Kurz vorm Einschlafen kam auch noch eine Hornisse in unser Schlafzimmer. Nachdem ich die eingefangen und rausgeschmissen hatte, wollte die schnellstmöglich zurück ins Haus (draußen flogen ja auch die Eicheln tief!) Ich wollte das nicht und somit blieben in der Nacht die Fenster zu.
Morgens war himmlische Ruhe, aber leichter Regen.
Das wiederum macht die Abreise leichter.
Beim morgendlichen Gassi habe ich eine Parkangestellte gesehen, welche die Herde mit den Ziegen und Schafen wieder in den Zoo treiben wollte. Ich sage mal so, Abends mach Hause geht leichter. Rufen, Pfeifen, Klatschen und am Ende von hinten antreiben. Ich habe mich innerlich ein wenig amüsiert! Hat mich an Molly erinnert, wenn ich rufe und sie nicht will...warum soll es anderen besser gehen...
Zum Hotel, flott frühstücken und auschecken. Kurzer Stopp in dem großen Schuhladen an der Ecke. Handgenähte Schuhe, rund 100,- € pro Paar, kann man nichts zu sagen, aber leider kein echter Knaller dazwischen. Da hat mein Konto mal wieder Glück gehabt.
Nun erst mal nach Danzig. Angekommen und sofort den Weltbesten Parkplatz bekommen. Einmal um die Ecke und mittendrin in der Touristenstrasse.
Sehr schön fertig gemacht, die Altstadt. Wenn man bedenkt, das alles nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde und die Häuser größtenteils aus den 1950ger Jahren stammen.
Am Ende der Langstraße (siehe Bilder oben) in der „Rechtsstadt“ liegt der Fluss Modlau. Auf dem wollen wir eine Fahrt machen zur Westerplatte. Einen kleine Insel vor Danzig die durch Adolf Hitler unrühmlich bekannt wurde. Hier begann der zweite Weltkrieg, hier wurde „zurück geschossen“
Molly darf mit auf das Boot, sehr gut. Es stehen die Black Pearl oder ein klassisch weißes Boot für die Fahrt zur Verfügung. Wir entscheiden uns gehen die Perle der Karibik und liegen damit goldrichtig. Kaum Trubel und keine doofe irische Musik an Board 😉
Besser für uns, besser für Molle. Wir schippern so durch den Hafen an historischen, aber auch neuen Gebäuden vorbei. Wir sehen eine Phosporfabrik, die qualmte und staubte ein wenig, Schiffe und vieles mehr. Sogar eine Übung des polnischen Militärs die wohl hieß: „Wie krabbele ich aus einem Schlauchboot an einer Mini-Strickleiter auf ein Schiff“ Fotos haben wir lieber nicht gemacht. Der eine hat sein Maschinengewehr immer in unsere Richtung gehalten und böse geguckt. Und bei dem Thema sage ich nur „Nutten in Kopenhagen fotografieren“ Neee, kein Ärger!
Ich vor Müllhalde
Denkmal für die Gefallenen...
Durchgefroren, aber zufrieden waren wir nach 1,5 Stunden wieder am Ufer. Die Uhr meinte wir sollten doch mal ins Hotel. Guter Plan, also über mal wieder spannende Viertel und Strassen weiter. Das Hotel liegt am Waldrand und wirkt wirklich edel. Von innen ist es das nicht ganz so 😉
Unser wirklich leckeres Abendbrot wurde mit Handschuhen serviert. Sehr edel. Dafür haben wir die Tischdecke ordentlich bekleckert. Als Ausgleich sozusagen...
Morgen nochmal nach Danzig und dann, wer weiß- der Herr R. möchte in die kaschubische Schweiz. Soll er haben, ist hier um die Ecke. Meine Frage, ob Kaschuben sowas wie der Schtii bei den Franzosen sind, konnte er leider nicht beantworten ...
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