Dienstag, 16. August 2011

Ermita de Betlem, die verschwundene Tasche und der Rückflug


Den letzten Tag mit dem Miet-Panda haben wir genutzt um ein wenig gen Osten zu fahren. Punta de Capdepera war das Ziel. Unterwegs haben wir dann mal ein wenig in das GPS geschaut, ob es nicht vielleicht ein paar Cache in der Nähe gibt. Gab es natürlich, denn immerhin hatte ich 312 „Traditionals“ (also hinfahren, suchen, finden, ohne Rätsel) vor der Abfahrt ins Gerät geladen. Der nächste war ein paar Kilometer entfernt, und es ging eine Serpetinen-Strasse dorthin. Da die das hier mit den Serpentinen ernst meinen und es am Ende meist eine echt tolle Aussicht gibt kurz abgebogen und rauf auf den Berg. Die Strasse wurde immer enger, dafür aber auch immer kurviger. So ein Panda ist da genau die richtige Wahl. Am Ende der Strasse stand dann ein wirklich einsames Kloster, wo nicht so ganz ersichtlich war, ob man da rein konnte oder nicht. Also haben wir es gelassen und sind ein paar hundert Meter Luftlinie auf zum nächsten Cache. Ein paar hundert Meter Luftlinie sind in den Bergen gerne mal das dreifache an Weg, denn auch der Wanderweg machte der Strasse Konkurrenz und wand sich in Serpentinen durch die Berge. Ein wenig gesucht und der Cache war gehoben. Irgendwie sehen wir wohl sehr deutsch aus, denn als uns ein paar Wanderer entgegenkamen wurden wir mit einem freundlichen „Moin!“ gegrüßt. (Und ich hatte NICHT meine Kappe mit dem Werder-Button auf!).
Beim Zurückfahren auf der Serpentinen-Strecke hätte ich fast einen der allgegenwärtigen Radfahrer dem Panda näher gebracht, als uns allen recht gewesen wäre. Nicht passiert, glücklicherweise, aber die nächsten Spitzkehren bergauf habe ich vorsichtshalber gehupt. Mann weiss ja nie!

Da der Tag doch recht warm war, haben wir nachdem wir am frühen Nachmittag das Restaurant am Wehrturm mit den Spanferkeln angeguckt haben (Tip von ToM...) beschlossen, dass so eine Liege auf der Hotelwiese auch Ihren Reiz haben könnte. Also zurück in den Ferienort. Aus den Liegen dünsten wohl irgendwelche träge machenden Stoffe aus, denn nach ein wenig Rumgeliege haben wir das Spanferkel spontan gegen ein Essen an der örtlichen Strandpromenade getauscht.

Am vorletzten Tag, nachdem der Panda wieder den Weg zur örtlichen Mietwagenstation gefunden hatte, haben wir uns bei einem Moppedverrückten Engländer ein paar Elektrofahrräder ausgeliehen und sind damit durch einen kleinen Naturpark einen Ort weiter im Norden gesurrt. Fährt sich schon etwas leichter, so mit Motor... Im Park war es fürchterlich heiss und selbst die fünf Meter hohen Rohrstängel haben keinen Schatten spenden können. Nicoles persönlicher Albtraum waren dann allerdings die Kuhweiden, durch die der Weg ging. Denn zwischen uns und dem Hornvieh war kein Zaun. Offensicjhtlich ist Nicoles Angstschweiss vom Winde verweht worden, oder die Rindviecher hatten bei der Affenhitze einfach keine Lust Tourist mit Elektrofahrrad zu jagen. Zu Nicoles Glück haben wir den ganzen Park ohne tierische Zwischenfälle passieren können.

Die Erkundigungen nach Nicoles geklauter Handtasche brachten auch nicht mehr viel. Ein kleiner Funken Hoffnung, dass die Tasche doch noch gefunden wird und dank der deutsche Papiere im Konsulat auftaucht lassen wir uns aber nicht nehmen. Aufgemacht habe die den ordnungsgemäß verschlossenen Panda übrigens mit einer Scheckkarte, so einer der Reisebetreuerinnen. Muss wohl nicht so schwer sein, ging nämlich ruck-zuck. Und für nächstes Mal: Wenn der Aufkleber im Auto sagt, „Lassen Sie keine Sachen im Auto“, halten wir uns auch für „mal kurz ein Foto machen“ dran.

Jetzt machen wir Strandpromenaden-Bar-Hopping und schlagen noch ein wenig die Zeit bis zum Rückflug tot. Das geht aber bei bestem Sonnenschein, mit einer leichten bis mittleren Briese und Blick aufs Mittelmeer zum Glück ganz gut. Zu Hause werden auf Facebook Bauanleitungen für eine Arche Noah in der Runde gereicht, aber unserer „eine Woche ausbüxen in die Sonne“ Plan hat hervorragend hingehauen. Beim ursprünglichen geplanten Moppedtrip zum Bodensee wären wir vermutlich mit Schwimmflossen zurückgekommen.

Bis zum nächsten Trip!

Samstag, 13. August 2011

Ein guter Tag!

Wir sind nach dem Frühstück in den Süden, genauer nach Palma gebraust.  NICHTS schief gegangen, normal Tourist gewesen, Museen geguckt,  S'Arenal begutachtet und lecker in Petra im Sa Cellar gewesen :) Fein! Tasche kommt wohl erst morgen nach Hause.

Donnerstag, 11. August 2011

Mallorca ...

Irgendwie ist unsere Beziehung zu den Balearen gestört :(
Wir sind über enge Serpentinen Richtung dem Örtchen Soller unterwegs. Überall sind an den schmalen Straßen "Fotopunkte". Wir halten hier und da an, machen Bilder. Das Auto immer anschlossen, aber meine Handtasche auf der Rücksitzbank - wir sind ja in Sichtweite! In Soller dann der Schock - meine Handtasche mit Portemonnaie, optischer Brille, Führerschein, EC, VISA und tausend Dingen Kleinkram weg. Mein teures Mobilo ist zum Glück in der Hosentasche. Trotzdem sind, dank teurer Brille, locker 600 € futsch. Weiter ist meine Reisehandtasche, die mich alle Urlaube begleitet hat weg :'( Es ist uns ein Rätsel wie die an die Tasche gekommen sind.
Karten sperren dauert bei Visa übrigens über 15 min. Warteschleife. Macht Spass aus Spaniens. Aber was soll es, ich habe mich schnell gefasst, denn eine Ersatzbrille und mein Perso lagen im Hotel. Geld hat Freddy :)
Nachdem wir die Anzeige aufgegeben hatten sind wir mir erst mal mallorquinische Schuhe und eine neue Handtasche kaufen gegangen. Das hebt die Stimmung ;) Zusätzlich habe ich mir auch noch so eine Art roten Strampelanzug für Frauen gekauft ...ich werde Bilder folgen lassen. Zu guter letzt noch ein Eis in einer Manufaktur, dann war die Laune (auch von Freddy) wieder gut. Erst war so süß und ist so aufgeregt gewesen!  Ich bin der festen Überzeugung das meine Tasche die Tage zu mir zurück kommt. Hat mit den anderen Dingen in letzter Zeit ja auch geklappt...morgen Palma- wir sind gespannt was kommt!

Geocaching zeigt die schönen Ecken

Wie geplant sind wir gestern Cachen gegangen. Die Aktion hat wieder mal mein Vorurteil über fußkranke Urlauber bestätigt :) Wir mussten zu den beiden Cachen nämlich den "Sardinen " Strand überqueren und nach ca. 100 Metern hatte man wunderschöne, spröde, mallorquinische Landschaft samt Strand für uns fast allein. Wunderbar! Wir standen mitten in einem Naturschutz Gebiet.
Die Cache  waren flott gehoben und boten beide tolle Aufsicht auf das Meer und auf 2700 Jahre alte Gräber.  Die Grabbeigaben waren sogar noch vorhanden!  Ich hatte nicht gewusst, daß es damals schon Cola in Dosen gab. :)
Nach der Wanderung natürlich erst mal in die Strandbar auf ein Cervesa und ein Sandwich. Dann an den Pool lesen ....ein Schlumpitag!
Der Strand...

50 m neben dem Strand...

Mittwoch, 10. August 2011

Das Hotel, der Ort und wir

Mit unserem Zimmer mit Blick auf ein grünes Flachdach und mit direkter Beschallung durch die Showbühne haben wir uns angefreundet. Freddy hat ausreichend Ohrstöpsel mit ;) Ich höre bzgl. des Wortes "angefreundet" auch gerade ein scharfes Veto von meinem gegenüber.
Wir haben die lange Strandpromenade und den kleinen Ort per Pedes erkundet. Nur Tourismus, am Strand so voll das man nicht zwischen den Liegen an das Meer kommt. Die Bucht und die Landschaft ein Traum!   Ein halber Liter Bier im Restaurant 2,80 € und Essen im Schnitt 8,00 €? Finde ich günstig  - was haben denn alle mit Spanien ist so teuer? Egal!
Abends noch eine kleine Diskussion mit der Dame von Bucher über fehlenden Meerblick, fehlendes Internet und dem Riesenklotz mit statt kleinem Hotel OHNE Animation. Wir kriegen Geld, Donnerstag  hören wir wie viel.
Beim Frühstück, welches superüppig ist, fühlten Freddy und ich uns wie in einem Ameisenhaufen. Holla was für ein Gewusel. Aber man konnte klasse Nationalitäten Raten spielen. Mädchen im Grundschulalter mit Hackenpömps- England und so weiter :)
Gleich gehen wir Cachen und heute Nachmittag wird in dem an ein Freibad erinnernden Garten mit Pool relaxt. Ach ja, wir haben 29 Grad und Sonne, das ist so klasse!

Der Blick auf das Dach...

Dienstag, 9. August 2011

Ein seltsamer Tag

Tja, wie soll ich sagen! Es fing damit an, daß wir in Verden kurz nach der Abreise schon von der Polizei rausgewunken wurden. Das ist mir ja ewig nicht passiert :) Meine hintere Nummernschild Beleuchtung ist kaputt ...tssss! Dann, 100 Meter weiter wollte ich mir bei Mc Donalds einen lecker Latte holen, weil mein Magen noch hoppelt und unsere Milch schon alle ist : Milchaufschäumer kaputt :( Gab nur "normalen " Kaffee ...den wollte mein Magen aber nicht! Seltsamer Start! Im Hamburger Flughafen haben wir erst nach längerer Suche einen Laden mit Frühstück gefunden - ich fahre nie wieder ohne los.Der Flug war problemlos, der Transfer auch, aber in unserem schönen Hotel mit Meerblick wurden wir mit den Worten : Sie sind nicht hier, wir haben sie gecancelt und umgebucht! begrüßt. Das macht Freude - rein ins Taxi und in das Ausweichquartiet. Leider eine All In Anlage. Leider so gar nicht am Meer. Seufz! Zum Schlafen reicht es aber. Nicht entmutigen, erst mal in den Ort wandern.Es ist heiß und sonnig schön :) Freddy hat seine erste spanische Sangria und der Urlaub kann los gehen


Montag, 8. August 2011

Magenkrank und Fluglotsenstreik

Ein schlechter Stern? Wir haben unseren Spontanurlaub Freitag Abend beim Italiener neben dem Reisebüro gefeiert. Leider war mein gegrillter Thunfisch dem Koch zu dröge und erst hat ihn mit Öl übergossen :( Mein Magen hat nach 8 Wochen Schleim beschlossen zu kollabieren und ich habe beschlossen nie wieder zu diesem Italiener zu gehen. Heute morgen dann mit Tee im Bett lese ich vom Fluglotsenstreik am Dienstag ....neee genau wenn wir fliegen! Bitte nicht! Drückt uns alle die Daumen!

Freitag, 5. August 2011

Malle statt Bodensee!

So, da der Deutsche Wetterdienst uns keine guten Aussichten prophezeit hat für unsere eigentlich geplante Motorradtour quer durch durch Deutschland bis an den Bodensee, sind wir kurzendschlossen auf "Zwei bis drei Stunden Fliegen in die Sonne" umgeschwenkt. Da es schon Sonntag oder Montag losgehen sollte war die Auswahl jetzt in den Ferien schon etwas eingeschränkt. Und nun gucken wir uns der Deutschen liebste Insel auch mal an. Da wir beide noch nie da waren passt das ja ganz gut. Es ist ein kleines Appartment-Hotel in Can Picafort auf Mallorca geworden, der Mietwagen wird ans Hotel geliefert und die Wetteraussichten sind nach Meinung des Internets für die nächsten Tage auch nicht so schlecht. Na, denn!
Das zwischenzeitlich anvisierte Ziel am Toten Meer (ToM, Du weisst bescheid!) wird erstmal auf später verschoben, aber nicht gestrichen...


Can Picafort, Mallorca, Spanien...

Sonntag, 8. Mai 2011

Letzter Tag...

Nun ist es vorbei, es wartet nur noch der Pool mit einem kühlen Drink und der Shuttle zum Flughafen um 20. 45 Uhr.
Heute sind wir im Chinadistrict gewesen. Sehr lustig, wie ein klassischer asiatischer Nachtmarkt. Alles voller Straßenhändler mit den neusten Gucci, Prada und Yves Saint Laurent Taschen. Hinter der Reihe Straßenstände sind jeweils nmoch mal eine Reihe Läden. Jeder spricht einen an mit "Want DVD, Madamme?" Ich habe fleißig "weggucken" geübt, das heißt die so überheblich angucken, das die freiwillig abhauen. Ich werde besser!
Der Eingang in das Shopping Paradies
Natürlich haben wir auch ein wenig Kultur genossen. Wir sind in den beiden Tempeln des Bezirkes gewesen, denn dort stehen der einzige indische und der einzige chinesische Tempel der Stadt. Der chinesische Tempel ist eher lein und unspektakulär gewesen, bis auf die riesigen Räucherstäbchenspiralen, welche überall von der Decke hingen. Der indische Tempel war bombastischer, die haben allerdings ja auch ein paar mehr Götter :-) Überall farbenprächtige Statuen von Shiva und Verwandten. Sehr nett...




Auf dem Rückweg von den Tempeln auf die Shoppingstraße, habe ich eine Abkürzng gefunden und wir fühlten uns wie im echten China. Ein Lebensmittelmarkt in engen Gassen hinter den Häusern mit Gemüseständen und vielen verschiedenen Fleischständen. In dem Fleischteil wurde es ein wenig ungemütlich denn offenes Fleisch, ganze Tauben bei ca. 40 Grad ohne Kühlung riechen nicht gut. Sogar mir ist ein wenig übel geworden....
Markt...sehr eng!
Fisch...da ging es noch...
Danach noch ein paar Spielzeugläden und weiter in die Monorail nach Hause....

Samstag, 7. Mai 2011

Chinesischer Markt, letzter Tag...

Heute ist der letzte Tag, und wie haben nach dem kleinen Absacker Mojito in der Bar gleich die Strasse runter etwas länger geschlafen und ein letztes Mal richtig gut gefrühstückt. Vorgestern sind wir auf der Stadtrundfahrt mit dem netten Reiseführer mit dem Auto durch die Petalang Street, dem lokalen China-Markt gefahren. Das wollten wir heute dann mal zu Fuß nachholen. Also nach dem Frühstück raus aus dem Hotel, rein in die Monorail, sechs Stationen fahren und rein in ultimative Kopiererwerkstatt! Sir?! Want cheap DVD, Games, Software?!? Madame: Have a look, handbags, T-Shirt... Nein, danke, vielleicht später! Gut, dass wir zeitig da waren. Ab fünf Uhr Nahmittags wird die Strasse für Autos gesperrt und dann wird es richtig voll. Aber so, war noch nicht viel arg viel los. Die Verkäufer noch nbicht in Topform, und/oder noch etwas mittagsschläfrig, und die Lage auf der Strasse noch übersichtlich. So brauchte man sich wenigstens nicht so viel Sorgen um die eigene Handtasche, oder das Portemonaie machen.

Chinesicher Tempel

Hindu-Tempel

Gesehen haben wir dann noch den chinesischen Tempel und weil wir ja in Malaysien sind, wo alle friedlich nebeneinander her leben, 100m die Strasse runter einen Hindu-Tempel. Der war obwohl in China-Town gelegen irgendwo größer und besser als der China-Tempel. Naja...
Moscheen gabs in China-Town übrigends keine. Braucht aber wohl auch keiner hier...



Moscheen gibt es hier zwar reichlich, aber glücklicherweise ohne öffentlichen Muezin, der einen morgens um 5.00 Uhr was von Allah erzählt. Die größte Moschee hier in KL hat Platz für 14.000 Menschen. Das ist dann schon recht ordentlich. Gut aussehen tut sie auch noch.

Gleich noch mal kurz in den Pool, und das restliche Bargeld in erfrischende Cocktail-Leckereien an der Pool-Bar investieren...

...mehr dann wieder, wenn es wieder eine Verbindung in das weltweite Datennetz gibt.

Männerträume!

Nachdem ein überwiegender Teil unserer kleinen illustren Reisegruppe dem Shopping -sagen wir mal- nicht abgeneigt ist, habe ich mittlerweile soviel Handtaschen gesehen und Marken gelernt, dass ich damit fast bei Wetten dass?!? auftreten könnte.
Dann aber war es soweit: Hier gibt es sie, die Erfüllung der ultimativen Männer-Shopping-Bedürfnisse: Sechs(!) Etagen Elektronik-Kaufhaus!!! Juuuuuuhuuuuuu!!!

Statt Prada, Gucci, D&G, Paul Smith, und Kollegen: Garmin, Samsung, Panasonic, Acer, htc und co! DAS nenn ich mal Shopping Paradies! Hier gibt es alles: Telefone, Laptops, Tablets, Spielekonsolen, Navigationsgeräte, Kameras, und natürlich das dafür ebenso dringend benötigte Zubehör! Ebenfalls lustig: Die chinesischen Nachbauten von bekannten Spielekonsolen. Die heißen dann aber mal Dr. Wü (richtig: ein Wii NAchbau) und ESP (stimmt, sieht aus wie ne PSP....). Daneben fröhlich die Schilder von so 2m² Läden: Unlocking, Jailbreak, Upgrade, Downgrade of your I-phone, PS2, PS3, und was es sonst noch an Telefonen und örtlichen Mobilfunkanbietern gibt.
Die Frauenqoute unter den anwesenden Menschen war übrigens im einstelligen Bereich. Komisch!


Naja, vielleicht hielten die sich gerade in einem der vielen anderen Läden auf. Manche haben sogar ganz passende Namen:

Freitag, 6. Mai 2011

Hoch hinaus!

Heute ist der "Hoch-hinaus-Tag". Heute Vormittag waren wir auf den Petronas-Zwillingstürmen. Zwar nicht das höchste Gebäude der Welt, aber immerhin das höchste Zwillingsbauwerk der Welt. Insgesamt hat das Ding jeweils 88 Etagen, als Besucher kommt man aber nur auf die 86. Auf der Tour gibt es vorher noch einen kleinen Zwischenstopp auf dem 41. Stockwerk, ca. 170m über den Strassen von Kuala Lumpur. Dort ist die Skybridge, die die beiden Türme miteinander verbindet. Das ist dort schon ganz nett, aber noch besser war es gaaaaaanz oben. Gaaaaanz oben heißt eben 86. Etage und das sind dann ca. 370m. Schon nicht schlecht. Immerhin noch mal gut 100m höher als unser Restaurant für heute abend. Da geht es nämlich auf den Fernsehturm von Kuala Lumpur, dem KL-Tower. Für 19.00 Uhr hat uns der Concierge einen Tisch reserviert. Das wird bestimmt gut, denn das Restaurant dreht sich langsam weiter, während wir ein paar asiatische Köstlichkeiten in unsere Obhut nehmen.

Vordergrund: Der Zwillingsturm. Hintergrund: KL-Tower, mit Restaurant auf 278m.


Morgen ist dann der letzte Tag hier in KL, bevor es spät abends wieder in die heimatliche Zeitzone geht. Da wir den Tag über kein festes Programm mehr haben, werden wir mal sehen wie weit wir  mit unseren restlichen Ringits auf dem chinesischen Markt kommen... ;-) Nicole hätte da zur Not noch ein paar Ideen...

Auf Wiedersehen Bali! Wilkommen in Malaysia!

Das war Bali. Nachdem die ganze Prozedur mit erstem Security-Check, Einchecken am Flugschalter, dann die Ausreisesteuer bezahlen, danach zum Zollschalter, und dann noch mal Security-Check erledigt war ging der Flieger vom Flughafen Ngurah Rai, Gate 4, Richtung Kuala Lumpur ab. Gestern abend waren wir noch mal außerhalb vom Hotel essen. Dabei waren wir uns alle einig, das Gamelan Musik nicht so ganz unser Rythmus und Melodieverständnis trifft, und wir uns  auf Malaysien freuen. Voller Hoffnung, dass es dort weniger enervierende Musik gibt.
An sich war Bali aber schon sehr interessant, nur dass es dort früher oder später ein Müllproblem geben wird. Der doch eher sorglose Umgang mit Müll ist für unsere Verständnisse doch eher "gewöhnungsbedürftig".
Ein Highlight gestern war aber noch ein wenig "Heimatduft". Die MS Bremen lag im Hafen von Benoa. Und weil gerade Passierwechsel und Ausflüge waren durften wir an Bord! Mit kleiner Rundführung über das Schiff inklusive Brückenbesuch und absolut leckerem Mittagessen.  Alles eingefädelt und organisiert von unserem "Reiseführer" MIcha.
Beim MIttagessen im Flieger war der Fisch das Essen der Wahl, denn der war mit Kartoffeln. Eine Pflanze, die sich in indonesisches Essen eher selten verirrt. Ich fand Kartoffeln eigentlich gar nicht so verkehrt, denn die letzten fast vierzehn Tage gab es eigentlich nur eine Beilage: Reis!
Der Flugkapitän kündigt gerade unsere Landung in Kuala Lumpur an, da höre ich mal besser auf zu schreiben...

Essen auf dem Fernsehturm und der Rap Dino

Es neigt sich dem Ende...schnief...wie Freddy ja schon vortrefflich beschrieben hat waren wir gestern erst in den Petronas Towers und dann auf dem Fernsehturm.
Vorne wir, im Hintergrund der Zwilling
In den Petronas ist aber nicht nur diese Brücke und viele Etagen, nein, dort findet man auch eine Shoppingmall mit Prada und Gucci und so'nem Zeug, den Sitz des Malayan Philamonic Orcestra mit einer beeindruckenden Konzerthalle für 860 Personen und einem Museum. Museum? Da werden der Fred und ich gleich hellhörig. Also hin da...25 Ringit pro Person auf den Tresen...einen Kommentar von Nicole: "Ich glaube das ist für Kinder!" überhört und ab in die Ausstellung. Das Bremer Universum in Kuala Lumpur!!! Wir hatten mächtig Spass bei Helikopter Simulationen, Plasmaspielchen, Ski fahren, Karateschlagkraft messen und anderen lustigen Dingen. Auch der rappendende T-Rex in Lebensgröße in dem Urwald Diorama soll nicht unerwähnt bleiben.

Wer ist das?
Danach sind wir zu Fuss in das Hotel und haben uns eine Stärkung geholt. Freddy hatte Kuchen mit Blattgold und ich das weltleckerste Tiramisu...ich finde das sieht man auch :-)

Nach ein bisschen Pool planschen (hatte ich erwähnt das es der größte Dachpool....) sind wir mit dem Taxi zum Funkturm essen. Auf 270 Meter Höhe ein drehendes Restaurant...super!
Schicke Sache! Danach zu Fuss nach Hause...kleinen Absacker in einer Bar und dann ins Bett :-)


Donnerstag, 5. Mai 2011

Kuala Lumpur...beeindruckend

Heute haben wir eine Stadtrundfahrt gemacht um uns Kuala Lumpur anzuschauen. Es ist eine neue und eine saubere Stadt. Anders kann man es nicht sagen. Es leben hier ca. 3 Millionen Malaien - da es insgesamt nur 28 Millionen gibt ist der Schnitt recht gut :-) Für einen muslimischen Staat ist alles sehr liberal und multikultie. Jeder darf wie er will...Burka neben Minirock oder auch unten Mini und oben Kopftuch.

Die Rundfahrt hat mit den wichtigen Plätzen begonnen, der alte Bahnhof, der alte Regierungssitz der Engländer, dem höchsten Fahnenmast der Welt (enorm wichtig!!!!) und dem neuen Bahnhof. Hier sind wir in in das erste Museum gehüpft. Malaysias Geschichte in schönen Bildern. Sehr nett! Hier hat Freddy auch den Vorläufer der Flipflops entdeckt....
Flipflop, alte

Nach den Sehenswürdigkeiten, einem Palast ging es natürlich in einen Fabrikverkauf. Hier habe ich Spass gehabt....der größte Bierkrug der Welt aus Zinn!!! Ich habe mir alle Mühe gegeben, ihn aber nicht leer bekommen :o)


Nach den Shops ging es zum Batu Cave. Ein Höhlentempel mit der größten Budda-Statue der Welt....merkt ihr was? Alles hier ist groß :-) Der Anblick ist imposant. Riesige Höhlen voller kleiner Tempel mit Shiva und seinen Kindern Ganesha und Co. In den Tempel kommt man über ca. 270 Stufen, die sich bei 33 Grad wie 500 Stufen anfühlen. Nach dem Aufstieg ist man ein wenig "nass", was aber nicht stört, denn es sind Tropfsteinhöhlen und es kommt sowieso das Wasser von oben.
Vor dem Aufstieg
Von oben nach unten
Von unten nach oben


In der Höhle mit dem blauen LED Tempel versammeln sich an hohen Hindu Feiertag bis zu 1,3 Millionen!!!!! Besucher. Ich war sehr froh das KEIN Feiertag war. 

Nach dem Tempel haben wir uns kurz für 10 Euro weihen lassen mit rotem Armband und Farbe auf der Stirn 
Mach beachte den Weihpunkt!
und dann, um alles perfekt zu machen, habe ich mir noch ein Henna Tattoo auf den Fuss pinseln lassen.


Da Freddy und ich gerne mal mit Einheimischen und lokal in einer Garküche essen wollten, haben wir uns von den anderen getrennt und sind los. Wir haben uns an einen Tisch vor einer Zeile Garküchen gesetzt und schon standen 5 "Kellner" an unserem Tisch mit 5 Karten. Es hatte etwas gedauert bis wir das System durchschaut hatten und somit haben wir das Bier in dem einen Laden, die Suppe im nächsten und den Hauptgang beim Dritten bestellt. Lustig! Essen war super und endlich mal scharf genug für Freddy!



Mittwoch, 4. Mai 2011

5 Sterne und ein Pfeil nach Mekka

Wir sind in Kuala Lumpur angekommen. Schon die Fahrt vom Flughafen war faszinierend...nur Palmen, Palmen, Palmen und mitten drin eine schicke Autobahn. Irgendwann geht es los, da am Rand der Straße neu aus der Erde gestampfte Siedlungen zu sehen sind und dann plötzlich sieht man die Innenstadt mit ihren Türmen. Imposant!

Unser Fahrer war Rennsport Fan und Magier, jedenfalls konnte er mit seiner Geschwindigkeit die Gesetzte der Physik in den Abfahrtskurven aushebeln :-)
Micha hat uns ein 5 Sterne Haus, das Renaissance, mitten im Herzen der Stadt gebucht. Petronas Towers und der welthöchste Fernsehturm gleich um die Ecke. Freddy und ich sind im 17. Stock im Westflügel. Über uns noch 10 Etagen und neben uns noch ein Ostflügel. Riesig die Kiste und von der Ausstattung ähnlich gediegen luxuriös wie das Kreuzfahrtschiff, die Bremen. Die Aussicht von unserem Zimmern läßt ahnen, wie riesig die Stadt ist.


Nach dem Einchecken sind wir mit der Monorail in die Shopping und Nachtmarktzeile was Essen. Gelandet sind wir nach ein paar Diskussionen bei einem Chinesen. Dieser hatte Seegurke, ganze Tauben, Haifischflossen, Frösche und andere Dinge auf der Karte. Ich habe es mal mit im Tontopf gegarten Pökelfisch probiert...lecker!

Neben dem Restaurant habe ich mich in mein nächstes Auto verliebt. Die Marke Proton gibt es hoffentlich auch in good old Germany...auch wenn ich einige Sprüche über meine Größe, die Größe des Wagen und die Kompatibilität dieser beiden Größen zu hören bekommen habe.

Da wir morgen viel Programm auf dem Plan haben und alle müde sind, früh ins Hotel und schlafen. Gute Nacht!

Sonntag, 1. Mai 2011

Wer sucht noch Nemo?


Nicole hat es ja schon geschrieben: Wir waren Schnorcheln. Das beste daran: Ich hatte keinen Sonnenbrand, der das verhinderte. Und Nemo haben wir auch gefunden. Er war grad zu Hause in seiner Anemone. Beweisphoto folgt...
Glücklicherweise waren die Läden an dem Örtchen, von dem die Tauchtouren losgingen besser ausgerüstet als die hiesigen kleinen Supermärktchen. Und so konnten wir dann kurz vor Abfahrt doch noch eine Unterwasserkamera erwerben. Mal sehen wie die Bilder geworden sind. Die Bilder werden wir allerdings erst in Deutschland entwickeln lassen.

Da Nicole ja nicht so recht ruhig am Strand liegen kann, hat sie es heute gewagt: Flying Fish! So eine Art fliegende Luftmatraze, die hinter einem Boot hergezogen wird, bis man abhebt. Da heute sowieso Großkampftag am Strand war, wurde die Gelegheit flux genutzt. Den Anwerber eben noch runter gehandelt und ab gings! Ich bin da mal sicherheitshalber am Strand geblieben und habe eine paar Photos geschossen.

Schnorcheln an der blauen Lagune

Da es mir als Hummelmors ja doch eher unmöglich ist tagelang nur lesen, essen, lesen, essen, shoppen zu gehen, hatten wir für gestern einen Schnorchelausflug gebucht. Padangbai mit seiner blauen Lagune war das Ziel, morgen um 7.30 Uhr ging es los! Freddy und ich sind ein wenig raus aus dieser Wecker-Sache, somit haben wir beide es geschafft unsere Wecker falsch zu programmieren :-) Um 6.40 Uhr ist mein Held aber von alleine aufgewacht und dann ging es im Tiefflug los, duschen, packen, Frühstück einnehmen, in die Lobby rennen. Wer war zu spät? Der Fahrer...egal.

Wir sind in einer gemischten Truppe unterwegs gewesen. 5 Taucher und 4 Schnorchler. Nachdem ich gesehen habe was Taucher alles mitschleppen müssen, bleibe ich auch Schnorchler...HÖLLE! Die Truppe war mit Schweizern, Australiern und Russen sehr international. Also 1,5 Stunden Richtung Norden der kleinen Insel gebraust und rauf auf das Boot. Dann die Kontaktlinsen auf dem Meer einsetzen, weil die eingeschliffene Brille doch nicht passt *seufz* und rein in den mit unangenehm vielen X'en bemalten Neoprenanzug. Hatte ich erwähnt, das die vorher unsere Größe und unser Gewicht haben wollten?

In die Pelle, Brille mit Schnorchel auf und ab in das Meer. Schnorcheln ist wirklich eine feine Sache. Man kann Korallen und Fischschwärme, Muscheln und alles aus nächster Nähe betrachten.Wir haben Nemo gefunden, einen Stingray (Nicole schnell weg!), bunte Fische, leuchtende Fische, lange und kurze Fische und viel Plastik. Nicht getroffen habe ich eine Qualle, einen Hai und eine Muräne - Danke Natur! Ein Erlebnis!

Wir waren 2 mal je 1 Stunde im Wasser - man sieht hinterher aus wie eine Rosine, hat aber dank des Anzuges keinen Sonnenbrand. Wir hatten eine Unterwasserkamera mit "normalen" Film mit. Bilder folgen also später :-) Von über dem Wasser gibt es nur Bilder von mir als toter Frau!

Samstag, 30. April 2011

Yin & Yang

Nicole ist mit Ihrem Lieblings-Urlaubskleid total eins mit den lokalen Göttlichkeiten. Da die Statuen inklusive der Bäume bei den vielen kleinen Tempeln hier alle eine Schärpe aus kariertem Stoff tragen, passt Nicole mit Ihrem Kleid sehr gut dazu.

Die schwarz-weissen Karos sollen übrigens wie Yin & Yang die Ausgeglichenheit zwischen Gut & Böse darstellen.










Alles andere als ausgeglichen ist das Niveau der örtlichen Bürgersteige. Zum Einen sind die Bordsteinkanten gute 40 cm hoch. Das wird in der Regenzeit wahrscheinlich auch gut so sein, zum Anderen werden die Bürgersteige alle zehn Meter von einer Einfahrt unterbrochen, so dass die Bürgersteige eher an eine Berg- und Talbahn erinnern, als an das was wir so als Bürgersteig gewöhnt sind.

Außerdem läuft unter dem Bürgersteig so eine Art Kanal. Und da passt nicht immer jeder Deckel, und wenn sie passen heißt das nicht, dass sie auch heile sind. Aber da wird dann mal ein Stock mit ner Tüte dran in das Loch gesteckt und fertig! Wäre bei uns wohl nicht so ganz genehmigt, hier aber total normal.
Reingefallen ist aber bis jetzt noch niemand...

Wonne in der Sonne, Mauscheln beim Tauschen!

Hach, was ein Leben! Frühstück gibt’s bis 11.00h. Danach an den Stand: geht doch!
Abends geht’s in das örtliche Leben. Ein Restaurant aussuchen, lecker essen, und anschließend noch ein Absacker auf der Terasse!

Zwischendurch gibt’s mal eine Massage für die Füße oder den Rücken. Die Fußmassage gab es gleich hinter der Wäscherei. Sensationelle Preise in der Wäscherei: Neun Teile für 24.000,-. Sind dann umgerechnet € 1,95. Die Stunde Fusmassage gab's für 60.000,- also €4,86.

Auf dem Weg nach Hause gestern Abend wollte ich nochmal Geld wechseln, was aber daran scheiterte, dass der Wechselstube das Geld ausgegangen war. Also heute nochmal kurz los und Geld wechseln. In den Reiseführern stand ja schon als Warnung: „Zählen Sie immer nach!“ Habe ich auch, sogar zwei mal! Allerdings hat der Typ von der Wechselstube (bester Kurs bis jetzt mit 1 EUR zu 12.650 Rp., no comission!) mir die Scheine noch mal vor gezählt. Und dabei muss dann doch der Copperfield im Spiel gewesen sein. Ich war mir sicher meine 1,265 Mio. bekommen zu haben. Das er uns alles in kleinen Scheinen (20.000er, „Sorry, Sir!“) ausgezahlt hat, war schon merkwürdig. Naja. Micha aus unserer fröhlichen kleinen Reisegruppe hat seins drei mal nachgezählt und nach dem dritten mal stimmte die Summe auch. Beim Weggehen gucke ich noch mal in mein Portemonaie, und zähle die Scheine nach. Hoppla! Da sind dann statt der 1,265 Mio nur noch 800.000 Rp. drin. Hmmmmm, merkwürdig!

Aber Micha als Held des Tages ist mit mir dann wieder zu der Wechselstube, wo der Typ von vorhin noch fleissig mit Geld zählen beschäftigt war. Micha hat dann gleich in die vollen gelangt und gesagt: „Entweder Polizei, oder Geld zurück!“ Die Wirkung war umwerfend: Der Geldwechsler nahm ohne zu zetern die Rupien zurück und gab uns unsere Euros wieder. Puh! Hätte ich mich alleine nicht getraut!

100m die Strasse runter haben wir dann ohne beschi**** zu werden, die korrekte Summe Rupien ausbezahlt bekommen. Die Moral von der Geschicht' „Traue kleinen Scheinen nicht!“ ...und niemals das Geld nachdem man es selber gezählt hat, wieder auf den Tisch legen! Besser selber zählen und festhalten. Oder noch besser: Nicht bei windigen Typen tauschen. Nun, gut, es ist dank Micha ja alles gut gegangen. Danke Micha!

Die frisch getauschten Scheine (diesmal waren ja die 100.000er dabei) wurden aber gleich wieder in Massage und Fusspflege investiert. Nicole hat jetzt wunderbar bunte Fußnägel und französische Fingernägel... und ich 'nen frisch massierten Rücken.











Heute abend gehen wir nur kurz was Essen, und fahren nicht bei den Anderen mit dem Shuttle nach Nusa Dua. Denn wir brauchen noch zwei von diesen Einweg-Unterwasserkameras! Morgen ist nämlich früh aufstehen angesagt und dann geht es auf Schnorchel-Safari. Um halb Acht geht’s los und dann sind wir gegen Abend wieder da. Es soll aber Neopren-Anzüge geben, damit man nicht verkokelt beim Schnorcheln. Und wenn es gut läuft haben die sogar Taucherbrillen in unseren Sehstärken! Das wird bestimmt gut. Wir werden berichten!

(..und dann gibt es auch mal ein paar Bilder von den hiesigen Fusswegen. Bei denen muss man nämlich recht gut hinschauen, beim drauf lang laufen...)