Sonntag, 13. Februar 2022

Ein Tag im Schongang

Guten Morgen, Sonne ☀️ Mach einer extrem stürmischen Nacht fing es auf jeden Fall gut an...leider konnte sich der gelbe Ball nicht so recht durchsetzen. Macht aber nichts, Wencke hat Knie-Schontag und wir schonen gleich mit. Nicht das ich nicht gestern schon rumgebummelt hätte...Wie immer mit einem Schlenker über die Wandelbahn zum Bäcker und Brötchen einfangen. Dann lecker Frühstücken. Wencke ist heute in auch sehr müde und hat nichts gegen unser Bummelprogramm. Sie verschläft den Vormittag.
Nachmittags mal keinen Strand, sondern Bohlenwege im Wald. Erst auf einem Naturlehrpfad, dann ein bisschen Schaukeln und weiter zu einem eisenzeitlichen Haus. 
Wie überall hier im Moment, alles schön leer. Sehr angenehm 😊

Danach sind wir flott nach Hause und essen Kuchen. Laut Freddy muss man im Urlaub nachmittags IMMER Kuchen essen! 

Dienstag machen wir einen Tagesausflug nach Föhr ...bin gespannt...

Ich mache heute den Harald Juhnke

Jedenfalls gehe ich heute nicht raus! Die Entscheidung ist allerdings erst gegen 16 Uhr gefallen. Und eigentlich war ich auch schon draußen, nämlich um 4 Uhr und und 7 Uhr. So ein magen-darm kranker Hund hat manchmal komische Zeiten.  Heute ist ein eher gemütlicher Tag, Freddy macht eine große Runde über den Strand mit unserem Flughund auf dem Weg zum Bäcker.
Dann gemütlich und lange Frühstücken und kurz in die Dusche hüpfen. Gegen Mittag wurde ich ein bisschen müde und Freddy hat beschlossen mich schlafen zu lassen und ist mit dem Hund in die Nachmittags Runde los. Ich ich bin irgendwann aufgewacht und war ganz alleine. Erstmal den Tracker vom Hund im Handy angeschmissen und geguckt wo die beiden sind 😉 auf der anderen Seite der Insel, ich bin gespannt was sie berichten werden. Die Spannung hat sich schlagartig gelöst, als Freddy mit dem grünen, schlammigen Hund in der Haustür stand. "Sie hat im Schlick gespielt..." Von dem Geruch wollen wir mal gar nicht reden....
Hund in die Dusche und dann samt Bademantel in eine Decke gewickelt. Boah stinkt die! 
Nach einer Stunde Trocknung, den Hund ausgezogen und die Waschmaschine des Hauses ausprobiert. Nun hängt alles draußen im Sturm zum Trocknen......nur der Hund stinkt noch... 

Zurück zur Harald Juhnke, ich habe mir erstmal ein Glas Wein auf die Nummer gegönnt 😁

Freitag, 11. Februar 2022

Anreise mitten in der Nacht und ein Geburtstag

Da nach Amrum am Tag nur zwei Fähren fahren, haben wir uns für die frühe um 9.00 Uhr entschieden. Dies bedeutet leider, dass wir zu Hause um 4.30 Uhr losfahren müssen. Einfach nicht fragen, wann man dann aufsteht...

Ansonsten war die Anfahrt wirklich entspannt, kein Stau in Hamburg, pünktlich auf der Fähre und unser Ferienhaus haben wir auch auf Anhieb gefunden! Erwartung an das Ferienhaus waren eher gemischt, vor allem was die Inneneinrichtung betrifft - wir wurden allerdings sehr positiv überrascht, denn direkt vor unserer Anfahrt wurde ein neuer Fußboden verlegt und neue Möbel aufgestellt. Wir sind also die ersten, die das neue Sofa versauen dürfen :) machen wir natürlich nicht, denn meisten Platz im Auto hat die Tüte mit Hundedecken eingenommen...
Das Haus liegt auf einer Düne, somit ist der Parkplatz unten und das Haus ca. 40 Höhenmeter darüber. Der tapfere Freddy hat die gesammelten Taschen alleine über die diversen Treppen ins Haus geschleppt. Mein Held!
Der Blick im Haus allerdings ist wirklich sensationell! Man kann über den ganzen Kniepsand bis zum Meer schauen. Normalerweise fände ich ein Haus des 2 km vom Meer entfernt nicht so gut wegen faul und zu weit weg, aber hier schaut man wirklich über exakt diese Strecke bis zum Wasser. Ein Traum.
Das ist allerdings aber auch der Grund warum wir an Tag 2 immer noch nicht an der Wasserkante waren. Wencke hat noch ein bisschen Knie von ihrer letzten OP und muss noch geschont werden, man läuft einfach zu lange zum Wasser. Stört aber überhaupt nicht, denn die Riesendüne ist einfach super und man trifft kaum andere Touristen.
Mach einer eher unruhigen Nacht, Wencke hat Randale gemacht wegen aufregendem Tag und Bauchschmerzen, wurde ich morgens mit grandiosem Ausblick und leckerem Kaffee belohnt. Den Kaffee habe ich natürlich selber gekocht, denn Freddy hat noch geschlafen 😂
Mein Geburtstag haben wir ganz entspannt verbracht, erst lange gefrühstückt, dann in das pittoreske Norddorf gefahren und ein bisschen Sightseeing gemacht. Ich hätte auch den inseleigenen Tierladen leer gekauft, aber der hatte dummerweise zu. Wenn ich ehrlich bin, alle anderen Geschäfte waren auch geschlossen. 
Eine Naturausstellung war geöffnet und Wencke durfte auch mit hinein, somit haben wir wenigstens noch ein bisschen Bildung abgegriffen. Und ich habe ein bisschen auf dem Spielplatz gewippt. Nach Hause mit einer kleinen großen Auswahl an Sahnetorten vom besten Bäcker der Insel und dann war der Tag auch schon irgendwie zu Ende...
Sandproben auf diversen Stränden dieser Welt gesammelt, auf 4 davon standen wir schon barfußig 😉
Der Strand im Norden

Gleich noch was zu Essen besorgen und dann ein neues Würfelspiel namens Qwixx testen....

Samstag, 5. Februar 2022

Amrum, wir kommen!

Unser Wohnmobil steht warm und trocken in der Werkstatt um mal wieder den Kühlschrank reparieren zu lassen. Wir hatten immer noch ein Ferienhaus auf Amrum im Auge und als wir gesehen haben das ist für zwei Wochen frei ist, haben wir relativ spontan entschlossen dort Urlaub zu machen. Zwei Wochen auf der größten Düne von Amrum. Ein Ferienhaus direkt am breitesten Strand von Deutschland, der zufälligerweise auch noch ein Hundestrand ist. Es klingt einfach zu perfekt! Nächste Woche geht es los, wir freuen uns schon sehr! Endlich mal wieder Nordsee und ordentlich Wind um die Nase...

Mittwoch, 29. September 2021

Der Spreewald und das fast vergurkte Wetter

Nicole hatte für die letzten beiden Tage der Tour noch einen Campingplatz in Lübben herausgesucht. Der kam auf Google zwar in den Bewertungen nicht so gut weg, erweist sich aber doch als ganz brauchbar. Die schlechten Kritiken stammen wohl von den Leuten, die auf dem ganz in der Nähe befindlichen WoMo Stellplatz standen, und sich in das Sanitärgebäude „geschlichen“ hatten. Das fand der  Campingplatzbetreiber natürlich nicht gut, und hat ein paar sehr eindeutige Schilder aufgestellt. Naja, auf dem Campingplatz haben wir jedenfalls ein strategisch günstiges Plätzchen erwischt. Nahe der Dusche, und dem morgendlichen Stellplatz vom Bäcker, der zwischen 8.00 und 8.30 frische Brötchen verkauft.



Wahlweise kann man hier im Gurkenfass pennen. Wir bleiben aber aus Gewohnheit lieber im WoMo.

 Nach der Ankunft gestern haben wir erstmal kurz den Hund gelüftet. Dabei kamen wir auch direkt an einer Anlegestelle für Rundfahrten mit einem Spreewaldkahn vorbei. Die „flotte Runde“ hatte noch Lust um 17.00h los zu fahren und uns, den Hund und noch sechs Leute über Wasser zu schippern.
In Anbetracht der heran nahenden Dämmerung blieb es dann aber bei der 1,5h Tour. Dabei gab es dann drei Schleusenfahrten dazu. Ein Großteil der Tour ging über die kleinen Verästelungen der Spree mit Muskelkraft von unserem Kapitän an dem langen Staken. Nur auf der Hauptspree (damit auch weiß, wann man auf der echten Spree ist „Hauptspree“) wurde mal kurz der Außenborder angeworfen. Mit ein paar launigen Anekdoten und Informationen sind wir dann über Wasser geschippert. Der Gurken-McDrive war leider unbesetzt, so dass ich es tatsächlich Bistümer nicht geschafft habe eine Gurke „auf die Faust“ zu ergattern. Der Gurken-Paule am Steg hatte nämlich auch gerade zu gemacht. Einen kleinen Eimer Meerrettich-Senf Gurken habe ich dann heute Nachmittag am Stand gegenüber vom Gurken-Paule noch ergattern
können.








So eine Kahntour ist schon urig, und die kleinen Boote haben alle die Spreewald Form. Das ist die einzige zugelassene Bootsform, die mit Motorkraft / Außenborder hier bewegt werden darf. Die Berliner hatten es wohl einen Zeitplan etwas übertrieben, und sind mit den Sportbooten in den Spreewald eingefallen. Da war die Idee „Motorkraft nur am Spreewaldkahn“ dann das Mittel der Wahl.

Dass wir die Tour gleich gestern schon gemacht haben war eine der besseren Ideen, denn heute ist das Wetter relativ vergurkt. (Das Wortspiel musste jetzt sein). Ziemlich nass von oben. In Berlin gab es wohl einige Einsätze der Feuerwehr wegen Starkregen, ganz so schlimm war es hier dann doch nicht. IM WoMo hört sich Regen ja immer viel schlimmer an, als er draußen wirklich ist. Wir sind trotzdem lieber drin geblieben. In der kleinen Regenpause flux den Hund gelüftet, um rechtzeitig vor dem nächsten dicken Regen wieder im WoMo zu sein.
Im Gegensatz zu Forchheim ist die Altstadt hier nicht so bemerkenswert ausgefallen, wir haben uns das Schloss und den Marktplatz und ein kleines Stück Stardmauer aus dem 15. Jahrhundert trotzdem angesehen.














So war aber wenigstens Zeit die Liste der Dinge, die noch gemacht werden müssen zu erstellen. Vom jüngsten Defekt des Badezimmerwasserhahn, bzw. des zugehörigen Pumpenschalters,  über den immer noch nicht kühlenden sogenannten „Kühlschrank“ bis hin zum Bremsencheck. Die neuen und höheren Auffahrkeile habe ich schon mal bei großen A geordert.

Nach ein wenig rumlungern und Schönheitsschlaf der Damen können wir gleich los in die „kleine Gärtnerei“. Die hatte zwar gestern Abend keinen Tisch mehr für uns, aber ich hatte dann mal für heute Abend reserviert.


Morgen geht es dann dann nach knapp drei Wochen wieder nach Hause. Fazit: WoMo ist schon ganz praktisch, aber wenn man etwas sehen will, braucht man entweder mehr Zeit, oder man darf nicht so weit fahren zwischen den Etappen. Und: Insbesondere am Wochenende vorher lieber reservieren.

Wir bleiben dran und schauen mal, wie wir die nächsten Touren planen.
Ihr werdet es hier lesen können. ;)


Dienstag, 28. September 2021

Nicht schon wieder diese Straße!

Gut und früh in Lazise vom Hof gerollt. Na ja vorher noch die Nachbarstellplätze mit einer kleinen Präsentation aus dem Themenkreis "Wie zirkele ich ein Wohnmobil von einem winzig kleinen Stellplatz mit zwei bescheuert gepflanzten Bäumen ohne das ich hinterher einem Scheidungsanwalt benötige" 
Die Lösung ist einfach: Nicht verheiratet sein 😂
Nun aber auf nach Deutschland über den Brenner. Ich fahre und fahre und fahre...und fahre.
Plötzlich steht man vor der größten Mautstation der Welt mit ca. 30 Schaltern und dann werden die Straßen wieder enger und steiler.
Was ist das denn jetzt? Wir wollten doch nur noch auf großen Straßen über in Berge. Nach diversen Staus kommt eine Strecke mit recht imposanten Steigungen. Am Reifen vorn klackert was im Stehen und Rollen. Merkt man auch im Lenkrad. Hmmm, angehalten mit Warnblinker und Freddy mit gelber Weste auf die Straße. Verdacht von mir, Radlager. Achsmanschette sieht gut aus, Reifen hat kein Spiel. Was tun? Weiter fahren. 
Ich wieder in den Bergen mit fahren dran und dann sowas. Kurz nach dem Klackerm, wird die Straße so steil, das wir nur im ersten Gang mit 20 km/h voran kommen. Lange Schlange hinter mir, gute Tipps von rechts, WoMo Rentnerchen am Anschlag...grrrr! Ich fahre in jede Parkbucht um 20-30 Autos vorbei zu lassen. Irgendwie unangenehm, obwohl man nichts für die Geschwindigkeit kann. Oben angekommen war ich glücklich! Und Freddy verkündet: Jetzt bist du dieselbe Straße rauf gefahren, wo dir beim Hinweg die Bremsen versagt haben! Toll! Das hatte ich mir zu Weihnachten gewünscht. Glücklicher Weise sind wir kurz vor unserem vorgebuchten Campingplatz. Ich mag für heute keine Berge mehr. 
Der Platz ist von drei Seiten durch die Isar begrenzt und von einer Seite von der Bundesstraße. 
Schnell einem Stellplatz gesucht, wo egal Dank freier Platzwahl, und dann die Wencke lüften. Das WoMo wird ja immer sehr warm bei der Fahrt. Wanderwege in sind überall um uns herum, also einfach über die Straße, sobald eine Lücke im nicht unerheblichen Verkehr kommt. Mit Geduld geht alles besser, wir haben Zeit und dort drüben beginnen alle Strecken. Wir haben 2 Stunden, bevor es regnen soll, sagt die Wetter App. Schon bald sind wir auf der anderen Straßenseite. Wegen des angedrohten Regen stopft Freddy seine Regenjacke in den Rucksack, ich entscheide mich für den roten Universalschirm. Der hält nicht nur trocken bei Regen, notfalls kann man damit auch Bären und Wölfe verscheuchen. Immer praktisch, so ein Knirps. 
Am Start der angedachten Strecke ist ein Parkplatz. Als wir da entlang wandern kommt ein Einheimischer mit seinem Hund im Auto an. "Mögt ihr Mountainbiker?" Wir schütteln vehement mit dem Kopf. Dann mögen wir lieber den Wanderweg meiden, da wären die wie die Fliegen. Wir nehmen den Ratschlag gerne in an und flanieren entspannt 1,5 Stunden in an der Isar. Begleitet von lauten Kuhglocken. Ich frage mich, ob dies nicht aus Tierschutzaspekten, ihr wisst schon, die armen Kühe kann man doch auch mit GPS wieder finden! So ein Geklingel die ganze Zeit...


Die Kneipe am Platz verkauft heute l
Käse-Spätzle. Lecker! 
Ab morgen geht es Richtung Spreewald. Der Weg ist noch nicht fix..