Sonntag, 5. Oktober 2014

West Coast Hopping

Der Ypsi und ich werden ja langsam Ostgsam Freunde bezüglich Anfahren am Berg. Trotzdem ist es immer wieder spannend wie oft man hier nur im ersten oder zweiten Gang voran kommt. Gestern sind wir morgens Richtung Westküste aufgebrochen. Kurz nach unserem Ferienort Faliraki einfach rechts ab in die Berge. Schon beim ersten Ort war eine kleine Kapelle aus dem 4. Jahrhundert zu bewundern. Falls diese von innen nicht restauriert war,  würde es mich interessieren, was die für Farben benutzt haben. Wieder die comicartigen Wandmalereien, aber dafür das sie 1600 Jahre alt sind, wunderbar erhalten. So etwas bekommen wir heute nicht mehr hin. Draußen vor der Kapelle war eine Quelle. Einige Griechen füllten sich das Wasser in Trinkflaschen und Kanister.  Hmmm, ob das wohl junger macht, wie damals in Thailand,  oder gar gesund und schön? Gleich testen und mal einen Schluck nehmen. Lecker schmeckt es auf jeden Fall.
Weiter über den Berg, welcher uns von der Küste trennt. Kurz unter der Bergspitze steht ein niedliches Hotel im Alpenländischen Stil.  Die Aussicht hier oben ist grandios. Auf einer der schmalen Bergstrassen kurz noch Fotostopp eingelegt um mal ein wenig zu Gucken. Schnell ein Serie mit Ypsi. Kurz danach waren wir auch schon am eigentlichen Ziel,  der Westküste und der daran gelegenen historischen Ausgrabungsstätte.  Hier stand eine Stadt,  welche zwei Mal von Erdbeben zerstört wurde. Danach hatte keiner mehr Lust wieder dort zu wohnen.  Manchmal wird man ja aus Fehlern schlau... Man könnte noch alte Straßen, ein Badehaus und die Fundamente des Tempels erkennen. Jessi hat uns fein die entsprechenden Infos aus dem englischen Führer übersetzt. Hinterher ein riesiges Eis und einen mal echt leckeren Milchkaffee. Danach waren wir ein wenig unentschlossen, denn es stand Strand auf dem Programm,  doch an der Westküste hat es heftig gepustet und war zu kühl für Bikini. Nach einem Schlenker in einen kleinen Hafen hat Jessi noch eine Burgruine im Reiseführer entdeckt.  Die liegt gleich um die Ecke, also schnell hin da. Die Burg ist mal wirklich spannend, vor allem, weil man an diversen Stellen einfach mal 50 Meter nach unten gucken kann. Zäune für doofe Touris werden oft überbewertet. Wie immer wenn man von Bergen auf das Meer blickt, war es atemberaubend. Vor allem ohne störende Absicherung und Geländer. Auch wenn die Burgherren dieses Stück Erde sicherlich nicht unter dem Aspekt des schicken
Blick als Bauplatz ausgewählt hatten.
Weiter in den Süden-hier gibt es einen riesigen Strand. Eine kleine, sandige Landzunge an der Südspitze der Insel ist das Kite und Surferrevier. Mit ordentlich Wind. Leider unmöglich dort zu liegen, aber sehenswert allemal. Wir sind ein wenig herum gelaufen und dann weiter auf der Suche nach einem nutzbaren Strand. Unsere Hoffnung wäre ein kleiner Strand an der Ostküste auf dem Weg nach Hause. Aber es war bei unseren Versuchen nichts dabei was gefällt.
Nach einem Besuch der berühmten Antony Quinn Bucht wird beschlossen diese Morgen nochmal anzusteuern. Jetzt aber nach Hause... Essen!

Morgen ist der letzte Tag mit Auto. Wir wollen die letzten fehlenden Stellen auf der Insel besuchen und dann an einen netten Strand...

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