Montag, 5. Oktober 2015

Wer wird denn gleich in die Luft gehen?

Nachdem ich zufällig ein paar "Gerätschaften" dabei habe und gestern am Sonntag das Wetter passend war, ist daraus das folgende Video entstanden:

Ihr benötigt so etwa sechs bis sieben Minuten Zeit...


Zu Fuss nach Hirtshals

Das klingt schlimmer als es ist. Von unserem Haus, über den Strand sind es exakt 3,00 Kilometer. 

Molly ist um 5.15 Uhr aufgewacht und wollte mal raus...das ist ja fast durchschlafen, inszwischen Profi, gehen wir mal eben Gassi. Wieder ins Bett, um 8.00 Uhr werde ich wach, weil ich denke der Hund müsste mal, aber nein, der Fred kommt mit dem Hund gerade wieder rein. Erfolglos, weil sie ja schon um 5 Uhr draußen war. Freddy geht schnell wieder in sein Bett. 

Rumlungern ist angesagt und beim Frühstück finde ich die Idee nach Hirtshals zu laufen und wieder zurück ganz klasse. Eigentlich wollte ich ja sporteln und habe Laufsachen mit, aber Molly ist definitiv noch nicht ganz fit. 3 Kilometer müssten allerdings klappen. Freddy ist, naja, semi-begeistert. Er will Filmchen schneiden. Beim Duschen finde ich die Lösung, Molly und ich gehen zu Fuss nach Hirtshals und Freddy kommt mit dem Auto nach und wir kaufen gleich ein. Perfekt!
Molly und die Qualle

Riechen Quallen?


Losgewandert bei bestem Wetter waren  wir 40 min. später mitten im pitoresken Hirtshals. Am Strand waren viele Leute und viele Möwen. Somit kriegte Molly schnell Leinenzwang, das ärgerte sie so dermassen, das sie ordentlich Durchfall bekam. Vor lauter Aufregung hat sie 5 mal nacheinander an den Strand gepupst. Die volle Tüte habe ich in Hirtshals entsorgt, mochte dann aber auch nicht so richtig mit Molly flanieren gehen. Sie war dreckig (was mich nicht so gestört hat), aber wer weiß, ob sie dicht hält. Und Hundedurchfall im Sportladen, nein danke!

Freddy eine WhatsApp geschickt und schon 5 Minuten später war er da. Dann sind wir schnell in den Supermarkt, Kram kaufen und ab nach Hause. Weiter rumlungern. 

Unser Ferienhaus besteht aus viel Glas und ich denke im Moment, das es im Sommer unerträglich hier sein muss. Wir haben, sobald die Sonne scheint, charmante 24 Grad Raumtemperatur. Draußen sind 14 Grad, also immer hübsch lüften ;) Den Ofen kann man nicht nutzen, es wäre Selbstmord. Ich mag das ja, aber Freddy und Molly leiden. Spart aber ne Menge den Solarstromes vom Dach. 

Nach einem Nickerchen und ein wenig Buch lesen fing der Hund an zu quengeln, von wegen warm und langweilig. Freddy flux überredet sich zu verstecken und Molly soll ihn per Trail finden. Wir haben ja die passende App. Boah, haben wir uns verlaufen. Doppelblind und Freifläche war wohl ein bisschen optimistisch. Allerdings bin ich beim Gucken des Films - ja ich habe das gefilmt, aber 3 GB sind doch ein wenig viel um sie online zu stellen - mal wieder erstaut aus welcher Entfernung Molly den Geruch wieder hat. Und ich ihr dann nicht glaube und sie abdränge....

Nun fährt Freddy gerade noch ein Bier kaufen. Wir haben Bier vergessen, geht ja gar nicht ;)


Sonntag, 4. Oktober 2015

Dänemark...endlich mal wieder

Endlich mal wieder an unsere lieb gewonnene Nordsee ins Lyset Land. Tornby heißt unser Ziel und in dem Haus sind wir bereits gewesen.
Unser letzter Urlaub mit Leonchen, trotzdem habe keine wirkliche Erinnerung mehr an das Haus. Daraus schlussfolgere ich einfach, dass es nicht schlimm gewesen ist ;)

Die Hinfahrt war trotz dreier Baustellen zügig in 6,5 Stunden mit nur einem Stopp erledigt. Im Ort wusste ich schon wieder, wo wir lang fahren müssen und freue mich, die hügelige Ecke mit Wald direkt am Meer, yessssss! Letztes Mal habe ich hier außerirdische Killerpilze gefunden, ob die noch da sind?

Das Haus ist meiner Erinnerung immer noch abgängig, ich werde alt, aber als ich durch die Haustür trete ist alles wieder da. Der beste Whirlpool, den wir bis jetzt in einem Haus hatten und das schnuckelige erhöhte Wohnzimmer mit Blick direkt auf die Schiffstraße nach Hirtshals. Gut das wir das Fernglas mithaben.

Ausladen und putzen. Freddy und den Hund scheuche ich an den Strand, die stehen nur im Weg. Gut das wir Heinz dabei haben. Unter Vorspielung falscher Tatsachen, so ala, schön ein Glas Wein im Sonnenuntergang trinken, Spaziergang am Strand, haben wir ihn mitgelockt. Das er als erstes den Dreck von einem Sommer aufsammeln muss, hatten wir verschwiegen. Armer Heinz...

Heinz bei der Arbeit

Auto fahren macht müde und ich wanke früh ins Bett. Wie zu Hause bin ich um 22.00 Uhr verschwunden. Bis ich um 0.30 Uhr einen hechelnden, wandernden Hund im Schlaf höre und aufwache. Molly geht es nicht gut. Deja vu! Das war im letzten Dänemark Urlaub auch so. Da hatte ich ihr ein wenig viel Olewo Karotte verpasst, ohne diese vorher quellen zu lassen. Ich ahne sofort, wo diese Unpässlichkeit herrührt. Eicheln! Molly hat nach Federn nun eine weitere, verbotene, Leidenschaft. Eicheln essen! Ich bin wild hinterher, dies zu unterbinden, aber einem Clumber was verbieten? Da muss man schon sehr flott sein *hüstel*

Beim Mantrailen am Freitag standen wir jedenfalls unter vielen, großen Eichen in einem Park und Molly hat mit vollen Backen, einem Hamster gleich, Eicheln gefressen. Trotz meiner Versuche, dies zu unterbinden, ist es ihr anscheinend gelungen einen ganz schönen Schwung zu verschlingen. Ich habe dort schon gefrotzelt, dass 600 km Autofahrt mit einem Durchfallhund lustig würden. Die Fahrt war problemlos, aber nun, leicht zeitversetzt, kam das dicke Ende. Bauchschmerzen und Durchfall dank Blausäure.

00:40 Uhr  - Nachthemd, Morgenmantel, Crocs und Hund - raus in die Kälte, bewaffnet mit der großen Maglite, die ist im Notfall auch Schlagstock. 15 Minuten rumlaufen, kalt, Molly macht nichts

01:00 Uhr - Molly wandert weiter und stellt sich vor die Terrassentür - Nachthemd, Morgenmantel, Crocs und Hund - raus in die Kälte, bewaffnet mit der großen Maglite, die ist im Notfall auch Schlagstock. Irgendwie war die auch mal heller. 15 Minuten rumlaufen, Riesenhaufen direkt am Weg - ich ohne Tüte - super!

02:20 Uhr - Molly wandert, bringt mir Plüschtiere und stellt sich vor die Terrassentür - Nachthemd, Morgenmantel, Socken, Crocs und Hund - raus in die Kälte, bewaffnet mit der großen Maglite, die ist im Notfall auch Schlagstock. Irgendwie war die auch mal heller. Wo kommt denn der Nebel her und wie hieß nochmal der gruselige Film mit Nebel und Meer? Paah egal, ich habe einen Schlagstock mit der Leuchtkraft eines Teelichtes. 20 Minuten rumlaufen, Flüssighaufen direkt neben dem Ersten am Weg - ich immer noch ohne Tüte - öhm!

04:10 Uhr -  Molly wandert, bringt mir Socken (wo hat sie die her?) und stellt sich vor die Terrassentür - Nachthemd, Fleecejacke, Morgenmantel, Socken, Crocs und Hund - rüber zu Freddys Schlafzimmer. Den Kerl wecken, der hat bestimmt noch eine andere Taschenlampe. Ich traue mich mit dem Teelicht nicht in den Nebel des Grauens. Freddy ist desorientiert und findet auf Anhieb keine Lampe. Raus in den Nebel, bewaffnet mit der großen Maglite, die ist im Notfall auch Schlagstock. 20 Minuten rumlaufen. Es kommen keine Geisterpiraten aus der Nebelsuppe, aber Freddy im Schlafanzug mit einer hellen Mini-Maglight. Rettung! Flüssighaufen direkt auf dem Weg zum Strand - ich mit Tüte - bin lernfähig! Im Ferienhaus kriegt Tier ein Löffel Paspertin, nun ist es albern ohne Bauchschmerzen und will spielen. Super!

06:15 Uhr - Molly wandert rum, Paspertin macht Bauchschmerzen weg, beschleunigt aber den Darm. Nachthemd, Fleecejacke, Schlupfhose, Morgenmantel, Socken, Crocs und Hund - Minimaglight fürs Licht und die große zum Zuhauen, raus in die Kälte - Flüssighaufen direkt neben dem allersten, ich brauche keine Tüte, perfekt! 

08:30 Uhr- Es ist jetzt wenigstens hell draußen!

Ofen an, Sofa und guter Krimi. Nach dem Duschen um 11:00 Uhr gehe ich an den Strand, einen Spaziergang machen. Durchfall ist noch da, aber Molly hat Spass. Jagt ein bisschen Möwen (verboten!) und will Algen essen, ich bin ein wenig unamüsiert und werfe tierpsychologisch unkorrekt die Flexi nach ihr...A ls wir nach Hause kommen macht Freddy gerade Frühstück. Langsam hatte ich auch ernsthaft Hunger. Nach dem Essen gehe ich Bett und Freddy hat Molly Dienst. Die schnarcht und schläft natürlich und will nicht raus...was soll ich dazu bloß sagen....

Was ein Ausblick!

Such den Clumber und die Fähre!




Mittwoch, 1. Juli 2015

Tag 16 (der Letzte), Noch mehr heißes Wasser mit noch mehr Menschen

Nach dem Auschecken haben wir den Wagen noch ein wenig auf dem Gästehausparkplatz stehen lassen dürfen, was uns sehr entgegen kam. Wollen wir die Stadt doch noch ein wenig zu Fuß erkunden. Haben wir dann auch getan. Dabei sind mir die lustigen Hydranten in Reykjavik aufgefallen. Ich habe noch keinen Feuerwehr-Minion gesehen, aber so in etwa dürfte er wohl aussehen.



Allererste Station war die Touri-Info. Wir hatten schon mal grob vorgeguckt. Volcano-House, das Nordlichter-Haus, Nationalmuseum, Sun Voyaer und Perlan standen auf dem Programm. Mit der Karte aus der Touri-Info ging es dann zu Fuss los. Erst zum Volcano-House. Da war aber für das eigentliche interessante Filmprogramm nur zu jeder vollen Stunde Einlass und die Vorführung dauerte 53 Minuten. Es war kurz nach 9. Doof. Jetzt fast zwei Stunden investieren? Nee, haben wir dann gelassen. Kurz die Geologie-Ausstellung angeguckt, und wieder von dannen gezogen. Obwohl der Ausbruch in den 70er auf den Westmänner-Inseln schon sehr heftig gewesen sein muss. Nun denn. Manchmal hilft youtube ja auch weiter: --> klick


Dafür waren wir dann im Aurora Borealis. Sehr nettes kleines -ja was eigentlich- Museum? Nee. Eher so aus der Kategorie Lernunterhaltung. Aber trotzdem sehr nett aufgemacht und -ja eben- sehr lehrreich. Nordlichter sind meist grün und treten an den Polen entlang der vom Sonnenwind verbogenen Magnetfelder wieder ein.



Da wir ja zu Fuss waren, habe wir beschlossen den Sun Voyager später mit dem Auto anzugucken, genauso wie Perlan. (Später mehr). Auf dem Weg durch die Stadt kommt man so dichte an den Docks vorbei, dass die Schiffe fast auf dem Fussweg stehen. Dafür haben sie aber auch hübsche Fahrradständer! Und echte Abenteuersielplätze!








Wenn man mal nicht am Kennzeichen erkannt werden will...


Dann ab in das Nationalmuseum. Hier war wie in allen Museen in Island viel ausgestellt, und nicht im Magazinkeller vor den Besuchern versteckt. Von der Landnahme (wie die hier die Besiedelung der Insel nennen), über die Sagas, Mittelalter bis in die Neuzeit. Alles da. Und echt viele Exponate. Da könnte man sich sicherlich den ganzen Tag aufhalten. Hätten wir fast müssen. Denn für den obligatorischen Mittagskaffee der Dame war "etwas" Warten angesagt. Die drei Vertreterinnen der tatsächlich durchschnittlich sehr jungen Isländischen Bevölkerung hatten nämlich echt Stress mit den anscheinend zu vielen Bestellungen. Hat dann aber nur knapp 10 Minuten gedauert bis der Kaffe fertig war. Den Kuchen und meine Cola gab es glücklicherweise schon vorher.

Hier sind die Experten sich nicht einig. Thor oder eher ein christliches Symbol? Wird aber meist als Thor verkauft...


Vom Nationalmuseum aus konnte man Perlan schon sehen. Da wollten wir (naja, eher ich) hin. Also das Auto abgeholt, kurz beim Sun Voyager vorbeigeschaut, (ein wie ich finde gelungenes Kunstobjekt, hat irgendwie was) und dann weiter zu den Warmwassertanks Perlan. Sieht aus wie ein Gebäude, ist in Wirklichkeit aber ein riesiger Warmwasserspeicher (bis zu 20 Millionen Liter 85° C warme, wenn alle fünf noch in Betrieb befindlichen Tanks voll sind. Was für eine Menge Energie!!!). Von hier aus wird Reykjavik mit dem etwas geruchstechnisch andersartigen Warmwasser versorgt. Das Wasser ist übrigens sehr sauber, wird unbehandelt in die Leitungen gegeben und kommt als Warmwasser aus dem Hahn oder in die Heizung. Mit dem Warmwasser, was in den Häusern schon einmal durch die Heizung ist, und nicht mehr ganz so warm ist, werden in der Tat gerne die Bürgersteige beheizt und somit Eis- und Schneefrei gehalten. Sowas bräuchte ich noch mal für den Bürgersteig vorm Haus für den nächsten Winter!










Der Tag neigte sich dem Nachmittag entgegen und wir wollten die letzte Unterkunft beziehen und der "Blauen Lagune" noch einen Besuch abstatten. Das ist DIE Badeanstalt, die gerne im Zusammenhang mit Reykjavik genannt wird, und wegen dem an Minaerilien reichhaltigen Wasser so blau schimmert. Dummerweise werden hier reisebusweise die Touris rangekarrt. Nicole hate auf dem für isländische Verhältnisse sehr vollen Parkplatz (Nicht mehr als durchschnittlich am VERWELL stehen, Reisebusse abgezogen) schon so ein dumpfes Gefühl und murmelte was von "umdrehen". Ich hatte das aber vorsichtshalber mal nicht so genau gehört und wir sind rein. BÄMM!!! Da standen wir in einer Menschenmenge und mussten die Kassen erstmal ausfindig machen. Ist uns dann auch gelungen, und nach einer gefühlten Viertelstunde anstehen wurden wir gefragt, ob wir denn vorbestellt hätten. Nee hatten wir nicht, hatte uns auch keiner erzählt, wir wollte doch nur ein wenig zum Ausklang im warmen Wasser liegen. Jaaaaaa, dann könne er uns auf die Warteliste setzen. Äääääääh, Aha!
Nee, wollten wir nicht. So ein Reinfall! Nur gut, dass wir in Reykjalid schon in einem viiiiiel netteren Naturbad waren.






Mit ähnlicher Beschleunigung wie an dem Wasserfall der Götter sind wir dann zurück zum Hotel, kurz noch eine Pizza in der isländischen Variante vom Sachsengrill bestellt und verzehrt. Dabei hat uns der Herr der Pizzabude nach einem netten Plausch noch kurz eine aktuelle Grafik aus dem Internet gezeigt. In den letzten 24 Stunden hat es nämlich südwestlich von Island im Meer an die 300(!) kleinere Erdbeben gegeben, und die Experten gehen von einem baldigen Vulkanausbruch aus. Nun denn, solange wir morgen früh starten können... Wir werden dann den Rest im Internet oder in der Tagesschau verfolgen.


Ach ja, auf dem Weg durch die Stadt sind wir noch an der Deutschen Botschaft vorbeigekommen. Und Angie war auch da...



Da der Flug morgen um 7.50h startet und der Mietwagen noch abgegeben , sowie noch ein wenig Bargeld zurückgetauscht (das braucht man hier wenn man eine Kreditkarte hat wirklich nicht) und die TAX-free Erstattung erledigt werden will, wird die Nacht ein wenig kürzer.

Also erstmal gute Nacht. Von zu Hause aus gibt es noch einmal eine kleine Nachlese, mit etwas Bewegtbildmaterial. Also dran bleiben!

Dienstag, 30. Juni 2015

Tag 15 - Langsam geht es irgendwie gen Heimat

Das Programm hat meinen Text für heute gefressen...ich sage nicht, was ich jetzt denke...grrrrrrrr!

Kurzform:
Fahrt nach Reykjavik - gesehen - größte heiße Quelle Europas (stank nicht nach Schwefel!) - Wasserfall gesehen- Das Leben von Snorri im Museum angeschaut (wichtiger Isländer, hat die Edda geschrieben) -Polarfuchs mit Beute flüchten sehen - Bauarbeiter mit Phylonen auf dem Kopf (weil Möwen sie angriffen - Au!) - Tunnel durchfahren

In Reykjavik - Turm von Hallgrimms-Kirche mit Fahrstuhl erklommen- tolle Aussicht genossen - Mitbrinsel gekauft (2 Stunden, jeder Laden, viel Mühe gegeben)

Gleich: Essen gehen, in der Hoffnung auf was anderes, als Pommes oder Veggie Burger

Morgen mehr, wenn das olle Programm mitmacht


Heiße Quelle, professionell gesichert


Snorri


Snorris Pool

Wasserfall, hier läuft 
das Wasser direkt aus der Wand

Montag, 29. Juni 2015

Tag 14 - Die Island in klein Halbinsel

Freddy hatte Recht, die Halbinsel Snaefellnaes ist ein Abbild von Island in klein. Hier kriegt man auf ein paar Kilometern alles komprimiert, wofür man sonst um die gesamte Insel muss.
Wir haben heute Höhlen Tag, es stehen 2 Lava Höhlen auf dem Programm. Beide sind umme Ecke. Als erstes ging es nach Bodir. Ein Ort in dem nur noch ein Hotel und eine Kirche steht. Aber von dort aus gibt es einen Wanderweg zu einem Vulkankrater und einer frei zugänglichen 400 m langen Höhle. Da müssen wir natürlich hin. Leicht bekleidet geht es an der Kirche los. Es hat laut Auto 17 Grad draußen, hier in Polarkreisnähe fühlt es sich an wie mindestens 25 Grad zu Hause. Wer konnte so etwas ahnen beim Koffer packen. Ich habe nur 2 kurzärmlige T-Shirts mit, sehr doof! Heute habe ich aber eins an und wir gehen auf den Wanderweg über das Lava Geröllfeld zum Krater. Freddy will unbedingt mal einen echten Krater angucken, soll er. Auf dem Wegweiser stehen 1,8 Kilometer. Katzensprung! Der Weg windet sich durch Brocken, Felsspalten und Geröll und ich stelle mal wieder fest, dass 2 Kilometer auch nicht mehr das sind, was sie mal waren. Der Krater ist auch eher eine Enttäuschung. Glück hingegen ist die Höhle gleich dahinter. Wir sind bis jetzt auch noch niemandem begegnet,  anscheinend schreckt es doch ab, wenn man nicht direkt an der Sehenswürdigkeit parken kann. Das hat aber auch zur Folge dass es hier so still ist, wie ich es noch nie erlebt habe. Unheimlich.

Die Kirche in Bodir

Der Krater - da müssen wir hin!

Tiefe Felsspalten...

...welche ich todesmutig überwinde

In der Höhle wird uns schnell klar, dass uns einige Kleinigkeiten fehlen. Nicht die warme Jacke, die habe ich mitgeschleppt, aber so eine Taschenlampe wäre schon praktisch im Dunkeln. Also hinter Freddys Handylampe her, wenigstens ein paar Meter. Es wird schnell richtig duster in so einer Höhle, nach 20 m kann man nur kriechend weiter...muss ja nicht...wieder raus in die Sonne. Wir haben ja noch Höhle 2 auf dem Programm. Wieder am Auto waren wir übrigens nach so 3 Stunden...und wir haben nicht gebummelt. 

Die Höhle von außen - Freddy hat Angst!

Drinnen tropft es unangenehm auf den Kopf und in den Nacken


Weiter zur nächsten Höhle kommen wir noch an ein paar spannenden Orten vorbei, merken wir uns für den Rückweg.

Vatnshellir ist eine Lava Höhle die man mit Guide über eine Treppe erreicht. Wir werden mit Helm und Lampe ausgestattet und schon geht es bergab über eine Wendeltreppe. Wir sehen Stalagmiten und Stalagtiten aus Lava und stehen in einer Höhle in wirklich kompletter Dunkelheit. Spannende Erfahrung. Das hier der Eingang zum Mittelpunkt der Erde ist möchte ich auch nicht unerwähnt lassen. Haben wir uns heute aber geschenkt, haben ja noch Programm. Nachzulesen bei Herrn Verne, das Buch heißt mit 80.000 Meilen zum Mittelpunkt, oder so...
Helm steht mir nicht so...

Außer Taschenlampen kein Licht da drinnen


Der nette Guide hat uns fotografiert


Steine, wichtige!



Danach will man wieder ein wenig Sonne und wir sind zum schwarzen Strand. Hier sieht man richtig, wie die Lava im Meer erkaltet ist. Der Strand besteht aus schwarzen runden Kieseln. Hier kann man angenehm liegen und wird von unten gewärmt, nichts kneift, so rund sind die Steine. 





Hier könnte man bleiben, aber, Zitat Freddy: Wir sind ja zum Angucken hier!
Noch in einen kleinen Ort gefahren der irgendwas, aber er war nicht, egal. Gab Kaffee...

Samstag, 27. Juni 2015

Tag 12, Unser nördlicher Wendepunkt, der Tag in Bildern

Heute war unser unser nördlichster Punkt auf der Inselrundfahrt.Zur besseren Orientierung haben wir da mal kurz einen orangenen Leuchtturm hingestellt. Findet sich somit in Google Earth auch leichter wieder. Klick-> hier

Den Rest des Tages gibt's mal in der Kurzfassung heute als Bilderbuch.

Erster Stopp des Tages. Der "Götterfall" (Goðafoss). Das einzige was hier gefallen ist, sind ungefähr das Kreuzfahreräquivalent von einen Dutzend Reisebussen. Erstere aus Letzteren. Wir sind nur flux gucken gegangen. Haben festgestellt, dass das jetzt kein besonders tolles Exemplar Wasserfall ist und sind mit Hackengas weg. Warum das jetzt laut Wiki eine der berühmtesten Wasserfälle ist? Feststellung: Kommen Reisebusse zu Sehenswürdigkeiten, gibt es Kaffee und Kuchen zu kaufen. (Tax-free Shops waren auch in der Nähe). Irgendwie sind Ausflüge von Kreuzfahrern für uns ein wenig zum Abgewöhnen geworden. (Sorry Linda...)


Dann doch lieber den Blick über Fjord, denn die Kreuzfahrer sicherlich nicht hatten, denn bis hier ist das Schiff nicht gekommen.



In  Akureyri gab es im "Nanni-Haus" nicht nur Informationen zu Kartographen, sondern auch zu Monstern der Meere. Hat mich ein wenig an Walter Moers erinnert. Wenn der Zeichner der Cover mal hier nicht abgeguckt hat...




Das Dingen hier war ziemlich gut. Unten an den Holzknöpfen konnte man drehen, und dann kamen an den unterschiedlichsten Stellen Meeresmonster zum Vorschein und man konnte das Meer bewegen. Fast so ein wenig wie bei Jim Knopf.





Hier ein paar Bilder aus dem Heringsmuseum in Siglufjörður. Sehr gut gemacht. Beeindruckend einfach schon durch die Vielzahl der ausgestellten Objekte.











Immer wieder beeindruckend finde ich den Blick über und in die Fjorde. Muss auch in Norwegen toll sein...


Hier der von uns zum nördlichen Wendepunkt auserkorene Ort. Wir waren zwar streng genommen auf der Fahrt zum Dettifoss noch einen kleinen Tick weiter nördlich, aber ab hier geht es jetzt wirklich nur noch gen Süden zurück Richtung Reykjavik.


Nicole: "Nee, hier ist es zu windig.."

"...und da drüben ist das Panorama schöner!"

"Ja, so müsste es gehen..."



Zu Baustellen auf den Strassen hier hatten wir ja schon mal kurz berichtet. Heute haben wir uns zwischen "Schotter-auf-frisch-mit-Bitumen-eingesprühte-Strasse-Verteil-Maschine" und Festwalzer durchgemogelt. Danach fehlten auf gefühlten 20km immer mal wieder Stücke im Asphalt, die dann geschottert waren. Kennen wir aber jetzt ja auch schon...


Und jetzt das absolute Highlight!
Gundula, das hättest Du sehen müssen. Hier gibt es Hufeiesen im Supermarkt zu kaufen. Samt Strassen-Leisetreter, und orthopädischen Zwischenlagen. Zu finden zwischen Tiefkühltruhe, Cola, Müsliriegel und Kasse. Dahinter das komprimierte Baumarktsortiment, mit allem was der Isländer vom Land so brauchen kann.