Dienstag, 28. September 2021

Nicht schon wieder diese Straße!

Gut und früh in Lazise vom Hof gerollt. Na ja vorher noch die Nachbarstellplätze mit einer kleinen Präsentation aus dem Themenkreis "Wie zirkele ich ein Wohnmobil von einem winzig kleinen Stellplatz mit zwei bescheuert gepflanzten Bäumen ohne das ich hinterher einem Scheidungsanwalt benötige" 
Die Lösung ist einfach: Nicht verheiratet sein 😂
Nun aber auf nach Deutschland über den Brenner. Ich fahre und fahre und fahre...und fahre.
Plötzlich steht man vor der größten Mautstation der Welt mit ca. 30 Schaltern und dann werden die Straßen wieder enger und steiler.
Was ist das denn jetzt? Wir wollten doch nur noch auf großen Straßen über in Berge. Nach diversen Staus kommt eine Strecke mit recht imposanten Steigungen. Am Reifen vorn klackert was im Stehen und Rollen. Merkt man auch im Lenkrad. Hmmm, angehalten mit Warnblinker und Freddy mit gelber Weste auf die Straße. Verdacht von mir, Radlager. Achsmanschette sieht gut aus, Reifen hat kein Spiel. Was tun? Weiter fahren. 
Ich wieder in den Bergen mit fahren dran und dann sowas. Kurz nach dem Klackerm, wird die Straße so steil, das wir nur im ersten Gang mit 20 km/h voran kommen. Lange Schlange hinter mir, gute Tipps von rechts, WoMo Rentnerchen am Anschlag...grrrr! Ich fahre in jede Parkbucht um 20-30 Autos vorbei zu lassen. Irgendwie unangenehm, obwohl man nichts für die Geschwindigkeit kann. Oben angekommen war ich glücklich! Und Freddy verkündet: Jetzt bist du dieselbe Straße rauf gefahren, wo dir beim Hinweg die Bremsen versagt haben! Toll! Das hatte ich mir zu Weihnachten gewünscht. Glücklicher Weise sind wir kurz vor unserem vorgebuchten Campingplatz. Ich mag für heute keine Berge mehr. 
Der Platz ist von drei Seiten durch die Isar begrenzt und von einer Seite von der Bundesstraße. 
Schnell einem Stellplatz gesucht, wo egal Dank freier Platzwahl, und dann die Wencke lüften. Das WoMo wird ja immer sehr warm bei der Fahrt. Wanderwege in sind überall um uns herum, also einfach über die Straße, sobald eine Lücke im nicht unerheblichen Verkehr kommt. Mit Geduld geht alles besser, wir haben Zeit und dort drüben beginnen alle Strecken. Wir haben 2 Stunden, bevor es regnen soll, sagt die Wetter App. Schon bald sind wir auf der anderen Straßenseite. Wegen des angedrohten Regen stopft Freddy seine Regenjacke in den Rucksack, ich entscheide mich für den roten Universalschirm. Der hält nicht nur trocken bei Regen, notfalls kann man damit auch Bären und Wölfe verscheuchen. Immer praktisch, so ein Knirps. 
Am Start der angedachten Strecke ist ein Parkplatz. Als wir da entlang wandern kommt ein Einheimischer mit seinem Hund im Auto an. "Mögt ihr Mountainbiker?" Wir schütteln vehement mit dem Kopf. Dann mögen wir lieber den Wanderweg meiden, da wären die wie die Fliegen. Wir nehmen den Ratschlag gerne in an und flanieren entspannt 1,5 Stunden in an der Isar. Begleitet von lauten Kuhglocken. Ich frage mich, ob dies nicht aus Tierschutzaspekten, ihr wisst schon, die armen Kühe kann man doch auch mit GPS wieder finden! So ein Geklingel die ganze Zeit...


Die Kneipe am Platz verkauft heute l
Käse-Spätzle. Lecker! 
Ab morgen geht es Richtung Spreewald. Der Weg ist noch nicht fix.. 

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