Sonntag, 19. September 2010

In Null-Punkt-Fünf Meilen die leichte Rechtsabbiegung nehmen...

Nicoles Brille:
Hatte ich erwähnt das unsere weiße Perle ein Navigationgerät an Board hat? Sie kann auch Deutsch...jedenfalls irgendwie :-)

Ich hab Bernstein!!!!
Vorbei mit Strand und Ostküste. Nach 60 bis 70 Meilen auf der Küstenstraße A1A sind wir Höhe Vero Beach ins Inland abgebogen. Natürlich haben wir dem Atlantik noch "Tschüß" gesagt und uns salzige Beine und Freddy einen nassen Hosenboden abgeholt. Die Wellen sind hier sehr hinterhältig, man läuft am Strand, wähnt sich sicher und schwupp kommt die Killerwelle! Da hilft auch kein beschwichtigendes Bogenlaufen mehr :-(

Nach dem Verlassen der Küstenstraße wurde die Welt platt - wie zu Hause! Und die Landstraßen sind mit einem Lineal in die Landschaft gezogen. Aber...es gibt weder Parkbuchten noch Rastplätze...nichts! So nach 50 Meilen musste ich Pipi. Meine praktische Flasche von der modernen Hausfrau liegt zu Hause - super! Das Land platt und weit und breit kein Busch und kein Klo...das nächste Diner war unser. Sonst hätten wir dort nie angehalten oder gegessen. Das Diner war so klassisch Amerikanisch, besser ging es nicht und ich hatte meinen ersten Homemade Cookie bei Pop´s Inn...lecker und riesig!

Das tolle Grand Hotel...
Wir hatten uns im Internet morgens einen Ort und ein Hotel rausgesucht. Wir sind auch dorthin gefahren, haben uns dann aber doch dagegen entschieden. Ich hatte an der Straße Höhe Winter Haven ein großes Hotel und ein Schild "Historische Altstadt" gesehen, das Hotel noch an einem See, also umdrehen! Tja, das Wort Reinfall ist noch eine Untertreibung *seufz* Es waren dort ein paar Läden und ein altes, archtektonisch ansprechendes Gebäude, wo mit Farbe das Wort Hotel aufgemalt war. Nicht überall wo Hotel drauf steht ist auch ein Hotel drin!

Weiter auf der Suche nach einer Nachtbleibe. Wieder auf der Landstraße war ein Schild "The famos Chalet Suzanne" - hin da und gleich geblieben.

Baujahr in den 20gern und alles in rosa und minze angemalt, kleine Türmchen und Häuschen aus Holz - hier wollte ich wohnen! An der Rezeption fragten wir nach dem Preis - Freddy zuckte merklich zusammen - aber ich wollte so gerne in diesem Museum schlafen. Frauen setzen natürlich ihren Kopf durch und nun liegen wir in einem alten Zimmer mit eigenem Balkon zum See. Die Einrichtung besteht aus Antiquitäten und alles ist einfach nur SCHÖN!
Eingang zu unserem Zimmer

Bett und Bad
Blick vom Bett ins Wohnzimmer


Im Preis für das Zimmer waren Eintrittskarten zum BOK Tower enthalten...was zum Teufel ist das...ein Turm? Wir hatten Zeit, also rein ins Auto und den Turm besichtigen. Wir waren wirklich platt als wir das zu Gesicht bekamen, was die Amerikaner "Das Taj Mahal von Florida" nennen. Dies ist zwar eine gnadenlose Übertreibung, aber der Turm war wirklich beeindruckend. Fred und ich haben spontan an den Herrn der Ringe und den Turm von Rumburack (oder hieß er Gargamel?) gedacht. Ein reicher Amerikaner hat sich das Ding in den 20ger Jahren gebaut, weil er Glockenspiele toll fand. Somit ist in dem Turm ein Zimmer mit einer Bücherei und ein Glockenspiel mit 60 Glocken...erinnert mich wiederum an unseren bekloppten Bayernkönig und Schloss Neuschwanstein. Was haben die damals eigentlich alle genommen?

Auf dem Weg nach Hause sind wir noch kurz auf die Suche nach was Essbarem gegangen und im Supermarkt fündig geworden. Salat und Bier...gute Kombi :-) Damit auf die Dachterasse, essen, trinken, Schildkröten im Wasser beobachten bis es dunkel ist. Dusche, bloggen, Bett ...

1 Kommentar:

  1. Hallo Ihr Beiden!
    Es macht riesig Spaß Eure humoristisch und vor allem detailgetreuen Erzählungen :) zu verfolgen. Weiter so!
    Liebe Grüße Andy

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