Wie ich leider zu kurz vor der Abreise festgestellt ahbe, hat mein Navi zwar alle Karten von Europa drauf, aber das mediterane EU-Mitglied Zypern fehlt. Hmmm... Das Schild mit dem Navi und Upgrade für €2,- pro Tag haben wir erst im Auto auf dem Weg ins Quartier diskutiert. Ich hatte es am Europcar-Schalter schlicht übersehen. Nun denn. Nachdem ich mein (routingfähiges) Outdoor-Navi von Garmin dabei habe, genügte ein Blick ins Internet um die Prozedur für die Umwandlung (der mittlerweile ganz brauchbaren) Open Street Maps Karten in ein Garmin kompatibles Format herauszufinden. Gesagt, getan, schwupps war die Datei erzeugt. Eine separate Micro-SD befand sich "rein zufällig" im Reisegepäck und voilá: Wir haben ein Navi. Ist zwar nicht so komfortabel wie zu Hause, weil die Abbiegehinweise beschränken sich auf ein "Piep Piep" statt einer Ansage, aber das hätte bei komischen Strassennamen und der wahrscheinlich nicht zu deutenden griechischen Aussprache eh nichts genützt. Aber das Ding kennt sogar die Koordinaten der "alten Steine" und zwar direkt in den diversen archeologischen Parks. Das ist dann doch auch irgendwie gut.
Dass die Open Street Maps Foundation jetzt erstmal eine kleine Spende bekommt, erwähne ich nur kurz am Rande.. ;-)
Zu den alten Steinen: Heute waren wir in Paphos im westlichen Teil der Insel. War zwar eine etwas längere Anreise, aber dank Autobahn doch einigermaßen flux erledigt.
Die Eintrittspreise für die archologischen Stätten belaufen sich scheinbar immer auf €1,70 und vielfachen davon. Mehr als €3,40 pro Nase haben wir allerdings noch nicht berappt.
Zuerst haben wir den arhologischen Park von Paphos besucht. Dort gibt es diverse Ausgrabungen zu bestaunen. Der Hammer war ein mehrere hundert qm grosses Haus, in dem ebensoviele qm Mosaikfussböden zu sehen waren. Wenn man bedenkt, dass die dann so um die 2000 Jahre auf dem Buckel haben, und was die damals schon so hinbekommen haben. Nicht schlecht! Mich hat es jedenfalls beeindruckt!
Dann noch mal kurz durch den Hafen von Paphos und an dessen Ende für -genau!- €1,70 in die Überreste (also genau einem Turm) von 'nem Hafenkastell gegangen. Auf dem Weg zum Auto zurück gab es an der ersten Eisbude (die wir dringend nötig hatten) aber keine Bedienung. Ein paar Meter weiter stand aber jemand bei einer Kühltruhe. Service scheint seinen Preis zu habe, das Eis war eigentlich viel zu teuer, aber wir haben es trotzdem gekauft.
Dann sind wir weg vom Hafen, weiter zu den Königsgräbern. Dort sind auf diversen ha Land überall kleine Gruften und Keller, manchmal auch größere Strukturen errichtet worden. Aber überall sind Grabkammern in den Sandstein gehauen worden. Mann-oh-meter, muss das gedauert haben!
Von den Königsgräbern wollten wir dann zum Felsen der Aphrodite, die hier in Zypern an Land gestiegen sein soll. Immer den braunen Schildern (die für die Touris sind) nach, und schwupps standen wir vor irgendsoeinem Ferienresort mit dem trügerischen Namen: Aphrodite Hlls. Der Aufpasser am Eingang liess uns dann aber freundlicherweise kurz reinfahren, damit wir umdrehen konnten. Dann doch den anderen braunen Schildern nach... Da standen wir dann wieder an so einer Ausgrabungsstätte, aber immer noch nicht am Aprodite Felsen... Naja, wo wir doch schon mal hier waren... Ah, ja: Aphrodites Ruhestätte! Nun denn. Eintritt: mit €3,40 wieder am oberen Ende der Eintrittsgelder ;-) Ganz nett anzusehen, was die dort so alles ausgebuddelt hatten. Und sie haben herausgefunden, dass die Anlage vom 13. bis zum 16. Jahrhundert als Zuckerraffenerie genutzt wurde. Das hat ihr allerdinsgnicht so gut getn, weil dabei wohl viel kaputt gegangen ist.
Beim Lesen der vielen Tafeln, die dort angebracht waren habe ich auch den Namen des Aphrodite Felsen herausgefunden: "Petra tou Romiou". Na da soll mal einer drauf kommen. Der Reiseführer jedenfalls nicht. Aber dank der Open Street Maps Karte mit ihren an der Stelle ausführlichen POIs haben wir den Felsen dann auch gefunden.
Angekommen stellte sich das ganze als Kiesstrand heraus mit einem: -naja- Felsen. Klettern streng verboten! Ja, denn: Ein, zwei Fotos machen und ab nach Hause. Das war nicht so ergiebig. Aber wir hatten vorher ja schon genug gesehen.
Kurz vor zu Hause haben wir uns im örtlichen Supermarkt noch mit weiteren Getränken -unter anderem zypriotischen Wein- und dem ebenfalls zypriotischen Halloumi Käse versorgt. Wie der schmeckt wird in Kürze verraten!
(Ach ja: Foto gibt es demnächst auch, ich habe heute die Kamera in unserem Haus vergessen... Zum INternet müssen wir ja immer in die "Hauptanlage"...)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen