Sonntag, 6. Juli 2014

Schwerkrafttage...schon wieder

Der Anfang


Ich bin eine alte schlappe Frau, ehrlich! Gestern nach Kilometer 17 wollte ich sterben und Freddy mal wieder wie der junge Morgen. Heute morgen beim Aufwachen geht es aber ja schon wieder und ausserdem weiss ich ja, dass die ersten drei Tage mich umbringen und dann alles gut wird. Also: "Gut Runst!" wie man hier so sagt.....
Schwerkrafttage nochmals als Titel, denn heute ist auch noch der anstrengendste Streckenabschnitt. Und das kostet schwer Kraft :)
Für Molly wird es heute auch recht hart, denn die Strecke ist aufgrund aller erhaltenen Aussagen von  Rennsteigfähigen nicht für Bollerwagen geeignet. Da es ihr aber gestern Abend und heute Morgen erstaunlich gut geht, habe ich Hoffnung das wir den Turn ohne Blessuren überstehen. Wir machen einfach ganz viele Pausen. Egal ob unser Reiseveranstalter uns abends extra einsammeln muss und quengelt. Mit Bollerwagen im Schlepptau war eine ziemliche Ochsentour. Wir, besser Freddy, hat Molly bestimmt 5 Kilometer gezogen. Macht nicht wirklich Spass, denn den restlichen Weg zieht manden leeren rappelnden Wagen. Ich habe an leichten Bergen mitgezogen und bei steilen musste sie raus aus der Sänfte. Weil wir ein wenig langsam waren und eine Abholzeit bekommen hatten, war ich unentspannt. Kein Einkehrschwung, keine Himbeeren picken, nur kurze Rasten. Letztendlich waren wir dann doch über eine Stunde zu spät am Endpunkt und haben beschlossen, das die uns mal können. Es steht da Rücktransfer in den Reiseunterlagen, nicht das wir zu bestimmten Zeiten irgendwo sein müssen. Für heute sagen wir gleich vorher, das wir nicht so schnell sind. Mal gucken was kommt :) Nochmal so hetzen wollen wir jedenfalls nicht!
Die Wanderung gestern war ja nun ein wenig Hektisch, trotzdem haben wir tolle Sachen gesehen. Die Wartburg von allen Seiten, Bremsen groß wie Haflinger und die Drachenschlucht. Am Anfang unserer Route haben wir auf dem Rennsteig Freddys Kollegen Klaus mit seiner Frau Helga getroffen. Die haben eine Woche vorher den Rennsteig in Blankenstein begonnen hatten und waren nun auf ihrer letzten Etappe. Sehr lustig und ein kurzer Plausch mitten in Clausberg (hihi) began.
Die Landschaft war abwechslungsreich, mal Felder, mal Wald. Hat mich sehr ans Erzgebirge erinnert. Was wir vermisst haben ist ab uns zu mal eine Quelle  oder ein Bächlein. Nichts ander ganzen Strecke. Fanden wir seltsam! Eine Ausnahme gab es aber - die Drachenschlucht. Eine Klamm die an der schmalsten Stelle 76 cm breit ist (Bollerwagen musste gefaltet werden!) Da gingen die Wände steil nach oben, es war kühl und feucht. Molly war seelig und ist ganze Strecken im Bächlein gelaufen. Endlich kalte Füße, äh Pfoten! Wir sind zu Fuß durchThüringens Grand Canon, oder so!
Zu Hause angekommen war neben dem Hotel die Kirmes aufgebaut und DJ Armin hat aufgespielt. Aber unser Zimmer lag günstig, wir haben nicht viel gehört...Kirmes ist hier wie bei uns Schützenfest. Eine Pommesbude, ein Bierwagen und ein Zelt mit Musik....gute Nacht!
Die Drachenschlucht
Molly beim Kneippen
Kurz vorm Schluss
Molly mit Fahrer

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