns aber auf der Hinfahrt schon erklärt, dass die Alligatoren meistens eher kleinere Beute (als uns) bevorzugen, sie am Tag eher träge sind, und überhaupt nur ein bis zwei mal im Monat fressen würden. Und überhaupt: Alligatoren hätten nicht viel mit dem zu tun, was man bei Crocodile Dundee so immer so sieht. Denn das wären ja Krokodile, und DIE würden Sachen essen, die viel größer als sie selbst wären. Gut, dass das für Alligatoren ja nicht zutrifft.

Wir paddelten so über diesen sagen wir mal "Bach", der bekam dann immmer mehr Seerosen, und irgendwann waren wir dann im Mangroven-Tunnel. War schon irgendwie cool. Da so durchzupaddeln. Eeeehm, oder durchzugleiten, den erst mussten wir unsere Paddel teilen und nur noch mit einer Hälfte weiterschwimmen. Später konnten wir auch das ins Boot packen, und uns von Ast zu Ast hangeln. (Auch wenn Nicole wegen der Spinnen erst nicht so recht wollte.)

War schon prima. Nachdem wir ein wenig von der Strasse weg waren (die wir vorher im Kajak unterquert hatten), nahmen die Geräusche von der Strasse ab, und man hörte fast nur noch die Vögel und die anderen Geräusche. Prächtig!

Irgendwann mussten wir dann wieder umdrehen. Auf dem Rückweg gab es wieder Alligatoren zu sehen, manchmal nur drei, vier Meter entfernt. Und dieser eine Mama-Alligator hatte auf dem Rückweg sogar einen Baby-Alligator auf dem Kopf sitzen. Sehr putzig!

Dann war die Tour doch zu Ende, und es ging zurück ins Hotel. Nochmal Duschen, auschecken..... We're on the road again! Auf Weg sind wir mal kurz bei einem "Trail" angehalten. Da waren wir aber ganz schön auf dem Holzweg. Und zwar im wahrsten Sinne. Denn diese Trails sind aufgeständerte Wege ins Everglade Land. Nicht schlecht, aber unsere Paddeltour war besser!

Die Strasse aus den Everglades sind laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaang und gehen eigentlich nur geradeaus. OK, das hatten wir schon, aber soooooooooo lange geradeaus war noch nicht dran. Das beste war aber die "Dixie" Road, die ihrem Namen dummerweise grad keine Ehre machte, obwohl wir es doch gut gefunden hätten. Denn eines ist echt doof hier. Das geht sooooo lange geradeaus, und es gibt quasi keine Rastplätze mit 'ner "Gelegenheit".

Wir haben es dann bis Key Largo ausgehalten, und haben dort erstmal das Visitor Center gestürmt. "Clean Restrooms" klang einfach zu verlockend. Nebenbei gab es von einer reizende älteren Lady noch ein paar Prospekte und Karten von den Keys.

Tja, und so sind wir jetzt kurz von den Keys, nein eigentlich ja schon drauf... Heute Nacht in Key Largo (wie verdammt noch mal hieß denn dieser Song...) und morgen dann auf nach Key West!

Juhuuuuu!

Schnie, Schna, Schnappi...

...oder was hier alles in die Friteuse kommt

Boa, war das fettig. Wir haben den Tip vom Hotelier angenommen, und sind zur Oyster Bar zum Abendbrot. Deren Spezialität sei frittierter Fisch. Klang jetzt gar nicht sooooo schlecht.

Angekommen, ausgestiegen, jaaaaaaaaaa, da drinnen wird frittiert...

Ok, trotzdem rein in den Laden. Der hatte irgendwie seinen eigenen Charme. Überall an den Wänden hingen so Sprüche, wie „Oh, ich wünschte ich hätte zwei Männer auf einmal: ….einen der kocht, und einen der putzt....“ Ok, vielleicht war die robuste Dame, die meine Kreditkarte entgegen nahm doch die heimliche Big-Mama von dem Laden. Ihre Männer hatte sie dann aber wohl gut im Griff.


Aber vor dem Bezahlen kommt das Essen. Erstmal aussuchen, was es denn geben soll. Meine Wahl waren die „Grouper Fingers“. Fish Fingers sind quasi Fischstäbchen und Grouper ist Barsch. Konnte also nicht viel falsch laufen. Dass die von hier waren hat man tatsächlich geschmeckt. Mann hat den Moddergeschmack deutlich 'raus geschmeckt. (Fast so wie ein Brassen aus 'nem Moorteich).

Ansonsten harmlos.


Nicole war deutlich mutiger. Damit die Jungs morgen früh mal gleich wissen was los, wurde der „Alligator Basket“ geordert. Basket heißt ja nur so ein kleiner Korb mit Papiereinlage, unten Fritten drin, und oben... genau: ALLIGATOR. Auf der Speisekarte war noch eine kurze Erklärung, wie das so schmecken sollte, schien also recht normal zu sein so ein Viech zu verputzen. Irgendwann kam das Essen dann, und der Alligator wurde probiert. Das einzige was Nicole nicht mochte war der Senf, der dazu gereicht wurde (Senf mag sie aber sonst auch nicht). Ich habe auch ein Stück frittierten Alligator probiert. Schmeckte jetzt nicht so besonders. Ich vermute allerdings auch, dass der nicht wirklich eine gewürztechnische Behandlung erfahren hat. Naja, Haken dran.

Auf der Speisekarte standen allerdings auch noch andere Sachen, die es bei uns jetzt so nicht geben würde. Frittierte „Everglade-Froschbeine“ und Schildkröte. Hmmmm, mag ja sein, dass die hier genug von haben und das gerne mögen. Bei uns eher nicht so angesagt. So ist das eben mit den anderen Ländern und den Sitten.


Ich glaube ich nehme morgen mal einen Salat....

Samstag, 25. September 2010

Everglades - das Land der Libellen

Nicoles Brille:

Libellen sind grausam angsteinflößende Tiere, jedenfalls für mich. Somit bin ich in einem Ort, wo die Libellen Fussballgröße haben genau richtig! Ich freue mich jetzt schon auf die 7. 30 Uhr Kajaktour durch die Mangroven morgen. Laut David, unserem Hotellier, kommen dann auch Mosquitos groß wie Fussbälle :-) Aber wir haben DEEEEEED! Das hilft...

Wir sind in Everglade City angekommen - einem Örtchen im Nichts in einem sehr niedlichen Ökohotelchen! Eigentlich lädt das hier zum Verweilen ein, aber unsere Rundreise treibt und schon morgen weiter in Richtung Keg Largo.

Wir sind morgens direkt aus Sanibel losgebraust und wollten direkt durchgefahren. Da meine olle Sonnenallergie, meine Halsschmerzen und meine tränenden, geschwollenen Augen aber irgendwie über Nacht nicht verschwunden waren, mussten wir doch noch mal in den Supermarkt  - Drogen und Kortisonsalbe kaufen!  Und wir haben es  - das Wundermittel! Hilft gegen alles, aber macht einen leider komplett Watte im Kopf.
Guter Stoff!

Somit habe ich das wieder bleiben gelassen und mir stattdessen einen ordentlichen Hut gekauft. Somit sehe ich aus wie eine Einheimische und falle nun überhaupt nicht mehr auf. Und die Sonne kann mir wenigstens im Gesicht nichts mehr anhaben! Für morgen habe ich mir ein blaues langärmeliges Nachthemd als Bluse gekauft. Damit bin ich dann komplett "Sonnensicher". Ha! Das wäre doch gelacht!

Ich mit meinem neuen Hut!
 
Weil ich so ein bisschen wattig im Kopf war, als wir ankamen, haben wir beschlossen keinen klassischen "Swamp" Walk mehr zu machen - kommt morgen nach den 3 Stunden Kajak- sondern nur eine kleine Schifffahrt durch die 10.000 Inseln der Everglades. Diese liegen an der Schnittstelle vom Chokoloskee River zum Golf von Mexiko. Da keine Saison ist sind die mit einem riesigen  30 Personen Boot und nur für uns losgebraust. War klasse - wir haben Fischadler, Pelikane in verscheidenen Farben, Delfine und den Popo von einem Manatee ganz von Nahem gesehen.  :-) Nach 1,5 Stunden Natur gucken wieder ins Hotel...bloggen und dann in eins der drei Restaurants am Ort...und in allen gibt es Fisch. Yummie!

 

Mangroven, Kajaks und Rundschwanzseekühe

Oh... (kleiner Einschub). Gestern konnte ich nicht anders und wir haben jetzt diese Dosenüberzieher... ;-) Jetzt gibt es beim Trinken nicht mehr so kalte Finger...
(Einschub Ende.)




Wir sind wieder runter von Sanibel Island. Quasi wieder auf dem Festland, oder wie man diesen Ort hier inmitten der schwammingen Grasseen bezeichnet. Wenigsten die Fussgängerwege (wenn vorhanden) und die Strassen sind fest.

Auf dem Weg hierher waren wir in einem WalMart Superstore. Die haben neben Nicoles bunten Pillen (So wie die aussehen, sollte ich vielleicht auch mal eine versuchen..) so ziemlich alles. Sogar Autoreifen, und zwar große! Nur leider keine Aqua-Schuhe in meiner Größe. Mist!

Dann haben wir noch mal in Napels nach dem "Historic Distric" geguckt, nur um sicherzugehen, ob der hier auch so "alt" ist, wie der den wir schon mal gesehen haben. Jepp! Willkommen im Historic District, und das erste Haus was kam war von... "1921". Aha, also können wir uns die weiteren "Historic Districts" wohl wirklich sparen. Dann sind wir kurz weiter zum Strand, um mal zu schauen, was wir verpasst haben, als wir auf Sanibel waren. Der Strand war OK, aber irgendwie war unser kleines Hotel doch besser.

Am Strand von Napels gab es allerdings dann doch noch ein kleines Highlight. Als wir auf dem Pier waren, und den Leuten so beim Angeln zugeguckt haben, sahen wir unsere ersten Delphine hier. Sollten heute jedoch nicht die letzten sein.




Für heute Nacht sind wir im Ivey House in Everglades City. Nachdem ich den netten Herrn vom Hotel hier gestern Abend am Telefon erstmal ordentlich verwirrt habe mit wilden und wirren Datumsangaben, hat dann aber doch noch alles geklappt. Anrufen war ausnahmsweise mal notwendig, weil wir rausbekommen wollten, ob die Kajaktour irgendwie buchbar sind, obwohl wir nur eine Nacht bleiben wollten. Nach ein paar Minuten stellte sich raus: Es ging! Zwar nicht so wie im Internet angepriesen (das wäre dann heute Nachmittag gewesen), sondern morgen früh. Und so starten wir morgen früh (für Urlaub früh) um 7.00 Uhr zu einer Kajak-Tour durch die Everglade-Mangrovenwälder. Mal sehen wie dicht sich die Alligatoren so rantrauen... Glücklicherweise haben wir einen Late-Check-Out bekommen, so dass wir nach der Tour noch mal aufs Zimmer können, um kurz zu duschen...

Just kommen wir zurück von einer Tour durch die "Tenthousand-Islands". Das ist das Gebiet hier quasi vom Ende der Everglades bis zum Golf von Mexico. Brackiges Wasser mit ganz vielen klitzekleinen Inseln, die eigentlich nur von Mangrovenbäumen bewachsen sind. Dazwischen muss man langsam fahren, denn da wohnen die Manatees. So 'ne Art Seekuh. Auf Deutsch: Rundschwanzseekuh -> Klick: Wikipedia Wir haben tatsächlich welche gesehen, allerdings nicht wirklich fototauglich. Dazu gab es aber noch einmal Delphine, die erst vor dem Boot auftauchten und dann kurz direkt neben dem Motor auf der Welle gesurft sind. Vögel gab es auch reichlich: Weisskopf-Adler, Seeadler, Fischreiher und Pelikane. Toll!

Gleich gibt es noch Abendbrot, und dann ab ins Bett, damit wir morgen früh fit sind für die Paddeltour durch die Everglades!

Freitag, 24. September 2010

Die "elektronische Mobilitätshilfe"

...oder eben auch "Segway". Ein einachsiger elektronisch stabilisierter Elektroroller. (klick -> Wikipedia)Sieht kompliziert aus, ist es aber nicht! Wir sind drauf gestiegen (natürlich nachdem wir das Sicherheitsvideo angesehen haben, und unterschrieben haben, dass niemand haftet, wenn uns was passiert) und los gings. Einfach zu lernen, einfach zu fahren! Und macht einen Höllenspaß, wenn man den Bogen erstmal so richtig raus hat. Das dauert eine Viertelstunde. Und dann nahm Rian (unser Führer auf der knapp zweistündigen Tour über die Insel) den Geschwindigkeitsbegrenzer raus. Ab da waren wir schneller als 6 miles per hour. Ganze 12(!) mph waren jetzt möglich. Naja, Raserei kann man das jetzt auch noch nicht nennen, ist aber schon ganz nett. Wir fuhren so hier und da zu kleinen netten Örtlichkeiten und Rian erzählte uns eine Menge über die Insel, die Flora und auch die Faune. Nein, die "Alligator" Schilder stehen hier nicht nur für die Touristen zum gruseln, er hatte sogar schon mal einen "sich etwas zum Abendbrot" besorgen gesehen. Die größeren (größer als 6 Fuß, also knapp 1,8m werden aber eingefangen und in die Everglades gebracht. Super! Das ist unser nächster Stop.

Wir sahen Bäume mit Sternfrüchten, Limonen, und Grapefruits. Wächst hier einfach so... Cool! Wir haben zwei Sternfrüchte mitgenommen, die sogar hier im Laden $5 kosten sollen. Die liegen jetzt im Kühlschrank und werden heute abend mal probiert. Die Papaya und Mangos waren leider noch reif. Hätte ich gerne mal probiert...



Meine bange Frage, nach dem Regen gestern, ob wir denn auf der Tour trocken blieben, beantwortete Billy (dem gehörte der Laden und die Segways) nach kurzem rumgeklicker in seinem Computer mit "Jepp, you're safe until 3 p.m.!" Vielleicht sollte er mal seinen Bildschirm säubern, denn dieser eine dunkele Fleck auf seinem Bildschirm waren die Regenwolken, die uns dann zwischendurch doch wieder nass werden liessen. Machte diesmal aber gar nix, denn erstens waren die Segways kurzschlusssicher, und hatten überdies vorne einen wasserdichten Rucksack dran. Kamera und Telefon da rein, alles war gut. Einen Kommentar gab es allerdings doch von Rian in Richtung Billy als wir wieder zurück waren. Der zuckte aber nur kurz mit den Schultern mit dem Hinweis. "Es war aber nur ein kleiner Fleck zu sehen". Jaja..

(Mein Schlau-Telefon funktioniert übrigens wieder, ich hab es heute aber mal in der etwas trockeneren Klimaanlagen-Luft gelassen und nur das etwas robustere mitgenommen.)

Nicoles undankbare beginnende Sonnenallergie (äußerst unpraktisch hier in Florida) versuchen wir mal mit dem eben gekauften hochdosierten Kalzium und etwas Cortison-Salbe in den Griff zu bekommen. Die Supermärkte hier sind aber gut sortiert. Alles was es bei uns nur in der Apotheke, oder teilweise auf Rezept gibt, kann man hier so im Supermarkt kaufen. Nicht schlecht. Bei mir ist alles gut, ich sitze gerade am Pool und lass mir die Sonne auf den Rücken scheinen. Herrlich!

Der etwas größere dunkele Fleck, der für drei Uhr angekündigt war, ist just vorbei, da hat es hier mal kurz ne halbe Stunde geregnet und gedonnert. Nu ist aber alles wieder gut. Toll ist ja, dass es zwar regnet, aber es dabei nicht kälter wird. Wenn es bei uns bei Regen immer um die 30°C wären, würde ich Regenwetter spontan gut finden! Wenn die Sonne scheint, kommen alle wieder raus und genießen die Sonne. Sogar die vielen kleinen Echsen, die hier überall rumpesen sind wieder da.

Alligatoren und Luftfeuchtigkeit...

...oder warum auch warmer Regen manchmal blöd ist.

Jetzt schon gestern waren wir ja ein wenig auf Radtour. Die Schilder an denen man dabei vorbei kommt, sind schon etwas andere als bei uns. Wenn bei uns vielleciht mal steht: "Achtung Zecken" oder so etwas in der Art so sind die Plagegeister hier mal ne Nummer größer. "Achtung Alligatoren", das ist mal ne Ansage. Aber alles halb so wild, man soll dann einfach langsam weiterfahren. Jaja, ist klar. Glücklicherweise haben wir keinen Alligator gesehen, aber wenn doch hätte ich "langsam" sicherlich mal neu definiert.

Bis zum "Ding Wildliferefugee" hatten wir noch Bombenwetter. Das ändertesich allerdings auf der Rückfahrt recht schnell und dramatisch. Von strahlendem Sonnenschein, zu etwas Wolken, zu "oh, diese Wolken können regnen, und zwar wie!" waren es vielleicht zehn Minuten. Eigentlich mal ganz nett bei über dreissig Grad durch den Regen zu radeln. War auch gar nicht schlimm. Zumindest für mich. Meine Kamera und mein Telefon waren da nicht so entspannt. Die Kamera habe ich wieder trockengeföhnt, und funktionsfähig bekommen. Mein Schlau-Telefon allerdings habe ich etwas länger geföhnt, und da arbeitet der Touch-Screen leider nicht mehr. Ziemlich blöd für ein Telefon ohne Tasten!. Naja wird schon wieder. Ich habe hier nur leider keinen Backofen zur Hand, in den das Teil bei gepflegten 50° mal nen halben Tag verbringen könnte.

Allgemein ist die rel. Luftfeuchte hier mit um die 80% sehr hoch. Da liegt der Taupunkt gerne mal bei 22 bis 24° C. Das kann schon mal reichen um eine Klimaanlagen kalte Kamera zum beschlagen zu bringen. Aber da hilft ja der Fön! ;-)

Die Luftfeuchte sorgt übrigens auch dafür, dass ich hier beim Tippen in unserem Vogelkäfig nur mit Fingerbewegn voll in Schweiss komme. Wer mich kennt, weiss dass ich sonst erst ziemlich spät anfange zu schwitzen. Bäh, ist das doof.

Aber wir bekommen bestimmt gleich etwas Fahrtwind ab, denn gestern auf dem Hinweg bei der Fahhradtour hat Nicole mit messerscharfem Blick diese Schild "Segway-Tours" gefunden. Also kurz rein, und kurzentschlossen für heute gebucht. Mal sehen, wie das Wetter so wird...
Wer nicht weiss, was ein Segway ist, einfach mal googlen, oder den nächsten Bericht abwarten.

Ich muss jetzt mal rein zur Klimaanlage. Puh, ist mir warm...

Donnerstag, 23. September 2010

Piewarm und nass...

Nicole:...es hat hier doch wirklich geregnet und zwar Hunde und Katzen! Natürlich als wir auf dem Fahrrad in der Pampa standen. Frechheit, wo ich schon mit Klimaanlagenhalsschmerzen kämpfe! Weder mein Poncho noch die Regenhaube sind in greifbarer Nähe - wie wäre es ach anders möglich :-) Also im Tiefflug mit Gegenwind zurück ins Hotel und erst mal duschen. Nun bei einer Pepsi auf der Terasse sitzen und bloggen.
Ich nenne unsere Terasse auch gerne unseren Insektenkäfig. Die ist nämlich komplett mit Insektengaze dicht gemacht, damit man hier gut und ohne Viecher sitzen kann. Allerdings fühlt man sich auch wie im Vogelpark Walsrode auf der falschen Seite der Gitter...ich will RAUS!

Unser Hotel hat hauseigene Fahrräder, welche man umsonst leihen kann. Nach unserem Frühstück sind wir also los. Bisschen rumfahren - mal wieder den "Historic District" suchen und zum Ding Park, einem Wildlife Reservat. Und zwischendurch natürlich ein paar Cache heben. Diese Absicht führte uns auf einen modderigen Wandertrail, der uns sogar auf deutsch vor Krokodilen warnte. Gefunden haben wir leider nur Mücken....und natürlich den Cache in einer Munitionskiste. Auch Cache zwei und drei waren in Munitionskisten. Wahrscheinlich hat die hier jeder so zu Hause...
Nach dem dritten Cache wurde ich ein wenig quengelig, weil wir imer nur 100 m Fahrrad fahren -absteigen -suchen - 100 m Fahrrad fahren - absteigen...usw. Ich wollte doch zum Ding Park. Also Schluss mit dem gecache, Pedale treten zum Ding Park. Freddys GPS hat uns lustig durch die Gegend manövriert bis wir uns aus einem Diner eine der vielen Gratis Straßenkarten geholt haben.  Nun aber zum Ding Park...ich war so fertig als wir da waren! Wer kommt eigentlich auf die blöde Idee bei 32 Grad in knalliger Sonne über Mittag Rad zu fahren? RRRRRRichtig - doofe deutsche Touris! Am Park ging meine Hautfarbe schon leicht ins rötliche und ich war klischnass geschwitzt. Igitt! Also nicht mehr mit dem Rad durch das Reservat, sondern nur die Schmalspur- Variante - die Austellung anschauen! Netter Weise war die sogar umsonst und klimatisiert ;o) Danach also nach Hause und dann kam der Regen!

Heute mache ich nichts mehr außer Surfen, Lesen und vielleicht noch eine Runde in den Whirlpool! Habe Fred zu Delivery Service überedet :-) Muss also nicht mal mehr essen gehen...schön!

Mittwoch, 22. September 2010

Das Lied des Meeres

...oder auch "Song of the Sea". So der Name unseres Hotels. Jetzt sind erstmal zwei Tage rumschlunzen angesagt. Nachdem wir die $6 für die Brücke hierüber bezahlt hatten, schwupps noch dreimal abbiegen, und wir waren da. Glücklicherweise sieht das Hotel in der Tat mal so aus, wie auf der Internetseite, und wir freuen uns über unsere Wahl.

Nicole hat sich gerade auf einen Sonnenliege am Pool geflezt und ich glaube irgendwas mit dem Cocktail an der Strandbar von eben war bei ihr nicht in Ordnung. Kommentare wie "Wenn die Sonne gleich weggeht, wird's glaube ich warm.." irritieren mich ein wenig. (In der Tat zogen just ein paar dunkle Wolken über die Insel, und nach 10,5 Jahren weiss ich was sie meinte... Die Wolken sind aber schon wieder weg, wir sind eingecremt und lümmeln draußen rum.)

Mein Netbook-Bildschirm kommt erstaunlich gut mit der Sonne klar stelle ich grade mal hoch erfreut fest. Aber das nur nebenbei.




<=- DAS ist Amerika:Immer ein bißchen größer...






Auf dem Weg hierher haben wir mal die amerikanische Variante von Wohnmobile gesehen. Thomas und Papa: Ihr könnt einpacken! Vorneweg ein WoMo so groß, wie bei uns ein Reisebus, und weil man damit ja nicht überall hinkommt hinten drann noch ein Jeep. Jetzt aber nicht auf einem Anhänger, sondern einfach mal drangehängt. Länge läuft... Wer jetzt denkt, dass sei ungewöhnlich (hatten wir kurz gedacht), fünf Minuten später überholten wir den nächsten Kollegen aus DER Kategorie Wohnmobilist.










Bevor wir hier nach Sanibel auf die Insel gefahren sind waren wir noch im Edison Museum in Ft. Myers. War eigentlich ganz nett, aber ich glaube man könnte mehr draus machen. Nun gut, war ja auch "nur" sein Winterwohnsitz. Aber jetzt weiss ich zumindest, dass der gute Edison mit den Herren Ford (ja, der mit dem T-Modell) und Firestone (der mit den Reifen) eng befreundet war. Und dass er auch (auf der Suche nach einer Quelle für das viele Gummi in den Autoreifen entsprechende botanische Forschungen angestellt hat. Das zumindest war mir vorher nicht bekannt.


Pläne fürs Abendbrot haben wir wieder mal nicht. Hier gibt es aber auch keine Lobby in die man sich abends mal reinsetzten kann und dann interessante Leute kennenlernt. Mal sehen was der Abend heute so bringt. Bis jetzt gab es ja doch immer irgendwie eine Überraschung. Wir haben auf jeden Fall für heute auch mal einen Coupon für 10% Rabatt in der "Sea Star" Bar...

Nicole hatte übrigens die Nase voll, von lauten Klimaanlagen und wollte was zum heute durchschlafen... Wir waren dann mal kurz einkaufen. Ich habe ein Bild gemacht, schauen wir mal was am besten hilft. ;-)

Dienstag, 21. September 2010

Sandy, Bob, und der Yacht-Club

Diese Hotel hier hat es echt in sich! Wir sitzen also mal wieder mit den Netbooks unten in der Lobby bei einem Getränk. Dabei brüten wir denn irgendwann auch über der Landkarte und fragen uns, wie wir denn morgen am besten weiterfahren. Wohin wissen zu dem Zeitpunkt auch noch nicht so genau. Bis uns ein netter älterer Herr von hinten anspricht. Er und seine Frau wären von hier, und wir könnten Sie ruhig fragen, wenn wir was von hier wissen wollten. Wollten wir. Wir wollten nämlich wissen, ob der Strand in Napels wirklich so toll ist, wie geschrieben wird. „Ja, das mag wohl sein, aber wir haben einen besseren Tipp für Euch“. So fing ein mal wieder wirklich sehr schöner Abend an. Wir plauderten eine Weile hin und her, über die besten Tipps und dass man in Homestead (ein geplanter Zwischenstopp) als Tourist nicht unbedingt sein wollte. Aber Sanibel Island, da sollte man gesehen haben. Und zudem wäre der Strand da mindestens so schön, wie in Napels. Obendrein gibt es da noch Sand Dollars ohne Ende. Klang verlockend. Wir wollten sowieso jetzt mal einen Strand-Tag einschieben und Sanibel Island liegt nur 20 bis 30 Minuten von Ft. Myers entfernt. Da wollte ich ja unbedingt hin, wegen des Edison Museums. Das fanden die beiden aber auch. Es wäre wirklich einen Besuch wert. Und auf jeden Fall auch etwas um auch mal einen ganzen Tag dort zu verbringen.


Dann unterhielten wir uns noch ein wenig über die Everglades und dass Everglades City ein guter Ausgangspunkt für Touren wäre. Und Flamingo wär toll. Da hätten die beiden schon mal mit Ihrem Segelboot halt gemacht und es wäre wunderschön gewesen. Hätten wir uns auch gerne angesehen, aber anscheinend gibt es da nur einen Campingplatz. Hmmm, Zelt ist zu Hause, Wohnwagen noch nicht gekauft.... dann fällt Flamigo zum Übernachten aus. Vielleicht fahren wir da einfach so hin, mal sehen.


Das mit dem Segelboot wurde dann Gesprächsstoff, und es stellte sich heraus, dass die beiden nachem sie ihren Laden hier in St. Petersburg verkauft hatten so fünf bis sechs Jahre mit dem Segelboot durch die Gegend getuckert sind. Mittlerweile wohnen sie in Pensylvania, sind aber gerade hier, um sich nach einer neuen Bleibe umzusehen, denn sie wollen wieder hier her ziehen. Sie hätte es hier schon immer schön gefunden und vor allem der Yacht-Club sei so toll. Da wären sie sogar Mitglied geblieben, obwohl sie ja gar nicht mehr hier wohnten. Was wir denn so für Pläne für das Abendessen hätten, wollten sie wissen. Wir hatten uns noch nicht festgelegt, uns so wurden wir gefragt, ob wir denn nicht mit in den Yacht-Club kommen wollten. Die beiden waren nett, und so wollten wir.


Wir brachten dann unsere gesammelte Computer Ausstattung aufs Zimmer und wollten uns dann gleich wieder treffen. Bei dem Stichwort „Yacht-Club“ steckte ich reflexartig noch ein paar Dollar mehr ins Portemonaie, und so zogen wir denn los.


Es wurde ein ganz famoser Abend. Es gab Mahi (Fisch), Musik und zum Schluss noch einen kleinen Rundgang durch den Yacht-Club. Beim Essen unterhielten wir uns noch darüber, warum wir hier sind, und ich erzählte ein wenig von unserem Besuch bei der NASA und dem leider verschobenen Shuttle-Start, dem ATX Tag und meiner Gänsehaut... Jaaaaa, das mit der Gänsehaut könne er gut verstehen, er hatte die damals auch, als er mal einen Shuttle Start gesehen hat. Vom Boot aus. Wow, das muss fantastisch gewesen sein. Er erzählte, dass das Shuttle schon weit oben am Himmel gewesen sei, als man eine Welle über das Meer herannahen sah. Mit der Welle kam der Krach und das wäre sein Gänsehaut-Moment gewesen. Tja, kann ich ihm nicht verdenken. Hätte ich auch gerne gehabt.


Die beiden waren echt klasse. Zwischendurch sind sie immer mal wieder aufgesprungen und haben ein kleines Tänzchen zu der Bandmusik aufs Parkett gelegt. Sandy hat dann noch Ihren Nachtisch mit allen geteilt und beim Weggehen wurde die vorsichtige Frage, wie das denn hier gehe mit dem Bezahlen mit einem Lächeln und einer winkenden Handbewegung beantwortet. Die beiden hatten uns wirklich eingeladen. Wow. Einigermaßen geplättet fragten wir noch, ob wir noch eine Bar wollten, auf ein kleines Getränk. Immerhin wollten wir uns ja auch ein klein wenig revanchieren. Ach, nöööö, sie hätten schon genug gehabt jetzt, es sei ja auch Zeit fürs Bett, und überhaupt, sie würden sich freuen, so nett geplaudert zu haben, und Leuten Amerika ein bißchen näher gebracht zu haben.


Na, das nenn' ich mal 'nen Hammer! Was wohl noch so passieren würde, wenn wir noch länger in diesem Hotel blieben? Bleiben wir aber nicht, denn morgen geht es weiter nach Sanibel Island, da habe ich gerade ein Hotel für drei Nächte gebucht, damit wir unsren Strand-Tag dann auch mal in die Tat umsetzen können.


Und jetzt nach einem äußerst netten Abend.... gute Nacht bis morgen!

Sightseeing without things to see...

Nicoles Brille:
...nicht ganz, aber wir hatten so gedacht, das wir über die Küstenstrasse mal alle Strände in der Gegend abfahren um dann in der großen Stadt Tampa zu landen und dort Sightseeing zu machen.
An der Küstenstraße war leider nicht viel zu sehen, außer vielen Ferienwohnungen und Hotels. Selbst der Zugang zum Meer war eher eine Glückssache. Alles vollgebaut! Wir haben beschlossen mal in eine der vielen "Drive Inn" Drogerien zu fahren um mir neue Sonnencreme und uns ein Strandhandtuch zu besorgen. Rein in den Store und völlig überfordert sein mit den 100 verschiedenen Sonnencreme-Sorten. Neutrogena ist es geworden...da weiß man was man hat :-)

Das Gepunktete in der Mitte weg denken, dann kriegt man einen Eindruck von dem schönen Strand
In Clearwater hatten wir dann Glück - ein großer öffentlicher Parkplatz und direkt dahinter das Meer. Schwimmen wollten wir nicht, aber mal ein wenig flanieren :-) Boooooaaaah, war das Wasser klar und der Strand weiß. Clearwater trägt zu recht seinen Namen, aber da ich unzureichend eingecremt war, sind wir relativ zügig umgedreht. Verbrennen wollte ich nicht so gerne. Wer mal nur am Strand liegen möchte...hier wäre er definitiv richtig...schön am Golf von Mexico entspannen.

Weiter nach Tampa über eine riesige Brücke mitten im Meer. Bauen die gerne, Brücken ins Meer.

Brücke...5 km lang und nur 2 Spuren - zurück gibts die Brücke auch noch mit 4 Spuren!

In Tampa selber haben wir dann was zum Angucken gesucht und festgestellt, es gibt keine Fussgängerzonen in Amerika. Sowieso nichts was man als Stadtmitte ausmachen kann. Kurz entschlossen sind wir zum nächsten Museum gelaufen...immer eine gute Idee! Von dort, auf der anderen Seite des Flusses war etwas mit Minaretten auszumachen. Nach unserer City Map (gibt es an jeder Ecke umsonst) war dies das Henry Plant Museum. Noch in der Annahme, es gehe um Blumen, rüber über den Fluss und hin da. Ein Glücksgriff! Herr Plant hat 1890 ein riesen Hotel mit über 500 !!! Zimmern gebaut und sie haben Teile davon erhalten und als Museum umgebaut. Der Rest des ehemaligen Hotels reicht locker um nun eine Uni zu beherrbergen. Schicke Uni....
Kleiner Teil des Flures
Sehr sehenswert - wenn ihr mal in Tampa seit... Link zum Museum
RICHTIG!
Im Gift Shop gibt es auch wirklich schöne Geschirrhandtücher ;-) ,

Ansonsten haben wir in Tampa nichts Gutes entdecken können....


Was wir morgen machen entscheiden wir gleich bei einem Glas Weisswein for free...