Tja, die Reisebeschreibung deutete es bereits an und was soll ich sagen. Heute sind wir irgendwie nur gefahren, und gefahren, und gefahren. 350 km für die wir allerding locker 7 Stunden gebraucht haben. Und das obwohl man eigentlich ganz gut die Maximalgeschwindigkeit von 80-90 kmh durchhalten kann.
Aber ich wollte ja noch was zum Thema isländische Hausmannskost sagen. Wie gedacht, gab es auf dem Buffett gestern viel Fleisch, aber auch leckere Beilagen. Die Suppe war vegetarisch und der Nachtisch war Eis. So anders als bei uns hat es nicht geschmeckt. Ich war kurz am Zögern und hätte beinahe das Lamm probiert, aber mein Wille hat gesiegt. Unsere Gastgeberin erklärte nämlich sie habe draußen 600 Schafe und ca.1100 Lämmer. Nachdem was wir so an den Straßenränder gesehen haben, sind die eher kleine Bauern. Es ist unglaublich, was hier überall an Schafen rumrennt. Auch auf der Ringstraße, der N1, der Hauptstraße des Landes, von mir gerne mal als Autobahn bezeichnet. Die haben hier definitiv viel mehr Schafe als Einwohner! Aber definitiv auch eine andere Vorstellung von Hauptstraße als wir.
Wir sind ja nun im Ostendes Landes. In den Fjorden. Dieser Landstrich sieht aus wie Norwegen, ist aber ziemlich entvölkert. Nach einem Vulkanausbruch 1875 starben Tausende am ausgetretenen Gas und weitere 20 000 zogen hinterher weg weil Landwirtschaft nicht mehr möglich war. Bis heute leben hier nur 10.000 Menschen. Dafür eine Infrastruktur aufrecht erhalten, erklärt so manchen Preis im Laden.
Auf unserem schlängeligen Weg durch die Fjorde haben wir kurz Halt in Djupivogur gemacht, Steine angucken und im Hafenbecken Seesterne bestaunen. Und perfekte wasserfeste Stromversorgung. Dann gegen Mittag in Breiddalvalsvik waren wir erst im Supermarkt/Cafe eine Waffelessen und dann im Heimatmuseum. Dieses war zwei großen Söhnen/Bewohnern der Stadt gewidmet. Einem Linguistiker und einem Geologen. Da man vom Geologen mehr ¨fassbare¨ Dinge zeigen kann, war alles voller Steine. Wirklich reizend, es war nichts los und eine junge Frau hat uns alles genau erklärt. Falls ihr mal in dem kleinen Dorf seid, reingehen und angucken es lohnt sich!
Nach noch ein paar Stündchen Fahrt sind wir nun in einem Guesthaus in Islands einzigem Wald gelandet. Nebenan ist noch ein Hotel in dem man Abendbroten kann, wollen wir aber nicht. Wir ahnen, dass wir die 45 Euro pro Person für das Büffett nicht raus essen. Unten an er Straße hatten wir eine Tankstelle mit Eisladen gesichtet, da gucken wir mal, ob die nicht was für uns haben. Bewegung muss nach dem Sitzen auch mal sein, also hin da, lecker Softeis mit Toppings gegessen und asiatische Nudelsuppen (mehr als einen Wasserkocher haben wir hier nicht) gekauft. Ok - Geschmacksrichtung Beef, aber es ist gar kein Fleisch drin. Wir haben die in Inhaltsangaben studiert. Nur Artificial Flavour. Kunstgeschmack eben...in der Not!
Im Zimmert hängt ein Fernseher der nicht geht...tja, dann eben ein Buch. Gute Nacht!
| Auch dies ist die Autobahn |