Samstag, 27. Juli 2013

Englische Toiletten und der Harz am Meer

Da ich im Moment gerne über die lustigen Dinge schreibe, welche ich im Land der Minzsauce esse -gestern Abend hatte ich Taube als Starter! Und zwar innen extrem unerhitzt. Geschmacklich kein Aha-Erlebnis, aber aufgrund des rohen Zustandes schon ein wenig mit Thrill-Faktor :) Da sich bis jetzt noch keine Samonelle bemerkbar gemacht hat, kein Problem!

Zwischendurch muss ich einen kleinen Exkurs machen: Englische Toilettenspülungen. Wer hat die erfunden und warum hast er das getan. Was will er uns damit sagen? Fragen über Fragen, welche sich in den letzten Tagen beim Spülroulette auftaten. Die Spülungen englischer Toiletten sind sensibel wie Diven. Langsam drücken=kein Wasser. Schnell drücken=kein Wasser. Zwei Mal schnell, einmal langsam=kein Wasser. Hektisches Rumgedrücke unter Zuhilfenahme nicht jugendfreier Flüche=kein Wasser. Verzweifelt vor dem Klo stehen und nochmal drücken=Wasser! Erst habe ich noch an ein defektes Klo gedacht, aber seit fast 6 Tagen dasselbe Spiel. Kann uns jemand helfen? Wer kennt den Trick? Nebenan gluckert und flucht es, Freddy sagt ich soll mal auf YouTube gucken, how to flush a toilet...



Egal, weiter auf unserer Tour. Nach dem Frühstück haben wir ausgecheckt und haben uns trotz der Warnung unserer Tischnachbarn "You can't drive, in whole Britain the summerholidays begin today" (Worte dem Original nachempfunden) auf den Weg gen Westen gemacht. Und? Das erste Mal kein Stau :) Wegen ein wenig Angst vor Übernachtung im Auto am Wochenende haben wir schon 2 Tage vorher gebucht und brausen in den Nationalpark Exmoor. Es sieht aus wie im Harz, mit allem  was dazu gehört,  bescheuerten  Motorrad-Fahrern, Serpentinen und 25!!! % steilen Straßen. Ich hätte kurz Angst das unser Auto rückwärts umkippt und die Straße runter kullert. Aber Freddy und der Focus haben dies mit Bravour im ersten Gang gemeistert. Und ich Wunder mich noch warum auf großen roten Schildern "From 4 to 1" steht. ..hihi! Das beste an dieser Landschaft ist allerdings, dass man nur um die Ecke fährt und plötzlich ist rechts Harz und links Nordsee.  Klasse! Da wird man sogar als verwöhnter Niedersachse neidisch.





 Angekommen am Ziel begrüßt uns Hauswirtin Penny in Ihrem kleinen süßen B&B. So habe ich mir das immer vorgestellt und da es hier viel zu gucken und zu Wandern gibt, gleich eine Nacht verlängert. Von meinem Bett im dritten Stock kann ich das Meer sehen, fein! Auto in der kleinen verwinkelten Straße geparkt und los mit einem wassergetriebenen Zug in den Ort eine Etage tiefer, direkt am Meer. Hier ist alles mit Hund erlaubt, sehr nett! Der Strand besteht aus Modder und Steinen, uns egal, wir wollen am Fluss nach Watersmeed, einem ehemaligen Jagdsitz. In diesem kleine wilden Bach laichen Lachse. Wenn ich das richtig verstanden habe, dürfte man die auch angeln. Wir aber wollen Scones and Cream! Hätte mir jemand vorher erzählt das es sich um schnödes Marmeladenbrötchen handelt. Pahh!
Im Ort war es noch sehr voll, so wurde es am Bach gleich viel leerer. Auch in England laufen die meisten Leute nicht gerne zu Fuß. Unser Glück. Nach drei Kilometern kommt man mitten im Nichts an so einem Häuschen heraus, lohnt sich!


Fand Molly auch, aber ich glaube das rot von dem eisenhaltigen Wasser geht nie wieder aus dem Fell.


 So muss jetzt Cider trinken und schlafen. Morgen wandern wir an die Klippen.




























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