In den Videos, die wir uns im Vorfeld vom Urlaub angeguckt haben, hatten die einheimischen Männer lustige Kopfbedeckungen, wobei beim besten Willen nicht zu erkennen war, was das war. Auf den Videos sah es aus, wie ein Mittelding aus Mütze, um den Kopf gewickeltes Tuch und Turban. Was mich veranlasst hat, im Vorfeld rumzutönen: „Wenn wir da sind, wickel' ich mir auch so 'ne Windel um Kopp!“ So, und heute war es dann soweit. Wir brauchen sowieso alle einen Sarong, da man die einheimischen Tempel nur so betreten darf, und in dem Batik-Laden wo wir die Tücher gekauft haben, gab es auch die Kopfbedeckungen. Ich habe mich dann nicht für ein Fertigmodell entschieden, sondern eine Wickelvariante erstanden. Wie die richtig umgebunden wird, und vor allem wie der Knoten richtig gemacht wird, hat mir dann erstmal unser Reiseführer gezeigt. Die Dinger (Name wird nachgereicht, da waren so viele Buchstaben drin, die muss ich erst noch sortieren), sind eigentlich gar nicht so schlecht. Was auf'm Kopp, aber trotzdem Luft nach oben. Gut, sieht für unsere Augen jetzt ein wenig komisch aus, aber ist hier ganz normal. Wichtig: Der Knoten muss immer nach oben in den Himmel zeigen!
Nach dem ersten Einsatz des Sarong in einem Tempel sind wir in einen kleinen -sagen wir mal- Botanischen Garten gefahren. Dort gab es allerlei Gewürze als lebendiges Grün zu sehen, und zum Schluss eine Probe von Bali-Kaffee, Kakau, Ingwer und Lemon-Grass Tee, und als Highlight diesen Kaffee, der von Meerkatzen „fermentiert“ wird. Da ich ja keinen Kaffee mag, hat Nicole den getestet. Ich habe keinen negativen Gesichtsausdruck gesehen, war dann wohl ganz gut...
Der Vorteil einer kleinen Reisegruppe ist, dass man zwischendurch auch mal kurz anhalten kann. Und da wir alle mal unbedingt eine Stinkefrucht (Durian) (deren Verzehr in den meisten Hotels nicht gestattet ist) probieren wollten, haben wir auf dem Rückweg mitten in einer Kurve angehalten um eben eine solche Stinkefrucht am Strassenrand zu erstehen. Wie waren alle ziemlich gespannt, denn angepriesen werden sie mit „schmeckt himmlisch, stinkt wie Hölle“. Kurzum wir waren bereit das Risikio einzugehen. Bezahlt, und aufgehackt lag sie dann vor uns. Sieht ein wenig so aus, wie gemanschte Banane, und stank erstaunlicherweise gar nicht so dolle. Also: probieren! Geschmacklich entsprachen sie dann ihrem ersten optischen Eindruck, denn sie waren wirklich sehr matschig und erinnerten vom Geschmack an eine Mischung aus Birne und Banane. Das Nicole sie aus eben diesem Grund (Banane!) gleich mit einem entsprechenden Gesichtsausdruck quittiert hat, versteht sich von selber. Schlussendlich war die Stinkefrucht unspektakulärer als wir alle gedacht hatten. Aber nun haben wir sie wenigsten probiert. Die Reste hat dann übrigens der Fahrer mit nach Hause bekommen...
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