Morgens noch schön ausgeschlafen, sind wir relativ früh um 11 Uhr zur Reise aufgebrochen. Rauf auf die A7, diese begrüßt uns natürlich sofort mit einem kleinen Stau. Der Kaktus meistert sowas natürlich souverän.
Unser Ziel für heute lautet Herkules, naja besser Kassel. Freddy fängt ab Kilometer 5 schon an nach Hotels zu gucken. Ihm ist langweilig auf dem Beifahrer Sitz. Unser eigentlich favorisiertes Hotel wird doch wirklich zweimal gebucht, während wir fahren. Aber dann passiert es, Freddy rechnet noch ein bisschen und findet dass das 4-Sterne Schlosshotel, wenn man einrechnet das Frühstück und W-Lan umsonst sind, genauso teuer ist wie das eigentlich angedachte Palmen Hotel. Dann doch lieber 4 Sterne und direkt bei Herkules!
Da wir bei der Ankunft nicht direkt einchecken konnten, aber von der netten Dame an der Rezeption den Tipp bekommen haben, das gleich nebenan Wasserspiele losgehen, sind wir sofort in den Bergpark, Richtung Herkules aufgebrochen. So wie wir waren mit normaler Jacke und normalen Schuhen. Natürlich fing im Park sofort der Regen an, wie wäre es auch anders möglich! Freddie war urlaubstechnisch in Jack Wolfskin gekleidet und somit wasserfest. Ich wiederum hatte einen Trenchcoat von Lands End an der sich auch Regenfestigkeit auf die Fahne geschrieben hat. Also warum umdrehen? Wir sind ja wasserfest.
Wir wollen uns also die Wasserspiele im Regen angucken. Dies bedeutet das Wasser in Kaskaden vom Herkules Denkmal über diverse Spielereien wie Aquädukte nach unten geleitet wird. Das irre daran ist, dass die ganze Anlage vor über 300 Jahren gebaut wurde. Wir stehen also unten und warten auf Wasser in Kaskaden. Dabei regnet es. Irgendwie dauert uns das zu lange und wir tapern los auf den Berg. Richtung Herkules Denkmal, dem Wasser entgegen. Außer uns sind Unmengen anderer Touristen unterwegs. Am Aquädukt warten wir 15 Minuten ob das Wasser kommt, aber nichts passiert. Also weiter Richtung Denkmal. Und dann kommen uns die Scharen entgegen und wir wissen, nun müsste das Wasser kommen. Und wir haben natürlich recht, an der Teufelsbrücke treffen wir gefühlte tausend Menschen und auch das hinabstürzende Wasser. Die Menschen gehen allerdings alle nach unten weiter, während wir unseren Aufstieg zum Herkules Denkmal fortsetzen. Wir sind alleine! Am Herkules Denkmal angekommen, suchen wir Zuflucht unter dem Sonnenschirm eines kleinen Cafes. Es regnet in Strömen. Freddy ist trocken ich bin nass.
Nach einem Tee und einem kleinen Latte Macchiato samt einer lecker Waffel hört es doch glatt auf zu regnen, welch ein Glück!
Also die letzten Meter hoch zum Denkmal, leider über gefühlte 200 Stufen. Gar nicht gut für Mollys Hüften. Runter muss das ohne Stufen gehen! Also rauf auf einen Wanderweg. Da es stark geregnet hatte und wir anscheinend die ersten sind, die diesen Weg seit langer Zeit benutzen, wurde der Abstieg etwas spannend. Ein wenig rutschig halt. Dies hatte zur Folge dass ich mich ganze zweimal auf den Pinsel gelegt habe mit meinen Outdoor Chucks. Feine Sache, denn die ordentliche Jacke ist dreckig, die einzige Jeans ist dreckig und meine Schuhe sehen jetzt auch aus wie Schlamm Monster. Molly sieht übrigens auch aus wie ein Schlamm Monster. Stolz bin ich aber trotzdem, denn ich habe mich bei beiden Stürzen in einer eleganten Brücke mit meinen Händen abgestützt . Mein Resümee: Ich bin ein guter Hinfaller!
Also schnell ins Hotel, Jeans und Jacke auswaschen und überlegen wo wir heute Abend in Flip Flops essen gehen.
Mittwoch, 13. Juli 2016
Kassel und die Herkules Aufgabe
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