Dienstag, 14. September 2021

WoMo fahren bleibt aufregend....

Morgens auf unserem riesigen Stellplatz am Walchensee aufgewacht und erst mal Betten weg bauen und Frühstück machen. Der Kühlschrank hat 15 Grad, wärmer als im WoMo. Ich schmeisse die Truma an für Grundwärme und warmes Wasser zum Waschen. Vielleicht sollte ich einfach die Kühlschranktür auf machen...wärmt auch. Freddy geht in der Zwischenzeit eine Runde mit der Wencke. Der Walchensee ist gleich am Stellplatz, war ins vorher nicht so aufgefallen. Schön hier!  Die Wencke mutiert übrigens zum Wohnmobil Hund. Während der Fahrten schläft sie ganz brav und am Wohnmobil angebunden liegt  sie auch und schlummert. Da unser Wohnmobil keine Klimaanlage hat sind Raumtemperaturen von gemütlichen 28 bis 30 Grad während der Fahrt leider keine Ausnahme. Dann pennt Madame eben mit ihrer Kühlweste.
Heute wollen wir nicht so lange fahren und dann zwei Nächte bleiben. Nachdem wir die passenden Stellplatz Apps gequält haben, finden wir etwas in der Nähe von Trient ziemlich am der Strecke zu unserem Ziel. Eingezäunte Hundefreilaufzone und WLAN kriegen mich schnell 😁 ich freue mich auch schon ein bisschen darauf den Brenner lang zu fahren. 
10.00 Uhr geht es los. Der gestern Abend noch rappelvolle Platz ist halbleer. Wann stehen die eigentlich alle auf und frühstücken die dann noch? Wir brauchen morgens immer locker 2 Stunden bis wir Abfahrt bereit sind. Aber egal! 
Wir fahren los Richtung Brenner und schon nach ca. 30 Minuten habe ich mein persönliches Angst Erlebnis dieser Tour. Unser Womo ist ja schon 25 Jahre alt, vorne Scheibenbremsen, hinten Trommelbremsen, alles nicht so dolle. Es geht eine längere Strecke bergab und dann kommen wir zu einer Steigung von 16% und die Bremsen machen nicht mehr ganz so viel. Ich halte immer sehr viel Abstand und habe auch entsprechend die Gänge runter geschaltet, aber Bremsen inklusive Anhalten wäre nicht möglich gewesen. Es ist ein ziemlich beschissenes Gefühl, wenn man mit dem Bremspedal auf dem Bodenblech steht und merkt dass der Wagen zwar etwas verlangsamt, aber nicht anhält. In meiner Panik habe ich dann ungünstigerweise auch noch ausgekuppelt. Minutenlang Panik, dass es knallt.  Es ist nichts passiert, weil ich genug Abstand hatte, niemand gebremst hat, der Verkehr floss und die Straße irgendwann wieder bergauf ging. Hätten wir anhalten müssen wäre ich charmant in meinen Vordermann geknallt.
Ich bin tief beeindruckt und fahre auf dem Brenner mit 60 bis 80 Stundenkilometern gemütlich zwischen LKWs und wir beschließen das unser Rentner WoMo nichts für Berge ist. Die Brenner Autobahn ist aber wirklich empfehlenswert.
Super Landschaften, viele Tunnel und immer was zu gucken, sogar auf den Rastplätzen. 
Was wir da noch nicht wissen, der reservierte Campingplatz ist auf über 1000 Höhenmetern, da achtet man ja nicht drauf. Rauf ist ja kein Problem. Freddy quält den Rentner im zweitem Gang mit 30 km/h und Autoschlange hinter uns die Serpentinen rauf. Schiss habe ich vor dem runter. Zu Hause geht das Auto erst Mal zum Bremsen checken. Garantiert! 
Dafür ist der neue Campingplatz mitten in den Bergen und wirklich nett. Wir dürfen uns einen Platz aussuchen wo wir wollen. Die Aussicht ist super.  Die "Aushakzone" für Hunde auch Hier kann man 2 Tage bleiben 😁


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