Eigentlich nicht weit weg, aber da wir aus unserem Bergdorf über die Serpentinen schon immer eine halbe Stunde bis zur Autobahn brauchen, obwohl die Strecke nur 15 km sind, verlängert sich alles ein wenig. In der Hauptstadt angekommen haben wir schnell in einer Tiefgarage einen Superparkplatz gefunden. Oben drüber war der größte Busbahnhof den wir je gesehen haben! Wenn man allerdings bedenkt, dass es hier keine Eisenbahn gibt, ist dieser riesen Busbahnhof verständlich.
Vor dem Busbahnhof schaut man direkt auf die erste Sehenswürdigkeit. Ein großes Konzerthaus in Form eines Sonnensegel, oder so. Entworfen hat es ein Herr Calatrava. Der ist nun wegweisend für die ganze spanische Architektur. Auch wenn man ihn nachsagt, dass er ein wenig in Sydney geklaut hat.
Da wir uns einen Rundgang aus dem Reiseführer vorgenommen haben, geht es als nächstes weiter in eine Art Kashba. Ein Gebäude mit ganz vielen kleinen Marktständen bei denen man Gewürze, Kartoffeln und Ähnliches zu kaufen gibt. Richtig klasse, sowas hätte ich gerne in Verden !
Es ist sowieso auffällig, dass es hier kaum große Ketten in Sachen einkaufen gibt. Überall kleine Minilädchen, wie bei uns früher auch, richtig schön.
Der Reiseführer sagt weiter zu einem Naturkundemuseum. Dank deutschem Audio Guide verbringen wir 2 Stunden mit der Geschichte der Kanaren. Am Ende gekrönt von der Besichtigung einiger Mumien. Auch die Guanchen, Die Ureinwohner der Inseln, haben ihre Toten mumifiziert. Dazu haben sie Öle und ein paar Kräuter benutzt um die Toten dann in ein wenig Ziegenleder einzunähen. Klappt recht gut!
Weiter geht die Tour durch ein sogenanntes Szeneviertel. Viele alte, heruntergekommene Häuser und viele kleine Cafés. Genau richtig für uns es ist Zeit für ein Käffchen und einen Snack.
Wegen ein wenig Laufunlust sparen wir uns ein paar Kirchen und gehen direkt weiter zu einem großen Meerwasserbrunnen im Hafen der Stadt. Das Spannende liegt darunter. Beim Buddeln für dieses Meerwasserbecken haben sie nämlich eine alte Zitadelle entdeckt. Und ein paar Mauern davon kann man immer noch besichtigen, unter dem Brunnen. Das wollten uns natürlich nicht entgehen lassen.
Die Ausstellung war recht klein und auch ein wenig unspektakulär. Das einzig erwähnenswerte ist vielleicht die Riesenkanone, die angeblich General Nelson den Arm abgeschossen haben soll.
Jetzt möchte unser Reiseführer noch, dass wir uns einen Park anschauen. Dieser ist voller Kunst. Das möchten wir also auch!
Die versprochener in Wasserspiele finden leider während unserer Anwesenheit nicht statt, aber wir können viele lustige Kunstwerke betrachten. Am beliebtesten bei den Einheimischen ist laut unserem Reiseführer die Dame, welche vor diesem Brunnen sitzt. 😉
Da wir auf dem Rückweg noch die Pyramiden von Teneriffa in Güinche anschauen möchten beschließen wir uns auch noch die Rambla zu schenken, denn Einkaufsstraßen sind nicht so unsers. Also zurück zum Busbahnhof, das Auto wieder einfangen.
Wir finden die Hydranten in anderen Ländern übrigens teilweise sehr seltsam, wenn nicht sogar aggressiv wirkend.
Vielleicht vor ab eine kleine Exkursion zu spanischen Öffnungszeiten. Hier öffnet man von 10:00 bis 14:00 Uhr und von 17:00 bis 20:00 Uhr, wenn man ein Laden ist. Wenn man eine öffentliche Einrichtung ist hat man bestenfalls bis 18:00 Uhr auf. Ebenso verhält es sich mit vielen Restaurants. Wenn man nicht direkt in einem wilden Touristen Gebiet ist, muss man zu sehen, dass man bis 18:00 oder 19:00 Uhr gegessen hat. Danach ist leider kein Lokal mehr auf.
Zurück unserem Wunsch die Pyramiden von Teneriffa zu besichtigen. Was die hier machen und woher die kommen weiß geschichtlich wohl niemand. Ich bin ja der Meinung, einfach mal bei Erich von Däniken anfragen, der hätte schon eine Lösung parat. Und wieder Schicksal es will, rollen wir 18:03 Uhr auf den Hof der Anlage. Zusammen mit noch einigen anderen verwirrten Touristen haben wir natürlich keinen Einlass mehr bekommen. Tja, dann eben keine Pyramiden.
Wir wollten unterwegs Essen gehen, also weiter gefahren und nach offenen Lokalen Ausschau gehalten. Tja, was soll ich nun sagen. Bei dreien probiert Einlass zu bekommen, dreimal Pech gehabt! Gottseidank ist unsere Hotel Küche bis 21:00 Uhr geöffnet und hat viele vegetarische Gerichte auf der Karte.
Heute ist noch mal ein gemütlich Tag. Außer dass wir im Souvenirladen um die Ecke probiert haben ein paar Mitbringsel zu jagen ist nichts passiert. Habe statt meines ersehnten Pins für meine Reisehandtasche, leider diesmal nur einen Button bekommen.
Morgen ist der letzte Tag dann wenn wir noch mal ein bisschen durch die Gegend laufen.
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