Den letzten Tag mit dem Miet-Panda haben wir genutzt um ein wenig gen Osten zu fahren. Punta de Capdepera war das Ziel. Unterwegs haben wir dann mal ein wenig in das GPS geschaut, ob es nicht vielleicht ein paar Cache in der Nähe gibt. Gab es natürlich, denn immerhin hatte ich 312 „Traditionals“ (also hinfahren, suchen, finden, ohne Rätsel) vor der Abfahrt ins Gerät geladen. Der nächste war ein paar Kilometer entfernt, und es ging eine Serpetinen-Strasse dorthin. Da die das hier mit den Serpentinen ernst meinen und es am Ende meist eine echt tolle Aussicht gibt kurz abgebogen und rauf auf den Berg. Die Strasse wurde immer enger, dafür aber auch immer kurviger. So ein Panda ist da genau die richtige Wahl. Am Ende der Strasse stand dann ein wirklich einsames Kloster, wo nicht so ganz ersichtlich war, ob man da rein konnte oder nicht. Also haben wir es gelassen und sind ein paar hundert Meter Luftlinie auf zum nächsten Cache. Ein paar hundert Meter Luftlinie sind in den Bergen gerne mal das dreifache an Weg, denn auch der Wanderweg machte der Strasse Konkurrenz und wand sich in Serpentinen durch die Berge. Ein wenig gesucht und der Cache war gehoben. Irgendwie sehen wir wohl sehr deutsch aus, denn als uns ein paar Wanderer entgegenkamen wurden wir mit einem freundlichen „Moin!“ gegrüßt. (Und ich hatte NICHT meine Kappe mit dem Werder-Button auf!).
Beim Zurückfahren auf der Serpentinen-Strecke hätte ich fast einen der allgegenwärtigen Radfahrer dem Panda näher gebracht, als uns allen recht gewesen wäre. Nicht passiert, glücklicherweise, aber die nächsten Spitzkehren bergauf habe ich vorsichtshalber gehupt. Mann weiss ja nie!
Da der Tag doch recht warm war, haben wir nachdem wir am frühen Nachmittag das Restaurant am Wehrturm mit den Spanferkeln angeguckt haben (Tip von ToM...) beschlossen, dass so eine Liege auf der Hotelwiese auch Ihren Reiz haben könnte. Also zurück in den Ferienort. Aus den Liegen dünsten wohl irgendwelche träge machenden Stoffe aus, denn nach ein wenig Rumgeliege haben wir das Spanferkel spontan gegen ein Essen an der örtlichen Strandpromenade getauscht.
Am vorletzten Tag, nachdem der Panda wieder den Weg zur örtlichen Mietwagenstation gefunden hatte, haben wir uns bei einem Moppedverrückten Engländer ein paar Elektrofahrräder ausgeliehen und sind damit durch einen kleinen Naturpark einen Ort weiter im Norden gesurrt. Fährt sich schon etwas leichter, so mit Motor... Im Park war es fürchterlich heiss und selbst die fünf Meter hohen Rohrstängel haben keinen Schatten spenden können. Nicoles persönlicher Albtraum waren dann allerdings die Kuhweiden, durch die der Weg ging. Denn zwischen uns und dem Hornvieh war kein Zaun. Offensicjhtlich ist Nicoles Angstschweiss vom Winde verweht worden, oder die Rindviecher hatten bei der Affenhitze einfach keine Lust Tourist mit Elektrofahrrad zu jagen. Zu Nicoles Glück haben wir den ganzen Park ohne tierische Zwischenfälle passieren können.
Die Erkundigungen nach Nicoles geklauter Handtasche brachten auch nicht mehr viel. Ein kleiner Funken Hoffnung, dass die Tasche doch noch gefunden wird und dank der deutsche Papiere im Konsulat auftaucht lassen wir uns aber nicht nehmen. Aufgemacht habe die den ordnungsgemäß verschlossenen Panda übrigens mit einer Scheckkarte, so einer der Reisebetreuerinnen. Muss wohl nicht so schwer sein, ging nämlich ruck-zuck. Und für nächstes Mal: Wenn der Aufkleber im Auto sagt, „Lassen Sie keine Sachen im Auto“, halten wir uns auch für „mal kurz ein Foto machen“ dran.
Jetzt machen wir Strandpromenaden-Bar-Hopping und schlagen noch ein wenig die Zeit bis zum Rückflug tot. Das geht aber bei bestem Sonnenschein, mit einer leichten bis mittleren Briese und Blick aufs Mittelmeer zum Glück ganz gut. Zu Hause werden auf Facebook Bauanleitungen für eine Arche Noah in der Runde gereicht, aber unserer „eine Woche ausbüxen in die Sonne“ Plan hat hervorragend hingehauen. Beim ursprünglichen geplanten Moppedtrip zum Bodensee wären wir vermutlich mit Schwimmflossen zurückgekommen.
Bis zum nächsten Trip!
na, so'n Mi... ich hatte ja die Hoffnung auf ein mitgebrachtes Spanferkel noch nicht aufgegeben. ;-)
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