Donnerstag, 29. September 2022

the Eppstein project

Hipper Name für hippe Leute. Aber der einzige Campingplatz in der Nähe der Tierklinik. Liegt ein wenig im Nichts. Alle Plätze in Terrassen angeordnet. Wir sind ganz unten, hatten wir so gewünscht, weil wir Freitag am Morgen sehr früh los müssen und man die Plätze oben oft nur mit Traktor Hilfe erreicht. Nachteil - zum Sanitärhaus sind es ca. 80 Höhenmeter. Kein Problem für Hipster, aber ich bin nach meiner, noch nicht komplett kurierten, Bronchitis etwas sehr kurzatmig und stumpf klitschnass geschwitzt, wenn ich da oben bin. Gut das wir alles an Board haben.
Gestern haben wir nach der Ankunft unser neues Vorzelt aufgebaut, wir sind ja für
mehrere Tage hier, da lohnt der Aufwand. Unsere Parzelle ist miniklein, aber das sollte noch passen. Es ist die Premiere, Zeit für einen Testlauf zu Hause war nicht mehr. 

Aber 8 Scheidungen und 2 Stunden später stand es dann. In den Bewertungen stand eine Aufbauzeit von 10 bis 30 Minuten, vielleicht hätte eine Aufbauanleitung geholfen, aber weil ja alles so einfach ist, wurde diese vom Hersteller einfach weggelassen. Nach dem ersten Versuch geht es bestimmt schneller.

Es ist wirklich praktisch mit Hund, wenn man vor der Tür noch was trocken stehen lassen kann. Das Zelt hat auch einen wunderbaren Vorteil, man kann mit dem Wohnmobil wegfahren und es bleibt eigenständig stehen. Dieses Feature habe wir heute ausprobiert, nicht nur das wegfahren, auch das wieder ran fahren. Besser als morgen früh ein Drama erleben. Klappte alles auf Anhieb, nach dem Aufriss gestern waren wir sehr verduzt. Kann also morgen früh losgehen.

Gestern nach dem Zelt wollten wir etwas essen gehen. Pizzaria in 2,5 km klingt machbar für Bronchitis und fußkranken Hund. Munter los, auf der gesperrten Bundesstraße, keine Höhenmeter und direkter Weg waren der Plan. Kurz vor dem Ziel kam die Baustelle und ein Mann der uns zurück geschickt hat. Wir sind dann einen anderen Weg über Wiesen und direkt an einer Bundesstraße ohne Fußweg gegangen. Hatte was von Survival Training. Gelandet sind wir in einem Restaurant, das wohl eher ein Pizzadienst ist. Wir waren die einzigen Gäste und man nicht den Eindruck, daß sich viele Menschrn dorthin verirren. Ich war hustig und schwitzig, das Lokal, wie es sich gehört, nicht geheizt. Also fröhlich in Jacke gegessen. Aber die hatten indisches Essen. So lecker, war wirklich klasse. Nach Hause wollten wir im Dunklen nicht über die Wiesen, somit hat ein sehr netter Taxifahrer ein paar Euros verdient.

Heute bin ich fast überhaupt nicht raus gegangen, meine Erkältung hat neuen Anlauf genommen und ich bin schlapp. Freddy fand ein Tag Ruhe sei gut, ich war brav. Das ist ja auch schon ein Zeichen. Zur Belohnung gehen wir gleich im anderen Nachbarort essen. Damit nichts passiert, ist Freddy die Strecke heute schon Probe gelaufen. 😍
Ich überlege schon, ob ich den Wildkräutersalat mit Kräuterseitlingen nehme oder die gebratene rote Beete...


Dienstag, 27. September 2022

Gewürzgurken genießen, Gegend Guxhagen

Heute war der erste Tag der 2022er WoMo Tour. Erster Stopp: Fuldaschleife bei Guxhagen.
Gerne gefahren, gegen Gegenwind. (Gnihihi Klick -> https://youtu.be/CNgXH605b-s der kam mir in den Sinn, auch wenn Guchagen entgegen meiner Erinnerung gar nicht vorkommt)

Hierhin hat es uns verschlagen auf dem Weg zur Tierklinik bei Hofheim. Dort wird Wencke einmal ordentlich auf den Kopf gestellt, damit wir vielleicht mal herausbekommen, was sie denn hat. Naja, schauen wir mal. Den Termin haben wir erst am 30.09. Aber gerade noch rechtzeitig vor der neuen Gebührenordnung für Tierärzte. Die tritt am 01.10. in Kraft. Billiger wird es damit nicht. Also gerade noch rechtzeitig den noch günstigen Tarif nutzen.

Zwischen dem wunderschönen Stellplatz hier direkt am Fuldaufer und zu Hause liegen allerdings bei Nutzung der A7 die Kasseler Berge.
Wie wir ja schon von der Tour in die Toscana wissen, ist das Rentner WoMo nicht unbedingt eine Berggemse. Aber wir mussten nicht auf die Kriechspur, sondern konnten tatsächlich an den LKW vorbei fahren. Nun gut, der Gasfuss steckte tief in der Ölwanne und der Gang wurde auch immer kleiner, aber wir haben es geschafft.

Nach der Abfahrt von der Autobahn ging es noch ein bisschen durch Baustellen und enge Straßen (die Anfahrt zum Platz für Gespanne über 12m ist separat ausgeschildert).

Der Zugang hier funktioniert komplett digitalisiert. QR Code von der Buchung an der Schrank vor das Lesegerät, und Zack ist man drin.
Buchen geht bei Verfügbarkeit auch noch, wenn man direkt vor der Schranke steht.Wir hatten aber schon vorgebucht. Der Platz „U14“ sollte es sein. Direkt am Ufer der Fulda.sehr schön!


Morgen geht es aber auch schon weiter Richtung Hofheim. „The Eppstein Project“, so heißt der Platz. Klingt ein bisschen abgefahren, liegt aber tatsächlich mitten in Deutschland. Dort bleiben wir dann ein paar Tage.
Wie es da so ist? Wir werden berichten!

Freitag, 18. Februar 2022

Wetterkapriolen

Ylenia und Zeylep....und das oben auf der Düne. Spannende Tage kündigen sich an. Naja, Erstere brachte uns einen ordentlichen Wind und die Wasserkante nah ans Haus. War auch mal schön 😀

Prinzipiell wollten wir gestern nur Nebel begutachten. Aus zwei Gründen, da ist der Hundeladen der Insel und man kann ja nicht 11 Tage auf 10 Quadratkilometern verbringen und ein Dorf auslassen. Obwohl der Hundeladen geschlossen war -buuuuh! - hat sich der kleine Ausflug gelohnt.
Das Dorf ist schnuckelig pittoresk und es weht ein Hauch Schicki Micki Flair. Hier gibt es teure Klamotten und auch teure Restaurants. Wenn dann etwas geöffnet hätte.
Das alte Kapitänshaus "Öomrang Hus" ist im Gegensatz zu den Läden geöffnet.  Ein kleines Museum, ehrenamtlich von einem Verein betrieben. Da Hund nicht erlaubt ist, gehen wir nacheinander, der nette Herr muss zwei Mal seinen Vortrag halten. Eintritt ist eigentlich kostenlos, wir spenden aber ordentlich. 
Danach steht der Hundestrand von Norddorf auf dem Programm. Oder das was Ylenia davon übrig gelassen hat. Er war wegen des Hochwassers sehr schmal, der Wind mit Regen eher unangenehm, aber der Hund glücklich. Was will man mehr!
Nach Hause, alle sind nass und zufrieden. 

Gegen 17.00 Uhr hatte ich noch einen Sportanfall und bin mit Wencke walken gegangen. Wofür ist das Equipment denn sonst mitgefahren. 45 Minuten waren geplant, man will ja nicht übertreiben nach über einem Jahr Pause. Doch die schwarze Wolke war schneller, nach einer halben Stunde waren wir klitschnass wieder zu Hause. Freddy stand schon mit Jacke an der Haustür und wollte uns mit dem Auto retten 🥰 Aber er hat in Wenckes Tracker gesehen, das wir nur noch wenige Meter entfernt sind und hat an der Tür gewartet. Manchmal ist Technik auch praktisch! 

Heute morgen ist Freddy eine riesige Runde mit dem Hund zum Bäcker, es zeichnet sich ab, daß der Rest des Tages nass wird. 
Ich kann bestätigen, daß Wenckes Softshellmantel und mein Wintermantel eine halbe Stunde trocken halten. Meine Jeans aber nur 5 Minuten....wer braucht trockene Unterschenkel - ich nicht.
Um 15.00 Uhr kommt ein mobiler Masseur, ist ja schließlich Urlaub.  Wir sind auf die Nacht mit einem Orkan gespannt....


Mittwoch, 16. Februar 2022

Schon wieder drei Tage weg!

Montag war zauberhaftes Wetter. Tagesziel: Wir kommen mal an die Wasserkante. 

Die ist nämlich über zwei Kilometer Luftlinie entfernt. Gesagt, getan. 
Wencke musste diesen Spaziergang leider an in der Leine absolvieren. Wir haben nämlich auf dem Weg zum Strand einen Fasan getroffen. Stolze Hundemama hat den Hund an lockerer Leine daran vorbei geführt, schlauer Hund hat mich verarscht und sich die Stelle gemerkt. Als wir so 100m auf dem Strand waren ist dann passiert was kommen musste. Ich leine das Tier ab und es ist in ca. 3 Sekunden zurück an Land....Fasan einfangen 😡 Ich hinterher, den Köter eingefangen! Habe ich dann in einem abgeschlossenen Vorgarten von einem leeren Haus. Wie auch immer sie da hinein gekommen ist. Ich musste sie über ein abgeschlossenes Tor rausheben. Danach war Leine angesagt...und ich musste ein Molly Dejavue in Sachen Huhn verarbeiten

Am Dienstag ist sowieso Leine für die Verrückte angesagt. Wir sind mit der Fähre rüber zur Nachbarinsel. Ein bisschen durch Wyk flanieren war das Ziel. Eine Stunde hin...drei Stunden durch die Stadt...eine Stunde zurück. 
Erst noch ein bisschen diesig, aber dann kommt die Sonne raus 
In Wyk sind fast alle Restaurants und Läden geschlossen. Also ein bisschen rumlaufen und den Ort inspizieren. Kurze Pause in einem Café, uns allen ist kalt, der Wind pustet böse. 
Aber mit einem Eierlikör Latte wird einem warm.
Dann geht es auch schon wieder zurück nach Amrum. Habe noch ein Ausbildertreffen per Zoom. Da wir im Ferienhaus gruseliges Internet und nur eine tausender Leitung haben, habe ich dies mit einem Hotspot von meinem Handy gemacht. Ging auch irgendwie.

Der heutige Morgen begann gleich mit Regen und, Gott sei Dank, hat Wencke auch sehr signalisiert, dass sie mal gar keine Lust zu gar nichts hat. Im Trainingsplan von ihrer Physiotherapeutin steht auch 35 Minuten. Passt wie die Faust aufs Auge, heute werden Bücher gelesen.

Man kann mit seiner Regenjacke auch wirklich nicht rausgehen, eigentlich kann man mit dem Ding überhaupt nicht laufen! Dann versteckt man sich auf Frauchens Bett. 
Freddy macht die Morgens- und Brötchenrunde mit Wencke und ich war sehr froh, dass sein Rucksack wasserdicht ist. Wenn ich gegangen wäre, hätten wir gematschte Brötchen gehabt. Wencke weiß ihre Regenjacke, obwohl sie bis auf Kopf und halbes Bein trocken geblieben ist, immer noch nicht zu schätzen 😁 Lieber Sofa mit Mutti...
Gegen Mittag klart das Wetter ein wenig auf und ich schnappe mir den Hund und gehe die nächsten 35 Minuten. Bücher lesen war mir dann auch ein bisschen zu langweilig, deswegen habe ich vorher noch mal eben eine Maschine Wäsche gewaschen. Auch eine Erfahrung, wenn man den Wäschetrockner draußen mit dem Sonnenschirmständer beschweren muss und die Klamotten mit 3-4 Klammern befestigen, damit sie nicht fröhlich durch die Dünen wehen. So kenne ich das von zu Hause nicht. 
Im Gegensatz zu der festgetackerten Wäsche weht allerdings jetzt der Zaun vom Ferienhaus durch die Dünen, den hat es irgendwie zerrissen und er ist auf die Promenade gefallen. Die wurde aber gerade vom Bauamt mit einem Minibagger entsandet. Der Minibagger hat dann, ganz nonchalant, den Zaun wieder aufs Grundstück geworfen. Da liegt er nun...und wir haben dem Vermieter Bescheid gesagt. Für heute Nacht ist Orkan angesagt, ich hoffe er fliegt nicht einfach weiter. Egal, vielleicht erschlägt er den Fasan, dann haben wir Ruhe beim Gassi. Ich schweife ab! 
Einen zweiten sehr akustischen Nebeneffekt hatte der Zaun auch. Normalerweise gehen an unserem Wohnzimmerfenster immer nur Mützen vorbei. Manchmal hüpfen auch Mützen vorbei, wenn die dazugehörige Person joggt. Heute sind alle Mützen an dem Infoschild im Garten stehen geblieben. Werbung für das Ferienhaus! Ein Ferienhaus mit lustig quer auf dem Hang liegenden Zaun scheint spannender zu sein, als ein Ferienhaus mit ordentlichem Zaun.
Wencke fand das ewige Stehenbleiben vor unserem Grundstück allerdings richtig Kernschrott und hat es sehr akustisch kommentiert. Solange, bis wir uns richtig gestritten haben. Und ich sage euch die Bank im Esszimmer bei uns zu Hause kommt weg, man muss auch mal konsequent sein!

Nun aber los und Gassi gemacht. Die die Promenade an der unser Haus liegt endet in den Dünen seit zwei Tagen in einem komplett neu erstellten Holzbohlenweg. Da gehen wir doch mal ein bisschen drauf rum. Nach 10 Minuten kommt ein kleines Schild mit dem Namen "Aussichtsplattform rechts". Na dann mal hinterher und eine wirklich niedliche Tallandschaft mit Süßwassersee in entdeckt. Gefühlt gleich neben dem Ferienhaus 🤔 
Oben auf der Plattform konnte man beide Küsten der Insel sehen. Genau wie im ersten Stock unseres Ferienhauses. *Angebmodusaus* Man kann eine feine kleine Runde laufen.... Am Rest des Tages lungern wir genauso rum wie am Vormittag 😁 
Heute Nacht ist ein ordentlicher Sturm angesagt, ich bin gespannt was uns erwartet. In Dänemark hatten wir mal ein wackelndes Haus auf dem Bovbjerg,  schlimmer kann es eigentlich nicht werden. Ich hoffe Wencke hält ihren nächtlichen Pipi-Kacka Eskapaden in Grenzen und scheucht mich nicht ständig raus. Ansonsten kriegt ihr morgen eine Bewertung, wie wasserfest der Stadion Squall von Lands End ist 🤣

Sonntag, 13. Februar 2022

Ein Tag im Schongang

Guten Morgen, Sonne ☀️ Mach einer extrem stürmischen Nacht fing es auf jeden Fall gut an...leider konnte sich der gelbe Ball nicht so recht durchsetzen. Macht aber nichts, Wencke hat Knie-Schontag und wir schonen gleich mit. Nicht das ich nicht gestern schon rumgebummelt hätte...Wie immer mit einem Schlenker über die Wandelbahn zum Bäcker und Brötchen einfangen. Dann lecker Frühstücken. Wencke ist heute in auch sehr müde und hat nichts gegen unser Bummelprogramm. Sie verschläft den Vormittag.
Nachmittags mal keinen Strand, sondern Bohlenwege im Wald. Erst auf einem Naturlehrpfad, dann ein bisschen Schaukeln und weiter zu einem eisenzeitlichen Haus. 
Wie überall hier im Moment, alles schön leer. Sehr angenehm 😊

Danach sind wir flott nach Hause und essen Kuchen. Laut Freddy muss man im Urlaub nachmittags IMMER Kuchen essen! 

Dienstag machen wir einen Tagesausflug nach Föhr ...bin gespannt...

Ich mache heute den Harald Juhnke

Jedenfalls gehe ich heute nicht raus! Die Entscheidung ist allerdings erst gegen 16 Uhr gefallen. Und eigentlich war ich auch schon draußen, nämlich um 4 Uhr und und 7 Uhr. So ein magen-darm kranker Hund hat manchmal komische Zeiten.  Heute ist ein eher gemütlicher Tag, Freddy macht eine große Runde über den Strand mit unserem Flughund auf dem Weg zum Bäcker.
Dann gemütlich und lange Frühstücken und kurz in die Dusche hüpfen. Gegen Mittag wurde ich ein bisschen müde und Freddy hat beschlossen mich schlafen zu lassen und ist mit dem Hund in die Nachmittags Runde los. Ich ich bin irgendwann aufgewacht und war ganz alleine. Erstmal den Tracker vom Hund im Handy angeschmissen und geguckt wo die beiden sind 😉 auf der anderen Seite der Insel, ich bin gespannt was sie berichten werden. Die Spannung hat sich schlagartig gelöst, als Freddy mit dem grünen, schlammigen Hund in der Haustür stand. "Sie hat im Schlick gespielt..." Von dem Geruch wollen wir mal gar nicht reden....
Hund in die Dusche und dann samt Bademantel in eine Decke gewickelt. Boah stinkt die! 
Nach einer Stunde Trocknung, den Hund ausgezogen und die Waschmaschine des Hauses ausprobiert. Nun hängt alles draußen im Sturm zum Trocknen......nur der Hund stinkt noch... 

Zurück zur Harald Juhnke, ich habe mir erstmal ein Glas Wein auf die Nummer gegönnt 😁

Freitag, 11. Februar 2022

Anreise mitten in der Nacht und ein Geburtstag

Da nach Amrum am Tag nur zwei Fähren fahren, haben wir uns für die frühe um 9.00 Uhr entschieden. Dies bedeutet leider, dass wir zu Hause um 4.30 Uhr losfahren müssen. Einfach nicht fragen, wann man dann aufsteht...

Ansonsten war die Anfahrt wirklich entspannt, kein Stau in Hamburg, pünktlich auf der Fähre und unser Ferienhaus haben wir auch auf Anhieb gefunden! Erwartung an das Ferienhaus waren eher gemischt, vor allem was die Inneneinrichtung betrifft - wir wurden allerdings sehr positiv überrascht, denn direkt vor unserer Anfahrt wurde ein neuer Fußboden verlegt und neue Möbel aufgestellt. Wir sind also die ersten, die das neue Sofa versauen dürfen :) machen wir natürlich nicht, denn meisten Platz im Auto hat die Tüte mit Hundedecken eingenommen...
Das Haus liegt auf einer Düne, somit ist der Parkplatz unten und das Haus ca. 40 Höhenmeter darüber. Der tapfere Freddy hat die gesammelten Taschen alleine über die diversen Treppen ins Haus geschleppt. Mein Held!
Der Blick im Haus allerdings ist wirklich sensationell! Man kann über den ganzen Kniepsand bis zum Meer schauen. Normalerweise fände ich ein Haus des 2 km vom Meer entfernt nicht so gut wegen faul und zu weit weg, aber hier schaut man wirklich über exakt diese Strecke bis zum Wasser. Ein Traum.
Das ist allerdings aber auch der Grund warum wir an Tag 2 immer noch nicht an der Wasserkante waren. Wencke hat noch ein bisschen Knie von ihrer letzten OP und muss noch geschont werden, man läuft einfach zu lange zum Wasser. Stört aber überhaupt nicht, denn die Riesendüne ist einfach super und man trifft kaum andere Touristen.
Mach einer eher unruhigen Nacht, Wencke hat Randale gemacht wegen aufregendem Tag und Bauchschmerzen, wurde ich morgens mit grandiosem Ausblick und leckerem Kaffee belohnt. Den Kaffee habe ich natürlich selber gekocht, denn Freddy hat noch geschlafen 😂
Mein Geburtstag haben wir ganz entspannt verbracht, erst lange gefrühstückt, dann in das pittoreske Norddorf gefahren und ein bisschen Sightseeing gemacht. Ich hätte auch den inseleigenen Tierladen leer gekauft, aber der hatte dummerweise zu. Wenn ich ehrlich bin, alle anderen Geschäfte waren auch geschlossen. 
Eine Naturausstellung war geöffnet und Wencke durfte auch mit hinein, somit haben wir wenigstens noch ein bisschen Bildung abgegriffen. Und ich habe ein bisschen auf dem Spielplatz gewippt. Nach Hause mit einer kleinen großen Auswahl an Sahnetorten vom besten Bäcker der Insel und dann war der Tag auch schon irgendwie zu Ende...
Sandproben auf diversen Stränden dieser Welt gesammelt, auf 4 davon standen wir schon barfußig 😉
Der Strand im Norden

Gleich noch was zu Essen besorgen und dann ein neues Würfelspiel namens Qwixx testen....

Samstag, 5. Februar 2022

Amrum, wir kommen!

Unser Wohnmobil steht warm und trocken in der Werkstatt um mal wieder den Kühlschrank reparieren zu lassen. Wir hatten immer noch ein Ferienhaus auf Amrum im Auge und als wir gesehen haben das ist für zwei Wochen frei ist, haben wir relativ spontan entschlossen dort Urlaub zu machen. Zwei Wochen auf der größten Düne von Amrum. Ein Ferienhaus direkt am breitesten Strand von Deutschland, der zufälligerweise auch noch ein Hundestrand ist. Es klingt einfach zu perfekt! Nächste Woche geht es los, wir freuen uns schon sehr! Endlich mal wieder Nordsee und ordentlich Wind um die Nase...

Mittwoch, 29. September 2021

Der Spreewald und das fast vergurkte Wetter

Nicole hatte für die letzten beiden Tage der Tour noch einen Campingplatz in Lübben herausgesucht. Der kam auf Google zwar in den Bewertungen nicht so gut weg, erweist sich aber doch als ganz brauchbar. Die schlechten Kritiken stammen wohl von den Leuten, die auf dem ganz in der Nähe befindlichen WoMo Stellplatz standen, und sich in das Sanitärgebäude „geschlichen“ hatten. Das fand der  Campingplatzbetreiber natürlich nicht gut, und hat ein paar sehr eindeutige Schilder aufgestellt. Naja, auf dem Campingplatz haben wir jedenfalls ein strategisch günstiges Plätzchen erwischt. Nahe der Dusche, und dem morgendlichen Stellplatz vom Bäcker, der zwischen 8.00 und 8.30 frische Brötchen verkauft.



Wahlweise kann man hier im Gurkenfass pennen. Wir bleiben aber aus Gewohnheit lieber im WoMo.

 Nach der Ankunft gestern haben wir erstmal kurz den Hund gelüftet. Dabei kamen wir auch direkt an einer Anlegestelle für Rundfahrten mit einem Spreewaldkahn vorbei. Die „flotte Runde“ hatte noch Lust um 17.00h los zu fahren und uns, den Hund und noch sechs Leute über Wasser zu schippern.
In Anbetracht der heran nahenden Dämmerung blieb es dann aber bei der 1,5h Tour. Dabei gab es dann drei Schleusenfahrten dazu. Ein Großteil der Tour ging über die kleinen Verästelungen der Spree mit Muskelkraft von unserem Kapitän an dem langen Staken. Nur auf der Hauptspree (damit auch weiß, wann man auf der echten Spree ist „Hauptspree“) wurde mal kurz der Außenborder angeworfen. Mit ein paar launigen Anekdoten und Informationen sind wir dann über Wasser geschippert. Der Gurken-McDrive war leider unbesetzt, so dass ich es tatsächlich Bistümer nicht geschafft habe eine Gurke „auf die Faust“ zu ergattern. Der Gurken-Paule am Steg hatte nämlich auch gerade zu gemacht. Einen kleinen Eimer Meerrettich-Senf Gurken habe ich dann heute Nachmittag am Stand gegenüber vom Gurken-Paule noch ergattern
können.








So eine Kahntour ist schon urig, und die kleinen Boote haben alle die Spreewald Form. Das ist die einzige zugelassene Bootsform, die mit Motorkraft / Außenborder hier bewegt werden darf. Die Berliner hatten es wohl einen Zeitplan etwas übertrieben, und sind mit den Sportbooten in den Spreewald eingefallen. Da war die Idee „Motorkraft nur am Spreewaldkahn“ dann das Mittel der Wahl.

Dass wir die Tour gleich gestern schon gemacht haben war eine der besseren Ideen, denn heute ist das Wetter relativ vergurkt. (Das Wortspiel musste jetzt sein). Ziemlich nass von oben. In Berlin gab es wohl einige Einsätze der Feuerwehr wegen Starkregen, ganz so schlimm war es hier dann doch nicht. IM WoMo hört sich Regen ja immer viel schlimmer an, als er draußen wirklich ist. Wir sind trotzdem lieber drin geblieben. In der kleinen Regenpause flux den Hund gelüftet, um rechtzeitig vor dem nächsten dicken Regen wieder im WoMo zu sein.
Im Gegensatz zu Forchheim ist die Altstadt hier nicht so bemerkenswert ausgefallen, wir haben uns das Schloss und den Marktplatz und ein kleines Stück Stardmauer aus dem 15. Jahrhundert trotzdem angesehen.














So war aber wenigstens Zeit die Liste der Dinge, die noch gemacht werden müssen zu erstellen. Vom jüngsten Defekt des Badezimmerwasserhahn, bzw. des zugehörigen Pumpenschalters,  über den immer noch nicht kühlenden sogenannten „Kühlschrank“ bis hin zum Bremsencheck. Die neuen und höheren Auffahrkeile habe ich schon mal bei großen A geordert.

Nach ein wenig rumlungern und Schönheitsschlaf der Damen können wir gleich los in die „kleine Gärtnerei“. Die hatte zwar gestern Abend keinen Tisch mehr für uns, aber ich hatte dann mal für heute Abend reserviert.


Morgen geht es dann dann nach knapp drei Wochen wieder nach Hause. Fazit: WoMo ist schon ganz praktisch, aber wenn man etwas sehen will, braucht man entweder mehr Zeit, oder man darf nicht so weit fahren zwischen den Etappen. Und: Insbesondere am Wochenende vorher lieber reservieren.

Wir bleiben dran und schauen mal, wie wir die nächsten Touren planen.
Ihr werdet es hier lesen können. ;)