Freitag, 24. September 2010

Alligatoren und Luftfeuchtigkeit...

...oder warum auch warmer Regen manchmal blöd ist.

Jetzt schon gestern waren wir ja ein wenig auf Radtour. Die Schilder an denen man dabei vorbei kommt, sind schon etwas andere als bei uns. Wenn bei uns vielleciht mal steht: "Achtung Zecken" oder so etwas in der Art so sind die Plagegeister hier mal ne Nummer größer. "Achtung Alligatoren", das ist mal ne Ansage. Aber alles halb so wild, man soll dann einfach langsam weiterfahren. Jaja, ist klar. Glücklicherweise haben wir keinen Alligator gesehen, aber wenn doch hätte ich "langsam" sicherlich mal neu definiert.

Bis zum "Ding Wildliferefugee" hatten wir noch Bombenwetter. Das ändertesich allerdings auf der Rückfahrt recht schnell und dramatisch. Von strahlendem Sonnenschein, zu etwas Wolken, zu "oh, diese Wolken können regnen, und zwar wie!" waren es vielleicht zehn Minuten. Eigentlich mal ganz nett bei über dreissig Grad durch den Regen zu radeln. War auch gar nicht schlimm. Zumindest für mich. Meine Kamera und mein Telefon waren da nicht so entspannt. Die Kamera habe ich wieder trockengeföhnt, und funktionsfähig bekommen. Mein Schlau-Telefon allerdings habe ich etwas länger geföhnt, und da arbeitet der Touch-Screen leider nicht mehr. Ziemlich blöd für ein Telefon ohne Tasten!. Naja wird schon wieder. Ich habe hier nur leider keinen Backofen zur Hand, in den das Teil bei gepflegten 50° mal nen halben Tag verbringen könnte.

Allgemein ist die rel. Luftfeuchte hier mit um die 80% sehr hoch. Da liegt der Taupunkt gerne mal bei 22 bis 24° C. Das kann schon mal reichen um eine Klimaanlagen kalte Kamera zum beschlagen zu bringen. Aber da hilft ja der Fön! ;-)

Die Luftfeuchte sorgt übrigens auch dafür, dass ich hier beim Tippen in unserem Vogelkäfig nur mit Fingerbewegn voll in Schweiss komme. Wer mich kennt, weiss dass ich sonst erst ziemlich spät anfange zu schwitzen. Bäh, ist das doof.

Aber wir bekommen bestimmt gleich etwas Fahrtwind ab, denn gestern auf dem Hinweg bei der Fahhradtour hat Nicole mit messerscharfem Blick diese Schild "Segway-Tours" gefunden. Also kurz rein, und kurzentschlossen für heute gebucht. Mal sehen, wie das Wetter so wird...
Wer nicht weiss, was ein Segway ist, einfach mal googlen, oder den nächsten Bericht abwarten.

Ich muss jetzt mal rein zur Klimaanlage. Puh, ist mir warm...

Donnerstag, 23. September 2010

Piewarm und nass...

Nicole:...es hat hier doch wirklich geregnet und zwar Hunde und Katzen! Natürlich als wir auf dem Fahrrad in der Pampa standen. Frechheit, wo ich schon mit Klimaanlagenhalsschmerzen kämpfe! Weder mein Poncho noch die Regenhaube sind in greifbarer Nähe - wie wäre es ach anders möglich :-) Also im Tiefflug mit Gegenwind zurück ins Hotel und erst mal duschen. Nun bei einer Pepsi auf der Terasse sitzen und bloggen.
Ich nenne unsere Terasse auch gerne unseren Insektenkäfig. Die ist nämlich komplett mit Insektengaze dicht gemacht, damit man hier gut und ohne Viecher sitzen kann. Allerdings fühlt man sich auch wie im Vogelpark Walsrode auf der falschen Seite der Gitter...ich will RAUS!

Unser Hotel hat hauseigene Fahrräder, welche man umsonst leihen kann. Nach unserem Frühstück sind wir also los. Bisschen rumfahren - mal wieder den "Historic District" suchen und zum Ding Park, einem Wildlife Reservat. Und zwischendurch natürlich ein paar Cache heben. Diese Absicht führte uns auf einen modderigen Wandertrail, der uns sogar auf deutsch vor Krokodilen warnte. Gefunden haben wir leider nur Mücken....und natürlich den Cache in einer Munitionskiste. Auch Cache zwei und drei waren in Munitionskisten. Wahrscheinlich hat die hier jeder so zu Hause...
Nach dem dritten Cache wurde ich ein wenig quengelig, weil wir imer nur 100 m Fahrrad fahren -absteigen -suchen - 100 m Fahrrad fahren - absteigen...usw. Ich wollte doch zum Ding Park. Also Schluss mit dem gecache, Pedale treten zum Ding Park. Freddys GPS hat uns lustig durch die Gegend manövriert bis wir uns aus einem Diner eine der vielen Gratis Straßenkarten geholt haben.  Nun aber zum Ding Park...ich war so fertig als wir da waren! Wer kommt eigentlich auf die blöde Idee bei 32 Grad in knalliger Sonne über Mittag Rad zu fahren? RRRRRRichtig - doofe deutsche Touris! Am Park ging meine Hautfarbe schon leicht ins rötliche und ich war klischnass geschwitzt. Igitt! Also nicht mehr mit dem Rad durch das Reservat, sondern nur die Schmalspur- Variante - die Austellung anschauen! Netter Weise war die sogar umsonst und klimatisiert ;o) Danach also nach Hause und dann kam der Regen!

Heute mache ich nichts mehr außer Surfen, Lesen und vielleicht noch eine Runde in den Whirlpool! Habe Fred zu Delivery Service überedet :-) Muss also nicht mal mehr essen gehen...schön!

Mittwoch, 22. September 2010

Das Lied des Meeres

...oder auch "Song of the Sea". So der Name unseres Hotels. Jetzt sind erstmal zwei Tage rumschlunzen angesagt. Nachdem wir die $6 für die Brücke hierüber bezahlt hatten, schwupps noch dreimal abbiegen, und wir waren da. Glücklicherweise sieht das Hotel in der Tat mal so aus, wie auf der Internetseite, und wir freuen uns über unsere Wahl.

Nicole hat sich gerade auf einen Sonnenliege am Pool geflezt und ich glaube irgendwas mit dem Cocktail an der Strandbar von eben war bei ihr nicht in Ordnung. Kommentare wie "Wenn die Sonne gleich weggeht, wird's glaube ich warm.." irritieren mich ein wenig. (In der Tat zogen just ein paar dunkle Wolken über die Insel, und nach 10,5 Jahren weiss ich was sie meinte... Die Wolken sind aber schon wieder weg, wir sind eingecremt und lümmeln draußen rum.)

Mein Netbook-Bildschirm kommt erstaunlich gut mit der Sonne klar stelle ich grade mal hoch erfreut fest. Aber das nur nebenbei.




<=- DAS ist Amerika:Immer ein bißchen größer...






Auf dem Weg hierher haben wir mal die amerikanische Variante von Wohnmobile gesehen. Thomas und Papa: Ihr könnt einpacken! Vorneweg ein WoMo so groß, wie bei uns ein Reisebus, und weil man damit ja nicht überall hinkommt hinten drann noch ein Jeep. Jetzt aber nicht auf einem Anhänger, sondern einfach mal drangehängt. Länge läuft... Wer jetzt denkt, dass sei ungewöhnlich (hatten wir kurz gedacht), fünf Minuten später überholten wir den nächsten Kollegen aus DER Kategorie Wohnmobilist.










Bevor wir hier nach Sanibel auf die Insel gefahren sind waren wir noch im Edison Museum in Ft. Myers. War eigentlich ganz nett, aber ich glaube man könnte mehr draus machen. Nun gut, war ja auch "nur" sein Winterwohnsitz. Aber jetzt weiss ich zumindest, dass der gute Edison mit den Herren Ford (ja, der mit dem T-Modell) und Firestone (der mit den Reifen) eng befreundet war. Und dass er auch (auf der Suche nach einer Quelle für das viele Gummi in den Autoreifen entsprechende botanische Forschungen angestellt hat. Das zumindest war mir vorher nicht bekannt.


Pläne fürs Abendbrot haben wir wieder mal nicht. Hier gibt es aber auch keine Lobby in die man sich abends mal reinsetzten kann und dann interessante Leute kennenlernt. Mal sehen was der Abend heute so bringt. Bis jetzt gab es ja doch immer irgendwie eine Überraschung. Wir haben auf jeden Fall für heute auch mal einen Coupon für 10% Rabatt in der "Sea Star" Bar...

Nicole hatte übrigens die Nase voll, von lauten Klimaanlagen und wollte was zum heute durchschlafen... Wir waren dann mal kurz einkaufen. Ich habe ein Bild gemacht, schauen wir mal was am besten hilft. ;-)

Dienstag, 21. September 2010

Sandy, Bob, und der Yacht-Club

Diese Hotel hier hat es echt in sich! Wir sitzen also mal wieder mit den Netbooks unten in der Lobby bei einem Getränk. Dabei brüten wir denn irgendwann auch über der Landkarte und fragen uns, wie wir denn morgen am besten weiterfahren. Wohin wissen zu dem Zeitpunkt auch noch nicht so genau. Bis uns ein netter älterer Herr von hinten anspricht. Er und seine Frau wären von hier, und wir könnten Sie ruhig fragen, wenn wir was von hier wissen wollten. Wollten wir. Wir wollten nämlich wissen, ob der Strand in Napels wirklich so toll ist, wie geschrieben wird. „Ja, das mag wohl sein, aber wir haben einen besseren Tipp für Euch“. So fing ein mal wieder wirklich sehr schöner Abend an. Wir plauderten eine Weile hin und her, über die besten Tipps und dass man in Homestead (ein geplanter Zwischenstopp) als Tourist nicht unbedingt sein wollte. Aber Sanibel Island, da sollte man gesehen haben. Und zudem wäre der Strand da mindestens so schön, wie in Napels. Obendrein gibt es da noch Sand Dollars ohne Ende. Klang verlockend. Wir wollten sowieso jetzt mal einen Strand-Tag einschieben und Sanibel Island liegt nur 20 bis 30 Minuten von Ft. Myers entfernt. Da wollte ich ja unbedingt hin, wegen des Edison Museums. Das fanden die beiden aber auch. Es wäre wirklich einen Besuch wert. Und auf jeden Fall auch etwas um auch mal einen ganzen Tag dort zu verbringen.


Dann unterhielten wir uns noch ein wenig über die Everglades und dass Everglades City ein guter Ausgangspunkt für Touren wäre. Und Flamingo wär toll. Da hätten die beiden schon mal mit Ihrem Segelboot halt gemacht und es wäre wunderschön gewesen. Hätten wir uns auch gerne angesehen, aber anscheinend gibt es da nur einen Campingplatz. Hmmm, Zelt ist zu Hause, Wohnwagen noch nicht gekauft.... dann fällt Flamigo zum Übernachten aus. Vielleicht fahren wir da einfach so hin, mal sehen.


Das mit dem Segelboot wurde dann Gesprächsstoff, und es stellte sich heraus, dass die beiden nachem sie ihren Laden hier in St. Petersburg verkauft hatten so fünf bis sechs Jahre mit dem Segelboot durch die Gegend getuckert sind. Mittlerweile wohnen sie in Pensylvania, sind aber gerade hier, um sich nach einer neuen Bleibe umzusehen, denn sie wollen wieder hier her ziehen. Sie hätte es hier schon immer schön gefunden und vor allem der Yacht-Club sei so toll. Da wären sie sogar Mitglied geblieben, obwohl sie ja gar nicht mehr hier wohnten. Was wir denn so für Pläne für das Abendessen hätten, wollten sie wissen. Wir hatten uns noch nicht festgelegt, uns so wurden wir gefragt, ob wir denn nicht mit in den Yacht-Club kommen wollten. Die beiden waren nett, und so wollten wir.


Wir brachten dann unsere gesammelte Computer Ausstattung aufs Zimmer und wollten uns dann gleich wieder treffen. Bei dem Stichwort „Yacht-Club“ steckte ich reflexartig noch ein paar Dollar mehr ins Portemonaie, und so zogen wir denn los.


Es wurde ein ganz famoser Abend. Es gab Mahi (Fisch), Musik und zum Schluss noch einen kleinen Rundgang durch den Yacht-Club. Beim Essen unterhielten wir uns noch darüber, warum wir hier sind, und ich erzählte ein wenig von unserem Besuch bei der NASA und dem leider verschobenen Shuttle-Start, dem ATX Tag und meiner Gänsehaut... Jaaaaa, das mit der Gänsehaut könne er gut verstehen, er hatte die damals auch, als er mal einen Shuttle Start gesehen hat. Vom Boot aus. Wow, das muss fantastisch gewesen sein. Er erzählte, dass das Shuttle schon weit oben am Himmel gewesen sei, als man eine Welle über das Meer herannahen sah. Mit der Welle kam der Krach und das wäre sein Gänsehaut-Moment gewesen. Tja, kann ich ihm nicht verdenken. Hätte ich auch gerne gehabt.


Die beiden waren echt klasse. Zwischendurch sind sie immer mal wieder aufgesprungen und haben ein kleines Tänzchen zu der Bandmusik aufs Parkett gelegt. Sandy hat dann noch Ihren Nachtisch mit allen geteilt und beim Weggehen wurde die vorsichtige Frage, wie das denn hier gehe mit dem Bezahlen mit einem Lächeln und einer winkenden Handbewegung beantwortet. Die beiden hatten uns wirklich eingeladen. Wow. Einigermaßen geplättet fragten wir noch, ob wir noch eine Bar wollten, auf ein kleines Getränk. Immerhin wollten wir uns ja auch ein klein wenig revanchieren. Ach, nöööö, sie hätten schon genug gehabt jetzt, es sei ja auch Zeit fürs Bett, und überhaupt, sie würden sich freuen, so nett geplaudert zu haben, und Leuten Amerika ein bißchen näher gebracht zu haben.


Na, das nenn' ich mal 'nen Hammer! Was wohl noch so passieren würde, wenn wir noch länger in diesem Hotel blieben? Bleiben wir aber nicht, denn morgen geht es weiter nach Sanibel Island, da habe ich gerade ein Hotel für drei Nächte gebucht, damit wir unsren Strand-Tag dann auch mal in die Tat umsetzen können.


Und jetzt nach einem äußerst netten Abend.... gute Nacht bis morgen!

Sightseeing without things to see...

Nicoles Brille:
...nicht ganz, aber wir hatten so gedacht, das wir über die Küstenstrasse mal alle Strände in der Gegend abfahren um dann in der großen Stadt Tampa zu landen und dort Sightseeing zu machen.
An der Küstenstraße war leider nicht viel zu sehen, außer vielen Ferienwohnungen und Hotels. Selbst der Zugang zum Meer war eher eine Glückssache. Alles vollgebaut! Wir haben beschlossen mal in eine der vielen "Drive Inn" Drogerien zu fahren um mir neue Sonnencreme und uns ein Strandhandtuch zu besorgen. Rein in den Store und völlig überfordert sein mit den 100 verschiedenen Sonnencreme-Sorten. Neutrogena ist es geworden...da weiß man was man hat :-)

Das Gepunktete in der Mitte weg denken, dann kriegt man einen Eindruck von dem schönen Strand
In Clearwater hatten wir dann Glück - ein großer öffentlicher Parkplatz und direkt dahinter das Meer. Schwimmen wollten wir nicht, aber mal ein wenig flanieren :-) Boooooaaaah, war das Wasser klar und der Strand weiß. Clearwater trägt zu recht seinen Namen, aber da ich unzureichend eingecremt war, sind wir relativ zügig umgedreht. Verbrennen wollte ich nicht so gerne. Wer mal nur am Strand liegen möchte...hier wäre er definitiv richtig...schön am Golf von Mexico entspannen.

Weiter nach Tampa über eine riesige Brücke mitten im Meer. Bauen die gerne, Brücken ins Meer.

Brücke...5 km lang und nur 2 Spuren - zurück gibts die Brücke auch noch mit 4 Spuren!

In Tampa selber haben wir dann was zum Angucken gesucht und festgestellt, es gibt keine Fussgängerzonen in Amerika. Sowieso nichts was man als Stadtmitte ausmachen kann. Kurz entschlossen sind wir zum nächsten Museum gelaufen...immer eine gute Idee! Von dort, auf der anderen Seite des Flusses war etwas mit Minaretten auszumachen. Nach unserer City Map (gibt es an jeder Ecke umsonst) war dies das Henry Plant Museum. Noch in der Annahme, es gehe um Blumen, rüber über den Fluss und hin da. Ein Glücksgriff! Herr Plant hat 1890 ein riesen Hotel mit über 500 !!! Zimmern gebaut und sie haben Teile davon erhalten und als Museum umgebaut. Der Rest des ehemaligen Hotels reicht locker um nun eine Uni zu beherrbergen. Schicke Uni....
Kleiner Teil des Flures
Sehr sehenswert - wenn ihr mal in Tampa seit... Link zum Museum
RICHTIG!
Im Gift Shop gibt es auch wirklich schöne Geschirrhandtücher ;-) ,

Ansonsten haben wir in Tampa nichts Gutes entdecken können....


Was wir morgen machen entscheiden wir gleich bei einem Glas Weisswein for free...

Einmal Volltanken bitte!

Mann-oh!

Heute sind wir mal eine kleine Tour rund um die Tampa Bay gefahren. Zuerst einmal über die Küstenstrasse bis nach Clearwater. Dort sind wir kurz mal über den Strand flaniert, und haben fest gestellt: Clearwater macht seinem Namen alle Ehre! Das Wasser war wirklich astrein!
Danach ein kurzer Stopp in Tampa und dann über die große Brücke (8-spurig) direkt übers Wasser wieder zu unserem Hotel in St. Petersburg. Leider kann ich kein Bild liefern, denn der Fotoapparat hielt es für besser den Fliegensch*** scharf zu stellen. Mist.

Da aber kein Auto (auch kein amerikanisches) ohne Benzin fährt und wir nur noch einen Vierteltank hatten, war mal Volltanken angesagt. Also einfach mal rauf auf so eine "Chevron" Tankstelle und: ...Einmal Volltanken bitte?!? Ja, bitte, aber wie? Verwirrende Tasten und Knöpfe und eine nicht ganz eindeutige Bedienungsanleitung an der Zapfsäule. Ja, mit Kreditkarte bitte, aber wo rein damit, welchen Knopf drücken und dann den FÜNF(?!?) stelligen Code für die Kreditkarte eingeben. Spätestens daran wäre ich gescheitert. Denn ich habe zwar einen Code für meine VISA, aber der hat nur vier Stellen. Hmmmmm... Also einfach mal die Mädels an der Säule vor uns fragen. Ein Mädel hat mir dann erklärt, wie man den Rüssel ins Auto hält und die Benzinsorte auswählt. Nun gut, DAS hätte ich noch alleine geschafft. Aber dann kam der entscheidene Hinweis: Did you paid? (Hast Du bezahlt?) Nee, hatte ich nicht, ich wollte ja erst noch tanken. Hier muss aber vorsichthalber erstmal vorher bezahlt werden. Nächste Frage: Wie geht das, wenn man Volltanken will, aber ja nun mal nicht vorher weiss, wieviel reingeht und was dann an $ rauskommt. Also reingehen, der Kassiererin beichten, dass man das erste Mal (in Amerika) tankt, und gerne wissen würde wie das denn verflixt nochmal geht. Ich wollte doch nur tanken und nicht das Shuttle fliegen. (Das hatten wir ja schon gelernt, da hätte Tanken doch eingentlich 'nen Klax sein müssen). Also die Kreditkarte über den Tresen geschoben, und flux waren $50 weg. Erstmal. Bis $50 hätte ich tanken können, es wurden dann aber doch nur $26,35. Mehr wird dann auch nicht von er Kreditkarte abgezogen. Aha! Prima, dann kann ich jetzt nicht nur Shuttle fliegen, sondern auch tanken. Ist doch auch toll. ($26,35 für nen Dreivierteltank sind so ca. €21,-. Gut, ne? Hier stehen Preise von $2,65 an der Säule, aber das gilt für ne Gallone, das sind 3,785 Liter, macht einen Literpreis von ca. €0,55)

Nach dem Tanken ging es dann weiter nach Clearwater (siehe oben). Nicole bekam allerdings wie aus heiterem Himmel ein kleines Hüngerchen. Die ganzen Burger Laden waren aber alle auf der anderen Strassenseite. Hört sich jetzt nicht so schlimm an, ne normale Strasse hat hier allerdings mindestens mal drei Spuren und in der Mitte Rasen. Also nix, mit mal eben links abbiegen. So hielten wir denn nach einem Laden auf unserer Seite Ausschau, und siehe da: Rettung nahte! Jawoll, da wollten wir rein: Dunkin' Donut! Ein Donut Laden, juhu! Voller Erwartung einen Laden voller Polizeibeamten anzutreffen sind wir rein, und: nix, nicht ein Polizeibeamter... Tja, stimmen dann wohl doch nicht alle Klischees. (Wir haben sogar noch etwas dort gesessen, aber nicht mal im Drive Inn war ein Peterwagen zu entdecken...) Das mit den Coupons ist hier ja echt angesagt. Die beiden älteren Herrschaften sortierten gerade Ihre neuen Coupons, während die $0,99 Coupons für Dunkin Donut gerade verzehrt wurden...

Als wir dann nach dem traumhaften Strand in Clearwater den Wagen in Tampa im Parkhaus abgestellt hatten, sind wir einfach mal drauflos. Nicoles Koffeinpegel sank unter die bedrohliche Marke und so wurde dann der nächste Indigo geentert (so ne Art Starbucks, nur nicht ganz so schicki-micki). Da gab es neben dem dringend benötigten Kaffe auch ein lokale Karte mit den "Sehenswürdigkeiten". In das Children Museum wollten wir nicht (ausgestellte Kinder?!? Wollten wir lieber nicht so genau wissen.), also sind wir dann ins H. Plant Museum. Da gab es mal was Altes zu sehen, was wirklich alt war. (Für amerikanische Verhältnisse wahrscheinlich uuuuuuuuralt, obwohl nur von 1889). In Tampa haben wir dann auch gesehen, warum wir keinen Polizeibeamten im Dunkin' Donut angetroffen haben: Heute war Motorrad-Tag... Wie man dabei Donuts essen soll, muss wohl weiter ungeklärt bleiben...

Weiterhin haben wir heute rausbekommen, dass Rossmann hier Walgreen heißt, der Strand am Golf von Mexico zumindest hier kein Öl abbekommen hat, und dass wir doch noch ein zweites Handtuch brauchen. (Für den noch zu prüfenden Strand in Napels, oder wo auch immer.)

Gleich geht's Abendbrot essen, denn wenn Ihr schon Bubu macht, haben wir noch Abendbrotzeit... ;-) Also, schlaft schön, wir gehen Essen!

Montag, 20. September 2010

Amerika für zu Hause

...wen (von Euch aus gesehen) das Fernweh plagt, und er/sie auch gerne mal in Amerika sein möchte: Hier ist eine kleine Anleitung.

Erstens:
Zunächst geht in das nächstbeste öffentliche Schwimmbad und holt Euch einen 5 Liter Eimer Wasser aus dem Schwimmbecken. Den benutzt Ihr mal zum Eingewöhnen zum Zähneputzen, Salat waschen, Apfel-Schorle machen, und wenn Ihr mal Durst auf ein Glas Wasser habt: Prost!

Zweitens: Werft all Euer Bargeld weg und bezahlt nur noch mit Kreditkarte. Ein paar Münzen sind nur für Automaten allerdings erlaubt.

Drittens: Denkt Euch eine beliebige Maßeinheit aus und benutzt nur noch diese. Bewahrt Euch davor diese Maßeinheit irgendwie einfach in metrische Einheiten wie Liter oder Meter umrechnen zu können. (Ich brauche hier erstmal immer mein Schlau-Telefon mit dem entsprechenden Programm drauf...) Irgendwann hat man den Bogen raus und man kauft keine Mini-Flaschen mehr...

Viertens: Das ist jetzt mal einfach. Kauft Euch Eure Landesflagge und hängt sie überall auf. Schreibt am besten noch drunter: Gott schützte dieses Land!

Fünftens: Verkauft Euer Auto mit Handschaltung, und ersetzt es durch ein eines mit Automatikgetriebe. Ach ja, Geschwindgkeitsangaben: siehe Drittens!

Sechstens: Fühlt Euch wie ein König oder eine Königin. Hatten die hier zwar niemals, aber trotzdem heißen die Betten hier so. Uns ist die Größe fast egal, solange es nur zwei(!) an der Zahl sind. Für das richtige Amerika Gefühl bitte alle Kissen-Vorräte auf dem Bett plazieren, und (ACHTUNG, GANZ WICHTIG!) stopft die Bettdecke und die Überdecke zur Bettdecke samt der Tagesdecke so ungefähr ab der Hälfte des Bettes ganz fest unter die Matraze! Und wehe jemand kann sich ohne Gewaltanwendung UNTER dieses Deckenkonstrukt legen!

Siebtens: Eröffnet einen Laden, hängt draußen ein Schild auf "Ja, wir haben auf!" und lasst dieses Schild auch dann hängen, wenn Betriebsferien sind, Ihr einen Zahnarzttermin habt, oder Ihr pleite gegangen seid. Wichtig ist nur, dass Ihr auf keinen Fall da seid.

Achtens: Werdet ein wenig paranoid. Lasst Leute nur in Euer Land, wenn sie drei mal beteuert haben nichts böses in Eurem Land zu wollen. Fotographiert sie beim Einreisen und nehmt Fingerabdrücke. Verkauft Zimmerartellerie dafür allerdings an jeden der Euren Laden findet. (Ladenbeschilderung siehe Siebentens)

Bestellt Euch besseres Wetter und baut einen Weltraumbahnhof. Und steht darüber, wenn jemand darauf neidisch ist und eine Liste mit komischen Dingen schreibt!

MOOG! Yes ist a friend of mine...

Nicole Brille:
Hier in der Lobby vom Hotel ist das WLAN besser. Also sitzen wir hier unten und bloggen so rum, bevor wir Essen gehen. Nebenan ein älterer Herr im "MOOG" T-Shirt...er sagt etwas darüber das wir doch alle irgendwie komische Nerds sind. Wir wechseln ein paar Worte, ich spreche ihn auf sein Shirt an, er sagt: It's a friend of mine :-) Er ist Musiker. Freddy hat noch nett mit ihm geplaudert und wir haben beim gratis Bier die Welt gerettet und Namen getauscht...David Borden, ein Komponist. Seine Frau kommt und später dazu und tuschelt uns bein Weggehen noch zu das er ein wirklich famos Componist ist, dann kriegen wir auch noch seine Karte...Cool!

Ansonsten ist heute gar nicht so viel passiert. Wir sind in unserem Türmchen aufgewacht, Freddy hat uns das leicht enttäuschende Frühstück aus dem Rezeptionskühlschrank geholt und mir dazu einen Kaffee gezogen. Kaffee steht in allen Hotels immer frei zur Verfügung...sehr nette Angewohnheit! Mein Frühstückskaffee war definitiv vom Vorabend, aber was soll es, dann ist er wenigsten mal mit ein wenig mehr Aroma :-)
Nach dem Frühstück kurzes Brainstorming - wohin heute? St. Pete? Clearwater? Für St. Petersburg hatte ich schon mal Hotels angeguckt, also kurzentschlossen meinen Favoriten online gebucht und losgefahren. Vorbei am platten Land, an Phosphor-Minen "We make Amerika grow" und über reisen Brücken sind wir nach kurzer Fahrt auch schon da.


Einchecken im Pier Hotel und gleich weiter im Touri Bus, dem Downtown Looper. Erste Station das Dali Museum. Interessant, aber nur Dali, egal...weiter zum Shopping Center. Hier umweht uns ein Duft der 80ger Jahre. Also nur ein Eis gekauft und schnell zu Fuss ins Hotel. Sind zwar nur 2 Blocks, aber wir sind echt ekelig nass geschwitzt. Rauf aufs Zimmer, abtrocknen und W-LAN checken...geht nicht :-( Also runter in die Lobby...weiter siehe oben...immer noch cool! Googelt den mal :)

eigentlich gar nicht so viel los heute...

..aber nun gut, es ist ja auch Montag.

Die Fahrt hierher (ach ja, wir sind jetzt in St. Petersburg) war recht ruhig, und die Strassen waren diesmal nicht ganz so einsam und lang gezogen. Trotzdem haben die hier irgendwie echt viel Platz. Selbst hier in St. Pete (so die offizielle Abkürzung) Downtown ist es irgendwie nicht so eng, wie in Hamburg oder so.

Wir waren heute im Salvador Dali Museum. Da waren mal ein paar Amis, die den echt gut leiden konnten und "ein paar" Bilder von ihm gekauft haben. (Immerhin hat es gereicht ein Museum voll zu bekommen.) Der hat schon ein paar coole Bilder gemalt. Am besten hat mir die Variation von George Washington gefallen. Ein riesiges Bild (wohl so ca. 2x3 m groß) auf dem, wenn man direkt davor steht nur seine Muse vor einem Fenster sieht, wenn man dann aber etwas zurück geht (so 10...20m) und die Augen etwas zukneift (ich muss hier unterbrechen weil wir uns die ganze Zeit mit David Borden unterhalten haben, dazu gleich mehr...) sieht man, dass das Gemälde George Washington zeigt. Klasse!

Und jetzt zu Herrn Borden:
Es fing an, als wir uns wegen des schlechten WiFi Empfangs zu den Freibier und dem besseren Empfang in die Lobby setzten. Wir tippten beide in unsere Netbooks, als der freundliche ältere Herr hinter seinem MAC hervorlugte und sagte: "We're all Nerds, heh?" Dann ging ein munterer kleiner small talk los, hauptsächlich wegen seines Moog T-Shirts... (Für alle die es nicht wissen, Moog, war der Pionier des Synthesizer und ist quasi der Gott der elektronischen Musik überhaupt.) Und dieser Robert Moog ist ein Freund von ihm. Tja, und so ging das Gespräch hin und her, ein wenig über (deutsches) Bier und seine Zeit in Deutschland und überhaupt. Irgendwann fragte ich ihn dann nach seinem Namen. "David Borden". Sagte mir erstmal nicht viel. Kurz gegooglet und: WOW! Ziemlich berühmt der Herr. Das war auch das, was mir seine Frau zuraunte, nachdem sie uns bei der Restaurant Auswahl heute geholfen hatte. "He is a very famos person, but he doesn't like if I tell..."
Donnerwetter!

Naja, so endet ein eigentlich harmloser Tag, dann doch noch mit einem Highlight.

Sonntag, 19. September 2010

In Null-Punkt-Fünf Meilen die leichte Rechtsabbiegung nehmen...

Nicoles Brille:
Hatte ich erwähnt das unsere weiße Perle ein Navigationgerät an Board hat? Sie kann auch Deutsch...jedenfalls irgendwie :-)

Ich hab Bernstein!!!!
Vorbei mit Strand und Ostküste. Nach 60 bis 70 Meilen auf der Küstenstraße A1A sind wir Höhe Vero Beach ins Inland abgebogen. Natürlich haben wir dem Atlantik noch "Tschüß" gesagt und uns salzige Beine und Freddy einen nassen Hosenboden abgeholt. Die Wellen sind hier sehr hinterhältig, man läuft am Strand, wähnt sich sicher und schwupp kommt die Killerwelle! Da hilft auch kein beschwichtigendes Bogenlaufen mehr :-(

Nach dem Verlassen der Küstenstraße wurde die Welt platt - wie zu Hause! Und die Landstraßen sind mit einem Lineal in die Landschaft gezogen. Aber...es gibt weder Parkbuchten noch Rastplätze...nichts! So nach 50 Meilen musste ich Pipi. Meine praktische Flasche von der modernen Hausfrau liegt zu Hause - super! Das Land platt und weit und breit kein Busch und kein Klo...das nächste Diner war unser. Sonst hätten wir dort nie angehalten oder gegessen. Das Diner war so klassisch Amerikanisch, besser ging es nicht und ich hatte meinen ersten Homemade Cookie bei Pop´s Inn...lecker und riesig!

Das tolle Grand Hotel...
Wir hatten uns im Internet morgens einen Ort und ein Hotel rausgesucht. Wir sind auch dorthin gefahren, haben uns dann aber doch dagegen entschieden. Ich hatte an der Straße Höhe Winter Haven ein großes Hotel und ein Schild "Historische Altstadt" gesehen, das Hotel noch an einem See, also umdrehen! Tja, das Wort Reinfall ist noch eine Untertreibung *seufz* Es waren dort ein paar Läden und ein altes, archtektonisch ansprechendes Gebäude, wo mit Farbe das Wort Hotel aufgemalt war. Nicht überall wo Hotel drauf steht ist auch ein Hotel drin!

Weiter auf der Suche nach einer Nachtbleibe. Wieder auf der Landstraße war ein Schild "The famos Chalet Suzanne" - hin da und gleich geblieben.

Baujahr in den 20gern und alles in rosa und minze angemalt, kleine Türmchen und Häuschen aus Holz - hier wollte ich wohnen! An der Rezeption fragten wir nach dem Preis - Freddy zuckte merklich zusammen - aber ich wollte so gerne in diesem Museum schlafen. Frauen setzen natürlich ihren Kopf durch und nun liegen wir in einem alten Zimmer mit eigenem Balkon zum See. Die Einrichtung besteht aus Antiquitäten und alles ist einfach nur SCHÖN!
Eingang zu unserem Zimmer

Bett und Bad
Blick vom Bett ins Wohnzimmer


Im Preis für das Zimmer waren Eintrittskarten zum BOK Tower enthalten...was zum Teufel ist das...ein Turm? Wir hatten Zeit, also rein ins Auto und den Turm besichtigen. Wir waren wirklich platt als wir das zu Gesicht bekamen, was die Amerikaner "Das Taj Mahal von Florida" nennen. Dies ist zwar eine gnadenlose Übertreibung, aber der Turm war wirklich beeindruckend. Fred und ich haben spontan an den Herrn der Ringe und den Turm von Rumburack (oder hieß er Gargamel?) gedacht. Ein reicher Amerikaner hat sich das Ding in den 20ger Jahren gebaut, weil er Glockenspiele toll fand. Somit ist in dem Turm ein Zimmer mit einer Bücherei und ein Glockenspiel mit 60 Glocken...erinnert mich wiederum an unseren bekloppten Bayernkönig und Schloss Neuschwanstein. Was haben die damals eigentlich alle genommen?

Auf dem Weg nach Hause sind wir noch kurz auf die Suche nach was Essbarem gegangen und im Supermarkt fündig geworden. Salat und Bier...gute Kombi :-) Damit auf die Dachterasse, essen, trinken, Schildkröten im Wasser beobachten bis es dunkel ist. Dusche, bloggen, Bett ...

Der lange Weg zu Suzanne...

Hah!
Nachdem wir uns das ursprünglich für heute vorgesehene Hotel angeguckt haben, sind wir spontan wieder umgedreht und 10 Meilen zurück gefahren. Dann haben wir uns im sogenannten "Historic Village" von -ich glaube Winterhaven- kurz umgeguckt, konnten für europäische Augen nix Altes entdecken, außer einem Hotel in das wir auch nicht wollten. Also sind wir einfach weiter gefahren bis zu dem Schild "Chalet Suzanne" ...das fand Nicole bei jedem Vorbeifahren interessant, und dann sind wir da einfach hin und haben jetzt ein traumhaftes Zimmer. Nun gut, nicht das Angebot der Woche, aber echt klasse!

(Kurzer Einschub zwischendurch: Wir haben mit den Freikarten, die beim Zimmer dabei waren noch Bok's Tower angeguckt. Irgendwie ein bißchen wie aus Herr der Ringe... und waren noch kurz im Publix Supermarkt einkaufen. Da gib es nämlich (die von Nicole angeforderten) Aspirin direkt im Supermarktregal. Naja, Bier auch... Und so sitze ich jetzt mit einem Miller Light (Nicole findet das furchtbar, ich finds OK.) auf der Terasse, oder Balkon, oder wie immer man dieses Teerpappendach vor unserer Zimmertür nennen will, und lausche, wie die Frösche langsam aber sicher lauter werden.) Vor dem Hotelzimmer an dem kleinen See tummeln sich gerade die Wasserschildkröten, und scheuchen sich von den jeweils besten Futterplätzen weg. Auch irgendwie gut.

Vor diesem wunderbaren Abend lag allerdings die Fahrt von Cocoa Beach hierher. Da sind wir meilenweit einfach nur geradeaus gefahren (tatsächlich bis zum Horizont vor einem einem einfach nur GERADEAUS) und was passiert, wenn einem warm ist und man viel trinkt... RICHTIG: Man (also in diesem Fall WIR) muss mal austreten. Aber an der Strasse die einfach nur geradeaus geht kommt soweit man gucken (in diesem Fall also mal echt weit) einfach kein Parkplatz, geschweige denn überhaupt eine Möglichkeit mal anhalten und im Busch verschwinden zu können! Nun denn: Rettung nahte in Form eines Schildes (Home Cooking Diner 1.5 miles) Wooow, und so gab es ein Sandwich und einen Hot-Dog (mit Chili con Carne oben druff) UND EINE TOILETTE! Puh, das war echt knapp! Die ältere Dame im "Pop's" hat uns auch nicht krumm genommen, dass wir gewissermaßen in Schnellzeit raus hatten wo die "Restrooms" (also die Toilette) war.

Tja, und ansonsten läuft das hier ziemlich entspannt. Mein "Miller's" nähert sich dem Ende, die Wasserschildkröten schwimmen ins Abendlager, die Sonne ist auch gleich weg, und ich gehe gleich Duschen und dann unter das zweite Bettlaken, was ich uns vorhin bei der netten Rezeptionisten noch organisiert habe. Wir beide unter EINER Bettdecke wär nämlich nicht so erholsam. Das Mädel von der Rezeption hatte aber vollsten Verständnis, und so heißt es den gleich: Gute Nacht John-Boy!

Samstag, 18. September 2010

Vergleiche und Gänsehaut...

Freddys Sicht der Dinge:

Warum wir das bei uns in Deutschland besser haben? Weil wir ungechlortes Wasser direkt aus der Leitung trinken können. Und alles was damit gemacht wird eben NICHT nach Chlor schmeckt. Das erstreckt sich hier nämlich angefangen beim Frühstücks-Tee / Kaffee über den Apfelsaft (aus Konzentrat verlängert mit... jepp Chlorwasser...) bis hin zur Cola, die natürlich mit "Trink"wasser gemixt wird, und Nicoles Salat, der wohl ganz offentsichtlich gewaschen wurde... mit gutem "Trink"wasser...

Naja, warum die Floridaianer (so sagt man doch, nicht war?) es aber auch gut haben: Hier ist das Wetter besser, das Meer ist immer gleich um die Ecke... (gut das hatten wir in Dänemark auch, aber da war nicht so schön warm.), hier ist überall viel Platz, (bis jetzt) sind alle sehr freundlich, und zum Kennedy Space Center ist es nicht so weit wie von uns zu Hause... ;-)

...und ich bin wirklich da gewesen! Hammer.
Das ist zumindest für mich schon etwas besonderes. Wenn man da sein kann, wo Weltraumgeschichte geschrieben wurde. Das alles einmal mit eigenen Augen zu sehen, ist schon eine echt tolle Sache. Unter einer Saturn V Rakete zu stehen und sich vorzustellen, dass ganz oben an der Spitze ein paar Männer gesessen haben, die bis zum Mond geflogen sind. Fast unvorstellbar. Aber sie haben es getan. Wenn mich einer Fragen würde: Ich würde es sofort tun!

Die Vorraussetzungen dafür haben wir uns ja heute angeeignet: Erfolgreicher Abschluss des ATX Programmes! Das war ein Spaß! Die Missions-Simulation war super! Alle hatten ein Headset auf, vier Leute saßen in einem 1:1 Modell vom Shuttle und wir anderen drei in der Mission Control. Wenn auf Nasa TV vom Flight Director die Abfragen kommen, mit den ganzen Abkürzungen und "GO!" Antworten, bekomme ich jedesmal Gänsehaut. Hatte ich heute fast auch! Obwohl es ja nur ein Spiel war. Prächtig!

Wir konnten uns zu Beginn mit einem echten Astronauten unterhalten, bzw. er hat erzählt und wir konnten Fragen stellen. Sein Name Ph.D. Samuel Thornton Durrance. (mehr: klick!). Er hat sehr faszinierend erzählt. Ich hatte nur eine Frage, deren Antwort ich fast erwartet hatte. Ich habe ihn gefragt, wie oft er sich noch an seine Mission erinnert. Die Antwort: Alle paar Tage! Und das obwohl das jetzt fünfzehn Jahre her ist. Man hat ihm seine Ergriffenheit in der Tat angemerkt, als er von der Erde von oben erzählt hat. Wow! Noch so ein Gänsehaut-Moment.

Am Strand spazieren gehen ist hier auch was anderes. Da ist mal ein Quadratmeter abgesperrt und ein Schild dran: "Schildkröten-Nest". Die Kollegen von Sponge Bob laufen hier auch rum, und überhaupt ist das mal 'ne andere Nummer als die Nordsee! (Obwohl Nordsee schön ist, denn zu welcher Jahreszeit man hier in Florida nämlich mal nen Glühwein trinken soll, weiss ich auch nicht...)


Morgen geht es weiter, nur wohin wissen wir bis jetzt noch nicht... Morgen um diese Zeit sind wir schlauer.

Das ATX Programm oder warum ich mich wie in der 5. Klasse gefühlt habe!

Nicoles Brille:
Der Tag ging gut los...ich habe Joghurt beim Frühstück am Büffett gefunden. Gut ging es weiter - auf dem Weg zu unserem wilden ATX Training haben wir in der Hertz Filiale vor Ort angehalten und ohne Diskussion einen anderen Wagen bekommen. Jetzt haben wir einen weißen Jetta mit Stufenheck...meine Hutablage Pläne mussten also nicht sterben :-) Aber um mal unseren Autobauern zu schmeicheln, der Wagen ist wirklich eine komplett andere Hausnummer als der olle Stink-Civic - eine gute Sache also!



Nachdem wir bei Hertz das weiße Schätzchen eingesackt hatten, sind wir weiter, die letzen beiden Attraktionen im Kennedy Space Center mitnehmen und dann im Souvenirshop für mich 2 echt riesige Kaffeebecher kaufen. Riesig! Kollegas zu Hause, ihr könnt euch schon mal freuen...in meinen neuen Pott passt eine halbe Pumpkanne Kaffee - ein echter Kollegenbescheißer mein neuer Becher...harharrrr!

Dann weiter zur Hall of Fame of Astronaut wo das Training starten sollte. Erst noch schnell durchs Museum gehuscht und dann ging es los. Zuerst bekamen wir tolle schwarze Poloshirts - mein Highlight dabei: Ich habe eins in Größe M und das ist fast noch zu groß!!!

Danach ging das Programm los. Zuerst natürlich kam unser Astronaut und wir konnten Fotos machen. Dann hat der nette Raumpilot uns noch von seinen beiden Raumflügen erzählt, er bekam bei der Frage wie die Welt von da draussen aussieht, echte Tränen in den Augen. Es muss unvorstellbar sein!

Danach mussten wir ran - unsere Gruppe begann mit den Trainingsgeräten. Erst an die Kletterwand (dafür wurde man gewogen..ein dunkler Punkt an einem sonst strahlenden Tag!) Ansonsten hatte ich echt Spass dabei - 5 Meter hoch und runter mit den Beinen in der Schwebe...danach bin ich das Multiachsendrehteil...hej war das lustig!

Weltraumbadezimmer
Danach kam der ruhige Teil, wir haben eine Originalgetreue Rakete angeguckt und durften auf einem Astronautenklo sitzen, habe eine Rakete gelandet, Roboterarme bedient und ganz am Schluss eine Mission durchgespielt unter "realistischen" Bedingungen. Irgendwie wollte ich mich bei der Mission in die letzte Ecke verkrümeln, weil ich mich doch irgendwie sprachlich beeinträchtigt fühlte. Nun wurden die Plätze ausgelost und und ich wurde der PAO - Public Affairs Officer - the Voice of NASA! Super! Ich die Rolle mit den zweitmeisten Text! Fein...ich war spontan wieder in der Orientierungsstufe. Ich glaube, die netten Amis, haben ihren Text auch noch nie so lustig ausgesprochen gehört wie heute ;-)

Nach der Mission ging es ins Hotel...der Faulheit halber mit einer Tüte Burger von Wendys und 2! Sixpacks Bier mit Babyflaschen a 200 ml...niedlich!

Freitag, 17. September 2010

Ein Tag Kennedy Space Center...

Nicoles Brille: Sind die Amis mit Ihren Klimanlagen eigentlich bescheuert? Wieso sitze ich den ganzen Tag in Tourbussen, Karussellen und Vorführungen, wo die Raumtemperatur bei charmanten 19 Grad liegt? Ich friere mir in Top und Bermuda den Arsch ab, während draussen über 30 Grad sind...gut das die ja keine Stromprobleme in diesem Land haben :-(

Neee, nochmal vom Anfang. Mein erstes Frühstück in diesem Land. Viel hatte wir gehört und alles stimmt. Plastikbesteck an Plastiktellern und Plastikbechern. Wir wollten aufgrund der Hitze gerne drinnen essen, werden das morgen aber unterlassen. Eine charmante Qualmwolke aus verbrannten Waffeln hängt in der Luft des Frühstücksraumes...
Ansonsten gibt es Blümchenkaffee *seufz*, Frikadellen, Rührei exakt in Form und Größe des Brötchens, Brötchen exakt in Form und Größe des Rühreies und natürlich eine Waffelselbermachstation die vor sich hin qualmt. Weiter ein bisschen Käse und Frikadellen als Brotauflage...alles gut und ausreichend  und sogar eine frischen Apfel habe ich abgegriffen :-)

Dann brausen wir direkt nach dem Frühstück zum KSC...unser Civic ruckelt rum und stinkt an den Kreuzungen so nach Sprit, das wir die Fenster öffnen müssen... ist das normal?
Auf dem Weg zum KSC muss ich darüber nachdenken, dass ich morgen ganz alleine ohne Auto in unserem Hotelzimmer hocke, zu weit von allem schönen Shopping. Kurzer Entschluss..ich will auch in den "Multiachsentrainer" und anschließend einen Mann mit orangenem Overall treffen. An der Kasse sagt uns Cynthia, eine nette Kassiererin, das morgen alle Plätze ausgebucht sind bei dem Trainingsprogramm. Aber sie setzt sich für uns ein und  nach ein paar Telefonaten und ein paar Minunten warten, ruft der Manager an...ich darf mit Freddy morgen am Astronauten Programm teilnehmen :-) Super!!! Ob ich mir das gut überlegt habe???
Der Tag im KSC an sich  war superkurzweilig, die Preise an den Ständen waren höllisch (ein Eis wie Nogger = 3,50 Dollar zzgl. 6% Tax - holla!), die Technik überwältigend, die Raumschiff Enterprise Show war ein Reinfall. Wir haben zwischen 9.30 und 18.00 Uhr nicht alles geschafft, trotz Nebensaison und so gut wie keinen Wartezeiten. Das Ticket gilt morgen noch - das nutzen wir aus, gucken den Rest an und plündern den Souvenirshop :-)

Auf dem Heimweg ruckelt das Auto fröhlich weiter, wir fahren an eine Hertz Station, leider schon zu..langsam gruselt uns das Auto.

In das Hotel, umziehen und rüber an den Strand! DIE NORDSEE in warm - jipeeeeeh! Der Strand ist wunderschön, die Wellen üppig, es riecht nach Meer - alles ist gut! Wir laufen ein bisschen rum und treffen gleich auf Mr. Krabs...Foto folgt :-) Den Abend lassen wir in einer Strandbar mit lustiger Livemusik von einem Amipaar mit eigenen Klaqueuren ausklingen - das Wort des Tages kommt von? FREDDY!

Jetzt noch ein wenig Dog Whisperer in der Glotze gucken und feststellen, wir unterscheiden uns in Sachen Hund nicht vom Ami und dann schnell einschlafen...morgen treffe ich echte Astronauten :-)

Donnerstag, 16. September 2010

Angekommen...

Nicoles Brille:...ein wirklich langer Tag geht zu Ende! Hier ist es 22.00 Uhr, mein Laptop mit deutscher Zeit sagt 4.20 Uhr. Im Flieger schlafen war leider nicht angesagt, da hinter mir jemand über ca. 4 Stunden üble Blähungen hatte und vor uns ein paar Gacker-Sissis saßen. Eine Horde 16 jähriger Österreicherinnen auf Klassenfahrt nach Naples. Was habe ich in meinem Leben eigentlich falsch gemacht? Wieso gingen meine Klassenfahrten nach Hannoversch Münden, Norderney oder Berlin? Schön allerdings die Auswahl der 18 Filme - gegen das Gackern habe ich mit zu laut gestelltem Ton drei tolle Streifen gesehen, die ich im Kino verpasst hatte. Irgendwie doch ein gutes Ende!

In Orlando angekommen hatten wir einen wirklich netten und lustig lächelnden Offizier der unsere Einreiseformalitäten erledigt und mit uns lustige Witze wie "The andere links Ms. Gade..." gemacht hat. So viel zu den bösen amerikanischen Beamten. Fotos sind leider auf dem Flughafen nicht erlaubt, sonst hätte ich ein Beweisbild von dem netten Kerl gemacht.

Dann haben wir den Wagen abgeholt..ein Honda Civic Stufenheck in dunkelblau...yeaaaah! Er wird uns die nächsten Wochen begleiten. Morgen lege ich vorsichtshalber Freddys Mütze auf die Hutablage. Ob es hier auch umhäkelte Klorollen gibt? Ich werde es rausfinden :-)

Dann hat Freddy uns sicher, immer knapp unter der zulässigen Geschwindigkeit, ins Hotel geschaukelt. Einchecken und feststellen, dass das Hotel nicht ganz so nett wie auf den Bildern wirkt. Schuhe aus, Flipflops an...es ist irre heiß.. sofort wieder los Wasser, Bier und Chips kaufen fahren. Wichtig!

Jetzt  jeder auf seinem Queen Size Bett...Budweiser rechts - Laptop links...und gleich gehen die Augen zu!

Wir sind da....

...mit Freddy-Brille:
Der Flug ging irgendwie dann doch flux rum, trotz der von Nicole sehr passend titulierten "Gacker-Sissies". Das waren die Mädels aus der Schulklasse aus Österreich, die uns im Flugzeug quasi eingekesselt hatten und getan haben, was ein Abiturjahrgang auf Abschlussfahrt so macht... Ne Menge albernen Kram. Nun denn, irgendwann sind wir dann gelandet und:
Kurzer small-talk mit dem Zollbeamten, und schwupps war'n wir durch. Dann zum Hertz Schalter durch den Flughafen in Orlando mit dem 80er Jahre Charme und dann ins Parkhaus den Honda Civic abholen. Für amerikanische Verhältnisse doch eher ein Kleinwagen. Während ich das mit den Speed-Limit vorsichtshalber erstmal recht genau nahm (Kommentar von rechts: "hier darf man 70 mph fahren!" bei 68 auf dem Tacho..) scheint das hier im Land der Easy-Rider für Motorradfahrer nicht zu gelten. Auf dem Highway vom Flughafen weg haben uns erstmal zwei Moppedfahrer im Ghost-Rider Stil mit offenem Hahn überholt und von Speed-Limit habe ich da mal nix bemerkt. Das galt dann auch für die Harley-Crew, die beim Puplix Supermarkt losdüste.... Da haben wir uns erstmal kurz mit dem nötigsten versorgt: Bud und Chips... Na gut, ein paar Wasser und Cola waren auch dabei.
So, da das Bierchen gleich alle ist, geht's dann mal in die Heia. Morgen früh geht's los zum Kennedy Space Center (KSC). War dann doch n langer Tag, immerhin ist es jetzt bei Euch 4:20 in der früh.
Bleibt mir nur: Gute Nacht!

Mittwoch, 15. September 2010

6 Uhr morgens in Deutschland

Mit einem leckeren Kaffee sitze ich im Bett und warte darauf, das ich in die Dusche kann. Wie trinken die in der USA bloß meine Lieblingsdroge Kaffee? Muss ich fast drei Wochen Blümchenwasser zu mir nehmen, wenn ich nicht gewillt bin täglich 20 Dollar zu Starbucks zu schleppen? Ich werde es heraus finden...

Ansonsten ist im Moment nur noch Warten angesagt. Mülleimer und Kühlschrank sind leer, Blumen abgesoffen, mein Koffer mit spektakulären 16 kg!!!!! gepackt.
Meine Handtasche ist mit gefühlten 10 kg allerdings voll bis zum Anschlag. Dies liegt unter anderem an einem lustigen Plastik-Einweg-Regen-Poncho, den Freddy mir für Notfälle gekauft hat. Den habe ich natürlich brav sofort in den Tiefen meiner Messi-Handtasche versenkt. Leider hat er vergessen mir die passende Einweg-Plastik-Frisuren-Schutzhaube mitzubringen. Somit kann es passieren, das mein Haar nach Regen auf manchen Fotos nicht mehr so ordnungsgemäß sitzt wie üblicher Weise. Ich bitte dies schon im Vorfeld zu entschuldigen.
Hier ein Produktbeispiel ;-)   
 So, noch ein Kaffee und dann ab in die Dusche und danach Haare hübsch machen....

Aufgeregt...

...sollte ich langsam werden. Vielleicht hole ich jetzt auch mal meinen Koffer raus und fange an zu packen. Oder doch nicht? Was nimmt man denn mit in das Land der riesen Shopping-Malls? Ich muss beim Packen definitiv noch Luft für meine Eroberungen lassen und wir haben nur 23 kg frei - ich ahne böses!

Es herrschen dort momentan 34 Grad und Regen...angenehm schwül-heiß! Ich werde nur einen Badeanzug einpacken und ein paar Flip-Flops...reicht, oder?
Schwierige Entscheidung, aber eins ist sicher: Ich werde wie immer zuviel mitnehmen!

Sonntag, 12. September 2010

ATX, beim KSC in FL, USA...

...alles klar?!?
Ich bin jetzt nicht ganz durchgedreht, sondern freu' mich nur schon mal ein bisschen auf die
Astronaut Training EXperience im Kennedy Space Center in FLorida in den United States of Amerika...

Samstag Nachmittag um 13.00 Uhr Ortszeit geht es los... Yiiiiipppphiiiieee.
Wer mal sehen möchte worauf ich mich da so freue: -> klick!

Und wer mich schon immer mal zum Mond schiessen wollte: Einfach mal bei der NASA anrufen, ich wär bereit! ;-)

Freitag, 10. September 2010

Lesen, lesen, lesen...

Ziemlich umfangreich, aber auch sehr informativ: www.usatipps.de
Da steht echt alles: von Einreise bis hin zu den neusten Coupon-Heften. Wusste ich gar nicht: Die Amis sind echt im Coupon-Fieber. Die gibt es wirklich für fast alles. Und scheint im Gegensatz zu hier auch keinen zu stören, wenn man mit 'nem Coupon ankommt. Ich werd Montag mal gleich welche Ausdrucken. ;-)
Und wo wir gerade bei Tipps sind: www.cellion.de Da gibt es ohne viel Schnick-Schnack eine SIM-Karte für das Amerikanische Mobilfunketz. Wie gut das dann in der Praxis funkioniert, werden wir berichten. Ich habe meine Sonntag bestellt, Mittwoch war sie in der Post...
Noch zwei Tage arbeiten und dann geht es los...