Posts mit dem Label St. Pete werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label St. Pete werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 21. September 2010

Einmal Volltanken bitte!

Mann-oh!

Heute sind wir mal eine kleine Tour rund um die Tampa Bay gefahren. Zuerst einmal über die Küstenstrasse bis nach Clearwater. Dort sind wir kurz mal über den Strand flaniert, und haben fest gestellt: Clearwater macht seinem Namen alle Ehre! Das Wasser war wirklich astrein!
Danach ein kurzer Stopp in Tampa und dann über die große Brücke (8-spurig) direkt übers Wasser wieder zu unserem Hotel in St. Petersburg. Leider kann ich kein Bild liefern, denn der Fotoapparat hielt es für besser den Fliegensch*** scharf zu stellen. Mist.

Da aber kein Auto (auch kein amerikanisches) ohne Benzin fährt und wir nur noch einen Vierteltank hatten, war mal Volltanken angesagt. Also einfach mal rauf auf so eine "Chevron" Tankstelle und: ...Einmal Volltanken bitte?!? Ja, bitte, aber wie? Verwirrende Tasten und Knöpfe und eine nicht ganz eindeutige Bedienungsanleitung an der Zapfsäule. Ja, mit Kreditkarte bitte, aber wo rein damit, welchen Knopf drücken und dann den FÜNF(?!?) stelligen Code für die Kreditkarte eingeben. Spätestens daran wäre ich gescheitert. Denn ich habe zwar einen Code für meine VISA, aber der hat nur vier Stellen. Hmmmmm... Also einfach mal die Mädels an der Säule vor uns fragen. Ein Mädel hat mir dann erklärt, wie man den Rüssel ins Auto hält und die Benzinsorte auswählt. Nun gut, DAS hätte ich noch alleine geschafft. Aber dann kam der entscheidene Hinweis: Did you paid? (Hast Du bezahlt?) Nee, hatte ich nicht, ich wollte ja erst noch tanken. Hier muss aber vorsichthalber erstmal vorher bezahlt werden. Nächste Frage: Wie geht das, wenn man Volltanken will, aber ja nun mal nicht vorher weiss, wieviel reingeht und was dann an $ rauskommt. Also reingehen, der Kassiererin beichten, dass man das erste Mal (in Amerika) tankt, und gerne wissen würde wie das denn verflixt nochmal geht. Ich wollte doch nur tanken und nicht das Shuttle fliegen. (Das hatten wir ja schon gelernt, da hätte Tanken doch eingentlich 'nen Klax sein müssen). Also die Kreditkarte über den Tresen geschoben, und flux waren $50 weg. Erstmal. Bis $50 hätte ich tanken können, es wurden dann aber doch nur $26,35. Mehr wird dann auch nicht von er Kreditkarte abgezogen. Aha! Prima, dann kann ich jetzt nicht nur Shuttle fliegen, sondern auch tanken. Ist doch auch toll. ($26,35 für nen Dreivierteltank sind so ca. €21,-. Gut, ne? Hier stehen Preise von $2,65 an der Säule, aber das gilt für ne Gallone, das sind 3,785 Liter, macht einen Literpreis von ca. €0,55)

Nach dem Tanken ging es dann weiter nach Clearwater (siehe oben). Nicole bekam allerdings wie aus heiterem Himmel ein kleines Hüngerchen. Die ganzen Burger Laden waren aber alle auf der anderen Strassenseite. Hört sich jetzt nicht so schlimm an, ne normale Strasse hat hier allerdings mindestens mal drei Spuren und in der Mitte Rasen. Also nix, mit mal eben links abbiegen. So hielten wir denn nach einem Laden auf unserer Seite Ausschau, und siehe da: Rettung nahte! Jawoll, da wollten wir rein: Dunkin' Donut! Ein Donut Laden, juhu! Voller Erwartung einen Laden voller Polizeibeamten anzutreffen sind wir rein, und: nix, nicht ein Polizeibeamter... Tja, stimmen dann wohl doch nicht alle Klischees. (Wir haben sogar noch etwas dort gesessen, aber nicht mal im Drive Inn war ein Peterwagen zu entdecken...) Das mit den Coupons ist hier ja echt angesagt. Die beiden älteren Herrschaften sortierten gerade Ihre neuen Coupons, während die $0,99 Coupons für Dunkin Donut gerade verzehrt wurden...

Als wir dann nach dem traumhaften Strand in Clearwater den Wagen in Tampa im Parkhaus abgestellt hatten, sind wir einfach mal drauflos. Nicoles Koffeinpegel sank unter die bedrohliche Marke und so wurde dann der nächste Indigo geentert (so ne Art Starbucks, nur nicht ganz so schicki-micki). Da gab es neben dem dringend benötigten Kaffe auch ein lokale Karte mit den "Sehenswürdigkeiten". In das Children Museum wollten wir nicht (ausgestellte Kinder?!? Wollten wir lieber nicht so genau wissen.), also sind wir dann ins H. Plant Museum. Da gab es mal was Altes zu sehen, was wirklich alt war. (Für amerikanische Verhältnisse wahrscheinlich uuuuuuuuralt, obwohl nur von 1889). In Tampa haben wir dann auch gesehen, warum wir keinen Polizeibeamten im Dunkin' Donut angetroffen haben: Heute war Motorrad-Tag... Wie man dabei Donuts essen soll, muss wohl weiter ungeklärt bleiben...

Weiterhin haben wir heute rausbekommen, dass Rossmann hier Walgreen heißt, der Strand am Golf von Mexico zumindest hier kein Öl abbekommen hat, und dass wir doch noch ein zweites Handtuch brauchen. (Für den noch zu prüfenden Strand in Napels, oder wo auch immer.)

Gleich geht's Abendbrot essen, denn wenn Ihr schon Bubu macht, haben wir noch Abendbrotzeit... ;-) Also, schlaft schön, wir gehen Essen!

Montag, 20. September 2010

Amerika für zu Hause

...wen (von Euch aus gesehen) das Fernweh plagt, und er/sie auch gerne mal in Amerika sein möchte: Hier ist eine kleine Anleitung.

Erstens:
Zunächst geht in das nächstbeste öffentliche Schwimmbad und holt Euch einen 5 Liter Eimer Wasser aus dem Schwimmbecken. Den benutzt Ihr mal zum Eingewöhnen zum Zähneputzen, Salat waschen, Apfel-Schorle machen, und wenn Ihr mal Durst auf ein Glas Wasser habt: Prost!

Zweitens: Werft all Euer Bargeld weg und bezahlt nur noch mit Kreditkarte. Ein paar Münzen sind nur für Automaten allerdings erlaubt.

Drittens: Denkt Euch eine beliebige Maßeinheit aus und benutzt nur noch diese. Bewahrt Euch davor diese Maßeinheit irgendwie einfach in metrische Einheiten wie Liter oder Meter umrechnen zu können. (Ich brauche hier erstmal immer mein Schlau-Telefon mit dem entsprechenden Programm drauf...) Irgendwann hat man den Bogen raus und man kauft keine Mini-Flaschen mehr...

Viertens: Das ist jetzt mal einfach. Kauft Euch Eure Landesflagge und hängt sie überall auf. Schreibt am besten noch drunter: Gott schützte dieses Land!

Fünftens: Verkauft Euer Auto mit Handschaltung, und ersetzt es durch ein eines mit Automatikgetriebe. Ach ja, Geschwindgkeitsangaben: siehe Drittens!

Sechstens: Fühlt Euch wie ein König oder eine Königin. Hatten die hier zwar niemals, aber trotzdem heißen die Betten hier so. Uns ist die Größe fast egal, solange es nur zwei(!) an der Zahl sind. Für das richtige Amerika Gefühl bitte alle Kissen-Vorräte auf dem Bett plazieren, und (ACHTUNG, GANZ WICHTIG!) stopft die Bettdecke und die Überdecke zur Bettdecke samt der Tagesdecke so ungefähr ab der Hälfte des Bettes ganz fest unter die Matraze! Und wehe jemand kann sich ohne Gewaltanwendung UNTER dieses Deckenkonstrukt legen!

Siebtens: Eröffnet einen Laden, hängt draußen ein Schild auf "Ja, wir haben auf!" und lasst dieses Schild auch dann hängen, wenn Betriebsferien sind, Ihr einen Zahnarzttermin habt, oder Ihr pleite gegangen seid. Wichtig ist nur, dass Ihr auf keinen Fall da seid.

Achtens: Werdet ein wenig paranoid. Lasst Leute nur in Euer Land, wenn sie drei mal beteuert haben nichts böses in Eurem Land zu wollen. Fotographiert sie beim Einreisen und nehmt Fingerabdrücke. Verkauft Zimmerartellerie dafür allerdings an jeden der Euren Laden findet. (Ladenbeschilderung siehe Siebentens)

Bestellt Euch besseres Wetter und baut einen Weltraumbahnhof. Und steht darüber, wenn jemand darauf neidisch ist und eine Liste mit komischen Dingen schreibt!