Montag, 7. Juli 2014

Sabatical oder auch nur ein fauler Tag

Molly ist voll platt, somit ist es eine weise Entscheidung gewesen heute mal blau zu machen. Wir haben länger geschlafen, länger gefrühstückt und haben entspannt ausgecheckt. Hach! Urlaub! Auch das regnerische Wetter lässt uns innerlich ein wenig grinsen.
Fröhlich ins Auto und ab zum Mini-a-Thuer. Einem Park in dem alle Sehenswürdigkeiten Thüringens in klein nach gebaut sind. Wieder mal senken wir drastisch den Altersdurchschnitt. Aber ich pflege immer zu sagen, die Älteren haben mehr Lebenserfahrung und wissen eben was gut ist. Naja, war halt ganz nett dort. Mir hat definitiv die Miniatur des Deutschen Bratwurst Museums am besten gefallen. Molly wollte lieber den ICE jagen und Gozilla spielen :) Freddy hat fotografiert, vor allem das Gradierwerk aus Bad Salzungen.
Die eigentlich anvisierte Sommerrodelbahn nebenan wurde aufgrund des leichten Regens geschlossen. Dies machte meine bessere Hälfte extrem untröstlich. Zu Recht, die Anlage sah klasse aus.
Eine Frage an Tierwissende: Ist der Vorbiss von dem Alpaka tierschutzrelevant? Dann schicken wir den Amtsveterinär hin...
Danach durch viele kleine Dörfer zum nächsten Hotel in Masserberg. Im Nachbarort, Neustadt am Rennsteig, war ein kleines Museum im Keller der Gemeinde Verwaltung untergebracht. Voll schnuckelig! Mit Fotos von dem Zitter Orchester, dem berühmten Sohn der Gemeinde, welcher Stummfilme vertont hat und vielen Informationen über die Streichholz Fabrik. Streichhölzer, ich gestehe das ich mir nie Gedanken darüber gemacht hatte. Aber es gibt sogar Bücher zu dem Thema "Unterhaltsames über Zündhölzer" und wir durften nicht rein lesen :( Aber gelernt haben wir auch was. Zündhölzer, dass Wort kommt von Zunder, Zunder wiederum ist ein Pilz der an Buchen wächst. Und wie kaufen teure Anzünder für den Ofen. Demnächst findet ihr uns im Buchenwald, Pilze von dem Bäumen kratzen.
Im Hotel angekommen haben wir unser Hundezimmer im Keller bezogen. Abseits von allem, vor allem vom Wlan... seufz! Spaß beiseite, das Zimmer ist super eingerichtet und hat eine Terrasse und, wie ich meine, einen Druck von Moritz Goertz über dem Bett.  Damit fühle ich mich wie in meinem Büro...nochmal seufz! Was ich allerdings klasse finde, bis jetzt haben alle Zimmer eine Kitchenette gehabt. Hundeessen anmischen, kein Problem!
Da Frau Molly am Nachmittags immer noch in so komatösem Schlaf verfällt, sobald sie liegt, muss ein Beschluss gefasst werden. Was ist mir Wandern? Hund wird am nächsten Tag definitiv nicht laufen. Und nun, naja, Freddy sagt zurecht das der Rennsteig auf meiner Bucket List stand. Also, ich laufe morgen, Freddy kümmert sich um die ermattete Molly.
Tierschutz?

Sonntag, 6. Juli 2014

Bergauf!

Booooaaahhh, dass ich mich wie eine alte Frau fühle erwähnte ich ja bereits, aber 7 Stunden bergauf gehen macht mich fertig. Das mir, der bekennenden Hasserin aller kurzen Steilanstiege!
Molly musste ja nun ohne ihren Bollerwagen mit. Also wurde jeder Puster des Hundes durch mich analysiert, vor allem bei locker 28 Grad Außentemperatur. Das entspannt mich nicht so richtig. Trotzdem können wir Stolz verkünden: Familie Gade-Ristau hat die härteste Teilstrecke über den Inselsberg bei hohen Temperaturen geschafft. Und nur eine Stunde länger als die anderen. Gab natürlich Schimpfe vom Veranstalter, aber der kann wirklich nicht erwarten das alle zeitgleich eintreffen. Und wir hatten morgens der Tante im Taxi sogar Bescheid gegeben, dass wir wohl eine Stunde länger benötigen. Aber egal, Dank meinem eloquenten Lieblings Freddy und zwei Telefonaten mit dem etwas unelastischen Veranstalter haben wir eine Lösung gefunden. Werdet ihr mitbekommen :)
Zum Wandern will ich ja auch noch was erzählen. Ist ja schließlich das Wichtigste und nicht das Organisieren dumm herum. Der Rennsteig läuft durch wirklich nettes, abwechslungsreiches Gebiet.  Felder an Laubwäldern, dann Nadelholz. Und immer mal wieder sensationelle Ausblicke. Wirklich eine feine und auch super ausgeschilderte Wanderroute. Heute konnte man auch an zwei netten Gasthöfen rasten. Lecker Pommes oder Eis gehen immer. Und ein alkoholfreies Hefe auch. Nach jahrelangem Rumgezeter meinerseits, dass jenes Getränk nicht schmeckt muss ich nun sagen... Nach gefühlten 20 Litern  Flüssigkeitsverlust ist das super :) Gerade bei den Temperaturen. Hatte auch die legendäre Schillerbuche hat nichts gegen. Freddy hingegen schwört seit heute auf Vita Cola mit dem Schuss Ostgeschmack. Was auch immer das ist ;)
Normaler Weise behaupte ich auch, dass bergab einfacher als bergauf ist. Hier war das eine komplizierte Sache. Vor allem mit dem Lemming am Seil, welcher sich und mich in den Tod reißen wollte. Aber auch Dank ihrer Schnüffelbremse war es kein Thema. Aber ja, andere sagen Halti. Da Molly sich gerne in Ekstase schnüffelt, hat Sie das Ding auf und läuft exakt die Strecke, die sie soll, nicht welche sie will. Großer Vorteil!
Trotz allem aufpassen, aller Pausen und aller Haltis. Molly ist platt heute. Morgen nehmen wir uns wanderfrei. Gut nech?
Ohne Kommentar
Die Strecken sind ausreichend beschildert
Müsli Sorte "Schwarzwälder Kirsch" ob der Thüringer Wald da beleidigt ist?
Die Schillerbuche
Schuhe aus und die Socken noch heile
Einer der Anstiege... Hier kamen uns kurz danach zwei Motorroller entgegen
Inselsberg

Schwerkrafttage...schon wieder

Der Anfang


Ich bin eine alte schlappe Frau, ehrlich! Gestern nach Kilometer 17 wollte ich sterben und Freddy mal wieder wie der junge Morgen. Heute morgen beim Aufwachen geht es aber ja schon wieder und ausserdem weiss ich ja, dass die ersten drei Tage mich umbringen und dann alles gut wird. Also: "Gut Runst!" wie man hier so sagt.....
Schwerkrafttage nochmals als Titel, denn heute ist auch noch der anstrengendste Streckenabschnitt. Und das kostet schwer Kraft :)
Für Molly wird es heute auch recht hart, denn die Strecke ist aufgrund aller erhaltenen Aussagen von  Rennsteigfähigen nicht für Bollerwagen geeignet. Da es ihr aber gestern Abend und heute Morgen erstaunlich gut geht, habe ich Hoffnung das wir den Turn ohne Blessuren überstehen. Wir machen einfach ganz viele Pausen. Egal ob unser Reiseveranstalter uns abends extra einsammeln muss und quengelt. Mit Bollerwagen im Schlepptau war eine ziemliche Ochsentour. Wir, besser Freddy, hat Molly bestimmt 5 Kilometer gezogen. Macht nicht wirklich Spass, denn den restlichen Weg zieht manden leeren rappelnden Wagen. Ich habe an leichten Bergen mitgezogen und bei steilen musste sie raus aus der Sänfte. Weil wir ein wenig langsam waren und eine Abholzeit bekommen hatten, war ich unentspannt. Kein Einkehrschwung, keine Himbeeren picken, nur kurze Rasten. Letztendlich waren wir dann doch über eine Stunde zu spät am Endpunkt und haben beschlossen, das die uns mal können. Es steht da Rücktransfer in den Reiseunterlagen, nicht das wir zu bestimmten Zeiten irgendwo sein müssen. Für heute sagen wir gleich vorher, das wir nicht so schnell sind. Mal gucken was kommt :) Nochmal so hetzen wollen wir jedenfalls nicht!
Die Wanderung gestern war ja nun ein wenig Hektisch, trotzdem haben wir tolle Sachen gesehen. Die Wartburg von allen Seiten, Bremsen groß wie Haflinger und die Drachenschlucht. Am Anfang unserer Route haben wir auf dem Rennsteig Freddys Kollegen Klaus mit seiner Frau Helga getroffen. Die haben eine Woche vorher den Rennsteig in Blankenstein begonnen hatten und waren nun auf ihrer letzten Etappe. Sehr lustig und ein kurzer Plausch mitten in Clausberg (hihi) began.
Die Landschaft war abwechslungsreich, mal Felder, mal Wald. Hat mich sehr ans Erzgebirge erinnert. Was wir vermisst haben ist ab uns zu mal eine Quelle  oder ein Bächlein. Nichts ander ganzen Strecke. Fanden wir seltsam! Eine Ausnahme gab es aber - die Drachenschlucht. Eine Klamm die an der schmalsten Stelle 76 cm breit ist (Bollerwagen musste gefaltet werden!) Da gingen die Wände steil nach oben, es war kühl und feucht. Molly war seelig und ist ganze Strecken im Bächlein gelaufen. Endlich kalte Füße, äh Pfoten! Wir sind zu Fuß durchThüringens Grand Canon, oder so!
Zu Hause angekommen war neben dem Hotel die Kirmes aufgebaut und DJ Armin hat aufgespielt. Aber unser Zimmer lag günstig, wir haben nicht viel gehört...Kirmes ist hier wie bei uns Schützenfest. Eine Pommesbude, ein Bierwagen und ein Zelt mit Musik....gute Nacht!
Die Drachenschlucht
Molly beim Kneippen
Kurz vorm Schluss
Molly mit Fahrer

Freitag, 4. Juli 2014

Schwerkrafttage

Hätte Freddy mir es nicht gesagt,wäre es fast nicht aufgefallen. Ih musste mich heute mehrfach der Schwerkraft unterwerfen. Fing schon heute morgen beim Packen an, das Telefon klingelt und schepper...Mollys homöopathische Immundingstropfen sind auf dem Küchenboden. Da die Flasche schon in einer Plastiktüte verweilte, war es nicht so schlimm. Dann kam lange nichts, bis zum Hotel, da war ein wenig von der Kräutermischung fuer den Hund in ihrer eigenen Tasche ausgekippt - riecht jedenfalls lecker :)
Dann kam der Megagau . Beim Auspacken ist mir mein neuer roter Nagellack aus dem Kulturbeutel gefallen und regelrecht explodiert. Heftig! Soooo peinlich und sieht schlimm aus. Gut das wir eine Haftpflicht haben ... puuuh! Dem Hausmeister der die Sauerei weg machen muss hängen wir beim Fußball vorsichtshalber schon ein Bier spendiert. Das mir beim Duschen das Shampoo auf den Fuss fiel und ich einen dicken blauen Fleck bekam ist dann echt egal :)
Aber nun zu den schönen Sachen. Trotz gefühlter 100 Baustellen sind wird zügig nach Eisenach gekommen. Wir haben sogar Zeit für einen Schwenk auf die Wartburg gehabt. Die wollte Freddy so gerne besichtigen. Gesagt, getan. Mein Kollege Andy erzählte von Eseln, welche einen hoch transportieren. Tja, da waren keine, wohl zu warm, also per Pedes rauf auf den Berg bei 30 Grad. Hui - Schweiß! Aber die Burg ist wirklich wunderbar fertig gemacht und sehenswert. Oben dann alles voller junger Menschen in Abendkleidung. Da man dort heiraten kann, habe ich eine Teenie-Hochzeit vermutet. Freddy konnte mich nach seiner Führung aber aufklären. In der Burg war eine Abifeier! Edel geht die Welt zugrunde...
Molly war übrigens alles ein wenig zu warm. Außer als sie die weißen Tauben entdeckt hatte, da kam ihr Jagdfieber durch :)
Was wir natürlich zwingend noch erwähnen müssen, das Hotel liegt für den Elektriker recht günstig. Aus unserm Zimmer, besser unserer Suite mit zwei Räumen im zweiten Stock OHNE Fahrstuhl, blickt man direkt auf REV Ritter. Sagt mir nichts, aber Freddy und allen anderen Stromleuten.
Abends nur noch lecker Essen und die zweite Halbzeit gucken. Mein guter Schnitt beim WM Tipp ist wohl Geschichte...

Samstag, 28. Juni 2014

Es gibt ein paar kleine Änderungen


Anders als vorher geunkt hat die Prinzessin keine Probleme mit ihren maroden Knochen die uns den Urlaub verleiden. Nein, das wäre ja zu langweilig. Sie hat irgendeine Entzündung im Körper, welche sie gemein müde macht. Die vermutete Blasenentzündung ist es wohl nicht, ist aber auch egal. Vier Wochen Antibiotika sind verordnet und Hochleistungswandern durch die Tierärztin untersagt :(

Und nun? So hinfahren und die Wartburg und Gera angucken? Hmmm.... Meine Freundin bot mir sofort an, die Molly in Urlaubsbetreuung zu nehmen. Voll lieb, Gundi du bist die Beste, aber wir wandern doch hauptsächlich für und wegen dem Hund...seufz...das Angebot nutzen wir gerne mal für einen Übersee-Urlaub <3


Die Ärztin schlug einen Bollerwagen vor. Denn ein bisschen wandern geht ja, nur keine 6 Stunden am Stück. 
Wandern mit Bollerwagen und einem Hund darin? Ist das nicht nur peinlich? So wie die Leute die ihre armen Kleinsthunde in Buggys durch die Gegend schieben. Aber wir wollen doch so gerne die Tour laufen. Nach kurzer Diskussion am Telefon hatte Freddy, als ich vom Tierarzt zu Hause ankam, schon einen Faltbollerwagen ausgesucht und bestellt. Es wird also spannend - der Rennsteig ist ja super ausgebaut, deshalb sollte das mit dem Wagen kein Problem werden. Aber natürlich für uns Menschen eine zusätzliche Belastung. Und bergauf wird die Prinzessin laufen müssen!!!!

Sie findet ihren Bollerwagen noch saublöde, aber wir haben noch eine Woche Zeit zum Üben, damit sie ihn besser leiden kann. Außerdem gibt es immer ein paar Dinge wo sie einfach nicht gefragt wird ;)



Montag, 23. Juni 2014

Nur noch 2 Wochen!

Wie die Zeit rennt, nur noch zwei Wochen!

Aber eigentlich ist auch schon alles vorbereitet :) Nach dem Wetter der letzten Tage und Wochen weiß man ja wirklich nicht was man einpacken soll. Natürlich haben wir beide die komplette GoreTex Ausstattung zu Hause, man hat ja Hund. Aber will man wirklich Regenjacke, Regenhose und all den Tüddel im Rucksack mitschleppen? Ich jedenfalls nicht so gerne. Muss ja schon das Wasser für mich und Prinzessin tragen (2 kg). Und die Brötchen (nochmal 1 kg oder so!). Und die Leckerlies (mindst. 500 gr.!). Außerdem transpiriert mein Körper immer mehr als die Superporen der aktmungsaktiven Zauberjacken schaffen. Also regnet es gerne auch mal von innen. 
Bei der letzten Wanderung - Äonen her, Leon lebte noch - hatten wir uns wieder mal vorgenommen Ponchos zu kaufen. Da geht der Rucksack drunter und bleibt trocken. Wichtiger noch: Da kommt mal ein Lufthauch drunter und man muss nur die gemütliche leichte Fleecejacke schleppen! Der Poncho an sich ist ja auch leicht und klein. Feine Erfindung!

Nun haben wir Menschen neue Ponchos. Molly hat natürlich eine neue HighTec Regenjacke für Hunde gekriegt. Wir trocken und die Prinzessin 6 Stunden nass? Ich weiß wer dann nach zwei Tagen eine ausgewachsene Blasenentzündung hat :( 

Hieraus resulierte nun aber das schwierigste an den Thema: Welche Farbe soll mein Poncho haben? Mollys Jacke ist in kräftigen Magenta - eine andere kommt mir nicht ins Haus. Auch die Hundedame will chic sein!
Mollys Sun Shower Jacke


Aber was ist mit mir? Ich will auch bunt!!!  
Engländer kennen sich mit Regen aus - dieses Phänomen ist dort sehr bekannt, da haben die auch gute Sachen dagegen. Es soll ein englischer Poncho sein. Mac in a sac - schon der Name gefällt. Aber welches Design - Freddy ist einfach - blau, aber meiner? Welche Farbe bloß?

Folgende Modelle standen nach einiger Suche zur Wahl:



Was meint ihr? Welcher ist es wohl geworden? Es war eine sehr schwere Geburt. Der magenta-farbene Poncho wäre natürlich perfekt im Partnerlook, aber will man wirklich mit seinem Hund im Partnerlook laufen? Hmmmm.... Der Blaue ist voll niedlich, aber bin ich niedlich? Ich bin eine Menge, aber niedlich? Der Bunte passt ja irgendwie am besten zu mir, beißt sich aber vielleicht mit Mollys Jacke.....seufz....niedlich war schnell raus, nun ging das Pendel zwischen Partnerlook und buntem Poncho...

Um dies mal zu verkürzen - Mut zum Farbbiss - ich habe das bunte Blümchending bestellt. Ich werde garantiert berichten wie es aussieht und hoffe trotzdem das ihr es auf Fotos nicht zu sehen bekommt :)

Meine Wanderhose von vor Jahren passt mysteriöser Weise immer noch. Sie war eng und ist es immer noch. Trotzdem bleibt mir die krampfige Suche nach einer passenden Outdoorhose erspart. Da sich beim Wandern die schnell trocknenden Teile aber sehr bewährt haben, war ich geistig schon im Outdoor-Laden: "Ja, ich bin nicht nur dick, sondern auch groß!" In Outdoorkleidung sprenge ich körperlich alle Grenzen, die sich so Sportis ausdenken können. Ich schiebe dann immer Frust, wenn ALLES zu eng und zu kurz ist. Puuuh, Glück gehabt! Da bin ich ausnahmsweise drum herum gekommen...


Mittwoch, 23. April 2014

Fitnesstraining für das Tier

Es lachen immer alle, wenn ich das sage, aber ich ich mache mir bei den 168 km Wanderung keine Sorgen um Freddy oder mich, ich mache mir Sorgen um Molly. Da wir ja in nur drei verschiedenen Hotels absteigen und morgens immer zur Wanderstrecke gefahren und/oder Abends abgeholt werden, könnte man ja auch mal einen Tag aussetzen, wenn die Prinzessin schwächelt. Muss aber ja nicht :)

Also habe ich begonnen, das Tier fit zu machen. Wir gehen Nordic Walken (viel zu selten, leider!), Inliner fahren und Molly muss am Rad laufen. Genau wie man Training beim Laufen in intervallen aufbaut, baue ich meine Molle auf...1 km am Rad traben...1 km Gehen um zu verschnaufen...1km Traben...1 km Laufen...


Beim Inliner fahren!


Und was soll ich sagen? Es wird! Normalerweise schlurre ich am Rad ja immer den Hundeanhänger mit mit, damit ich den ermatteten Hund im Notfall per Sänfte nach Hause bekomme. Gestern aber bin ich auf volles Risiko gegangen - von uns durch die Fußgängerzone zum Finanzamt und zurück - ohne Hänger (im doppelten Sinne!).

Die Strecke auf Maps Ganze 3 km ;) Ohne Humpeln, Zunge auf der Straße schleifen oder umfallen der Chefin aufgrund zu geringer Geschwindigkeit!  Und hinterher hatte das Tier sogar noch ein wenig Luft um im Garten mit seinem Ball zu randalieren. 

Ihr lacht wahrscheinlich, aber für einen Clumber ist das eine super Sportleistung und ich bin inzwischen recht sicher, das Molly beim Wandern Frauchen Abends die letzten Kilometer trägt ;)

Mittwoch, 26. März 2014

Rennsteig...ein Haken mehr auf meiner persönlichen "Bucket List"


A list of things to do before you die. Comes from the term "kicked the bucket".

Ja, wer hat sie nicht die Liste dieser Dinge die man immer mal machen wollte. Auf meiner steht der Rennsteig. Schon ewig. Nix Jakobsweg, nur der Rennsteig in Thüringen. Es steht auch den Obelix im toten Meer machen drauf, aber das kommt später. Erst mal 168 km Wanderweg durch ein nettes Mittelgebirge. 



Als ich dieses Jahr dem Freddy mal wieder einen "Aktiv"-Urlaub vorschlug, war dich geistig in Bornholm und wollte die kleine Insel mit dem Rad umfahren. Molly im Hänger. Freddy wies mich recht prompt auf die doch anständigen Hügel hin...und er hatte recht. Berge mit der leichtgewichtigen Prinzessin im Fahrradhänger? Nööö! Also zu Fuß um Bornholm herum. Ist ja kein Problem! Aber meine bessere Hälfte sagte: Du wolltest doch immer Rennsteig, ich habe da mal was angefordert! 

Und was soll ich sagen? Nach ein bisschen Suchen haben wir das perfekte Angebot für Wandern ohne Gepäck gefunden. Nur drei Hotelwechsel auf 9 Tagen und immer der eigene Wagen vor der Tür - sehr schöne Idee. 

Es bedurfte zwar mehrfach an Überzeugungskraft meinerseits gegenüber dem Veranstalter, dass Hunde ganz bestimmt auch in 4 Sterne Häuser dürfen. Nach einigen Telefonaten mit etwas raubeinigen Thüringern und der Reklamation der falschen Bestätigung (Gasthöfe für die Nacht, es ist ja ein Hund dabei!) haben wir nur alles fest gemacht. Anfang Juli geht es los, wir schlafen schick und Freddy hat gestern schon die ersten Wandersocken zum Geburtstag bekommen...


Mittwoch, 25. Dezember 2013

Bodetal, die Zweite

Lange ausschlafen und dann ein lecker Frühstück mit Forelle und Lachs. Der Wettergott ist uns hold, die Sonne blinzelt durch die Wolken. Wandern steht an. Rundkurse finden ist ja nicht so einfach, aber der Freddy hat eine schöne Tour ab Thale entdeckt. Rauf auf den Hexentanzplatz und runter in das Bodetal. Heimlich spekuliere ich schon auf die Abkürzung per Seilbahn. Mit Glasboden. Angekommen in Thale haben wir Glück, die Bahn hat auf und Molly  darf umsonst mitfahren.


Sowieso sind die Harzer sehr tierfreundlich, selten so viele Hunde gesehen. Ticket gekauft, One-Way, denn wir wollen runter wandern. Kurzes Abwarten, denn wenn schon Gondel, denn schon die mit Glasboden. Sehr feine Sache und nichts für Angsthasen. Oben angekommen schnell auf den Hexentanzplatz. Dieser ist touristisch voll erschlossen, welches auch an Weihnachtstagen rege genutzt wird. Es ist also voll da! Trotzdem geben wir dem einen Automaten einen Euro, damit er uns eine Geschichte erzählt. Sehr amüsante Anekdoten über Pferde reitende Riesen, welche über Schluchten hüpfen.

Nach dem touristisch erschlossenen Gebiet, gucken wir mal in Freddys schlaues GPS wo wir lang wollen. Nordic Walking Pfad 1 scheint passend, vor allem als das Schild ¨Warnung Lebensgefahr, Lawinen" am Wegesrand stand. Genau unsere Sache. Es folgen 1,5 Stunden ein holperiger Pfad bergab. Das weisse Tier, genannt die bloede Kuh, hat permanent versucht sich selber oder auch mich umzubringen. Das war lustig!



Nichts desto trotz war der Abstieg ins Bodetal super schön, vor allem weil wir unten ein Lokal ausgemacht hatten. Milchschaumgetränke, wir kommen!

Wir kamen zwar auf der falschen Bachseite an, aber es gibt eine Brücke :) Molly war ein ein wenig müde und schlief schneller unter dem Tisch ein als die Kellnerin die Bestellung aufnehmen konnte.

Auch auf dem Weg vom Cafe nach Thale warnte uns wieder ein Schild. Wir sind schon was mutige Abenteurer!



Dienstag, 24. Dezember 2013

24. Dezember, mit Stadtführung und eine ältere Dame

Hmmmmm, was tun am heiligen Abend? Gestern beim Morgen-Gassi kam ich an der Touri-Info vorbei. Und tatsächlich: Heute (24.12., heiliger Abend) gab es um 10.00h eine Stadtführung. Das fügte sich mich veranschlagten eineinhalb bis eindreiviertel Stunden perfekt in den Tagesplan ein. Ich hatte für 13.00h einen Tisch fürs Mittagessen bestellt. Passt!
Quedlinburger Rathaus, mit Roland auf der linken Seite

Dass es doch ein wenig anders kommen sollte, als zuvor geplant bereichte den Tag ungeplanter weise. Denn die Stadtführung dauerte dann doch drei Stunden, und  zum  Mittag gingen wir dann zu dritt (äääh zu viert, wenn man Molly mitzählt). Die Stadtführung war keine Minute lang langweilig, auch wenn ich zwischen durch mit den Heinrichs und Ottos (mal Kaiser, mal König, mal nur Sohn von Kaiserin) ein wenig durcheinander kam. Allerdings trafen wir hier auch auf eine -wenn auch sehr- alte Bekannte: Kaiserin Thephanu. Bei uns in Verden nur ein Weg zwischen Wall und Dom, und etwas verkannt, hier sehr präsent. (Obwohl sie es war die Verden 985 die Markt-, Münz und Bannrechte verlieh).

Hier in Quedlinburg gab es bis ins späte 19. Jahrhundert ein Damenstift, welches sehr einflussreich auch die Widerspenstigkeiten der Quedlinburger Bürger niederringen konnte. (äääh sorry, /KS-modus AUS/)

Los ging es am Rathaus mit einem Roland an der linken Seite. Erstaunliche Erkenntnis: auch Quedlinburg war Hansestadt! Davor kam der gerade fertiggestellte Marktplatz zur Geltung. Just vor dem Weihnachtsmarkt fertig gestellt. Hier tuen sich Gemeinsamheiten mit der Heimat auf!

Die Stadtführung war sehr interessant, denn die Dame hatte nicht nur eine imposante Dutt-Frisur (nicht nur nach hinten, sondern auch nach oben!), sondern auch ein umfangreiches Wissen. Dies bezog sich nicht nur auf Geschichte (-siehe Heinrichs und Ottos), auch über die Fachwerke und deren technische und historische Zuordnung wusste sie Bescheid.
Abgerockt, aber so wurde gebaut


Neben der Marktkirche gibt es sehr eindrucksvoll Fachwerkhäuser aufgereiht durch die Jahrhunderte anzusehen. Von links nach rechts: 14., 15., 16., und 17. Jahrhundert. Wow! Die unterschiedlichen
Bauweisen waren gut zu erkennen. Ich fand es ziemlich imposant, dass sich sowas sooooooooooo lange hält ohne irgendwelchen blöden Feuerbrünsten oder anderem Zerstörungswahn zum Opfer gefallen zu sein. Nicht mal die DDR-Zeiten haben hier nennenswert nachteilige Auswirkungen hinterlassen. (Kurzer Rückblick zum Florida-Urlaub: ...was die Amis wohl zu Häusern sagen die schon standen als Columbus im späteren Amerika angelandet ist ?!?) -Ich finde es ziemlich beeindruckend!


So, nun aber genug der historischen Ausführungen...
Während der Führung fiel eigentlich nur noch eine weisshaarige ältere Dame auf, die was die historischen Fakten anging mit unserem Stadtführerin auf Augenhöhe eine Art charmanten Battle ausgefochten hat. Zumindest wusste sie gut Bescheid. Sie kam aus Heidelberg und hieß -wie wir später erfuhren- Margarethe.
Denn nachdem die Stadtführung zu Ende ging, stand sie wohl "wie zufällig" in unserer Nähe und hat gefragt was wir nun noch so vor hatten. Wir erzählten von dem reservierten Tisch im "Benedikt" und sie fragte, ob sie sich uns anschließen könnte. Da wir ja nichts gegen solche Begegnungen haben, nahmen wir sie mit. Für ihr Alter (wir haben freundlich wie wir sind nicht gefragt) war sie noch sehr flott unterwegs. Im Benedikt waren wir definitiv die letzten zahlenden Gäste an diesem Tag. Mein Kartoffelsalat war OK, die Gänsekeulen der Damen dann doch etwas adeliger Natur ("von gestern" heisst die Familie wohl). Margathe frug den Kellner dann auch mal, wie viele Wochen die Gans denn schon im Ofen verbracht hatte.
Da sie gestern Abend bei zwei Damen in ihrem Hotel (Zum Bären, gar nicht zufrieden) so einen "Feuerschnaps" gesehen hat, erklärten wir ihr den Schierker Feuerstein (samt Schierker Lied). Sie hat dann drei Stück für uns bestellt. Bezahlt hat sie sie dann später als "diese drei "Feuersalamander". Auch schön.
Nun, denn. Die vorsichthalber organisierten heissen Tassen schlummern unangetastet im Rucksack, und die Weinflaschen geben ihren Inhalt preis. Die Geschenke sind ausgetauscht und der Abend nimmt gemütliche Formen an. Während ich mein Weihnachtsgeschenk "in aller Ruhe" schon ausprobieren kann, muss Nicole noch ein wenig warten... ;-)
Molly geht gleich noch mal den Weihnachtsmann suchen (vielleicht muss sie ja bei der Gelegenheit auch noch mal) und Nicole guckt "Drei Nüsse für Aschenbrödel" zu Ende...

Erkenntnisse des Tages:
In Quedlinburg haben die Straßennamen einen Punkt am Ende, Quedlinburg hat den Hund ("Quedel") im Wappen, aber der Name kommt da trotzdem nicht her, und 1000-Jahr Feiern sind nicht immer schön...

Schöne Weihnachten auch für Euch!

Wanderung an der Teufelsmauer

Schönes Wetter ist vom Wetterbericht angekündigt - Wandern steht an. Nach einer Nacht auf futon-artigen Brettern, äääh Betten, Barbara du wärst hier seelig, sind wir erst mal in die Tourist-Info. Schlau zu machen bezüglich Stadtführungen, Wanderungen und Schlossöffnungszeiten. Außerdem haben wir uns versprochen nach dern Wanderung die 138 Sorten Käsekuchen im Nachbar Cafe durch zu testen.
Tourist- Info hatte nur Einweg Wanderungen oder 20 km Rundkurse. Bisschen viel für den Anfang, also die im Internet gefundene Strecke testen. Trotzdem hat sich der Besuch gelohnt - ich habe einen neuen Pin für meine Handtasche und hätte sogar einen Stocknagel bekommen. Ein Relikt aus vergangenen Zeìten!
Weiter wissen wir nun das es am heiligen Abend eine Stadtführung gibt. 10.00 Uhr - perfekt, denn um 13.00 Uhr haben wir einenTisch geordert.
Auf an die Teufelsmauer!
Flott mit dem Auto hin gebraust Richtung Thale. Parkplatz gefunden - los geht es! Erst an so aufrechten Sandsteinformationen entlang. Die Teufelsmauer eben. Freddy und ich sind uns noch nicht einig was sich da so geologisch aufgeworfen hat, das sich so Sandstein in die Höhe reckt. Zurück durch das Bodetal - Modder eben. Molly sieht aus wie Sau und muss später operativ per Schere von Kletten befreit werden.
Nu endlich Käsekuchen!  Laden voll! Kein Platz für uns drei. Im Cafe nebenan gibt es nur 8 Sorten Käsekuchen. Reicht auch und sehr lecker- ich Kirsch und Mohn, Freddy was mit Zimt.
Tag  Ende!




Alte liebe Verwandte getroffen

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Montag, 23. Dezember 2013

Erster Tag ging schnell um

Was soll ich sagen, Fred erweist sich nach wie vor als Blogfaul und überlässt mir das Schreiben. Was das Wetter betrifft hatte Petra recht, grau in grau. Als wir nach Quedlinburg reinkamen waren wir angenehm überrascht wie niedlich die Stadt ist. Trotz des allgegenwärtigen Grautons. Und wir waren erstaunt wieviele Leute hier so rum liefen. Holla, alles voll, aber sowas von.
Warum haben wir schnell heraus gefunden. Weihnachtsmarkt, letzter Tag! Also hin da, Essen und Glühwein fassen. Schnell das Gepäck in unser schönes Zimmer, Mollys eigene Wohnstube aufgebaut. Ein bisschen über die schöne Pension gefreut und weiter. Wir sind hier mitten drin. 100 m zum Schloss und 100m zum Rathaus.
Der Weihnachtsmarkt war sehr überschaubar, da schimpfe nochmal einer auf Verden. Dafür karren die hier die Touris mit Bussen an. Proppevoll, das Ding. Nach Dampfnudel und einem Kräuterfladen war man satt und es gab Glögg. Naja, ich Glögg und Freddy Punsch. Im Gegensatz zum Glögg in Dänemark, welcher nicht so viel Alkohol hat wie der deutsche Glühwein, hatte der nette Gastwirt hier eine sogenannte 50/50 Mischung gemacht. 50% Glögg und 50% Asbach Uralt. Mir haben die Augen getränt und Freddy musste bei letzten Drittel mit mir tauschen. Baaah!
Dann sind wir nur noch durch das pitoreske Städtchen geschlendert, mal links, mal rechts. Zum Abschluss noch einen lecker Mai Tai in der von der Wirtin empfohlenen Bar und der Tag war alle. Genau wie wir!
Mollys eigene Wohnstube 

Samstag, 21. Dezember 2013

Morgen Kinder wirds was geben

Morgen fahren wir los in den Südharz. Mollys Tasche ist gepackt, die letzen Waschmaschinen laufen. Lustiger Weise ist es uns auch noch gelungen am heiligen Abend, ähm Mittag, was zum Essen zu bekommen. Das war nicht so einfach, wir sind der irrigen Annahme aufgesessen, das am  24.12. alle Restaurants offen haben. Nix da, Fleutschepiepen! Zu sind die! Aber mental schon auf Weizenbier und Chips eingestellt, hat Freddy mein Held, noch was für den Mittag aufgetan. Völlerei am Mittag...auf gut...

Bis jetzt haben wir mit dem Sachsen-Anhalter Teil vom Harz ja nur gute Erfahrungen gemacht. Bad Sülzhayn im letzten Herbst war ja ziemlich klasse. Da kann so eine Stadt mit dem Prädikat Weltkulturerbe sicherlich mithalten.

Wenn es jetzt trocken bleibt, dann wird das eine klasse Woche. Auch ohne Schnee!