Donnerstag, 14. Juli
2016
von
Kassel-Wilhelmshöhe via Würzburg nach Rothenburg ob der Tauber
Heute ging es nach
einem gelungenen Frühstück im Schlosshotel auf die Autobahn
Richtung Rothenburg ob der Tauber. Soll ja schön sein da. Also wie
nach Plan, rauf auf die A7 ab Richtung Süden. Von den ganzen
angekündigten Unwettern und Regenfällen weit und breit nix zu
sehen. Muss ja auch nicht. Im Radio (noch HR1 oder schon BR3? -ich
weiß es nicht mehr-) dann ein paar erklärende Worte. Früher (also
wahrscheinlich bis heute 12.00 Uhr) gab es Unwetterwarnungen nur für
etwa 400 Landkreisgebiete. Jetzt (also so ab 12.01 Uhr, heute) gibt
es Wetterwarnungen für etwa 10.000 Gebiete, von in etwa
Gemeindegröße. Wir haben uns da wohl geschickt durch die 10.000
Gemeindegebiete geschlängelt, denn bis auf netto 6 Minuten 20
Sekunden gab es nur bestes Wetter. Kein Regen, etwas Sonne, aber
nicht zu warm, kaum Wind. Perfektes Reisewetter!
Etwa eine halbe
Stunde nach Abfahrt meldetet das Navi was von „Auffahrt „sowieso“
gesperrt“ und schlug auch gleich eine passende Umleitung vor. Auf
die Elektroelse gehört und ihr nach. Der Weg führte uns in die Nähe
von Hünefeld. Kennt wahrscheinlich kaum einer. Wir auch nicht. Aber
dank der braunen Schilder am Straßenrand lernten wir, dass es dort
ein Konrad Zuse Museum gibt. Da wir ja beide entweder mit
Elektrotechnik oder Computern zu tun haben: Hin da! Hünfeld und
Zuse?!? Ja, da hat (aus welchen Grund auch immer) ab Ende der 1950er
bis zu seinem Tod 1995 seinen Lebensabend verbracht. Wäre bestimmt
interessant gewesen! Heute war aber Donnerstag. Donnerstags hat das
Museum geschlossen. Offen hat es alle anderen Tage, allerdings auch
nur von 15.00h bis 17.00h. Das wahr wohl zu viel Glück verlangt. Von
außen war es auch hübsch anzusehen. Die Fensterläden hatten die
Form von Lochkarten...
Wieder zurück auf
der A7, war es heute dann an Nicole Ausschau nach einem Hotel für
den heutigen Abend zu halten. Und siehe da, das gleiche Spiel wie
gestern auf Booking.com. ...nur noch ein Zimmer verfügbar und dazu
die Meldung „xy schauen sich gerade diese Unterkunft an“. Wohl
nur gemacht um Dich nervös zu machen und zur absolut sofortigen
Buchung zu verleiten. (Amazon scheint mir manchmal mit der Meldung
„nur noch [wahlweise 2 oder 3] Artikel auf Lager“ eine gleiche
Strategie zu verfolgen). Hat bei uns aber nur so semi funktioniert.
Immerhin hat Nicole noch einmal auf dem hoteleigenen Buchungssystem
die Preise verglichen. Gebucht haben wir dann doch via Booking.com,
denn wir wollten noch einen Abstecher machen. Würzburg. Zum da eine
Nacht verbringen fehlte uns die Begeisterung, aber angucken sollte
trotzdem sein. Und da es quasi nur einen kleinen Abstecher bedeutete,
wurde eben während der Fahrt das Navi umprogrammiert und um eine
Zwischenstation ergänzt. (Ha! Schon gut, wenn man keinen festen Plan
hat, und einfach machen kann!).
So waren wir denn
kurz nach Mittag da. Parkplatz in der Nähe des Domes gefunden, und
los.
Erst ein wenig durch
die Stadt gucken. Dann zur historischen Mainbrücke. Dort angekommen
kann man auf die Festung Marienberg sehen. Sah gut aus, also hoch da.
Rüber über'n Main. Doch dann: blöd! Nur Stufen und Treppen. Nix
für den Hund sagt Nicole. OK, denn wieder zurück über'n Main in
die Altstadt. Mal eben den Parkschein verlängert. (Der Mann vom
Ordnungsamt hatte 10 Minuten vor Ablauf unseres Parktickets Knöllchen
an ein paar Nachbarparker verteilt). Mit den nötigen weiteren 2
Stunden Zeit im Rücken ging es dann zur Residenz. WOW! Das Ding ist
echt groß! Und hat einen ebenso großen wie gut gepflegten Garten.
In diesem verstecken sich seit heute morgen auch haufenweise
Pokémons. Äääh ja, Nicole hatte ja schon erzählt, dass sie jetzt
diese Eumel einfängt. In dem Garten hat sie irgendwie zwei kapitale
Ömmel eingefangen. Einer hatte 26kg. Ist wohl gut. (Kenne ich sonst
nur von meinem Vater, wenn er erzählt, wie es beim Angeln gelaufen
ist, aber nun gut!) In die Arena kam sie aber nicht rein, weil sie
noch im Level 5 ist. Ja, ehm, fragt mich nicht, ich habe absolut
keine Ahnung von den Eumeldingern. Ich hab mir das jetzt so erklären
lassen, dass das so ist wie Quartett früher, nur dass man sich jetzt
die Karten quasi auch noch selbst in der Landschaft suchen muss.
Naja, dann kommt sie wenigstens mal vor die Tür… ;-))
Skurriler Dialog im
Garten: (Zwei hippe Anfang 20 Jungs mit Blick aufs Telefon) Hey, guck
mal, der sucht auch! Gemeint war ich. Neeeeeee, ich habe mir nur
gerade die eben gemachten Bilder auf dem Telefon angesehen. Der
einzige Bezug zu Pokémon ist, dass ich Nicole dabei fotographiert
habe, wie SIE Pokémons fängt. Ich bin beim Anblick von Leuten die
auf ihr Telefon gucken immer in Versuchung „Pikachu“ zu rufen.
(Das ist aber auch der einzige Pokémon, den ich kenne, das Konzept
habe ich immer noch nicht verstanden).
Angekommen sind wir
dann am Ende doch auch gut in Rothenburg. Den letzten freien und
kostenfreien Parkplatz am Hotel erwischt. Nach einem kleinen Ausflug
durch die historische Innenstadt und Abendessen beim Italiener
(gibt’s hier ein dutzend mal), gehen wir gleich zur Nachtwächter
Stadtführung. Wird bestimmt gut.
Ach ja, dass die
Stadt von internationalem touristischen Interesse ist, merkt man
spätestens dann, wenn die Speisekarten draußen an den Lokalen nicht
nur in Deutsch und in Englisch sind, sondern auch noch japanisch oder
chinesisch dazu kommt.
Bis morgen dann. In
Rothenburg bleiben wir mal zwei Tage.












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