Samstag, 16. Juli 2016

Rothenburg, Ansbach und Markdorf

Alle müde hier im Himmelbett. Doch recht anstrengend so eine Reise. Molly hatte vorhin in Meersburg beschlossen, das ihr es reicht für heute. Mir waren definitiv auch zwei bis drei Menschen zuviel unterwegs. Aber es ist Samstag... Und Hauptsaison. Bloggerisch fehlt ein ganzer Tag. Gestern Abend waren wir erst spät zu Hause, also im Hotel in Rothenburg. Keiner von uns hatte mehr Lust auf Schreiben. Nachdem wir Rothenburg bei Tag auf den Spuren der Führung mit dem Nachtwächter abgelaufen hatten, wollte ich gerne ins Weihnachtsmannland. Hui! Kennt jemand die Tardis? So was in dieser Art war dieser Laden, außen klein, innen groß und ein Zeitsprung in den Dezember. Ich hätte gerne den Rundgang abgekürzt, aber leider kein Entkommen. Ich musste da durch und war ziemlich fertig hinterher. Saure Gurken am Tannenbaum? Hier kein Problem! Freddy hat todesmutig auch den Weg hinein gesucht,  aber war sofort wieder draußen, Es ging einfach nicht.... Danach waren wir beide reif für eine der sagenumwobenen Schneekugeln aus Mürbeteig. Tja, sagenumwobenen wir mal so, die krümeln wie die Hölle und sind nur so lala. Molly fand es super, sie konnte Krümel entsorgen. Da mir der Marktplatz zu voll war, wurde sich mit einem Kaffee und unseren Kugeln in eine ruhigere Ecke auf eine öffentliche Bank verzogen. Eine nette alte Rothenburgerin hat uns beobachtet und angesprochen -  Hund hilft da immer -  und am Ende der netten Unterhaltung zeigte sie Fotos aus dem Krieg und wir dürften mit ihr die Häuser und ihren Garten anschauen. Sehr nett! Nach kleiner Ruhepause stand ein wichtiger Punkt auf dem Programm. Unseren Freund Michael in Ansbach treffen. Michael zeigte uns und Molly ein wenig die Stadt und dann waren wir lecker Essen. Ein wirklich netter Abend der viel zu schnell um war. Und die Ausnahme, denn sonst kommt Michael ja immer zu uns in den Norden :)  Aber man sollte öfter in den Süden -  hübsch hier! Kohltour in Rothenburg wäre doch was!

Freddys Wunsch war der Bodensee, aber Hauptsaison und Samstags Anreise machten es sehr schwierig ein Hotel zu finden. Dann noch mit Hund...  Doch, Internet sei Dank, hat Freddy heute morgen was aufgetan. Ich wollte schon rüber nach St. Gallen, aber wir sind doch auf Deutschlandreise! Ein paar Kilometer vom Bodensee entfernt liegt Markdorf und das Bischschloss. Erst mal 2 Nächte gebucht. Deshalb blogge ich nun in einem Himmelbett unter alten Eichenbalken... Da der Weg hier her leider von Baustellen gesäumt war,  haben wir Else erlaubt zu "umfahren".  Und wie schon bei Herrn Zuse,  haben wir doch glatt Teile des Limes am Wegesrand entdeckt. Sozusagen. Also schnell angehalten und Kultur getankt. Neben Limes, haben ich noch noch neue Schuhe gefunden und bin einen Tunnel gefahren - besser kann nicht werden. Dann noch in einem Schloss schlafen?  Okay, die Begrüßung,  ob wir angerufen wurden dass heute eine Hochzeit stattfindet hat uns zuerst ein wenig aus der Bahn geworfen. Aber hier im Turm, müssen wir feststellen, dass man nichts hört. Und das Ohropax liegt frei Haus auf dem Kopfkissen. Nach dem Einchecken wollten wir gerne nochmal  den Bodensee -  also nach Meersburg. Wie steigert man voll?  Wirsing ein wenig herum gelaufen,  Dann haben wir ein Zeppelin Museum entdeckt.  Da musste Freddy rein -  Molly und ich mit. Hier sagt eMolly uns auch dann  Schluss sei, sie legte sich hin und war platt! Ich bin mit ihr aus dem Museum gegangen und wir haben uns ein kühles schattiges Plätzchen direkt vor dem Eingang gesucht. Molly hat ein wenig Siesta gemacht und Freddie hat sich mit der netten Museumswärterin, aus dem Frankenland, unterhalten. Diese stellte sich als Fan von der Worpswede heraus :) 

Trotzdem war der Tag lang und wir sind wieder zurück in unser Hotel gefahren. Molly sollte schlafen und wir wollten essen... und Freddie überlegt nun aber unbedingt morgen Zeppelin fliegen, ähh fahren muss... 

Donnerstag, 14. Juli 2016

Würzburg go, und Rothenburg ob der Tauber

Donnerstag, 14. Juli 2016

von Kassel-Wilhelmshöhe via Würzburg nach Rothenburg ob der Tauber

Heute ging es nach einem gelungenen Frühstück im Schlosshotel auf die Autobahn Richtung Rothenburg ob der Tauber. Soll ja schön sein da. Also wie nach Plan, rauf auf die A7 ab Richtung Süden. Von den ganzen angekündigten Unwettern und Regenfällen weit und breit nix zu sehen. Muss ja auch nicht. Im Radio (noch HR1 oder schon BR3? -ich weiß es nicht mehr-) dann ein paar erklärende Worte. Früher (also wahrscheinlich bis heute 12.00 Uhr) gab es Unwetterwarnungen nur für etwa 400 Landkreisgebiete. Jetzt (also so ab 12.01 Uhr, heute) gibt es Wetterwarnungen für etwa 10.000 Gebiete, von in etwa Gemeindegröße. Wir haben uns da wohl geschickt durch die 10.000 Gemeindegebiete geschlängelt, denn bis auf netto 6 Minuten 20 Sekunden gab es nur bestes Wetter. Kein Regen, etwas Sonne, aber nicht zu warm, kaum Wind. Perfektes Reisewetter!

Etwa eine halbe Stunde nach Abfahrt meldetet das Navi was von „Auffahrt „sowieso“ gesperrt“ und schlug auch gleich eine passende Umleitung vor. Auf die Elektroelse gehört und ihr nach. Der Weg führte uns in die Nähe von Hünefeld. Kennt wahrscheinlich kaum einer. Wir auch nicht. Aber dank der braunen Schilder am Straßenrand lernten wir, dass es dort ein Konrad Zuse Museum gibt. Da wir ja beide entweder mit Elektrotechnik oder Computern zu tun haben: Hin da! Hünfeld und Zuse?!? Ja, da hat (aus welchen Grund auch immer) ab Ende der 1950er bis zu seinem Tod 1995 seinen Lebensabend verbracht. Wäre bestimmt interessant gewesen! Heute war aber Donnerstag. Donnerstags hat das Museum geschlossen. Offen hat es alle anderen Tage, allerdings auch nur von 15.00h bis 17.00h. Das wahr wohl zu viel Glück verlangt. Von außen war es auch hübsch anzusehen. Die Fensterläden hatten die Form von Lochkarten...



Wieder zurück auf der A7, war es heute dann an Nicole Ausschau nach einem Hotel für den heutigen Abend zu halten. Und siehe da, das gleiche Spiel wie gestern auf Booking.com. ...nur noch ein Zimmer verfügbar und dazu die Meldung „xy schauen sich gerade diese Unterkunft an“. Wohl nur gemacht um Dich nervös zu machen und zur absolut sofortigen Buchung zu verleiten. (Amazon scheint mir manchmal mit der Meldung „nur noch [wahlweise 2 oder 3] Artikel auf Lager“ eine gleiche Strategie zu verfolgen). Hat bei uns aber nur so semi funktioniert. Immerhin hat Nicole noch einmal auf dem hoteleigenen Buchungssystem die Preise verglichen. Gebucht haben wir dann doch via Booking.com, denn wir wollten noch einen Abstecher machen. Würzburg. Zum da eine Nacht verbringen fehlte uns die Begeisterung, aber angucken sollte trotzdem sein. Und da es quasi nur einen kleinen Abstecher bedeutete, wurde eben während der Fahrt das Navi umprogrammiert und um eine Zwischenstation ergänzt. (Ha! Schon gut, wenn man keinen festen Plan hat, und einfach machen kann!).
So waren wir denn kurz nach Mittag da. Parkplatz in der Nähe des Domes gefunden, und los.
Erst ein wenig durch die Stadt gucken. Dann zur historischen Mainbrücke. Dort angekommen kann man auf die Festung Marienberg sehen. Sah gut aus, also hoch da. Rüber über'n Main. Doch dann: blöd! Nur Stufen und Treppen. Nix für den Hund sagt Nicole. OK, denn wieder zurück über'n Main in die Altstadt. Mal eben den Parkschein verlängert. (Der Mann vom Ordnungsamt hatte 10 Minuten vor Ablauf unseres Parktickets Knöllchen an ein paar Nachbarparker verteilt). Mit den nötigen weiteren 2 Stunden Zeit im Rücken ging es dann zur Residenz. WOW! Das Ding ist echt groß! Und hat einen ebenso großen wie gut gepflegten Garten. In diesem verstecken sich seit heute morgen auch haufenweise Pokémons. Äääh ja, Nicole hatte ja schon erzählt, dass sie jetzt diese Eumel einfängt. In dem Garten hat sie irgendwie zwei kapitale Ömmel eingefangen. Einer hatte 26kg. Ist wohl gut. (Kenne ich sonst nur von meinem Vater, wenn er erzählt, wie es beim Angeln gelaufen ist, aber nun gut!) In die Arena kam sie aber nicht rein, weil sie noch im Level 5 ist. Ja, ehm, fragt mich nicht, ich habe absolut keine Ahnung von den Eumeldingern. Ich hab mir das jetzt so erklären lassen, dass das so ist wie Quartett früher, nur dass man sich jetzt die Karten quasi auch noch selbst in der Landschaft suchen muss. Naja, dann kommt sie wenigstens mal vor die Tür… ;-))

Skurriler Dialog im Garten: (Zwei hippe Anfang 20 Jungs mit Blick aufs Telefon) Hey, guck mal, der sucht auch! Gemeint war ich. Neeeeeee, ich habe mir nur gerade die eben gemachten Bilder auf dem Telefon angesehen. Der einzige Bezug zu Pokémon ist, dass ich Nicole dabei fotographiert habe, wie SIE Pokémons fängt. Ich bin beim Anblick von Leuten die auf ihr Telefon gucken immer in Versuchung „Pikachu“ zu rufen. (Das ist aber auch der einzige Pokémon, den ich kenne, das Konzept habe ich immer noch nicht verstanden).









Angekommen sind wir dann am Ende doch auch gut in Rothenburg. Den letzten freien und kostenfreien Parkplatz am Hotel erwischt. Nach einem kleinen Ausflug durch die historische Innenstadt und Abendessen beim Italiener (gibt’s hier ein dutzend mal), gehen wir gleich zur Nachtwächter Stadtführung. Wird bestimmt gut.








Ach ja, dass die Stadt von internationalem touristischen Interesse ist, merkt man spätestens dann, wenn die Speisekarten draußen an den Lokalen nicht nur in Deutsch und in Englisch sind, sondern auch noch japanisch oder chinesisch dazu kommt.

Bis morgen dann. In Rothenburg bleiben wir mal zwei Tage.






Mittwoch, 13. Juli 2016

Kassel und die Herkules Aufgabe

Morgens noch schön ausgeschlafen, sind wir relativ früh um 11 Uhr zur Reise aufgebrochen. Rauf auf die A7, diese begrüßt uns natürlich sofort mit einem kleinen Stau. Der Kaktus meistert sowas natürlich souverän.
Unser Ziel für heute lautet Herkules, naja besser Kassel. Freddy fängt ab Kilometer 5 schon an nach Hotels zu gucken. Ihm ist langweilig auf dem Beifahrer Sitz. Unser eigentlich favorisiertes Hotel wird doch wirklich zweimal gebucht, während wir fahren. Aber dann passiert es, Freddy rechnet noch ein bisschen und findet dass das 4-Sterne Schlosshotel, wenn man einrechnet das Frühstück und W-Lan umsonst sind, genauso teuer ist wie das eigentlich angedachte Palmen Hotel.  Dann doch lieber 4 Sterne und direkt bei Herkules!
Da wir bei der Ankunft nicht direkt einchecken konnten, aber von der netten Dame an der Rezeption den Tipp bekommen haben, das gleich nebenan Wasserspiele losgehen, sind wir sofort in den Bergpark, Richtung Herkules aufgebrochen. So wie wir waren mit normaler Jacke und normalen Schuhen. Natürlich fing im Park sofort der Regen an, wie wäre es auch anders möglich! Freddie war urlaubstechnisch in Jack Wolfskin gekleidet und somit wasserfest. Ich wiederum hatte einen Trenchcoat von Lands End an der sich auch Regenfestigkeit auf die Fahne geschrieben hat. Also warum umdrehen? Wir sind ja wasserfest.
Wir wollen uns also die Wasserspiele im Regen angucken. Dies bedeutet das Wasser in Kaskaden vom Herkules Denkmal über diverse Spielereien wie Aquädukte nach unten geleitet wird. Das irre daran ist, dass die ganze Anlage vor über 300 Jahren gebaut wurde. Wir stehen also unten und warten auf Wasser in Kaskaden. Dabei regnet es. Irgendwie dauert uns das zu lange und wir tapern los auf den Berg. Richtung Herkules Denkmal, dem Wasser entgegen. Außer uns sind Unmengen anderer Touristen unterwegs. Am Aquädukt warten wir 15 Minuten ob das Wasser kommt, aber nichts passiert. Also weiter Richtung Denkmal. Und dann kommen uns die Scharen entgegen und wir wissen, nun müsste das Wasser kommen. Und wir haben natürlich recht, an der Teufelsbrücke treffen wir gefühlte tausend Menschen und auch das hinabstürzende Wasser. Die Menschen gehen allerdings alle nach unten weiter, während wir unseren Aufstieg zum Herkules Denkmal fortsetzen. Wir sind alleine! Am Herkules Denkmal angekommen, suchen wir Zuflucht unter dem Sonnenschirm eines kleinen Cafes. Es regnet in Strömen. Freddy ist trocken ich bin nass.
Nach einem Tee und einem kleinen Latte Macchiato samt einer lecker Waffel hört es doch glatt auf zu regnen, welch ein Glück!
Also die letzten Meter hoch zum Denkmal, leider über gefühlte 200 Stufen. Gar nicht gut für Mollys Hüften. Runter muss das ohne Stufen gehen! Also rauf auf einen Wanderweg. Da es stark geregnet hatte und wir anscheinend die ersten sind, die diesen Weg seit langer Zeit benutzen, wurde der Abstieg etwas spannend. Ein wenig rutschig halt. Dies hatte zur Folge dass ich mich ganze zweimal auf den Pinsel gelegt habe mit meinen Outdoor Chucks. Feine Sache, denn die ordentliche Jacke ist dreckig, die einzige Jeans ist dreckig und meine Schuhe sehen jetzt auch aus wie Schlamm Monster. Molly sieht übrigens auch aus wie ein Schlamm Monster. Stolz bin ich aber trotzdem, denn ich habe mich bei beiden Stürzen in einer eleganten Brücke mit meinen Händen abgestützt . Mein Resümee: Ich bin ein guter Hinfaller!
Also schnell ins Hotel, Jeans und Jacke auswaschen und überlegen wo wir heute Abend in Flip Flops essen gehen.

Dienstag, 5. Juli 2016

Die Vorbereitungen laufen an - ich gehe zügellos shoppen!

Ja, wir reisen. Aber in der Gemütlich-Variante. Also nicht jeden Tag woanders und auch mal rumliegen und ein Buch lesen. 

Dafür habe ich alles in der Onleihe ausgeliehen was mein Account hergeben hat und meinen eBook Reader bis zum Anschlag gefüllt.  Büchern über Hunde - was für ein Wunder! -, Liebesschmonzetten, Phantasie, Zombies und sogar einem Geschichtsbuch. Jaja, ich werde alt! Habe letztens erst mit meinem Lieblingskunden darüber philosophiert, das man Geschichte komischer Weise erst im Alter interessant findet. Wiederum schaue ich respektvoll auf jede junge Person, die "geschichtsfest" ist. So wie mein Kollege Maxim.
Ich steige mit Karl, dem Großen, in die Materie ein und hoffe das es kein langweiliger Flop wird. So wie der Unterricht von meinem damaligen Geschichtslehrer. 

Weiter muss man ja beim Lesen irgendwo drauf liegen. Da wir aber mit dem Cactus fahren, passt unser Ehebett nicht mit ins Auto. Wie lösen, das Problem?  Die kleine Hipsterin in mir liebäugelt schon lange mit diesen Laybed Dingern von Fatboy. Aber die sind aber so teuer :( Inzwischen gibt es sie aber in der Chinaversion recht günstig und was soll ich sagen...schwupp - zwei Stück gekauft! Stolz zu meinen Kollegen gewandert und wollte angeben. Die haben bei Youtube geguckt und wir mussten feststellen, das es nur Filme gibt, wo man diese Wundermatten nicht "aufgeblasen" bekommt. Allgemeines Feixen und der Hinweis, ich möge doch mal meine ersten Versuche filmen. Mache ich! Und dann entscheide ich, ob ich sie Online stelle. Ätsch!

Weiter musste ich schnell noch einen neuen Koffer haben. Es soll ordentlich was reingehen, aber im Kofferraum nicht soviel Platz einnehmen, wie die bereits vorhandene Reisetasche mit 125 l Volumen. Amazon gefragt und sofort die hübschen gepunkteten Koffer entdeckt. Nein, wie goldig. Ich will einen Grünen. Mit weißen Punkten. Größenbestimmung ist schwierig, aber der Größte in XXL müsste passen. 120 l Volumen klingt gut. Der Karton mit dem Koffer kommt schon einen Tag später an. Tja, der ist aber groß, bestimmt viel Verpackungsmaterial. Aber nein, ich habe einen ausgewachsenen Schrankkoffer in Türkis mit weißen Punkten. Türkis! Bah!  Naja, mal die Autoprobe machen. Puuuh! Wird nicht besser! Das Teil muss zurück, auch wenn ich 8,- € Porto selber zahlen muss. Lehrgeld muss anscheinend sein. Nur die falsche Farbe hätte ich akzeptiert, aber die falsche Größe ist nicht akzeptabel. Und die Moral von der Geschicht'  - Nici reist mit Koffer nicht!
 

Donnerstag, 30. Juni 2016

Letztes Jahr gedacht und dieses Jahr gemacht?

Auf der Islandreise im letzten Jahr fiel uns ja auf, dass wir keine Ahnung von unserer Heimat haben. Ich könnte ein Lied anstimmen wie "ich war noch niemals in NRW, ich war noch niemals in BaWü, hab noch nie den Sonnenuntergang im Saarland gesehn!" (frei nach dem großen Udo Jürgens). So wurde beschlossen das wir einmal die A1 herunter brausen. Kollegen aus dem Aussendienst versicherten mir allerdings einhellig -  A7 ist besser! Na denn! Im Moment bin ich allerdings noch ein wenig unsicher. 

Rumfahren oder rumliegen? 
Was machen im Urlaub? 

Den Cactus beladen und einmal die A7 bis zum Bodensee schüsseln. Und wieder hoch natürlich. Ist das Urlaub oder nur Stress? Ich werde langsam wirklich alt *grins*, solche Gedanken hätte vor einem Jahr noch nicht gehabt.
Deshalb habe doch in Maps mal geguckt welche Route man fahren könnte. Mit ein bisschen Ausland. Kackie (Kosename meines roten Flitzers) mal seine Heimat zeigen. Jedenfalls steht fest, dass ich nicht jede Nacht in ein neues Hotel möchte.

Freddys Wunsch, der Bodensee, wirft bei mir ja auch Fragen auf. 

Darf Molly mit auf die Blumeninsel Mainau? 
Lebt Graf Bernadotte noch? 
Fällt es auf das meine Oma die Hörzu im Abo hatte?

Frage über Fragen, bleibt dran und sie werden sich in Wissen auflösen...

Die Route




Donnerstag, 21. April 2016

Tag 6 - Bolsward

Heute sind wir bei besten Wetter in Workum losgefahren. Die Brücken hatten alle schon „Bedienungszeit“, was auch nötig war. Heute war „Brückentag“. So viele Brücken hatten wir gefühlt noch nie an einem Tag. Fünf oder sechs waren es wohl, und da sind diejenigen, wo wir dank 2,15 m Durchfahrtshöhe so durchpassten noch nicht mit gezählt. Bei der vierten oder fünften hatten wir richtig Glück (wohl als Ausgleich für den eingeschlafenen Brückenwärter), denn obwohl eigentlich schon Pause war (12.06 h; Pause von 12.00h bis 13.00h) hat uns der freundliche Brückenwärter noch die Strasse hochgeklappt. Dankuwel! An der einen Brücke haben wir wegen dem fehlenden Brückenwärterhäuschen schon nach dem Selbstbedienungsknopf Ausschau gehalten, als plötzlich an einem Wohnhaus am Kanal die Haustür aufging und ein Mann in Leuchtjacke die Strasse mit Klapptoren absperrte und uns die Brücke hochgeklappt hat. Beim vorbeifahren haben wir dann auch ein Schild gesehen „Brückenbedienung? Gerne dreimal kurz hupen!“ In der Gemeinde Syd-Fryslân werden zwar pro Nacht und Person ein Euro Kurtaxe beim Hafenmeister fällig, aber dafür sind die Brücken umsonst. Zahlt sich aus für uns unterm Strich. Heute sind wir in Bolsward gelandet. Das hatten wir gestern schon ausgesucht, denn so langsam müssen wir an die Rückfahrt Richtung Sneek denken. Aber einen zweiten Bezug gab es gestern Abend schon in dem leckeren Bio-Veggie-Restaurant. Denn da gab lekker Pilsje „Us Heit“ und das kommt aus: -Richtig, Bolsward!-

Wir wollten noch etwas weiter in die Stadt fahren, wurden aber von einer freundlich wedelnden Dame von unserer geplanten Fahrtrichtung abgebracht. Wir haben dann einfach hinter denen festgemacht. Auch OK. Viel Platz beim Wegfahren zum Manövrieren, genau richtig für uns. Obwohl so langsam wird es. Heute war eine ziemlich komplizierte Prozedur. Das Toilettengebäude samt Duschen geht nur mit einer Chip-Karte auf. Und die gab es bei einem Brückenwärter. Da war bei unserem ersten Versuch gerade (offizielle) Pause angesagt (geschlafen hat da keiner). Bei der zweiten Runde, nachdem wir uns mit einem Eis ausgestattet hatten, war wieder Leben in der Bude und wir haben unsere Chip-Karte bekommen und die Liegegebühr entrichtet. Dafür hat dann der Hafenmeister, der gegen 17.30 h auf seinem Elektro-Fiets angeradelt kam kurz geguckt und uns dann aber einen moien Abend gewünscht.

Der Nachmittag nach einem kleinen obligatorischen Stadtbummel samt ebenso obligatorischen Mittags-Kaffee haben wir bei bestem Sonnenschein erstmal das Dach von unserer Wohnwagen-Hafenbarkasse zurückgeschoben. Ach ja und Besuch hatten wir auch auf dem Boot. Eine Katze stieg aufs Boot und lief einmal außen herum. Bis das Fenster mit Molly kam. Dann war Rabatz! Molly war drinnen am Wuffen und die Katze draußen mit Buckel am Fauchen. Aber da wir wohlwissend alle Türen geschlossen hatten als die Katze auf Boot kam, ist weiter nix passiert.

Bolsward ist ein nettes Städtchen mit einem üppigen Rathaus und im allgemeinen vielen kleinen hübschen Häuschen. Und irgendwie kann man sehen, dass es keine arme Stadt war und ist. Auf dem Weg vom Abendessen zum Boot sind wir dann an einem Schild vorbei, welches das Rätsel ein wenig gelüftet hat. „Hanzestaad Bolsward“ Das erklärt auch den guten Eindruck und die Herkunft des Wohlstands.

Zum Abendessen (mehr oder weniger durch Zufall im gleichen Lokal wie heute Mittag) gab es dann eine vegetarische „Kroket“. Sehr lecker. Als Beilage gibt es irgendwie immer eine Tüte Frittjes (heute als Kartoffelspalten) mit Frittjes-Saus und Erdbeer-Kompott. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber Nicole meinte nur Kartoffelpuffer würden wir ja auch mit Apfelmus essen. Ja gut, stimmt.

Die freundlichen Rumwedeler sind kurz vor dem Hafenmeisterbesuch abgedampft und jetzt sind wir hier alleine am Passanten-Anleger. Auch egal, dann gibt’s morgen früh an der Dusche auch keinen Stau.

Dach auf! 

Mietz und Molly

Passt! 

Reiche Hansestadt

Tag 5 Workum und lekker Essen

Gestern sind wir nur ein kurzes Stueck gefahren...von Heeg nach Workum. Die Sonne ist uns im Moment hold, also haben wir Damen uns vorne auf dem Bug gesonnt. So war der Plan, aber die Blonde hatte eine andere Idee. Vorsichtshalber schon gesichert mit ihrer schicken rosa Schwimmweste und einem dicken Seil hat sie randaliert. Aber richtig! SIE WILL ÜBER DIE RELING ZU DEN ENTEN! Ich wollte das nicht, auch wenn es lehrreich für den Hund gewesen wäre. In dem kleinen Hausboot einen nassen dreckigen Hund? Muss nicht, es reicht das der Boden mit schwarzem Nadelfilz ausgelegt ist und nach einem Tag Clumber im Haarwechsel aussah wie ein weisser Flokati. Freddy musste sogar im Haushaltswaren Geschäft eine Samthaarbürste kaufen, damit den Teppich ein bisschen enthaaren kann. Ihr macht euch kein Bild...Aber ich schweife ab, Molly und die Enten waren das Thema. Damit sie sich auf dem Boot vorne nicht umbringt, habe ich sie auf den Schoss genommen und nach 5 Minuten hatte ich keine Lust mehr auf 23 kg strampelnder Köter nur ein Ziel hatte...Enten jagen! Das Titanic Foto von ihr ist aber recht hübsch...und täuscht...
In Workum haben wir schnell eine kleine Marina gefunden und sind in den Ort geflitzt. Milchschaum Getränke und Softeis riefen! Und was soll ich sagen, schön auf dem kleinen Marktplatz in der Sonne gesessen und Softeis mit Eierlikör gegessen. Yummy!

Kurz in ein kleines Museum, Freddy und der Hund haben draussen gewartet, und dort die Ergebnisse einer Ausgrabung bei einer Familie Wolf angeschaut. Viele Teller und Tassen. Leider waren die Erklärungen auf Niederlaendisch und das beherrsche ich nur mäßig. Dann sind wir mal ein bisschen links lang und auch mal rechts. Ein paar Läden durchstöbert und wieder auf das Boot, Siesta halten, Buch lesen.
Zum Abendbrot wollten wir zurück in den Ort. Es gab nämlich ein vegetarisches Restaurant mit angeschlossener Töpferei. Absoluter Tipp. Super Essen, gemütlicher Laden. Wenn der in Verden ware, würde der uns des öfteren sehen.
Heute bei strahlendem Sonnenschein gefrühstückt und uns auf nach Bolsward gemacht.

Selfie auf Marktplatz

High Heels

Urinal im Veggie Restaurant

Durch solche Brücken fährt man

Titanic

Anlegestelle

Siesta in der Sonne


Dienstag, 19. April 2016

Tag 4 - Nach Heeg

Nach einer windigen Nacht in Joure wurde ich um 6.45 Uhr von den anrueckenden Baumaschinen und der Muellabfuhr geweckt. Der Passagierhafen soll schoener werden. Jedenfalls wenn die Saison in ein paar Wochen los geht. Beim Frühstück (einige Stunden später, Freddy hat ja Ohrenproppen) konnten wir dann auch auf einem Elektriker Hintern schauen, der dekorativ vor uns im nassen Gras lag und unsere neue Stromsaeule anschloss.
Ich war für 50 cent Duschen. Alles zwar neu, aber auch zum Abgewöhnen. Kalt, dreckig, unschön. 
Zu unserem Kuchen gestern hat der Freddy vergessen zu erwähnen, dass wir uns einen Kosakenzipfel geteilt haben. Ein Mocca Nuss Parfait mit Zitonenband. Ohne Drama! Meine Frau arbeitet auch halbtags, sie geht drei mal die Woche vormittags reiten...

Weiter zu der Boots Tour. Unser transsexueller Wohnwagen (ich kriege einen Gender Hinweis von Freddy...),  also unsere transsexuelle WohnwagenInnen und wir verlassen den Ort des Handwerks und schippern weiter nach Heeg. Raus aus Joure kommen wir an ein einem kleinen 800 qm Ferienhaus mit eigener Bootsgarage in Alleinlage vorbei. Ob dort Herr Egberts junior residiert, wenn er mal in Joure ist? Die zwei Fensterputzer machen jedenfalls gerade Siesta und haben sogar einen Hund dabei.  

Wieder zurück, über die heute ruhige See vorbei an riesigen Bauschiffen, und auf nach Heeg. Was auch immer uns erwartet. Sieht sehr klein aus auf der Karte und hat viele Häfen. Nach ein bisschen rumgegurke, einer schicken perfekten Wendung auf der Stelle im alten Hafen, finden wir unseren Platz für die Nacht. Strom, Wasser, Ruhe, alles da! Heeg ist ein reizender alter Ort mit wunderschönen Kapitainshäusern und zwei süssen Kirchen. Jetzt ist noch nichts los, in der Saison fällt hier garantiert kein Apfel zur Erde. Es gibt sogar eine Disco!!! 

Der Kosakenzipfel


Die Villa 

Baumaschinenschiff

Kapitänshaus

Montag, 18. April 2016

Tag 3 Wusch…. Huiiiiiiiiiiiii……… . ..Wusch….

Das war eine tüchtige Schaukelei! Wir haben heute einen „langen“ Törn von fast vier Stunden Fahrzeit. Als Ziel war Joure auserkoren. Da wir die Nacht in Heerenveen verbracht hatten, mussten wir „unten“ rum. Ein Kanal hieß Engelvaart, dann ein bisschen weiter und kurz danach ab übers Tjeuker Meer. Ja gut, es war heute ein wenig windig, aber dass das SO(!) schaukelt konnte ja keiner ahnen.
Ich hatte das Steuer gerade an Nicole abgegeben, weil auf dem langweiligen Kanal eine kleine Bio-Pause mittschiffs fällig war. Und so hatte Nicole das Kommando als es ab auf das Tjeuker Meer ging. Meer heißt hier alles was größer als ein Fußballfeld ist, aber na gut. Keine Ahnung wie groß das Steinhuder Meer ist, aber das Tjeuker Meer hat wohl eine ähnliche Größe. Auf jeden Fall hat der heutige Wind dort ein wenig Wellen veranstaltet. Für DgzRS'ler wahrscheinlich nur ein laues Lüftchen, für unseren plattgekloppten Wohnwagen gefangen im Körper einer Hafenbarkasse genug Anlass um sich ordentlich in den Wellen zu wiegen. Bei der nächsten Welle: ….wusch! und Nicole musste des öfteren mal den Hebel für den Scheibenwischer, hier Ruitenwisser genannt in Gang setzen. (Ein kleines Filmchen dazu folgt, sobald wir eine akzeptable Internetverbindung haben.)
Molly fand das irgendwie komisch und wollte gestreichelt werden. Na gut!

Nachdem Nicole uns erfolgreich (sie hatte sich wie Captain Ahab an das Steuerrad gebunden, aber nicht ohne den obligatorischen Pott Kaffee) über das aufgewühlte Wasser in wieder ruhigere Kanäle gebracht hat, habe ich wieder das Steuer übernommen. Jetzt war bei Nicole Biopause eingesagt… ;-)

Das mit den Brücken bekommen wir inzwischen einigermaßen routiniert hin. Egal ob Holzklontschen der fürs Brücke öffnen mit zwei Euro gefüllt werden will, kostenlose Brücken, ferngesteuerte Brücken, die wie von Geisterhand aufgehen, sobald man sich nähert, oder Brücken, bei denen man erstmal rechts ran muss zum Knopf drücken. Haut alles hin. Was wir jetzt auch können: Eingeschlafene Brückenwärter aufwecken! ;-) 

Ort des Geschehens: Scharsterbrug. Ich habe durch das Fernglas keinen Brückenwärter in dem Brückenwärterhäuschen ausmachen können. Wir gingen dann mal von Fernbedienung aus. Also kurz vorher ein wenig Gas rausnehmen. Die Ampel schaltet dann schon irgendwann von ROT (Durchfahrt verboten) auf ROT-GRÜN (Brücke wird bedient, geht gleich weiter…) um. So bummelig 20 Meter vor der Brücke habe ich dann mal den Rückwärtsgang eingelegt, weil sich nix tat. Merkwürdig! Egal, Molly musste sowieso mal aus der Hose. Während Nicole mit Molly mal den Grünstreifen erforschte, bin ich mal zum Brückenwärterhäuschen um nach irgendwelchen Spezialinformationen zu suchen, die in keinem Brücken-Almanachen dieser Welt verzeichnet sind. Nun denn das Geheimnis der geschlossenen Brücke habe ich ja oben schon gelüftet. Der Brückenwärter hatte es sich in seinem Brückenwärter-Profi-Stuhl derart bequem gemacht, dass er Morpheus Armen nicht mehr hatte entweichen können. Kurzum: Der Typ war einfach eingepennt!
 
Jetzt hatte ich ein wenig Skrupel ihn sofort zu wecken. Vielleicht hatte er ja gerade seine wohlverdiente Pause und wäre total von diesen unkundigen Touris genervt, die einfach nicht wissen wann Pause ist! OK, zurück zum Boot und mal in den Brücken Almanachen geschaut, wie es um die Bedienung der Brücke gestellt ist. Normale Brückenbedienungszeiten. Hmmm… Sowohl in der gestern runtergeladenen App „Watersport Fryslân“ als auch in dem an Bord befindlichen Buch. Beim nächsten Blick zur Brücke: Ampel auf ROT-GRÜN! Er war aufgewacht und hat uns gesehen. Ich bin dann mal kurz zu ihm hin, und habe ihm in gebrochenem Niederländisch versucht zu erklären, dass Nicole und Molly noch fünf Minuten brauchen. Keine Eile! (Haha!) 

Als alle wieder an Bord waren, haben wir ein Bilderbuch Ablegemanöver hingelegt und sind wie nix durch die wie von Zauberhand geöffnete Brücke.
Im weiteren Verlauf ging es dann unspektakulär weiter Richtung Joure (der Heimatstadt von Douwe Egberts, DEM Erfinder der Senseo -na gut er selbst nicht mehr, er ist ja von so um 1800, aber hier ist die Heimatstadt von dem ganzen „Javanse Joungens“ Tabak, Pickwick Tee und natürlich dem Douwe Engberts Kaffee. Vielleicht schaffen wir es morgen noch in den zugehörigen Laden.)

Hier haben wir dann im Passantenhafen festgemacht und bis zur Ankunft des Hafenmeisters erstmal einen kleinen Blick in die wirklich nette Fußgängerzone geworfen. Ein wenig Kuchen gekauft, ein wenig Getränkenachschub, und ein paar Möhrchen für den Hund. Bei der Ankunft war der Hafenmeister schon fleissig am werkeln und hatte uns mit Landstrom versorgt. Wir hatten uns optimistisch (Einwand von Nicole: ob die die wirklich funktionieren?) an die nagelneuen Stromsäulen angeschlossen. Die funktionieren noch nicht, aber via Baustromverteiler haben wir jetzt Dampf und können mal alle Akkus hier im Boot so richtig voll machen. Heute morgen waren wir mit unseren Akkus schon auf beängstigende 11,x Volt runter. Aber die Standheizung ist hart im nehmen und lief noch. Also alles gut. Aber volle Akkus sind irgendwie beruhigender.
 
Molly bekommt gleich was zu essen. Und wir machen uns dann auch noch mal auf in die Stadt, um was zu Essen zu ergattern. Tot zins! ...bis morgen!


Hier ist es schon wieder ROT-GRÜN, der Brückenwärter also aufgewacht
Lekker Kuchen! 
Douwe Egberts vom Wasser aus.

Sonntag, 17. April 2016

Tag 2... Immer der Sonne entgegen

Ich wollte was zur Marrekrite sagen.  Ein Verein, welcher in Friesland 3500 Liegeplätze für Boote betreut. Feine Sache, Wimpel für 15,00 Euro kaufen und  unterstützen. Viel Leistung für wenig Geld. An so einem Marrekrite Liegeplatz im Nichts sind wir gestern Abend gelandet.  Wie immer mitten im Vogelschutzgebiet. Juhu! Wenn man vom Anlegesteg runter ging stand man knöcheltief im Modder und zwischen ca. 40 Graugänsen.  Das Hundetier war so aufgeregt,  dass es nicht Pipi konnte. Nicht Abends, nicht morgens... Nie wieder! 
Die Nacht war kurz, weil kalt.  Ich hatte um 2.00 Uhr die Standheizung aus gemacht,  weil ich in Angst war,  daß wir morgens im Nichts fest hängen. Um 6.00 Uhr war es so kalt, daß der Hund und ich um die Wette gezittert haben.  Aufstehen,  einer wach, dann alle wach!  Frühes Frühstück mit tuckerndem Diesel und laufender Heizung.  Nach einer Katzenwäsche weiter zum nächsten nächsten Ort. Nicht das der Hund,  der immer noch kein Pipi gemacht hat, platzt! Akkum liegt um die Ecke und hat einen netten Anlegeplatz mitten im Ort.  Ok, eine Klappbrücke dazwischen,  aber das kriegen wir hin. Viele Brücken hier sind zum Hochklappen, damit die Boote hindurch fahren können. Der Brücken Wärter hält einem bei der Durchfahrt dann aus seinem Häuschen eine Angel mit einem Holzschuh hin und man muss seine Gebühr dort hinein legen. Voll klasse! 
Im Akkum war eher wenig los,  deshalb zurück ins Boot, gucken wo lang als nächstes.  Wir haben entschlossen erst mal in Städten zu schlafen. Wegen Strom und kalt, wegen Pipi und Hund, wegen Essen ohne Kochen.
Also den Kanal nach Heerenveen und dort an die öffentliche Anlegestelle.  Leider ohne Strom, brrrr,  aber mitten in der Stadt.  Freddy hat mir glaubhaft versichert,  dass wir zwei Batterien haben und wir immer los kommen.  Egal was passiert. Hier kann uns jedenfalls auch jemand helfen.... Heizung an heute Nacht!
In Heerenveen sind wir mit ein paar Schlenkern, Industriegebiete haben auch was für sich,  in die Stadt gelaufen. Dort haben wir eigentlich nur 

noch gegessen und sind wieder zurück gegangen. Unspektakulär.  Auch hier war nichts auf oder anzugucken... Bis jetzt ein kulturloser Urlaub *hihi* Das wird schon noch...